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Christliche Feiertage

Antworten im Thema: 508 » Der letzte Beitrag (28. November 2014, 16:03) ist von diaconus.

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1

Freitag, 22. April 2011, 11:28

Christliche Feiertage

Immer wieder gibt es von Atheisten Angriffe auf die christlichen Feiertage. Auch die Konsumgesellschaft gefällt sich darin, die Feiertage zu mißachten, indem sie sie für immer noch mehr Konsumanreize benützt. So schreitet die Sinnentleerung in unserer Zeit fort.

Gerade in den letzten Tagen wurde von den Grünen gefordert, den Karfreitag als stillen Feiertag abzuschaffen. In Österreich ist der Karfreitag normaler Werktag. Für mich unvorstellbar, auch wenn dies in der Konkordatsbestimmung so geregelt ist.
Um bei dem Beispiel des Karfreitags zu bleiben: Ist nicht gerade der Tag, der doch der Höhepunkt der Karwoche ist, an dem Jesus Christus seinen schwersten Weg ging, ein Anlass innezuhalten und sich jedes Jahr erneut dieses Geschehen vor Augen zu führen? Man mag einwenden, daß dieses auch an jedem anderen Tag möglich sei, aber braucht unsere dekadente Zeit nicht gerade jetzt ganz deutliche Zeichen, um einmal aufzumerken, innezuhalten? Der Karfreitag ist ein stiller Feiertag, an dem eben keine lauten Aktivitäten wie Tanz, Disko usw. erlaubt sind.
Ich muß sagen, daß ich das gut und richtig finde.
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2

Freitag, 22. April 2011, 17:39

@ Teresa

Zitat

Gerade in den letzten Tagen wurde von den Grünen gefordert, den Karfreitag als stillen Feiertag abzuschaffen. In Österreich ist der Karfreitag normaler Werktag. Für mich unvorstellbar, auch wenn dies in der Konkordatsbestimmung so geregelt ist.
Um bei dem Beispiel des Karfreitags zu bleiben: Ist nicht gerade der Tag, der doch der Höhepunkt der Karwoche ist, an dem Jesus Christus seinen schwersten Weg ging, ein Anlass innezuhalten und sich jedes Jahr erneut dieses Geschehen vor Augen zu führen?


Der Karfreitag ist zwar der Leidens- und Todestag unseres Herrn Jesus Christus aber er ist nicht der wichtigste Tag im katholischen Glauben. Der wichtigste Tag ist der Ostersonntag, der Auferstehungstag. Nur durch Seine Auferstehung ist uns das Ewige Leben bei Gott ermöglicht worden. Genauso sehen es auch die Orthodoxen, auch für sie ist die Auferstehung wichtiger als der Karfreitag. "Auferstanden bin ich und bin nun immer bei Dir" sagt der Auferstandene zu seinem Vater, siehe auch Introitus der Messe am Ostersonntag am Tag (vgl. Ps. 139,18 - lat. "Resurréxi et adhuc tecum sum"). Leider wird der Introitus in den meisten Hl. Messen nicht mehr gesungen bzw. rezitiert.

Der Karfreitag war und ist in erster Linie ein protestantischer Festtag. Und protestantische Arbeitnehmer haben auch an diesem Tag in Österreich arbeitsfrei.
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3

Freitag, 22. April 2011, 18:14

Zum Glück ist die Auferstehung wichtiger als der Tod, denn nur durch sie haben wir die Hoffnung auf das ewige Leben.

Aber der Karfreitag, mag er auch in der kath. Kirche nicht der wichtigste Feiertag sein, ist trotzdem ein bedeutender Tag. Den schweren Weg Christi zu bedenken, dürfen die Menschen - auch die Katholiken - auch mal still werden und in sich gehen. Nicht ohne Grund findet ja auch in der kath. Kirche die Kreuzverehrung am Nachmittag des Karfreitags statt.

Übrigens ist die Auferstehung Christi auch bei den Protestanten das Wichtigere. Da unterscheiden wir uns von den reformierten Glaubensgeschwistern nicht! Allerdings wird das Geschehen in der protestantischen Kirche nicht in der Härte betrachtet, wie ich das in der kath. Kirche erlebe. Da spielen Trost und Hoffnung eine größere Rolle, während diese bei den Katholiken erst wieder in der Osternacht aufscheinen.
Obl.OSB

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4

Montag, 25. April 2011, 18:01

Auch der Ostermontag ist ein christlicher Feiertag.
Aber wir leben leider in einer zunehmend säkularisierten Welt, da werden nur noch die Äußerlichkeiten geschätzt. So nett wie meine Nachbarn sind, so irritierend finde ich, daß bereits gestern gewaschene Wäsche auf der Leine hing. Nun kann man sagen, daß das nebensächlich sei. Gut, vielleicht bin ich "altmodisch", denn an Feiertagen wasche ich keine Wäsche, beschränke mich nicht nur auf volkstümliche Bräuche wie Ostereier an Ostern oder den berühmte Weihnachtsmann zu Weihnachten, der bekanntlich mit Christus nichts zu tun hat.

