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Katholische Lehre

Antworten im Thema: 144 » Der letzte Beitrag (17. Januar 2017, 17:36) ist von diaconus.

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Teresa

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21

Dienstag, 24. Juli 2012, 21:28

RE: RE: Antwort zur "liberalen" Theologie

Ich denke, das Gebot der Stunde ist, dass wir wieder mehr gläubige Priester brauchen, die auch wirklich das glauben, was sie verkündigen (sollen). Wenn man das Neue Testament liest, sieht man, dass es eben nicht mit Friede, Freude Eierkuchen und "GOTT hat uns ja eh lieb" getan ist. Es gibt ihn eben doch, den strengen Jesus, der nicht jeden Kompromiss mitmacht.

Alle sind sich einig, dass die Bedeutung des Beichtsakraments in der heutigen Zeit mehr oder weniger in Vergessenheit geraten ist. Ich werde ja schon unter Katholiken manchmal schräg angeschaut nach dem Motto: "Wer macht denn heutzutage so 'was noch?" - Ja, GOTT ist barmherzig, aber nicht um jeden Preis: Hätte er nicht sonst die "unklugen" Jungfrauen, die nicht vorbereitet waren, deren Öl zur Neige gagangen war als der kam, auf den sie gewartet haben, auch mit Freuden eingelassen, als sie endlich neues Öl für ihre Lampen besorgt hatten? Nein, er sagte ihnen, dass er sie nicht kenne - und hat sie nicht eingelassen! Das kann man hin und herwenden, es ändert nichts an der Tatsache, dass die Offenbarungen, die uns im NT gegeben worden sind, heute nur selektiv gelesen und verkündet werden! Würde man es anders handhaben, wäre sofort die Beichte wieder hochaktuell, weil die Menschen erkennen würden, dass sie sündhaft sind und auf die Gnade, die Barmherzigkeit GOTTES nur rechnen können, wenn sie ernsthaft umkehren. Jeden Tag, immer wieder neu!

Das wäre ein Schritt zur Kirche Christi! Es muß durch Katechesen ins Bewußtsein der Menschen gebracht werden, dass man nicht automatisch das Recht auf die Heilige Kommunion hat, dass man sich auch durch den unwürdigen Empfang der Heiligen Kommunion ins Verderben bringt. Vielleicht nicht auf dieser Erde sofort sichtbar, aber die Ewigkeit dauert nun doch etwas länger als unser Erdendasein.
Dieses und noch mehr ist zu diesem Thema zu sagen. Man kann es auch kürzer fassen: Die Kirche muß und sollte zum Eigentlichen zurückkehren. Papst Benedikt XVI. verfolgt geduldig und beharrlich dieses Ziel. Seien wir ihm dankbar! - Wenn doch bloß auch unsere Bischöfe diesen Weg mitgehen würden! Dabei muß man sagen, dass die deutschen Bischöfe so schlecht nicht sein können, entstammt unser Papst doch aus ihren Reihen - und der neue Präfekt der Glaubenskongregation, Bischof Ludwig Müller ebenfalls. Wir haben auch eine Reihe konservativer Bischöfe, leider setzen sie sich zurzeit nicht so durch, wie es notwendig wäre...

@ Teresa, Du hast vollkommen Recht, aber die die gläubigen Priester kommen nicht von alleine. Ich weiß aus verschiedenen Foren, aber auch aus eigener Erfahrung mit Alumnen, dass wirklich gläubige Kandidaten in vielen Priesterseminaren der Diözesen große Schwierigkeiten haben und tlw. auch dem Seminar entfernt wurden, zBspl. weil er täglich in der Kapelle den Rosenkranz gebetet hat oder weil er den Wunsch geäußert hatte, ob nicht täglich abends das Allerheiligste für eine Stunde ausgesetzt werden könnte. Nur in den Seminaren bzw. theologischen Hochschulen von gewissen Orden, wie zBspl. Zisterzienser in Heiligenkreuz bei Wien, ist es anders.

Und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass in vielen Pfarren Predigten, die die unverkürzte und unverfälschte Lehre des Evangeliums beinhalten, die daraus zu ziehende Konsequenzen aufzeigen und den anwesenden Menschen nicht nach dem Mund reden, nicht gerne gehört werden und man dann meist nicht mehr eingeladen wird. Und ich weiß auch von mehreren mir bekannten Pfarrern, die aus ihren Gemeinden aus demselben Grund hinausgemobbt wurden.


Ja, leider ist es so, wie Du schreibst. Das weiß auch ich aus Erzählungen, aber auch aus verschiedenen Foren.
Und mit Pfarrer Dr. Wagner gibt es leider ein ganz prominentes Beispiel eines wirklich klugen, gläubigen Hirten, der ja Bischof werden sollte, was aber gewisse Kreise zu verhindern wußten... :thumbdown:

Aber um Berufungen können wir beten.- Dann müssen eben alle konservativeren Priesteranwärter nach Heiligenkreuz gehen, wenn sie in anderen Seminaren gemobbt werden. Ich weiß gar nicht, ob es in Deutschland auch eine solche Möglichkeit gibt.
Obl.OSB

Gelobt sei Jesus Christus!

diaconus

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22

Samstag, 28. Juli 2012, 17:05

Das Pallium
Es ist ein kleines Zeichen mit einer großen Botschaft für die Welt und für die Katholiken. Und es ist ein liturgisches Ehrenband, das der Papst und jene Erzbischöfe, die vom Papst ausgezeichnet werden, tragen.

Das Pallium besteht aus einem 4 bis 6 cm breiten Streifen aus weißer Lammfellwolle mit fünf schwarzen bzw. beim Pappst mir roten Seidenkreuzen. Diese Kreuze erinnern an die fünf Wundmale Christi und das Pallium wird wie ein Schal um die Schultern gelegt, dessen Ende lose ein Stück über Rücken und Brust hängt.

