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Katholische Lehre

Antworten im Thema: 144 » Der letzte Beitrag (17. Januar 2017, 17:36) ist von diaconus.

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41

Dienstag, 14. August 2012, 19:06

@ Teresa

Zitat

Aber es müßte doch in den Weiten des Internets eventuell auch eine Begründung für diese Preisverleihung an Casanova geben...

Leider habe ich diesbezüglich nichts gefunden. Nur das Faktum der Preisverleihung an Casanova wurde erwähnt.
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Teresa

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42

Dienstag, 14. August 2012, 20:27

@ Teresa

Zitat

Aber es müßte doch in den Weiten des Internets eventuell auch eine Begründung für diese Preisverleihung an Casanova geben...

Leider habe ich diesbezüglich nichts gefunden. Nur das Faktum der Preisverleihung an Casanova wurde erwähnt.


In der Laudatio für den Preisträger gab es sicher eine Begründung. Die scheint dann leider nicht veröffentlicht worden zu sein. :thumbdown:
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43

Dienstag, 14. August 2012, 21:24

@ Teresa

Zitat

In der Laudatio für den Preisträger gab es sicher eine Begründung. Die scheint dann leider nicht veröffentlicht worden zu sein.

Leider nein. Während bei einigen anderen Preisträgern sehr wohl ein Laudator angegeben war, ist bei Casanova keiner angegeben. Also dürfte es keinen geben.
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Montag, 3. September 2012, 17:51

Kardinal Martini verstorben

Dazu gibt es in der heutigen Tagespost einen Artikel mit dem Titel „Der loyale Gegenspieler“ von Guido Horst. In diesem Artikel wird das Lebenswerk des verstorbenen Kardinals erörtert, das nicht ganz unproblematisch war, wie auch sein Ruf als „Gegenpapst“ zeigte. Vor allem die letzten Absätze dieses Artikels zeigen diese Problematik auf.
Der Link dazu
http://www.die-tagespost.de/Der-loyale-G…r;art456,137012

Kommentar
R.I.P - Kardinal Martini
Möge ihm Gott gnädig sein, dessen Worte sowie die Lehre der Kirche er in vielen von mir gelesenen Büchern relativiert hat und die ich in den letzten zehn Jahren aus diesem Grund nicht mehr gelesen habe..
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45

Dienstag, 4. September 2012, 17:17

Im Blickpunkt: Beschneidungen des Rechts

Ein Artikel der Tagespost vom 31. August, von Stefan Rehder
Der Originaltext

Zitat

Müssen Christen in Zukunft bei der Feier der Liturgie auf den Weihrauch verzichten? Machen sich Priester der gefährlichen Körperverletzung von Kindern und des Verstoßes gegen Artikel 2 des Grundgesetzes schuldig, wenn sie in der Familienmesse das Weihrauchfass schwenken, obwohl manche meinen, Feinstaub schädige die Gesundheit? Wird sich der Ethikrat, der Regierung und Parlament in bioethischen Fragen berät, demnächst mit der Kindstaufe beschäftigen? Werden die Experten dem Gesetzgeber empfehlen, die Kindstaufe gesetzlich zu regeln und anregen, diese unter Auflagen zu erlauben, etwa wenn das Taufwasser lau statt kalt ist und der Täufling nicht – wie bei den Orthodoxen üblich – ganz untergetaucht wird? Werden atheistische Wissenschaftler vor der traumatisierenden Wirkung warnen, die der seit Jahrtausenden praktizierte Taufritus in den Seelen – pardon, in der Psyche – von Kindern entfalten kann?
Fragen wie diese muss stellen, wer nicht nur das Urteil des Kölner Landgerichts zur Strafbarkeit der Beschneidung nicht einwilligungsfähiger Jungen (Az.: 151 Ns 169/11) zur Kenntnis genommen hat, sondern auch die erstaunliche Debatte verfolgt, die es entfacht hat. Da wird die von Juden und Muslimen seit rund viertausend Jahren praktizierte Beschneidung männlicher Säuglinge und Knaben doch allen Ernstes auf eine Stufe mit der Genitalverstümmelung von Mädchen in Teilen Afrikas gestellt. Das ist in etwa so redlich, als wollte man behaupten, eine Impfung sei nicht nur formaljuristisch genauso eine Körperverletzung wie eine Amputation, sondern auch ähnlich schwerwiegend. Was dem Debattenfass aber den Boden ausschlägt, ist die Tatsache, dass viele derjenigen, die unter Berufung auf die Aufklärung meinen, gläubigen Juden und Muslimen das Recht auf Religionsfreiheit beschneiden zu dürfen, zugleich ein Recht auf Abtreibung propagieren.
Man muss sich diese Schizophrenie vor Augen führen: Dieselbe Mutter, die keinen Rabbi beauftragen dürfen soll, ihrem Sohn acht Tage nach der Geburt die Vorhaut zu entfernen, um ihn in die jüdische Religionsgemeinschaft aufnehmen zu lassen, soll ihn von einem Abtreibungsarzt bis zum Einsetzen der Wehen zerstückeln lassen dürfen. Wer bedarf hier eigentlich der Aufklärung? Wessen Recht gehören beschnitten? Die Rechte jener, die auf dem Altar der Religion einen Fetzen Haut opfern oder vielleicht doch die derjenigen, die meinen, auf dem der Altar der Moderne Millionen von Menschen opfern zu können?

Kommentar
Stefan Rehder hat sowohl die Beschneidungen der Religionsfreiheiten, die auch uns Christen und vor allem die Katholiken treffen würden als auch die Schizophrenie, die die religiöse Beschneidung wegen Körperverletzung verbieten will aber den Mord am ungeborenen Leben durch Abtreibung gutheißt, klar dargestellt. Allein das Beispiel der Jüdin, die ihren 8 Tage alten Sohn nicht beschneiden lassen dürfte, aber bis zum Eintreten der Wehen in einer Spätabtreibung zerstückeln lassen darf, zeigt, dass es den Beschneidungsgegnern, die vor allem Atheisten sind, während deren Mitläufer die „nützlichen Idioten“ sind, nicht um Körperverletzung oder Humanität geht sondern dass es eindeutig gegen die Religion als solches geht. Wer eine derartige Schizophrenie, wie im Artikel dargestellt, gutheißt, der beweist, dass er psychisch latent pathologisch gestört ist.
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46

Montag, 10. September 2012, 17:55

Warnung vor der „Warnung“

Seit dem vorigen Jahr (März 2011) werden Botschaften einer irischen Seherin, die sich Mary Divine Mercy (Maria von der göttlichen Barmherzigkeit) nennt, veröffentlicht, die unter dem Titel „Die Warnung“ laufen. Gestern hat auch die Nachrichtenagentur idea darüber berichtet wie folgt:

Die junge Mutter veröffentlicht täglich anonym Botschaften im Internet, die sie nach eigenen Angaben direkt von Jesus Christus, Gott-Vater, dem Heiligen Geist oder Maria empfangen haben will. Ihr Ziel sei es, die Menschheit auf „Die Warnung“ vorzubereiten. Die Irin gibt vor, sich ganz dem Papsttum zu unterstellen und ihre „Offenbarungen“ der römisch-katholischen Kirche zur Prüfung zugänglich gemacht zu haben. Doch haben auch zahlreiche römisch-katholische Stimmen inzwischen vor der „Warnung“ gewarnt. Es handle sich um „nicht anerkannte Privatoffenbarungen, die in zahlreichen Aussagen der kirchlichen Lehre widersprechen.“

Kommentar
Ich habe selbst einige der Botschaften gelesen und festgestellt, dass darin einiges gegen die Offenbarung und Lehre der Kirche steht sowie dass in den Jesus-Botschaften dieser in einer Form und mit Begriffen über sich spricht, die er in der Offenbarung nicht verwendet hat und auch nie verwenden würde.
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47

Dienstag, 11. September 2012, 17:45

@ Teresa

Zitat

Wie ist da eigentlich die Mitfeier von Gottesdienst oder Heiliger Messe im Rundfunk oder im Fernsehen zu sehen? Den Segen soll man ja (angeblich) wirklich empfangen.

Hier, die Antwort zu Deiner Frage im Thread „evangelisch-lutherisch.“

Jeder, der aus gesundheitlichen inkl. psychischer Gründen die Hl. Messe in einer Kirche nicht mitfeiern kann, kann diese zu Hause mittels Radio oder TV mitfeiern und auch geistig kommunizieren. Diese Möglichkeit ist auch für jene gegeben, die zwar gesund sind aber aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Messe in eine Kirche kommen können, wie zBspl. Wetterkapriolen, große Entfernung u. ä.

Auch den Segen kann so jeder empfangen, zBspl. den Segen „Urbi et orbi“ zu Ostern oder Weihnachten durch den Hl. Vater am TV-Apparat.
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48

Dienstag, 11. September 2012, 19:47

@ Teresa

Zitat

Wie ist da eigentlich die Mitfeier von Gottesdienst oder Heiliger Messe im Rundfunk oder im Fernsehen zu sehen? Den Segen soll man ja (angeblich) wirklich empfangen.

Hier, die Antwort zu Deiner Frage im Thread „evangelisch-lutherisch.“

Jeder, der aus gesundheitlichen inkl. psychischer Gründen die Hl. Messe in einer Kirche nicht mitfeiern kann, kann diese zu Hause mittels Radio oder TV mitfeiern und auch geistig kommunizieren. Diese Möglichkeit ist auch für jene gegeben, die zwar gesund sind aber aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Messe in eine Kirche kommen können, wie zBspl. Wetterkapriolen, große Entfernung u. ä.

Auch den Segen kann so jeder empfangen, zBspl. den Segen „Urbi et orbi“ zu Ostern oder Weihnachten durch den Hl. Vater am TV-Apparat.


Danke für diese Antwort, lieber Diaconus. - Nun kann ich mit dem Grübeln aufhören. ;)
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Sonntag, 30. September 2012, 17:01

Tagespost - Kommentar: Augenmaß versus Heuchelei

Eine weitere Nachlese zur Beschneidungsdebatte
Bereits am Freitag, den 28. September hat in der Tagespost Stefan Rehder den genannten Kommentar geschrieben, der den Gesetzesentwurf für die Beschneidungsregelung betrifft. In der Folge nachstehend eine gekürzte Fassung dieses Kommentars.

Zitat

Die Erregung, mit der die Opposition auf die in dieser Woche vom Bundesjustizministerium an Länder und Verbände versandten Eckpunkte zur rechtlichen Regelung religiös motivierter Beschneidungen reagieren, ist nicht nur maßlos überzogen, sondern auch in hohem Maße verlogen. Es sei „erschreckend, dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit bei den Überlegungen der Bundesregierung offensichtlich nur eine untergeordnete Rolle spielt“, tönen jetzt die kinderpolitischen Sprecher der SPD, der Grünen und der Linke, also jener Parteien, deren Mitglieder die straffrei gestellten vorgeburtlichen Kindstötungen für eine Errungenschaft der Zivilisation halten. Mehr noch: Ginge es nach den Linken, wäre die Tötung eines Kindes im Mutterleib nicht einmal mehr „rechtswidrig“. Und auch bei SPD und Bündnis 90/Die Grünen sympathisieren immer noch viele mit der Forderung, den Paragrafen 218 aus dem Strafgesetzbuch zu streichen. Wer jedoch die Tötung unschuldiger, wehrloser Kinder im Mutterleib zum „Frauenrecht“ stilisiert, aber wegen des Verlustes der Vorhaut bei Säuglingen auf die Barrikaden geht, der muss sich den Vorwurf der Heuchelei gefallen lassen.

Dies umso mehr, als die Eckpunkte, die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zur Stellungnahme versenden ließ, tatsächlich einmal Augenmaß beweisen. Danach will die FDP-Politikerin das Bürgerliche Gesetzbuch ändern lassen. Künftig soll die dort geregelte „Personensorge“ auch das Recht von Eltern umfassen, „in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden soll“. Genitalverstümmelungen von Mädchen würde damit ebenso ein Riegel vorgeschoben wie der absurde Umstand aus der Welt geschafft, dass Ärzte und Rabbiner, die Knaben beschneiden, um sie gemäß eines tausende Jahre alten Ritus in die jüdische Glaubensgemeinschaft aufzunehmen, fürchten müssen, zusammen mit Mördern und Totschlägern einzusitzen

Kommentar
Stefan Rehder hat vollkommen Recht, wenn er die Sozialdemokraten, Grünen und Linken der Heuchelei bezichtigt. Wer sich für den Mord von unschuldigen Kindern im Mutterleib stark macht und dem tlw. sogar die Fristenlösung nicht passt und für die vollkommene Abschaffung des Strafparagraphen für Abtreibung eintritt, hat das moralische Recht verloren, sich nur wegen eines Stücks Vorhaut, das auf Gottes Gebot entfernt wird, aufzuregen. Mir haben einmal atheistische Parteigenossen in einer Diskussion, als ich vor 50 Jahren noch hauptamtlich in einer linken Partei war, und wo es um Menschenwürde, Ethik und Moral ging, darauf geantwortet: „Das ist ja nichts zum Essen und daher nicht lebensnotwendig.“ - also nicht Neues im linken Lager und keine geistige Weiterentwicklung, was auch nicht zu erwarten war. Und die Schizophrenie der Grünen: Jeder Kröte, jedem Frosch, der auf der Straße überfahren wird, da wird nachgeweint und oft um Millionenbeträge Übergänge gebaut, aber das menschliche Leben im Mutterleib ist jederzeit tötbar. Eine derartige Geisteshaltung, die menschliches Leben weniger wert schätzt als tierisches, ist nicht nur pervers sondern weist auch auf eine latente pathologisch-psychische Störung hin.
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Sonntag, 30. September 2012, 17:44

RE: Tagespost - Kommentar: Augenmaß versus Heuchelei

Eine weitere Nachlese zur Beschneidungsdebatte
Bereits am Freitag, den 28. September hat in der Tagespost Stefan Rehder den genannten Kommentar geschrieben, der den Gesetzesentwurf für die Beschneidungsregelung betrifft. In der Folge nachstehend eine gekürzte Fassung dieses Kommentars.