Ein Höhepunkt in diesem Jahr war für mich die Osternachtsfeier, die das, was ich so oft in der Vorabend- oder der Sonntagsmesse vermisse, reichlich enthielt: Das Mysterium des Glaubens, die Heiligkeit!
Dafür bin ich noch heute von Herzen dankbar und freue mich, daß ich das mit erleben durfte.

Wie arm sind die Menschen, denen das Eigentliche unserer christlichen Feiertage abhanden gekommen ist, die offenbar auch Ostern nur als eine Ansammlung freier Tage sehen.
Obl.OSB

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5

Samstag, 25. Juni 2011, 12:15

Seligsprechung

Heute findet in Lübeck die Seligsprechung der drei katholischen Märtyrer und die Ehrung des evangelischen Pastors, der sich ebenso für den Glauben geopfert hat wie seine kath. Brüder, statt.
Ich weiß, daß sehr viele Menschen an der Feier in Lübeck teilnehmen, kann leider selbst nicht dabei sein. Natürlich sind meine Gedanken heute in Lübeck und ich freue mich schon auf die Berichte von der Seligsprechung.

Ich weiß gar nicht, ob die Heilige Messe auch von den Medien aufgenommen wird, meine aber, das irgendwo gelesen zu haben. Dann hätte man zumindestens die Chance einen kleinen persönlichen Eindruck davon zu bekommen. Da wir hier in der Diaspora leben, ist diese Seligsprechung für uns ein ganz besonderes Ereignis.
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6

Mittwoch, 29. Juni 2011, 20:06

Petrus und Paulus

Der katholische Feiertag der beiden Apostel Petrus und Paulus, den wir heute begehen, ist kein staatlicher Feiertag, hat aber eine besondere Bedeutung, denn offenbar bevorzugt die Kirche diesen Tag, um Priesterweihen durchzuführen. So feiern heute mehrere mir bekannte Priester ihr Priesterjubiläum. Der prominenteste Jubilar ist Papst Benedikt XVI., der vor 60 Jahren zusammen mit fünf anderen Mitbrüdern, darunter sein Bruder Georg Ratzinger, zum Priester geweiht wurde.

Allen Priesterjubilaren herzlichste Glückwünsche und Gottes reichen Segen für ihr weiteres Leben!
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7

Dienstag, 1. November 2011, 11:49

Allerheiligen

Heute feiert die Kirche nicht nur das Fest der bekannten Heiligen sondern auch das der vielen unbekannten Heiligen in aller Welt.
Gedenken wir dankbar all dieser Menschen, die ihr Leben für den christlichen Glauben gelebt und hingegeben haben!
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8

Mittwoch, 2. November 2011, 12:10

Allerseelen

Heute ist der Gedenktag für alle Verstorbenen, der zwar kein allgemeiner öffentlicher Feiertag ist, aber von unserer Kirche trotzdem begangen wird.
In vielen Gemeinden findet heute die Gräbersegnung statt und es wird eine Messe für die Verstorbenen gefeiert.

In unserer Gemeinde findet heute Abend eine Heilige Messe statt. Die Gräbersegnung ist, ich denke mit Rücksicht darauf, dass heute ein allgemeiner Arbeitstag ist, jedoch auf den kommenden Sonntagnachmittag verlegt worden.
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9

Sonntag, 20. November 2011, 18:40

Christkönigssonntag

Am letzten Sonntag im Kirchenjahr wird das Christkönigsfest gefeiert.
Mehr zur Geschichte des noch recht jungen Festes, das es erst seit 1925 gibt, kann man unter Wikipedia finden: http://de.wikipedia.org/wiki/Christk%C3%B6nigsfest
Ursprünglich wurde das Fest am letzten Sonntag im Oktober gefeiert. Kennt jemand die Gründe für die Verlegung auf den letzten Sonntag im Kirchenjahr?