Lange bevor die Pallien vom Papst überreicht werden, beginnt bereits die besondere „Fabrikationsgeschichte“. An jedem 20. Jänner des Jahres werden zwei Lämmer von den Trappisten von „Tre Fontane“ zu den Schwestern der „heiligen Familie von Nazareth“ gebracht und am liturgischen Tag der hl. Agnes, 21. Jänner, werden dieses beiden Lämmer vom Papst in der Urban-Kapelle des Apostolischen Palastes gesegnet. Aus der Wolle dieser beiden Lämmer werden die Pallien hergestellt. Die Schwestern des Klosters Santa Cecilia in Trastevere sind für die Herstellung verantwortlich.

Zur Geschichte: Seit dem 4. Jahrhundert tragen die Bischöfe von Rom das Pallium, .im so ihrer besonderen Jurisdiktion zeichcnhaft zum Ausdruck zu bringen. Später wurde dann das Pallium als Zeichen der besonderen Verbundenheit mit dem Heiligen Stuhl allen Metropolitan-Erzbischöfen verliehen. Erstmals gewährte Papst Symmachus dieses Privileg im Jahre 513 dem Bischof von Arles, Caesarion, während Papst Gregor der Große einführte, dass nur der Papst selber das Pallium auflegen darf. Papst Paul VI. legte fest, dass dies am Hochfest Petrus und Paulus geschieht, um damit die Verbundenheit mit der Kirche Christi besonders in den Vordergrund zu stellen. Aufbewahrt werden die neuen Pallien in einer Bronzeurne der „Confessio“-Kapelle über dem Grab des Apostels Petrus aus der sie zur Überreichung an die Erzbischöfe entnommen werden.

Beim Auflegen des Palliums wird auch symbolisch das Hirtenamt übertagen, das man sich nicht selber zusprechen kann, denn der Herr beruft zu diesem Amt und verleiht die Vollmacht. Diese Autorität weiterzugeben, kommt allein der Kirche zu.

Da kein Erzbischof sein Pallium weitergeben darf, wird es mit dem jeweiligen Metropoliten begraben. Sollte dieser die Diözese wechseln, bekommt er ein neues Pallium.
Preis den Herrn!

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23

Samstag, 28. Juli 2012, 20:07

So wird Religionsfreiheit beschnitten

In einem Artikel der gestrigen Tagespost von Ingo Langner wird die Problematik auf den Nenner gebracht. Es geht vor allem um die Einschränkung und Zurückdrängung der Religion durch die atheistische Seite. Das Kölner Urteil der Körperverletzung ist nur der vorgeschobene Aufhänger über den wahren Grund. „Heute ist es die jüdische und muslimische Beschneidung – und morgen die christliche Taufe? Es wird sich gewiss nicht nur ein Psychologe auftreiben lassen, der ein „Tauftrauma“ entdeckt.“ So endet der Artikel und stellt damit im Prinzip dasselbe fest, was ich auch in meinen Posts vom 14. und 17. Juli als Grundlage gegen die christliche Taufe von Säuglingen ins Treffen geführt habe. Aus diesem Grund sollte ein Beschneidungsverbot im Säuglingsalter nicht eingeführt werden!

Der Link zu dem lesenswerten Artikel
http://www.die-tagespost.de/So-wird-Reli…n;art456,136057
Preis den Herrn!

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24

Dienstag, 31. Juli 2012, 18:20

Jahr des Glaubens

Wie bekannt, hat Papst Benedikt XVI. ein Jahr des Glaubens ausgerufen. Schon 1967/68 hatte Papst Paul VI. ein solches Jahr ausgerufen. Zu diesem Zweck hatte Papst Paul VI. eine Schrift veröffentlicht, die sich „Credo des Gottesvolkes“ nannte und den Abschluss des „Jahr des Glaubens“ am, 30. Juni 1968 bildete und auch gebetet wurde. Sie umfasste 40 Artikel, die die Grundwahrheiten des katholischen Glaubens beinhalten. Und diese Artikel sind auch heute noch aktuell und gültig, da sie auf der Offenbarung und der Lehre der Kirche beruhen. In der Folge werde ich diese Glaubensartikel in mehreren Abschnitten ins Forum einstellen.

Vorwort und Nachwort zu dieser Schrift

Zuerst möchte ich jedoch das Vorwort und Nachwort zu dieser Schrift einstellen, da diese wesentliche Anliegen von Papst Paul VI. erörtern.

Vorwort
„Das feierliche Glaubensbekenntnis, das wir zum Abschluss des Glaubensjahres beteten, ist eine wesentliche Zusammenfassung der vielfältigen Glaubenswahrheit, wie sie heute von allen Katholiken geglaubt werden müssen.“
Papst Paul VI. am 3.Juli 1968

Aus dem Nachwort
„… Erneuerung: ja; willkürliche Veränderungen: nein! Eine immer lebendige und neue Geschichte der Kirche; ja., einen die traditionell dogmatische Verpflichtung zersetzenden Historizismus: nein! Theologische Integration gemäß den Lehren des Konzils: ja!, eine freien, subjektiven Theorien konforme und oft gegnerischen Quellen angepasste Theologie: nein!

Eine der ökumenischen Liebe, dem verantwortungsvollen Dialog und der Anerkennung der christlichen Werte bei den getrennten Brüdern geöffnete Kirche: ja, einen auf die Glaubenswahrheiten verzichtenden Irenismus: nein! Nein auch zum Geneigtsein, gewisse negative Prinzipien anzunehmen, die das Loslösen so vieler christlicher Brüder vom Kult der Einheit der katholischen Gemeinschaft gefördert haben!

Religionsfreiheit für alle im Bereich der bürgerlichen Gesellschaft: ja. Ja auch zur persönlichen Freiheit, einer Religion nach der vom eigenen Gewissen bedacht getroffenen Wahl anzuhängen. Nein aber zur Gewissensfreiheit als Kriterium für religiöse Wahrheiten ohne die Stütze der Echtheit eines ernsten und autorisierten Lehramtes.
Paul VI. am 25. April 1968

Kommentar
Diese noch heute gültigen Aussagen von Papst Paul VI. sollten sich alle jene zu Gemüte führen, die nach Reformen schreien, die nicht von Offenbarung, Lehre und Tradition der Kirche gedeckt sind.
Preis den Herrn!