Zitat

Die Erregung, mit der die Opposition auf die in dieser Woche vom Bundesjustizministerium an Länder und Verbände versandten Eckpunkte zur rechtlichen Regelung religiös motivierter Beschneidungen reagieren, ist nicht nur maßlos überzogen, sondern auch in hohem Maße verlogen. Es sei „erschreckend, dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit bei den Überlegungen der Bundesregierung offensichtlich nur eine untergeordnete Rolle spielt“, tönen jetzt die kinderpolitischen Sprecher der SPD, der Grünen und der Linke, also jener Parteien, deren Mitglieder die straffrei gestellten vorgeburtlichen Kindstötungen für eine Errungenschaft der Zivilisation halten. Mehr noch: Ginge es nach den Linken, wäre die Tötung eines Kindes im Mutterleib nicht einmal mehr „rechtswidrig“. Und auch bei SPD und Bündnis 90/Die Grünen sympathisieren immer noch viele mit der Forderung, den Paragrafen 218 aus dem Strafgesetzbuch zu streichen. Wer jedoch die Tötung unschuldiger, wehrloser Kinder im Mutterleib zum „Frauenrecht“ stilisiert, aber wegen des Verlustes der Vorhaut bei Säuglingen auf die Barrikaden geht, der muss sich den Vorwurf der Heuchelei gefallen lassen.

Dies umso mehr, als die Eckpunkte, die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zur Stellungnahme versenden ließ, tatsächlich einmal Augenmaß beweisen. Danach will die FDP-Politikerin das Bürgerliche Gesetzbuch ändern lassen. Künftig soll die dort geregelte „Personensorge“ auch das Recht von Eltern umfassen, „in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden soll“. Genitalverstümmelungen von Mädchen würde damit ebenso ein Riegel vorgeschoben wie der absurde Umstand aus der Welt geschafft, dass Ärzte und Rabbiner, die Knaben beschneiden, um sie gemäß eines tausende Jahre alten Ritus in die jüdische Glaubensgemeinschaft aufzunehmen, fürchten müssen, zusammen mit Mördern und Totschlägern einzusitzen

Kommentar
Stefan Rehder hat vollkommen Recht, wenn er die Sozialdemokraten, Grünen und Linken der Heuchelei bezichtigt. Wer sich für den Mord von unschuldigen Kindern im Mutterleib stark macht und dem tlw. sogar die Fristenlösung nicht passt und für die vollkommene Abschaffung des Strafparagraphen für Abtreibung eintritt, hat das moralische Recht verloren, sich nur wegen eines Stücks Vorhaut, das auf Gottes Gebot entfernt wird, aufzuregen. Mir haben einmal atheistische Parteigenossen in einer Diskussion, als ich vor 50 Jahren noch hauptamtlich in einer linken Partei war, und wo es um Menschenwürde, Ethik und Moral ging, darauf geantwortet: „Das ist ja nichts zum Essen und daher nicht lebensnotwendig.“ - also nicht Neues im linken Lager und keine geistige Weiterentwicklung, was auch nicht zu erwarten war. Und die Schizophrenie der Grünen: Jeder Kröte, jedem Frosch, der auf der Straße überfahren wird, da wird nachgeweint und oft um Millionenbeträge Übergänge gebaut, aber das menschliche Leben im Mutterleib ist jederzeit tötbar. Eine derartige Geisteshaltung, die menschliches Leben weniger wert schätzt als tierisches, ist nicht nur pervers sondern weist auch auf eine latente pathologisch-psychische Störung hin.


Auch ich halte den Kommentar von Stefan Rehder für zutreffend. Deinem Kommentar, lieber Diaconus, stimme ich ebenfalls zu, bis auf eine Kleinigkeit: Die Meinungsäußerung von Grünen und/oder Linken beruht zwar auf deren Ideologie, hat jedoch nichts mit einer wie auch immer gearteten psychischen Störung zu tun, ob nun latent oder nicht latent. Es geht nicht, daß wir anderen, die unsere Meinung nicht teilen, eine psychische Störung unterstellen. Wir können sagen, daß diese Leute nicht christlich handeln, offenbar den Sinn für die Werte bzw. für Ethik verloren haben, aber mit der Unterstellung, daß eine Meinung pathologisch sei, sollten wir, bei aller berechtigten Ablehnung, äußerst vorsichtig sein.
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Sonntag, 30. September 2012, 18:16

@ Teresa

Zitat

Es geht nicht, daß wir anderen, die unsere Meinung nicht teilen, eine psychische Störung unterstellen. Wir können sagen, daß diese Leute nicht christlich handeln, offenbar den Sinn für die Werte bzw. für Ethik verloren haben, aber mit der Unterstellung, daß eine Meinung pathologisch sei, sollten wir, bei aller berechtigten Ablehnung, äußerst vorsichtig sein.

Hier geht es nicht um das Teilen einer Meinung, egal ob christlich oder nichtchristlich, sondern um wesentlich mehr, nämlich um das menschliche Leben. Wer als Mensch das menschliche Leben, also das Leben der eigenen Spezies, geringer stellt als jenes von Tieren, und der bewusst tötet, kann psychologisch nicht vollkommen „in Ordnung“ sein, der hat zumindest keine diesbezügliche Bremse „eingebaut“. Das beweisen auch die Psychogramme von bewussten Mördern. Und das Fördern der Abtreibung sowie das Tolerieren bzw. die Anstiftung dazu ist als gleichwertig zu betrachten. Da sind jene Frauen, die aus wirklicher Notlage oder unter starkem Druck abtreiben, eher auch als Opfer zu betrachten, die keine Unterstützung gefunden haben. Aber auch im Instinktverhalten von Säugetieren ist dies festzustellen, die sofort den Machtkampf im Rudel, um das Revier etc. beenden, wenn es an das Leben geht.
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Donnerstag, 1. November 2012, 16:39

Bernhard von Clairvaux (+ 1153)
Aus einer Predigt zum Fest Allerheiligen

Wozu dient den Heiligen unser Lob, wozu unsere Verherrlichung, wozu dieses ganze Hochfest! Was sollen ihnen irdische Ehren, da durch der Vater im Himmel sie ehrt, wie der wahrhaftige Sohn versprochen hat? Was soll ihnen unser Lobpreis? Unsere Frömmigkeit gibt ihnen nichts. Offenbar steht es i unserem, nicht in ihrem Interesse, dass wir ihrer gedenken und sie ehren. Ich gestehe, dass mich starkes Verlangen erfasst, wenn ich das bedenke.