Die Protestanten begehen heute den Totensonntag, der auch Ewigkeitssonntag genannt wird, und der in etwa dem Fest Allerseelen entsprechen dürfte. Das neue Kirchenjahr beginnen dann alle Christen gemeinsam mit dem ersten Advent.
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10

Sonntag, 27. November 2011, 12:17

@ Teresa

Zitat

Ursprünglich wurde das Fest am letzten Sonntag im Oktober gefeiert. Kennt jemand die Gründe für die Verlegung auf den letzten Sonntag im Kirchenjahr?

Im Zuge der Liturgiereform wurde das Christkönigsfest vom letzten Sonntag im Oktober auf den letzten (34.) Sontag im Jahreskreis verlegt. Wie aus geschichtlichen Quellen (Literatur) bekannt ist, waren einige evangelische Theologen bei dieser Liturgiereform mittätig also könnte der Hintergrund schon sein, dass damit ein „Gleichstand“ zum evangelischen Totensonntag beabsichtigt gewesen ist. Übrigens einer der Gründe warum die Pius-Brüder das 2. Vaticanum und die Liturgiereform ablehnen.
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11

Sonntag, 27. November 2011, 12:46

@ Teresa

Zitat

Ursprünglich wurde das Fest am letzten Sonntag im Oktober gefeiert. Kennt jemand die Gründe für die Verlegung auf den letzten Sonntag im Kirchenjahr?

Im Zuge der Liturgiereform wurde das Christkönigsfest vom letzten Sonntag im Oktober auf den letzten (34.) Sontag im Jahreskreis verlegt. Wie aus geschichtlichen Quellen (Literatur) bekannt ist, waren einige evangelische Theologen bei dieser Liturgiereform mittätig also könnte der Hintergrund schon sein, dass damit ein „Gleichstand“ zum evangelischen Totensonntag beabsichtigt gewesen ist. Übrigens einer der Gründe warum die Pius-Brüder das 2. Vaticanum und die Liturgiereform ablehnen.


Wegen der Verlegung eines Feiertages lehnen die Piusbrüder das 2. Vaticanum ab? Das finde ich mehr als albern! :thumbdown:
Die Ablehnung der Liturgiereform kann ich hingegen etwas besser verstehen, haben wir doch leider durch diese Reform bzw. durch Missbräuche innerhalb der Liturgie des Novus ordo das Heilige in der Messe weitgehend verloren! :(
Ich weiß, dass eine würdig nach den Vorschriften gefeierte Heilige Messe im ordentlichen Ritus sehr schön und auch heiligmäßig ist, aber meistens können wir das leider nicht erleben. Das fängt bei der Musik an und hört beim Verhalten des Priesters und der Gemeinde auf. So wurd von der Gemeinde gestern wieder einmal die Mitwirkung des schräg singenden Kirchenchores eifrig beklatscht. :thumbdown:
Ich habe nichts gegen das ehrenamtliche Engagement, im Gegenteil! Aber Musik in der Messe soll keine Selbstdarstellung der Ausführenden sein, die dabei noch die eigene Eitelkeit pflegen - nein, Musik soll dienend zur Heiligkeit der Messe beitragen!
Da die Liturgiereform in diesem Thread nicht das Therma ist, höre ich damit an dieser Stelle schon auf. Man merkt, dass die Liturgie ein Lieblingsthema von mir ist... ;) ;)

Hat der Christkönigssonntag nach der Verlegung auf das Ende des Kirchenjahres auch seinen Inhalt verändert? Ich meine, dass der ev. Toten- oder Ewigkeitssonntag dem katholischen "Allerseelenfest" entspricht. Dieses Fest feiert die RKK nach wie vor Anfang November. Wo liegt also für die Piusbrüder das Problem? Schließlich sind die Protestanten auch Christen, ja, wir haben das Credo und das Vaterunser gemeinsam!
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12

Sonntag, 27. November 2011, 13:44

@ Teresa

Zitat

Wegen der Verlegung eines Feiertages lehnen die Piusbrüder das 2. Vaticanum ab? Das finde ich mehr als albern!
Hat der Christkönigssonntag nach der Verlegung auf das Ende des Kirchenjahres auch seinen Inhalt verändert? Ich meine, dass der ev. Toten- oder Ewigkeitssonntag dem katholischen "Allerseelenfest" entspricht. Dieses Fest feiert die RKK nach wie vor Anfang November. Wo liegt also für die Piusbrüder das Problem? Schließlich sind die Protestanten auch Christen, ja, wir haben das Credo und das Vaterunser gemeinsam!


Ich habe geschrieben, dass es einer der Gründe ist, nicht der Hauptgrund. Die Hauptgründe der Pius-Brüder der Ablehnung des II. Vaticanums sind einige Formulierungen in den Dokumenten wie zBspl. In Nr. 8 von Lumen gentium bzw. u. a: die Dokumente über die Religionsfreiheit und nichtchristliche Religionen.