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25

Dienstag, 31. Juli 2012, 18:40

Credo des Gottesvolks – Teil 1

1. Gott, der Erschaffer
Wir glauben an den einen Gott. Vater; Sohn und Heiligen Geist, Schöpfer der sichtbaren Dinge, wie es diese Welt ist, auf der unser flüchtiges Leben sich abspielt, Schöpfer der unsichtbaren Dinge, wie es die reinen Geister sind, die man auch Engel nennt, und Schöpfer der unsterblichen Geistseele eines jeden Menschen.

2. Gottes Wesen
Wir glauben, dass dieser einzige Gott Seiner Wesenheit nach absolut einer ist, unendlich heilig, wie Er in allen Seinen Eigenschaften unendlich vollkommen ist: in Seiner Allmacht, in Seinem unbegrenzten Wissen, in Seiner Vorsehung, in Seinem Willen und in Seiner Liebe. Er ist der, der da ist, wie Er es Moses geoffenbart hat; Er ist Liebe, wie der Apostel Johannes es uns lehrt.

3 … absolut unbegreiflich
Diese beiden Worte also, Sein und Liebe, bezeichnen in unaussprechlicher Weise die gleiche göttliche Wirklichkeit dessen, der sich uns zu erkennen geben wollte, und der, da ER „in einem unzugänglichen Lichte wohnt“, in sich selbst jenseits jeglicher Bezeichnung, über allen Dingen steht und alles geschaffene Denken übersteigt.

Gott allein kann uns von sich eine angemessene und volle Erkenntnis mitteilen, indem Er sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart.

4. Teilhabe am Leben Gottes
Durch die Liebe sind wir berufen, an Ihrem ewigen Leben teilzuhaben: hier auf Erde im Dunkel des Glaubens und nach dem Tode im ewigen Lichte. Die gegenseitigen Bande, die von der Ewigkeit her die drei Personen wesentlich verbinden, deren jede das eine und selbe göttliche Sein ist, sind das beseligende innerste Leben des dreimalheiligen Gottes, unendlich weit entfernt von alldem, was wir auf menschliche Weise begreifen können.

5. Gottes Einzigkeit bezeugen viele
Wir sagen indessen der göttlichen Güte Dank für die Tatsache, dass sehr viele gläubige Menschen mit uns vor der Welt die Einzigkeit Gottes bezeugen können, obwohl sie das Geheimnis der allerheiligsten Dreifaltigkeit nicht kennen.
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26

Mittwoch, 1. August 2012, 16:14

Credo des Gottesvolks – Teil 2

6. Drei Personen – ein Gott
Wir glauben alss an den Vater, der von Ewigkeit her den Sohn zeugt an den Sohn, das Wort Gottes, das von Ewigkeit her gezeugt ist; an den Heiligen Geist, die unerschaffene Person, die vom Vater und vom Sohne ausgeht als ihre ewige Liebe. In den drei göttlichen Personen also - untereinander gleich ewig und gleichen Wesens – sind das Leben und die Seligkeit Gottes, der vollkommen eins ist, in überreicher Fülle vorhanden und vollenden sich in der Vollkommenheit und in der Glorie, die dem unerschaffenen Wesen eigen ist. Immer „muss also die Einheit in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit verehrt werden“.

7. Jesus Christus, Gott und Mensch zugleich
Wir glauben an unseren Herrn Jesus Christus, der der Sohn Gottes ist. ER ist das ewige Wort, gezeugt vom Vater vor aller Zeit und wesensgleich dem Vater (homo-ousios to Patri). Durch Ihn ist alles erschaffen worden. Durch das Wirken des Heiligen Geistes hat ER im Schoße der Jungfrau Maria Fleisch angenommen und ist Mensch geworden: dem Vater also Seiner Gottheit nach gleich, der Menschheit nach aber ist ER geringer als der Vater. Er ist in sich selbst einer, nicht durch eine mögliche Vermischung der Naturen, sondern durch die Einheit der Person.

8. Die Lehre Christi
Er hat unter uns gewohnt, voll der Gnade und Wahrheit. ER verkündete das Reich Gottes und richtete es wieder auf und ließ uns den Vater durch sich erkennen. Er hat uns ein neues Gebot gegeben, einander zu lieben, wie Er uns geliebt hat. Er lehrt uns den Weg der Seligkeiten des Evangeliums: Armut im Geiste, Milde, Geduld im Leiden, Durst nach der Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Reinheit des Herzens, Wille zum Frieden, Verfolgung erdulden um der Gerechtigkeit willen.

9. Unser Erlöser
Er litt unter Pontius Pilatus. Als Lamm Gotte4s nahm Er die Sünden der Welt auf sich. Er ist für uns am Kreuze gestorben und rettete uns durch Sein erlösendes Blut. Er ist begraben worden und am dritten Tage aus eigener Kraft wiederauferstanden. Durch seine Auferstehung berief Er uns zur Teilnahme am göttlichen Leben, welches das Leben der Gnade ist.

10. Richter und Seligmacher
Er ist aufgefahren in den Himmel und wird wiederkommen aufs neue, und zwar dieses Mal in Herrlichkeit, um die Lebenden und die Toten zu richten: einen jeden nach seinen Verdiensten - jene die der Liebe und dem Erbarmen Gottes entsprochen, werden eingehen zum ewigen Lebe. Jene aber, die bis zum Ende ihres Lebens die Liebe und Erbarmen Gottes ablehnten, werden dem Feuer überantwortet, das niemals erlischt. Und Seines Reiches wird kein Ende sein.
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27

Donnerstag, 2. August 2012, 16:31

Credo des Gottesvolks – Teil 3

11. Der Heilige Geist
Wir glauben an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender, der mit dem Vater und dem Sohne angebetet und verherrlicht wird. Durch den Propheten hat Er zu uns gesprochen und ist von Christus, nach Seiner Auferstehung und Himmelfahrt zum Vater, gesandt worden. Der Heilige Geist erleuchtet, belebt, beschützt und führt die Kirche,

12. … macht uns heilig
Er läutert ihre Glieder, wenn sie der Gnade nicht widerstehen. Sein gnadenvolles Wirken, das bis in das Innerste der Seele eindringt, macht den Menschen fähig zu antworten aufn den Anruf Christi: „Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist!“ (Mt 5,48 )

13. Maria einzigartig auserwählt
Wir glauben, dass Maria, die allzeit Jungfrau blieb, die Mutter des menschgewordenen Wortes ist, unseres Gottes und Heilands Jesus Christus, und dass sie im Hinblick auf diese einzigartige Gnadenauserwählung und durch die Verdienste ihres Sohnes auf eine vollkommenere Art erlöst worden ist, indem sie von jedem Makel der Erbsünde bewahrt und mit dem Gottesgeschenk der Gnade mehr bedacht wurde als alle anderen Geschöpfe.