Das aber ist das erste Verlangen, das die Gedächtnisfeier der Heiligen in uns erweckt oder verstärkt: dass wir ihre ersehnte Gemeinschaft erlangen und Mitbürger und Zeltgenossen der seligen Geister sein dürfen, dass wir uns unter die Schar der Urväter, die Reihe der Propheten, die Ratsversammlung der Apostel, das große Heer der Märtyrer, die Schar der Bekenner und die Chöre der Jungfrauen mischen dürfen, dass wir, mit allen Heiligen versammelt, an ihrer Freude Anteil gewinnen. Jene Gemeinde der Erstgeboren (vgl. Hebr 12,23) erwartet uns, und wir denken nicht daran. Die Heiligen verlangen nach uns, aber wir unterschätzen es. Die Gerechten warten auf uns, und wir beachten es nicht.

Brüder, wie wollen endlich aufwachen und aufstehen mit Christus, suchen, was droben ist, und den Sinn darauf richten (vgl. Kol3,1.2). Wir wollen nach denen verlangen, die Sehnsucht an uns haben. Wir wollen hineilen zu denen, die uns erwarten, mit den Wünschen des Herzens wollen wir ihnen entgegeneilen, die nach uns ausschauen. Nicht nur die Gemeinschaft der Heiligen wollen wir uns wünschen, sondern auch ihr Glück. Wir verlangen nach ihrer Gegenwart, wir wollen uns auch mit glühendem Eifer um ihre Herrlichkeit bemühen. Denn das ist kein verderblicher Ehrgeiz, und es ist keineswegs gefährlich, wenn die Herrlichkeit uns bewegt.

Das zweite Verlangen, das durch das Gedächtnis der Heiligen in uns entfacht wird, ist dieses: Wie ihnen, so möge auch uns Christus, unser Leben, erscheinen und wir mit ihm in Herrlichkeit (vgl. Kol 3,4). Bis dahin wird unser Haupt uns nicht so vor Augen gestellt, wie es ist, sondern wie es für uns geworden ist, nicht mit Herrlichkeit, sondern mit den Dornen unserer Sünden bekränzt. Das Glied des dornengekrönten Hauptes schäme sich, üppig zu leben. Denn für dieses Glied ist der Purpur nicht Ehre, sondern Spott. Wenn der Herr kommt und sein Tod nicht mehr verkündet wird (vgl. 1Kor 11,26), dann werden wir uns bewusst, dass auch wir gestorben sind und dass unser Leben mit ihm in Gott verborgen ist (vgl. Kol 3,3). Das Haupt wird in Herrlichkeit erscheinen, und mit ihm verherrlicht, wer die die Glieder leuchten, wenn er nämlich unseren armseligen Leib verwandelt in die Gestalt des verherrlichten Hauptes, das er selbst ist (vgl. Phil 3,21).

Nach dieser Herrlichkeit wollen wir mi vollem und zuversichtlichem Eifer streben. Damit es uns gestattet sei, auf sie zu hoffen und einer so großen Seligkeit auszuschauen, müssen uns auch sehr dringend die Fürsprache der Heiligen wünschen; denn auf ihre Fürbitte wird uns geschenkt werden, was unsere eigene Kraft nicht zu erlangen vermag.
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53

Montag, 27. Mai 2013, 18:52

Bibel wird im Theologiestudium „demoliert“

Die Nachrichtenagentur idea bringt heute einen guten Kommentar von Prof. Klaus Berger, den ich ungekürzt ins Forum stelle:

Zitat

Heidelberg (idea) – Scharfe Kritik an der an den theologischen Fakultäten vermittelten historisch-kritischen Auslegung der Bibel hat der emeritierte Professor für Neutestamentliche Theologie Klaus Berger (Heidelberg) geübt. Er äußerte sich in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Berger zufolge ist die heutige Theologie „ein lebloses Gedankengerippe, das mit Frömmigkeit und Kirche kaum noch etwas zu tun hat“. Die Bibel werde im Theologiestudium „auseinandergenommen und demoliert, so dass von ihr fast nichts mehr übrig bleibt“. Viele Theologiestudenten verlören dadurch ihren christlichen Glauben und brächen das Studium ab. Die liberale Theologie richte viel Schaden an und habe einen ähnlich durchschlagenden Erfolg wie der Kommunismus in der DDR. Von Berger erschien jetzt das Buch „Die Bibelfälscher. Wie wir um die Wahrheit betrogen werden“ (Pattloch Verlag, München).

„Professoren genießen Narrenfreiheit“Nach seinen Worten leben die meisten Theologieprofessoren ohne jeden Bezug zur Gemeinde. Nur die wenigsten seien selbst Pfarrer gewesen: „Ich kenne viele Theologen, die aus Angst vor dem Pfarrerberuf Professor geworden sind. Als Pfarrer erfährt man die Korrektur der Gemeinde, als Professor genießt man weitgehend Narrenfreiheit.“ Kritik äußerte Berger auch an den Habilitations- und Berufungsverfahren der theologischen Fakultäten. Es gebe ein „Zitier-, Berufungs- und Vortragseinladungskartell“. Viele seiner Schüler hätten keine Chance, auch nur zu einem Probevortrag eingeladen zu werden. So seien evangelikale Theologen an Universitäten unerwünscht. Bei der Ablehnung gehe es nicht um die Qualifikation, sondern um Mentalitätsfragen. Berger: „Wir sind in der Universitätstheologie an einem Punkt angekommen, wo eine grundlegende Reformation nötig ist.“ Nach seiner Einschätzung könnte es zu einer Trendwende kommen, wenn sich die Mehrheitsverhältnisse im Deutschen Bundestag ändern und die Staatskirchenverträge aufgelöst werden. Dies könnte auch das Ende der theologischen Fakultäten an den Universitäten bedeuten. Berger: „Vielleicht wacht die Theologie dann aus ihrer total abgesicherten Welt auf.“

Warum es auf die Jungfrauengeburt ankommt
In dem Interview äußerte sich Berger auch zu theologischen Streitfragen. So verteidigt er die Ansicht, dass die Jungfrauengeburt ein geschichtliches Ereignis war. Seine Begründung: „1. Matthäus und Lukas berichten darüber – und zwar einschließlich der damit verbundenen Komplikationen. Als Josef von der Schwangerschaft Marias erfuhr, wollte er seine Verlobte zunächst entlassen. So eine Begebenheit erfindet man doch nicht! 2. Sowohl bei der Menschwerdung Jesu als auch bei seinem Tod und der darauffolgenden Auferstehung finde ich dieselbe Handschrift Gottes, nämlich das Wirken des Heiligen Geistes. Dies war der Glaube des Urchristentums und es ist auch mein Glaube.“ Wer die Jungfrauengeburt bestreite, schließe die Möglichkeit aus, dass Gott in dieser Welt etwas bewirken könne. Berger: „So legen Theologen dem Herrgott Handschellen an und binden ihm einen Maulkorb um, damit er ja nichts tut oder sagt, was uns irritieren könnte.“