14. Himmelfahrt und Verklärung
Verbunden in einer ganz innigen und unauflöslichen Weise mit dem Geheimnis der Menschwerdung und Erlösung, wurde die allerseligste Jungfrau, die unbefleckt Empfangene, am Ende ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Himmel aufgenommen und – in Vorausnahme des künftigen Loses aller Gerechten – ihrem auferstandenen Sohne in der Verklärung angeglichen.

15. Mutter der Kirche
Wir glauben, dass die heilige Gottesmutter, die neue Eva, die Mutter der Kirche, im Himmel ihr mütterliches Amt fortsetzt im Hinblick auf die Glieder Christi, indem sie mitwirkt bei der Erweckung und Entfaltung des göttlichen Lebens in den erlösten Seelen.
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28

Freitag, 3. August 2012, 16:19

Credo des Gottesvolks – Teil 4

16. Wir – durch die Erbsünde gefallen
Wir glauben, dass in Adam alle gesündigt haben, was besagen will, dass die Erbschuld, die Adam beging, die menschliche Natur, die allen Menschen gemeinsam ist, in einen Zustand fallen ließ, in dem sie die Folgen dieser Schuld zu tragen hat. Und – dass dieser Zustand nicht jener ist, in dem unsere Stammeltern sich zuerst befanden, da sie in Heiligkeit und Gerechtigkeit geschaffen waren und der Mensch weder das Böse noch das Gute kannte.

17. Von Natur aus
Die menschliche Natur ist also eine gefallene Natur: beraubt der Gnade, die sie bekleidete, verwundet in ihren eigenen natürlichen Kräften und dem Reich des Todes unterworfen, der auf alle Menschen übergegangen ist. Das ist der Sinn, dass jeder Mensch in Sünde geboren ist.

Wir halten also mit dem Konzil von Trient fest, dass die Erbsünde mit der menschlichen Natur übertragen wird „nicht durch Nachahmung, sondern durch Fortpflanzung“, und „so zu einem jeden gehört“.

18. Am Kreuze erlöst
Wir glauben, dass unser Herr Jesus Christus uns durch Sein Opfer am Kreuze von der Erbsünde und von allen persönlichen Sünden, die wir begangen haben, erlöst hat, so dass nach den Worten des Apostels dort, „wo die Sünde zugenommen hat, die Gnade überreich geworden ist“ (Röm 5,20).

19. In der Taufe geheiligt
Wir glauben an die Taufe, die von unserem Herrn Jesus Christus zur Nachlassung der Sünden eingesetzt worden ist. Die Taufe soll auch schon den Kindern im frühen Alter gespendet werden, die sich noch keiner persönlichen Sündenschuld bewusst sind, damit sie nicht der übernatürlichen Gnade verlustig gehen und „wiedergeboren werden aus dem Wasser und dem Heiligen Geist“ zum göttlichen Leben in Jesus Christus.

20. Die Kirche Christi
Wir glauben an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche, die von Jesus Christus auf dem Felsen gegründet wurde, der Petrus ist. Sie ist der mystische Leib Christi, von Ihm sowohl als sichtbare Gemeinschaft mit hierarchischem Aufbau wie auch als geistige Gemeinschaft eingesetzt. Sie ist die Kirche hier auf Erde, das pilgernde Gottesvolk.

Und sie ist die Kirche, die beschenkt ist mit himmlischen Gütern – der Same und keimfreie Anfang des Reiches Gottes, durch das sich Werk und Leiden der Erlösung in der Geschichte fortsetzen und dass seine Vollendung finden wird jenseits aller Zeitlichkeit, in der ewigen Herrlichkeit.
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29

Samstag, 4. August 2012, 16:34

Credo des Gottesvolks – Teil 5

21. Durch Sakramente und Gnade ….
Der Herr Jesus Christus lässt Seine Kirche in der Zeit Gestalt annehmen durch die Sakramente, die aus Seiner göttlichen Fülle hervorgehen. Durch sie haben die Glieder der Kirche Anteil am Geheimnis Seines Todes und Seiner Auferstehung in der Gnade des Heiligen Geistes, der Leben und Tun verleiht.

22. … ist sie heilig
Die Kirche ist deshalb heilig, auch wenn sich in ihrer Mitte Sünder befinden, weil sie selbst kein anderes Leben besitzt als das der Gnade. Das heißt, dass sich ihre Glieder heiligen, wenn sie an ihrem Leben teilnehmen, und dass sie, wenn sie ihr Leben preisgeben, der Sünde und Unordnung verfallen, die den Glanz ihrer Heiligkeit verdunkeln. Deshalb leidet und büßt die Kirche für die Verfehlungen. Sie hat die Gewalt, ihre Gläubigen davon zu heilen: durch das Blut Christi und die Gabe des Heiligen Geistes.

23. Abraham – Petrus - Bischöfe
Sie ist dem Geiste nach Erbin der göttlichen Verheißungen und Tochter Abrahams, durch jenes Israel, dessen heilige Schriften sie in Liebe bewahrt und dessen Patriarchen und Propheten sie in Ehrfurcht gedenkt. Sie ist auf de Apostel gegründete und gibt im Nachfolger des heiligen Petrus und in den Bischöfen, die sich in Gemeinschaft mit ihm befinden, deren immerdar lebendiges Wort und deren Hirtengewalt durch die Jahrhundert weiter.

24. Fülle der Offenbarung
Unter dem immerwährenden Beistand des Heiligen Geistes hat die Kirche die Aufgabe, jene Wahrheit zu bewahren, zu lehren, auszulegen und in der Welt zu verkünden, die Gott in verhüllter Weise durch die Propheten und in ihrer ganzen Fülle durch unseren Jesus Christus geoffenbart hat.

25. Was glauben wir?
Wir glauben alles, was im geschriebenen oder überlieferten Gotteswort enthalten ist und was die Kirche als von Gott geoffenbarte Wahrheit zu glauben vorlegt: entweder durch eine feierliche Glaubensentscheidung oder durch das ordentliche und allgemeine Lehramt. Wir glauben an die Unfehlbarkeit, die dem Nachfolger des heiligen Petrus zukommt, wenn er ex cathedra als Hirte und Lehrer aller Gläubigen spricht. Die (Unfehlbarkeit) ist auch dem Kollegium der Bischöfe verheißen, wenn sie – gemeinsam mit dem Papst – das höchste Lehramt ausüben.
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30

Sonntag, 5. August 2012, 16:22

Credo des Gottesvolks – Teil 6

26. Einheit der Vielfalt
Wir glauben, dass die von Christus gegründete Kirche, für die Er gebetet hat, unfehlbar eine ist: im Glauben, im Kult und in der hierarchischen Gemeinsamkeit. Die reiche Vielfalt der Liturgie, die zu Recht bestehende Verschiedenheit im theologischen und geistlichen Erbe, sowie in den eigenen Rechtsordnungen im Innern der Kirche, tun ihrer Einheit keinen Abbruch, sondern fördern sie.

27. Außerkirchliche christliche Gemeinden
Wir anerkennen das Vorhandensein zahlreicher Elemente der Wahrheit und Heiligung außerhalb der Gemeinschaft der Kirche Christi, welche eigentlich ihr zugehören und auf die katholische Einheit hindrängen. Und wir glauben an das Wirken des Heiligen Geistes, der in den Herzen der Jünger Christi die Liebe zu dieser Einheit entflammt. Wir haben aber die Hoffnung, dass auch die Gläubigen, die noch nicht voll und ganz der Gemeinschaft der Kirche angehören, sich eines Tages in der einen Herde mit dem einen Hirten zusammenfinden werden.

28. Außerkirchliche ewige Rettung
Wir glauben, dass die Kirche heilsnotwendig ist; denn Christus, der alleinige Mittler und Weg zum Heil, ist für uns gegenwärtig in Seinem Leib, der die Kirche ist. Aber der göttliche Heilsplan umfasst alle Menschen. Diejenigen, die ohne ihre Schuld die Frohbotschaft Christi und Seiner Kirche nicht kennen, aber aufrichtig Gott suchen und sich mit Hilfe der Gnade um die Erfüllung Seines Willens bemühen, den sie aus den Forderungen ihres Gewissens erkannt haben – ihre Zahl ist Gott allein bekannt – können das Heil erlangen.

29. Messe und Kreuzesopfer
Wir glauben, dass die heilige Messe, wenn sie vom Priester, der die Person Christi darstellt, kraft der durch das Weihsakrament empfangenen Gewalt gefeiert und im Namen Jesu Christi und der Glieder Seines mystischen Leibes dargebracht wird, das Opfer von Calvaria ist, das auf unseren Altären sakramental vergegenwärtigt ist.

30. Christus im Sakrament
Wir glauben, dass in der Weise, wie Brot und Wein vom Herrn beim heiligen Abendmahl konsekriert und in Seinen Leb und in Sein Blut verwandelt worden sind, die Er für uns am Kreuze geopfert hat, auch Brot und Wein, wenn sie vom Priester konsekriert werden, in den Leib und das Blut Christi verwandelt werden, der glorreich in den Himmel aufgefahren ist. Und wir glauben, dass die geheimnisvolle Gegenwart des Herrn unter dem was für unsere Sinne in derselben Weise wie vorher fortzubestehen scheint, eine wahre, wirkliche und wesentliche Gegenwart ist.
Preis den Herrn!

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31

Montag, 6. August 2012, 15:58

Credo des Gottesvolks – Teil 7

31. Wirkliche Wesensverwandlung ….
Christus kann in diesem Sakrament nicht anderes gegenwärtig sein als durch die Verwandlung der Substanz des Brotes in Seinem Leb und die Verwandlung der Substanz des Weines in Sein Blut. Dabei bleiben die Gestalten von Brot und Wein, wie sie unsere Sinne wahrnehmen, unverändert erhalten. Diese geheimnisvolle Verwandlung nennt die Kirche auf sehr treffende Weise: Transsubstantiation.

32. … unabhängig von unserem Denken
Jede theologische Erklärung, die sich um das Verständnis dieses Geheimnisses bemüht, muss, um mit unserem Glauben übereinstimmen zu können, daran festhalten, dass Brot und Wein der Substanz nach, unabhängig von unserem Denken, nach der Konsekretion zu bestehen aufgehört haben, so dass nun mehr der anbetungswürdige Leib und das anbetungswürdige Blut unseres Herrn vor uns gegenwärtig sind – unter den sakramentalen Gestalten von Brot und Wein. So hat es der Herr gewollt, um sich uns zur Speise zu geben und uns einzugliedern in die Einheit seines mystischen Leibes

33. Der verklärte Christus
Die alleinige und unteilbare Daseinsweise des verklärten Herrn im Himmel wird damit keineswegs vervielfältigt. Sie ist durch das Sakrament vergegenwärtigt an den vielen Orten der Erde, wo das Messopfer dargebracht wird.

34. … bleibend im Sakrament
Diese Gegenwart bleibt nach dem Opfer im Sakrament fortbestehen, das im Tabernakel aufbewahrt wird, der die Herzmitte unserer Kirchen ist. Es ist uns eine heilige Pflicht, das fleischgewordene Wort, das unsere Augen nicht erblicken können und das, ohne den Himmel zu verlassen ,sich uns vergegenwärtigt, in der heiligen Hostie, die unsere Augen sehen können, anzubeten und zu verehren.