Kommentar
Klaus Berger schätze ich als Neutestamentler sehr, weil er nicht der „modernistischen“ Theologie anhängt sondern im Glauben fest verankert ist, Sein neuestes Buch „Die Bibelfälscher“, vor 14 Tagen erschienen, rechnet mit jener modernistischen Theologie ab, die die Bibel „zertrümmert“ und die Menschen in die Irre führt. Jedes Wort Berger’s in diesem Kommentar ist zu unterstreichen wenn man selbst entsprechende Fachkenntnisse hat und lehramtstreu ist. Außerdem hat Papst Benedikt XVI. in mehreren Texten festgestellt, dass die historische-kritische Bibelexegese, dass diese Methode ohne Mitberücksichtigung des Glaubens und der Lehre der Kirche keine wirkliche Exegese ermöglicht
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54

Montag, 3. Juni 2013, 17:45

Auszüge aus dem Lehrschreiben

der römischen Kongregation für die Glaubenslehre vom 3. Juni 2003 unterschrieben vom Joseph Kardinal Ratzinger
„Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischenhomosexuellen Personen“
(Homo-Ehe)

Keine Ideologie kann dem menschlichen Geist die Gewissheit nehmen, dass es eine Ehe nur zwischen zwei Personen verschiedenen Geschlechts gibt. Nur Mann und Frau können neues Leben zeuge4n und sind daher schon von Natur aus zur Erziehung ihrer Kinder berufen. Kinder brauchen Vater und Mutter, damit sie an Leib und Seele gesund heranwachsen können. Kleinkinder brauchen ganz besonders ihre Mutter.

Das Einfügen von Kindern in homosexuelle Lebensgemeinschaften durch Adoption bedeutet faktisch, diesen Kindern Gewalt anzutun in dem Sinn, dass mit ihren Zustand der Bedürftigkeit ausnützt, um sie in ein Umfeld einzuführen, das ihrer vollen menschlichen Entwicklung nicht förderlich ist.

Die Ehe ist (dem gläubigen Christen) heilig, während die homosexuellen Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen. Staat, Gesellschaf und Kirche verdanken ihren Fortbestand der Familie, die in der Ehe gründet. ES ist daher die wichtigste Aufgabe des Staates, echte Familien zu fördern.

Nachdem staatliche Gesetze Strukturprinzipien des Lebens der Menschen in der Gesellschaft zum Guten oder zum Bösen sind, spielen sie eine sehr wichtige und manchmal entscheidende Rolle bei der Förderung einer Denkweise und einer Gewohnheit. Es ist daher alles zu unterlassen, was die eheliche Institution entwertet. Nur Ehe und Familie leisten einen Beitrag zum Gemeinwohl.

Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit gleichen oder ähnlichen rechtlichen Privilegien auszustatten, ist daher schwerwiegend ungerecht. Solche Privilegien haben mit christlicher Toleranz nichts zu tun. Jene, die diese Toleranz gebrauchen, um bestimmte Rechte für zusammenlebende homosexuelle Personen einzufordern, müssen daran erinnert werden, dass die Toleranz des Bösen etwas anderes ist als die Billigung oder Legalisierung des Bösen.

Kommentar
Dass das homosexuellen Eherecht auf Kosten der Allgemeinheit und hier vor allem auf Kosten der Familien gehen, beweist schon hinreichend das Privileg der Witwenpension, die dem zurückbleibenden Homo zusteht. Nachdem das Pensionsrecht auf den „Generationsvertrag“ beruht und Homos keine leiblichen Kinder real zeugen können, müssen die Kinder aus den Familien für die Homo-„Witwen“ faktisch deren Pension aufbringen.

Die Anweisungen Gottes in der Bibel (Lev 18,22, Lev 20,13, Röm 1,24-28, 1 Kor 6,9f) hinsichtlich der Homosexualität gelten unverändert mit Ausnahme der Todesstrafe, denn auch Jesus hat die Ehebrecherin nicht zum Tode verurteilt.

Außerdem lässt sich anthropologisch nachweisen, dass jede Kultur, die Homosexualität ab deren Akzeptanzzeitpunkt, innerhalb kürzester Zeit untergegangen ist, Und dies gilt heute noch genauso wie früher.
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Donnerstag, 8. August 2013, 18:09

Exorzist: Der Teufel ist heute aktiver denn je

So die idea-Nachrichtengagentur in der Werbung für ihr „Idea-Spektrum“ mit folgendem Text:
Die Kirche muss ihr weitgehendes Schweigen zur Existenz des Teufels und der Hölle beenden. Das fordert der Ehrenpräsident der Internationalen Vereinigung der Exorzisten, Gabriele Amorth. „Satan ist heute mehr denn je aktiv und versucht die größtmögliche Zahl von Seelen in den ewigen Tod zu treiben.“ Auch heute gelte der Auftrag Jesu Christi, Menschen von Dämonen zu befreien und zu heilen.

Kommentar
Als einer, der über 10 Jahr im Heilungs- und Befreiungsdienst tätig war, kann ich der Aussage Gabriele Amorths nur beipflichten. Vor allem seitdem viele in der Glaubensverkündigung Tätige bis in die höchsten hierarchischen Stufen in der Kirche in Katechesen, Predigt usw. nicht mehr von der Hölle, dem Teufel, der Sünde usw. sprechen verstärkt sich das Wirken des Teufels immer mehr, denn nichts freut den Teufel mehr, wenn man ihn verschweigt oder behauptet es gibt ihn nicht „personal“. Auch jene, die gerne behaupten, dass es eine „Drohbotschaft“ ist, die verkündet wird, wenn darüber gesprochen wird und damit eine Verkürzung und Verfälschung der Lehre Jesu fordern, denen sei gesagt, dass sie bereits als Werkzeug des Teufels fungieren, denn die Frohbotschaft Jesu ist nämlich die Menschen von der Sünde und dem Verderben durch den Teufel wegzuführen und ihnen das ewige Leben bei Gott zu ermöglichen. Wer in Jesus nur den „Sozialarbeiter“ oder „Friede-Freude-Eierkuchen“-Bringer sieht liegt total falsch, denn er hat deutlich gesagt: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben.“ (Antithese zur Bergpredigt – Mt 5,17) und eine weitere Antithese Jesu zur Bergpredigt „Nicht jeder, der zur mir sagt; Herr! Herr, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur wer den Willen meines Vater im Himmel erfüllt.“ (Mt 7,21); d. h. Einhaltung der Gebote und Anweisungen Gottes, die in der Offenbarung (AT/NT) von Ihm verkündet und den Menschen schriftlich gegeben wurden.
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Donnerstag, 15. August 2013, 17:13

Pius XII. (+ 1958 )
Aus der Konstitution „Munificentissimus Deus“

Wenn die heiligen Väter und Lehrer die Aufnahme der Gottesmutter in den Himmel mit einem Festtag begingen, richteten sie Homilien und Reden an das Volk und sprachen von ihrer Aufnahme wie von einer bekannten Tatsache. Sie erklärten sie ausführlicher, legten ihren Sinn und ihre Wirklichkeit vertieft vor, Vor allem rückten sie ins rechte Licht, dass dieses Fest nicht nur daran erinnert, dass es bei Maria keine Verwesung des entseelten Leibes gab, sondern, dass sie im Triumph dem Tod entrissen wurde und wie ihr Sohn in die Herrlichkeit des Himmel einging.