35. Aufgabe der Kirche
Wir bekennen, dass Gottes Reich hier auf Erden in der Kirche Christi seinen Anfang nimmt, die nicht von dieser Welt ist, deren Antlitz ja vergeht. Und dass das Wachstum der Kirche nicht mit dem Fortschritt der Zivilisation, der Wissenschaft und der Technik des Menschen gleichgesetzt werden darf. Dass vielmehr die Kirche nur aus dem einen Grunde besteht, um immer tiefer den unergründlichen Reichtum Christi zu erkennen, immer zuversichtlicher auf die ewigen Güter zu hoffen, immer besser der Liebe Gottes zu antworten und den Menschen immer freigebiger die Güter der Gnade und Heiligkeit mitzuteilen.

36. … und ihre Caritas
Ebenso ist es die Liebe, die die Kirche bewegt, sich stets um das wahre zeitliche Wohl der Menschen zu sorgen. Unablässig erinnert sie ihre Kinder daran, dass ihnen hier auf Erden keine bleibende Wohnung beschieden ist. Sie drängt sie dazu, dass jeder von ihnen, entsprechend seiner Berufung und seinen Möglichkeiten, zum Wohle der Gemeinschaft beiträgt, dass er Gerechtigkeit, Frieden und Brüderlichkeit unter den Menschen fördert und seinen Brüdern, vor allem den Armen und Unglücklichen, hilft.
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32

Dienstag, 7. August 2012, 15:55

Credo des Gottesvolks – Teil 8

37. Sorge der Kirche …
Die stete Sorge der Kirche, der Braut Christi, für die Not der Menschen, für ihre Freuden und Hoffnungen, für ihre Arbeiten und Mühen ist demnach nicht anderes als die große Sehnsucht, ihnen nahe zu sein, um sie zu erleuchten mit dem Lichte Christi und sie alle in Ihm, ihrem alleinigen Heiland, zu vereinen.

Diese Sorge kann niemals bedeuten, dass sich die Kirche den Dingen dieser Welt gleichförmig macht, noch kann sie die brennende Sehnsucht mindern, mit der die Kirche ihren Herrn und Sein ewiges Reich erwartet.

38. … das ewige Leben
Wir glauben an das ewige Leben. Wir glauben, dass die Seelen aller, die in der Gnade Christi entschlafen sind, sei es, dass sie noch im Reinigungsort geläutert werden müssen oder dass sie Jesus im Augenblick, da sie ihren Leib verlassen, in das Paradies annimmt, wie Er es mit dem guten Schächer am Kreuz getan hat, zum Volk Gottes gehören - jenseits aller Herrschaft des Todes, der am Tag der Auferstehung, da die Seele mit dem Leib vereinigt wird, endgültig besiegt sein wird.

39. … in Gottes Herrlichkeit
Wir glauben, dass die große Schar derer, die mit Jesus und Maria im Paradies vereinigt sind, die himmlische Kirche bildet. Dort schauen sie in ewiger Glückseligkeit Gott, so wie ER ist. Dort sind sie auch, in verschiedenen Abstufungen, mit den heiligen Engeln unter der Herrschaft Christi vereint in Herrlichkeit, legen für uns Fürsprache ein und helfen uns in unserer Schwachheit durch ihre brüderliche Fürsorge.

40. Streitende, leidende, triumphierende Kirche Gottes
Wir glauben an die Gemeinschaft aller Christgläubigen: der, die hier auf Erden als Pilger wandern, der Verstorbenen, die ihre Läuterung abwarten, und der Seligen im Himmel. Alles zusammen bilden sie die eine Kirche. Und in gleicher Weise glauben wir, dass in dieser Gemeinschaft die barmherzige Liebe Gotte und Seiner Heiligen stets unsere Gebete erhört, wie uns Jesus gesagt hat: „Bittet und ihr werdet empfangen.“ Mit ebendiesem Glauben und ebendieser Hoffnung erwarten wir die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Gepriesen sei der dreimalheilige Gott! Amen.

Aus der St. Peters-Kirche, 30. Juni 1968
Paulus PP VI.
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Sonntag, 12. August 2012, 17:47

Dialog braucht Glaubenswissen

Aus „Groschenblatt“ 8/2012
Damit ich heute im sozialen,. politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben meine Überzeugung formulieren und vertreten kann, muss ich gut informiert sein. Das isr im religiösen Bereich nicht anders, denn ich bin hilflos den verschiedensten heutigen Strömungen ausgeliefert, wenn ich meinen eigenen Glauben nicht kenne. Auch wenn der Glaube zunächst Bindung des Menschen an Gott meint, indem ich auf die Liebe Gottes vertraue, ist der Glaube ebenso freie Zustimmung zu der ganzen Wahrheit, die uns Gott geoffenbart hat. Ich muss also über den Glauben Bescheid wissen, damit ich mit anderen über den Glauben reden kann.

Es muss uns alle mit Sorge erfüllen, wenn wir heutzutage feststellen, dass der Grundwasserspiegel des Glaubenswissens weitgehend und vielerorts eingebrochen ist. In der Folge wächst die Flut der einseitigen Darstellungen und falschen Informationen, zugleich nimmt aber auch die Tendenz zu, dass auch Katholiken nur das auswählen, was einem in den Kram passt, was einem als vernünftig oder nützlich erscheint. Das Wissen vom Religionsunterricht aus den Kindertagen genügt nicht. Wir müssen uns neu mit den Quellen unseres Glaubens beschäftigen, vor allem mit der Hl. Schrift und dem Katechismus. Wenn nun viele gar nicht mehr wissen, was in der Bibel bzw. im Katechismus steht, so sind sie in Gefahr, kritiklos alle möglichen und unmöglichen Meinungen zu übernehmen. Wenn es nun darauf ankommt, dass wir in der Öffentlichkeit miteinander über den Glauben das Gespräch suchen, dann sollte es für jeden von uns selbstverständlich sein, dass wir uns bestmöglich über unseren Glauben informieren. Wir müssen uns über Glaubenszusammenhänge erkundigen und uns das nötige Glaubenswissen aneignen, damit wir auch in der Diskussion mit Mitarbeitern bestehen können. Wenn Leute heute den Katechismus zur Hand nehmen, das Kompendium bzw. auch den Youcat studieren, dann werden sie bald sehen, dass sich dadurch ihr Glaubenswissen erweitert und vertieft. Sie werden ein fundiertes Glaubenswissen erhalten, sodass sie im Stande sind, die geistige Auseinandersetzung unserer Zeit zu bestehen und so „Rechenschaft zu geben über die Hoffnung, die in uns ist“ (vgl. 1 Petr 3,15).