Der heilige Johannes von Damaskus war mehr als alle eine Herold dieser überlieferten Wahrheit. Er verglich die Aufnahme in den Himmel mit den sonstigen Gnadengaben der erhabenen Gottesmutter und sagte mit großer Beredsamkeit: „In der Geburt des Herrn blieb ihre Jungfräulichkeit unverletzt. So musste auch ihr Leib auch nach dem Tod unversehrt bleiben. Sie hat den Schöpfer als ihr Kind an ihrer Brust getragen, darum musste sie auch mit ihm im Himmelszelt weilen. Dir Braut, die der Vater sich verlobt hatte, musste das Brautgemach im Himmel bewohnen. Sie hatte ihren Sohn am Kreuz gesehen. Das Schwert der Schmerzen, dem sie bei der Geburt des Kindes entgangen war, durchbohrte ihre Brust. Nun musste sie ihn auf dem Thron des Vaters schauen. Die Mutter Gottes musste besitzen, was ihrem Sohn gehörte, und sie musstw von allen Geschöpfen als Mutter und Magd Gottes verehrt werden.“

Der heilige Germanus von Konstantinopel hielt es nicht nur wegen ihrer Gottesmutterschaft angemessen, dass der Leib der jungfräulichen Gottesmutter Maria unversehrt blieb. Er begründete es auch mit der einzigartigen Heiligkeit ihres jungfräulichen Leibes: „Du erscheinst in Heiligkeit, wie die Schrift sagt: dein jungfräulicher Leib ist ganz und gar heilig, ganz keusch, ganz Gottes Wohnstatt. Daher ist er fortan der Auflösung in Staub entzogen. Verwandelt in seiner Menschlichkeit, geht er in das unvergängliche Leben des Himmels ein. Er lebt verherrlicht, unversehrt und teilhaft des vollkommenen Lebens:“

Ein anderer alter Kirchenschriftsteller (Pseudo-Modestus von Jerusalem) versichert: „Als ruhmreiche Mutter Christi, des Erlösers und Spenders von Leben und Unsterblichkeit, wird sie von ihm lebendig gemacht und hat auf ewig in Unvergänglichkeit einen Leib mit ihm, der sie aus dem Grab erweckt und zu sich aufgenommen hat, wie er allein weiß.“

All diese Äußerungen und Überlegungen der Väter gründen in der Heiligen Schrift als ihrem letzten Fundament,. Diese stellt uns die erhabene Gottesmutter in ihrer innigen Verbindung mit dem göttlichen Sohn vor Augen, an dessen Geschick sie immer teilhat.

Vor allem ist es bemerkenswert, dass die heiligen Väter vom zweiten Jahrhundert an die heilige Jungfrau als zweite Eva dem neuen Adam gegenüberstellen. Wenn sie ihm auch untergeordnet ist, so ist sie ihm doch aufs engste verbunden im Kampf gegen den Feind aus der Welt des Todes, dem Kampf, der im Protoevangelium (vgl. Gen 3,15) vorgebildet ist und zu dem vollen Sieg führen wird über Sünde und Tod, die nach den Schriften des Heidenapostels eng zusammenhängen. Wie die ruhmreiche Auferstehung Christi ein wesentlicher Teil dieses Sieges ist und sein letztes Siegesdenkmal, so muss auch der Kampf, den die heilige Jungfrau zusammen mit ihrem Sohn führt, in der Verherrlichung des jungfräulichen Leibes seinen Abschluss finden, wie der Apostel ruft: „Wenn dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit bekleidet wird, dann erfüllt sich das Wort der Schrift: Verschlungen ist Tod vom Sieg.“ (1 Kor 15,54)

Die erhabene Gottesmutter ist mit Jesus Christus von Ewigkeit her „in einem und demselben Ratschluss“ vorherbestimmt und geheimnisvoll verbunden. Unbefleckt in der Empfängnis, unversehrte Jungfrau, freigebige Gefährtin des Erlösers, der übe die Sünde und ihre Folgen den Sieg davongetragen hat. Schließlich ist es sozusagen die Krönung ihres Lebens, dass sie vor der Verwesung im Gab bewahrt blieb und wie ihr Sohn nach Überwindung des Todes mit Leib und Seele zur hohen Herrlichkeit des Himmels emporgehoben wurde, wo sie als Königin glänzt an der Rechten ihres Sohnes, des unsterblichen Königs der Ewigkeit (vgl. 1 Tim 1,17).
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Montag, 26. August 2013, 15:48

Enzyklika: Lumen fidei

Aus Nummer 1
Das Licht des Glaubens:: Mit diesem Ausdruck hat die Tradition der Kirche das große Geschenk bezeichnet, das Jesus gemacht hat, der im Johannesevangelium über sich selber sagt: „Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt nicht in der Finsternis bleibt“ (Joh 12,46):

In der heidnischen, lichthungrigen Welt hatte sich der Kult für den Sonnengott Sol invictus entwickelt, der beim Sonnenaufgang angerufen wurde. Auch wenn die Sonne jeden wieder geboren wurde, verstand man sehr wohl dass sie nicht imstande war, ihr Licht über das ganze Sein des Menschen anzustrahlen. Die Sonne erleuchtet ja nicht die ganze Wirklichkeit, ihr Strahl vermag nicht bis in den Schatten des Todes vorzudringen, dorthin wo das menschliche Auge sich ihrem Licht verschließt. „Niemals konnte jemand beobachtet werden, der bereit gewesen wäre, für seinen Glauben an die Sonne zu sterben“, sagt der heilige Märtyrer Justinus.

Im Bewusstsein des weiten Horizonts, den der Glaube ihnen eröffnete, nannten die Christen Christus die wahre Sonne „deren Strahlen Leben schenkt“ (Clemens von Alexandrien).

Wer glaubt, sieht; er sieht mit einem Licht, das die gesamte Wegstrecke erleuchtet, weil es vom auferstandenen Christus her zu uns kommt, dem Morgenstern, der nicht untergeht.
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58

Montag, 9. September 2013, 17:20

Enzyklika: Lumen fidei

Aus Nummer 4
Das Licht des Glaubens besitzt nämlich eine ganz besondere Eigenart, da es fähig ist, das gesamte Sein des Menschen zu erleuchten. Um so stark zu sein, kann ein Licht nicht von uns selber ausgehen, es muss aus einer ursprünglicheren Quelle kommen, es muss letztlich von Gott kommen. Der Glaube keimt in der Begegnung mit den lebendigen Gott auf, der uns ruft und uns seine Liebe offenbart, eine Liebe, die uns zuvorkommt und auf die wir uns stützen können, um gefestigt zu sein und unser Leben aufzubauen. Von dieser Liebe verwandelt, empfangen wir neue Augen, erfahren wir, dass in ihr eine große Verheißung von Fülle liegt, und es öffnet sich uns der Blick in die Zukunft. Der Glauben, den wir von Gott als eine übernatürliche Gabe empfangen, erscheint als Licht auf dem Pfad, das uns den Weg weist in der Zeit. Einerseits kommt er aus der Vergangenheit, ist er Licht eines grundlegenden Gedächtnisses, des Gedenken des Lebens Jesu, in dem sich dessen absolut verlässliche Liebe gezeigt hat, die den Tod zu überwinden vermag. Da Christus aber auferstanden ist und über den Tod hinaus uns an sich zieht, ist der Glaube zugleich ein Licht, das von der Zukunft her kommt, vor uns großartige Horizonte eröffnet und uns über unser isoliertes Ich hinaus in die Weite der Gemeinschaft hineinführt. Wir begreifen also, dass der Glaube nicht im Dunkeln wohnt; dass er ein Licht für unsere Finsternis ist.
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59

Dienstag, 8. Oktober 2013, 17:38

Quo vadis, deutsche Kirche?

Gestern war von verschiedenen Nachrichtenplattformen, u. a. Spon, GMX, folgendes zu lesen. Ich stelle den GMX-Text ins Forum

Zitat

Die katholische Kirche öffnet sich für Menschen, die eine neue Liebe gefunden haben. Die Diözese Freiburg lässt Geschiedene, die wieder heiraten, ab sofort zur Kommunion zu. Das Gleiche gilt für Taufe und Beichte. Dies soll deutschlandweit Signalwirkung haben.

Freiburg - Die katholische Kirche reicht Gläubigen, die nach einer Scheidung wieder geheiratet haben, die Hand. Nach jahrelanger Diskussion will sie sich um mehr Gleichberechtigung für Wiederverheiratete bemühen. Die Diözese Freiburg veröffentlichte eine entsprechende Handreichung für Seelsorger. Sie werde diese Woche versandt und habe deutschlandweit Signalcharakter, teilte das Seelsorgeamt der Diözese mit. Freiburg ist die zweitgrößte der 27 deutschen Diözesen.

Ziel sei es, die Situation von Katholiken, die geschieden sind und wieder geheiratet haben, zu verbessern. So werde ihnen nicht mehr grundsätzlich der Zugang zu kirchlichen Ämtern wie dem Pfarrgemeinderat sowie zu den Sakramenten verwehrt.

Neben dem Empfang der Heiligen Kommunion und der Beichte sind dies Taufe, Firmung und Krankensalbung. Von diesen Sakramenten sind Katholiken, die nach einer Scheidung eine neue Ehe eingegangen sind, bislang ausgeschlossen, weil eine Wiederheirat nach katholischer Lehre als Sünde gilt. Dies stößt seit Jahren auf Kritik. Auch Papst Franziskus hatte Reformen angemahnt und die deutschen Bischöfe aufgefordert, stärker auf Wiederverheiratete zuzugehen.

"Sie gehören zur Kirche"
"Wir wollen beim Scheitern von Ehen offen sein für die Betroffenen, wir wollen ihnen zuhören und begegnen", sagte der Leiter des Seelsorgeamtes in Freiburg, Domdekan Andreas Möhrle. Auch angesichts hoher Scheidungsraten könne es sich die Kirche nicht mehr leisten, diese Menschen auszuschließen.

Wiederverheirateten Geschiedenen würden künftig Seelsorgegespräche angeboten. Sie könnten sich dort mit dem Scheitern ihrer Ehe und dem Glauben auseinandersetzen. Dies sei die Grundlage, wieder voll am Leben der Kirche mit allen Sakramenten teilzunehmen.

"Einerseits nehmen wir wahr, dass die Betroffenen sich oft ausgegrenzt fühlen und darunter leiden, andererseits wissen wir um die Vorgaben der kirchlichen Lehre und des Kirchenrechts", sagte Möhrle. Mit der Handreichung werde ein praxisgerechter Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen ermöglicht.

"Sie gehören zur Kirche", hatte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, bereits zum Abschluss der Herbst-Vollversammlung der Bischofskonferenz in Fulda Ende September gesagt. Es gehe darum, "auf der ganzen Breite der Kirche Lösungen finden", sagte Zollitsch.

Kommentar
In Diskussionsplattformen wird schon seit einiger Zweit immer wieder von der DKK (Deutschen Katholischen Kirche) innerhalb der RKK (Römisch-katholischen Kirche) geträumt und auch erwähnt, und jetzt wird der praktische Versuch gestartet, wobei man sich auf eine, wie so oft, unklare Aussage von Papst Franziskus beruft. Wenn es jetzt nicht einen entsprechenden deutlichen Ordnungsruf und eine Disziplinierung von Rom aus gibt, dann sehe ich schwarz. Denn es ist eine altes Faktum „wer schweigt, stimmt zu“. Dass dessen Aussagen immer interpretationsbedürftig sind, was bei den Vorgängern nie war, ist für mich die jesuitische Methode „wasch mir den Pelz aber mach ihn mir nicht nass“. Wer nicht Klartext in einer entsprechenden Position spricht, der hat die daraus entstehenden Nachteile zu tragen. Und auf vielen Diskussionsplattformen ist bei vielen lehramtstreuen Katholiken immer mehr Zweifel festzustellen, dass hier die gesunde, wahre und reine Lehre (1 Tim 2 tim, Tit) für die Zukunft weiter zu erwarten ist. Lediglich die links stehenden, „Wir sind Kirche“, Kvu usw, die jubeln, weil sie ihre Ansichten bestätigt sehen. Und wenn das letzte gegebene Interview für Scalfari („Republica“) nicht ordnungsgemäß geschrieben wurde, warum ist es dann auf der Radio Vatikan-Seite vorhanden?

Seelsorgegespräche hat es immer für „geschiedene Wiederverheiratet“ gegeben und sie waren auch nie von der Kirche ausgeschlossen, sondern lediglich der Empfang der Sakramente ist verboten von denen sie sich selbst ausgeschlossen haben, weil sie ständig im Ehebruch leben und dies entspricht genau der Lehre Jesu, die dieser sowohl in den Antithesen zur Bergpredigt und als auch in seiner sonstigen Lehre „geh hin und sündige nicht mehr“ festgestellt hat.
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Dienstag, 8. Oktober 2013, 23:36

RE: Quo vadis, deutsche Kirche?