Kommentar
Wenn man, so wie ich, in mehreren Foren tätig ist, stellt man ein erschreckendes Minderwissen bei einem Großteil katholischer Gläubigen (das sind mehr als 50 %) fest. Insbesondere je jünger sie sind, umso weniger Wissen, was durchaus erklärlich ist, da der Religionsunterricht in den letzten drei Jahrzehnten in den meisten Fällen nicht einmal das Grundwissen vermittelt hat. Das habe ich auch bei meinen Töchtern erlebt, deren Reli-Professoren alles andere nur nicht die Lehre der Kirche bzw. das Katechismuswissen vermittelt haben.
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Dienstag, 14. August 2012, 11:43

Auszeichnung für einen Ungehorsamen - überreicht vom Erzbischof

Wie man in der Tagespost vom 11.08.2012 lesen kann, ist dem Religionssoziologen Casanova in diesem Jahr der "Theologische Preis" der "Salzburger Hochschulwochen" verliehen worden. Nichts Böses ahnend habe ich die Zusammenfassung seiner sogenannten Dankesrede gelesen - und kann nur noch mit dem Kopf schütteln:
Da ist wieder einer der "Mahner", die die Offenbarung entweder nicht kennen oder vergessen haben, dafür jedoch die Kirche als Verein unter anderen sehen und diese - na logisch - zur Anpassung an den Zeitgeist aufrufen, was selbstverständlich auch Ungehorsam gegen Rom beinhaltet!
Und nun kommt es: Wer hat den Preis überreicht? Erzbischof Alois Kothgasser war es! Wie ist das möglich? Da wird offen zum Ungehorsam gegen die Lehre der Kirche aufgerufen und der Erzbischof spielt mit. Das bedeutet de facto, daß er mit den Worten des sogenannten Preisträgers einverstanden ist, denn kritische, aufrüttelnde Worte des Erzbischofs sind nicht bekannt geworden!

Fasse es, wer es fassen kann! Ich begreife das Verhalten von Erzbischof Kothgasser nicht!!

Wohlgemerkt, ich möchte hier nicht bei dem "Spiel des Bischofs-Bashing" mitmachen, aber einen Hinweis auf unverständliches Verhalten erlaube ich mir an dieser Stelle.
Obl.OSB

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Dienstag, 14. August 2012, 16:20

RE: Auszeichnung für einen Ungehorsamen - überreicht vom Erzbischof

Wie man in der Tagespost vom 11.08.2012 lesen kann, ist dem Religionssoziologen Casanova in diesem Jahr der "Theologische Preis" der "Salzburger Hochschulwochen" verliehen worden. Nichts Böses ahnend habe ich die Zusammenfassung seiner sogenannten Dankesrede gelesen - und kann nur noch mit dem Kopf schütteln:
Da ist wieder einer der "Mahner", die die Offenbarung entweder nicht kennen oder vergessen haben, dafür jedoch die Kirche als Verein unter anderen sehen und diese - na logisch - zur Anpassung an den Zeitgeist aufrufen, was selbstverständlich auch Ungehorsam gegen Rom beinhaltet!
Und nun kommt es: Wer hat den Preis überreicht? Erzbischof Alois Kothgasser war es! Wie ist das möglich? Da wird offen zum Ungehorsam gegen die Lehre der Kirche aufgerufen und der Erzbischof spielt mit. Das bedeutet de facto, daß er mit den Worten des sogenannten Preisträgers einverstanden ist, denn kritische, aufrüttelnde Worte des Erzbischofs sind nicht bekannt geworden!

Fasse es, wer es fassen kann! Ich begreife das Verhalten von Erzbischof Kothgasser nicht!!

Wohlgemerkt, ich möchte hier nicht bei dem "Spiel des Bischofs-Bashing" mitmachen, aber einen Hinweis auf unverständliches Verhalten erlaube ich mir an dieser Stelle.


Die Meldung ist mir nichts Neues. Von EB Kothgasser ist nicht viel anderes zu erwarten, wenn man seine sonstigen bisherigen Aussagen kennt, die nie klar die Lehre der Kirche vertreten haben, mit einer einzigen Ausnahme wo er sich im Fastenhirtenbrief gegen die Abtreibung aussprach. Für das Geld der Kirchensteuerzahler sind Preise an Kirchenhasser und Kirchenfeinde den Bischöfen nichts zu schade. Nachdem Kothgasser bereits die Altersgrenze vor einigen Monaten erreicht hat, hat er sein verpflichtendes Rücktrittsgesuch bereits an den Papst übersandt und angeblich darin erwähnt, dass er keine Amtsverlängerung wünsche.

Das Problem von Salzburg ist dass das Domkapitel das Privileg hat sich seinen EB aus einer ihm vorgelegten Terz (Dreiervorschlag) auswählen darf. Kothgasser, ein Salesianer, war zu diesem Zeitpunkt (November 2002) Bischof von Innsbruck und war schon dort mit so manchen zweifelhaften Aussagen aufgefallen. Natürlich wurde er dadurch als Genehmer ausgewählt. Denn in der Terz bei der Wahl seines Vorgänger (1989), EB Georg Eder, war kein Genehmer dabei und es geht die Mär, dass bei der Öffnung des Vorschlages ein Domkapitular einen Herzanfall erlitten hätte über den sooooooo konservativen Vorschlag.