Gestern war von verschiedenen Nachrichtenplattformen, u. a. Spon, GMX, folgendes zu lesen. Ich stelle den GMX-Text ins Forum

Zitat

Die katholische Kirche öffnet sich für Menschen, die eine neue Liebe gefunden haben. Die Diözese Freiburg lässt Geschiedene, die wieder heiraten, ab sofort zur Kommunion zu. Das Gleiche gilt für Taufe und Beichte. Dies soll deutschlandweit Signalwirkung haben.

Freiburg - Die katholische Kirche reicht Gläubigen, die nach einer Scheidung wieder geheiratet haben, die Hand. Nach jahrelanger Diskussion will sie sich um mehr Gleichberechtigung für Wiederverheiratete bemühen. Die Diözese Freiburg veröffentlichte eine entsprechende Handreichung für Seelsorger. Sie werde diese Woche versandt und habe deutschlandweit Signalcharakter, teilte das Seelsorgeamt der Diözese mit. Freiburg ist die zweitgrößte der 27 deutschen Diözesen.

Ziel sei es, die Situation von Katholiken, die geschieden sind und wieder geheiratet haben, zu verbessern. So werde ihnen nicht mehr grundsätzlich der Zugang zu kirchlichen Ämtern wie dem Pfarrgemeinderat sowie zu den Sakramenten verwehrt.

Neben dem Empfang der Heiligen Kommunion und der Beichte sind dies Taufe, Firmung und Krankensalbung. Von diesen Sakramenten sind Katholiken, die nach einer Scheidung eine neue Ehe eingegangen sind, bislang ausgeschlossen, weil eine Wiederheirat nach katholischer Lehre als Sünde gilt. Dies stößt seit Jahren auf Kritik. Auch Papst Franziskus hatte Reformen angemahnt und die deutschen Bischöfe aufgefordert, stärker auf Wiederverheiratete zuzugehen.

"Sie gehören zur Kirche"
"Wir wollen beim Scheitern von Ehen offen sein für die Betroffenen, wir wollen ihnen zuhören und begegnen", sagte der Leiter des Seelsorgeamtes in Freiburg, Domdekan Andreas Möhrle. Auch angesichts hoher Scheidungsraten könne es sich die Kirche nicht mehr leisten, diese Menschen auszuschließen.

Wiederverheirateten Geschiedenen würden künftig Seelsorgegespräche angeboten. Sie könnten sich dort mit dem Scheitern ihrer Ehe und dem Glauben auseinandersetzen. Dies sei die Grundlage, wieder voll am Leben der Kirche mit allen Sakramenten teilzunehmen.

"Einerseits nehmen wir wahr, dass die Betroffenen sich oft ausgegrenzt fühlen und darunter leiden, andererseits wissen wir um die Vorgaben der kirchlichen Lehre und des Kirchenrechts", sagte Möhrle. Mit der Handreichung werde ein praxisgerechter Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen ermöglicht.

"Sie gehören zur Kirche", hatte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, bereits zum Abschluss der Herbst-Vollversammlung der Bischofskonferenz in Fulda Ende September gesagt. Es gehe darum, "auf der ganzen Breite der Kirche Lösungen finden", sagte Zollitsch.

Kommentar
In Diskussionsplattformen wird schon seit einiger Zweit immer wieder von der DKK (Deutschen Katholischen Kirche) innerhalb der RKK (Römisch-katholischen Kirche) geträumt und auch erwähnt, und jetzt wird der praktische Versuch gestartet, wobei man sich auf eine, wie so oft, unklare Aussage von Papst Franziskus beruft. Wenn es jetzt nicht einen entsprechenden deutlichen Ordnungsruf und eine Disziplinierung von Rom aus gibt, dann sehe ich schwarz. Denn es ist eine altes Faktum „wer schweigt, stimmt zu“. Dass dessen Aussagen immer interpretationsbedürftig sind, was bei den Vorgängern nie war, ist für mich die jesuitische Methode „wasch mir den Pelz aber mach ihn mir nicht nass“. Wer nicht Klartext in einer entsprechenden Position spricht, der hat die daraus entstehenden Nachteile zu tragen. Und auf vielen Diskussionsplattformen ist bei vielen lehramtstreuen Katholiken immer mehr Zweifel festzustellen, dass hier die gesunde, wahre und reine Lehre (1 Tim 2 tim, Tit) für die Zukunft weiter zu erwarten ist. Lediglich die links stehenden, „Wir sind Kirche“, Kvu usw, die jubeln, weil sie ihre Ansichten bestätigt sehen. Und wenn das letzte gegebene Interview für Scalfari („Republica“) nicht ordnungsgemäß geschrieben wurde, warum ist es dann auf der Radio Vatikan-Seite vorhanden?

Seelsorgegespräche hat es immer für „geschiedene Wiederverheiratet“ gegeben und sie waren auch nie von der Kirche ausgeschlossen, sondern lediglich der Empfang der Sakramente ist verboten von denen sie sich selbst ausgeschlossen haben, weil sie ständig im Ehebruch leben und dies entspricht genau der Lehre Jesu, die dieser sowohl in den Antithesen zur Bergpredigt und als auch in seiner sonstigen Lehre „geh hin und sündige nicht mehr“ festgestellt hat.


Zustimmung, @ Diaconus.
Übrigens habe ich heute die Nachricht gelesen, daß der Freiburger "Beschluß" vom Vatikan nicht legitimiert worden ist. Auch ich habe schon viel darüber gehört, daß man sich in der Kirche seelsorglich um die wiederverheirateten Geschiedenen kümmert. Das finde ich auch in Ordnung und gut. Aber man kann nicht so tun, als ob es Christi Worte in Bezug auf die Sünde nicht mehr gäbe. Das ist menschliches Wunschdenken. Was aber die Folge in der Ewigkeit für die dauerhaft in Sünde lebenden Menschen ist, welcher Mensch möchte behaupten, daß er das wüßte? ?(

Es ist doch unbestreitbar so, daß bei Menschen, die weiterhin immer die gleiche Sünde begehen - und zwar nicht aus einer Schwäche heraus sondern mit Absicht - die Reue fehlt, also würden diese wiederverheirateten Geschiedenen sogar das Beichtsakrament mißbrauchen. Man kann sich doch aus der kirchlichen Lehre nicht nur das herauspicken, was einem gerade in den Kram passt! Genau das würde bei einer Zulassung dieses Personenkreises zur Beichte (und zu den anderen Sakramenten) aber geschehen: Sie beichten vielleicht andere Sünden, klammern aber ihre eigentliche fortdauernde Sünde (Ehebruch --> katholisches Eheverständnis) aus. Meinen die Bischöfe, daß man Christi Worte: "Geh hin und sündige nicht mehr!" einfach für ungültig erklären kann? Und was ist dann mit den Seelen in der Ewigkeit? Die dauert bekanntlich länger als unser kurzes Erdenleben. Ich bin überzeugt davon, daß die Priester und Bischöfe, die den "Freiburger Weg" unterstützen, sich schuldig machen an den ihnen anvertrauten Seelen, deren Hirten sie doch sein sollen. :(
Obl.OSB

Gelobt sei Jesus Christus!