Berechtigte Kritik ist kein „Bischofs-.Bashing“ denn im religiösen Gehorsam ist dem Bischof nur dann zu folgen wenn er eine Lehre im Namen Christi vorlegt (V II). Daher kann er sehr wohl kritisiert werden wenn er gegen die Interessen und Lehre der Kirche handelt bzw. sich so äußert. Außerdem ist interessant, dass jeder Bischof vermeidet etwas als Lehre Christi zu titulieren, denn dann müsste der Papst sofort einschreiten wenn es nicht der Lehre der Kirche entspricht.
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Dienstag, 14. August 2012, 17:19

Ist der Preis an Casanova wirklich aus Kirchensteuermitteln verliehen worden? Oder handelt es sich hier nicht doch um einen Preis, den die Universität vergibt? Immerhin fand die Preisverleihung im Rahmen der Salzburger Hochschulwochen statt.
Von EB Kothgasser ist keine Äußerung bekannt geworden, er war nur der Überreicher des Preises. Er hat sich nicht explizit gegen die Lehre der Kirche geäußert - aber Schweigen kann manchmal eine eigene beredte Sprache sprechen... Daher habe ich angenommen, daß der Erzbischof dem Religionssoziologen nicht widersprochen sondern schweigend zugestimmt hat.

Religionssoziologen müssen übrigens nicht einer bestimmten Religion oder Konfession angehören. Sie sind genauso wie die Religionswissenschaftler nicht an eine bestimmte Glaubensrichtung gebunden. Umso weniger würde ich verstehen, wenn Casanova tatsächlich von der RKK und nicht von der Universität ausgezeichnet worden wäre.
Ob die Dankesrede von Casanova überhaupt sein eigenes Fach berührt, wissen wir nicht. Er müßte ja eigentlich für Leistungen in seinem eigenen Fach ausgezeichnet worden sein. Das könnte man jedoch nur durch eine Anfrage bei der Salzburger Uni oder bei Casanova selbst in Erfahrung bringen. Aus dem Artikel der Tagespost geht das jedenfalls nicht hervor.
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37

Dienstag, 14. August 2012, 17:40

Salzburger Hochschulwochen .- Ergänzung

Ich haben „gegoogelt“ und dies sind die wichtigsten Sätze, die ich gefunden habe

Zitat

Die Salzburger Hochschulwochen sind eine jährlich stattfindende Veranstaltung an der Universität Salzburg. Ziel der Veranstaltung ist eine Vertiefung der katholischen Weltanschauung. -Sie wurden erstmals 1931 veranstaltet.

Der Theologische Preis der Salzburger Hochschulwochen wird seit 2006 in Anerkennung des theologischen Gesamtwerks verliehen.
– Und genau diesen Preis erhielt Casanova, also ein theologisches Werk, das im Widerspruch zur Offenbarung und Lehre der Kirche steht.
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38

Dienstag, 14. August 2012, 18:25

RE: Salzburger Hochschulwochen .- Ergänzung

Ich haben „gegoogelt“ und dies sind die wichtigsten Sätze, die ich gefunden habe

Zitat

Die Salzburger Hochschulwochen sind eine jährlich stattfindende Veranstaltung an der Universität Salzburg. Ziel der Veranstaltung ist eine Vertiefung der katholischen Weltanschauung. -Sie wurden erstmals 1931 veranstaltet.

Der Theologische Preis der Salzburger Hochschulwochen wird seit 2006 in Anerkennung des theologischen Gesamtwerks verliehen.
– Und genau diesen Preis erhielt Casanova, also ein theologisches Werk, das im Widerspruch zur Offenbarung und Lehre der Kirche steht.


Casanova ist aber nicht Theologe sondern Religionssoziologe. Auch wenn er für sein Gesamtwerk ausgezeichnet worden sein sollte, so muß es sich bei einem Religionssoziologen nicht unbedingt um ein theologisches Oeuvre handeln. - Und die "Dankesrede" muß ja nicht unbedingt etwas mit seinem Gesamtwerk zu tun haben, zeigt jedoch seine Grundeinstellung...
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Dienstag, 14. August 2012, 18:44

@ Teresa

Zitat

Casanova ist aber nicht Theologe sondern Religionssoziologe. Auch wenn er für sein Gesamtwerk ausgezeichnet worden sein sollte, so muß es sich bei einem Religionssoziologen nicht unbedingt um ein theologisches Oeuvre handeln. - Und die "Dankesrede" muß ja nicht unbedingt etwas mit seinem Gesamtwerk zu tun haben, zeigt jedoch seine Grundeinstellung...

Ich weiß, dass er Religionssoziologe ist und da stellt sich sogar die Frage wieso er den Preis erhielt, der nur für „theologische Gesamtwerke“ vorgesehen ist. Da wurde also bei der Verleihung grob gesprochen der Preiszweck auch manipuliert und EB Kothgasser hat mitgespielt..
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Dienstag, 14. August 2012, 18:51

@ Teresa

Zitat

Casanova ist aber nicht Theologe sondern Religionssoziologe. Auch wenn er für sein Gesamtwerk ausgezeichnet worden sein sollte, so muß es sich bei einem Religionssoziologen nicht unbedingt um ein theologisches Oeuvre handeln. - Und die "Dankesrede" muß ja nicht unbedingt etwas mit seinem Gesamtwerk zu tun haben, zeigt jedoch seine Grundeinstellung...

Ich weiß, dass er Religionssoziologe ist und da stellt sich sogar die Frage wieso er den Preis erhielt, der nur für „theologische Gesamtwerke“ vorgesehen ist. Da wurde also bei der Verleihung grob gesprochen der Preiszweck auch manipuliert und EB Kothgasser hat mitgespielt..


Ja, genau diese Frage habe ich mir auch gestellt: Weshalb erhält ein Relgionssoziologe einen Preis für sein Gesamtwerk, obwohl es sich dabei nicht um ein theologisches handeln dürfte... ?(

Diese Frage können aber wirklich nur die dafür Verantwortlichen der Uni Salzburg beantworten. Aber es müßte doch in den Weiten des Internets eventuell auch eine Begründung für diese Preisverleihung an Casanova geben...
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