Und zum Credo. Hier gibt es doch einen wesentlichen und bedeutenden Unterschied. Wir Katholiken beten „heilige katholische Kirche“, jene Kirche, die von Jesus mit den Worten „Du bist Petrus….“ direkt gegründet worden ist, während die evangelischen von „christlicher Kirche“ sprechen, eine Gemeinschaft, die von Menschen ohne göttlichen Auftrag geschaffen worden ist
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13

Sonntag, 27. November 2011, 16:05

@ Teresa

Zitat

Wegen der Verlegung eines Feiertages lehnen die Piusbrüder das 2. Vaticanum ab? Das finde ich mehr als albern!
Hat der Christkönigssonntag nach der Verlegung auf das Ende des Kirchenjahres auch seinen Inhalt verändert? Ich meine, dass der ev. Toten- oder Ewigkeitssonntag dem katholischen "Allerseelenfest" entspricht. Dieses Fest feiert die RKK nach wie vor Anfang November. Wo liegt also für die Piusbrüder das Problem? Schließlich sind die Protestanten auch Christen, ja, wir haben das Credo und das Vaterunser gemeinsam!


Ich habe geschrieben, dass es einer der Gründe ist, nicht der Hauptgrund. Die Hauptgründe der Pius-Brüder der Ablehnung des II. Vaticanums sind einige Formulierungen in den Dokumenten wie zBspl. In Nr. 8 von Lumen gentium bzw. u. a: die Dokumente über die Religionsfreiheit und nichtchristliche Religionen.

Und zum Credo. Hier gibt es doch einen wesentlichen und bedeutenden Unterschied. Wir Katholiken beten „heilige katholische Kirche“, jene Kirche, die von Jesus mit den Worten „Du bist Petrus….“ direkt gegründet worden ist, während die evangelischen von „christlicher Kirche“ sprechen, eine Gemeinschaft, die von Menschen ohne göttlichen Auftrag geschaffen worden ist


Da die Unterschiede des Credos nicht zum Thema dieses Threads passen, nur kurz: bei den ev. Christen bedeutet "christliche" Kirche" die Einbeziehung aller Christen, während das Wort "katholisch" im Credo ebenfalls nicht konfessionell zu verstehen ist (wie es viele Leute fälschlicherweise deuten) sondern "allumfassend" meint. So beten die ev. und kath. Christen an dieser Stelle zwar mit unterschiedlichen Vokabeln, meinen aber dem Sinn nach das Gleiche! - Damit möchte ich jetzt weder konfessionelle Unterschiede einebnen noch möchte ich gar etwas gleich machen sondern zur Verständigung beitragen. Die ev. Christen sind nicht unsere "Feinde" sondern Mitchristen!
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14

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 19:21

Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria - 8. Dezember

An diesem Tag feiern wir, dass Anna ihre Tochter Maria, welche ohne Erbsünde – unbefleckt war, empfangen hat. Kirchlich anerkannte Quellen berichten, dass in der Ostkirche dieses Fest schon im 5. Jhdt. gefeiert wurde. Vom 12. Jhdt. an breitete es sich auch im Abendland aus. Schon seit 1476 steht das Fest der Empfängnis Maria im römischen Kalender. Papst Clemens XI. schrieb „das Fest der Unbefleckten Empfängnis“ 1708 dann für die gesamte Kirche vor. Seit der Definition des Glaubenssatzes von der Bewahrung der Mutter Gottes vor der Erbsünde im Jahr 1854 wird das Fest mit dem missverständlichen Namen „Unbefleckte Empfängnis“ bezeichnet.
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15

Samstag, 4. Februar 2012, 09:59

2. Februar - Lichtmesstag

Darstellung des Herrn, früher Maria Reinigung

Aus der Geschichte
Das Fest Darstellung des Herrn entwickelt sich zuerst im 4. Jhdt. in Jerusalem, wobei Bischof Cyrill von Jerusalem diese Idee mit viel Eifer verfolgte. Die Pilgerin Egeria, die noch zu dessen Lebzeiten die heiligen Stätten besuchte, berichtete als erste davon, dass der 40. Tag nach dem Geburtsfest des Herrn, damals am 6. Jänner zu Epiphanie, mit höchster Ehre begangen wurde. Etwa um die Zeit des Konzils von Ephesus (431) wird die Bezeichnung „Fest der Begegnung“ gebräuchlich und durch die Verlegung des Weihnachtsfestes auf den 25. Dezember, das Fest vom 14. auf den 2. Februar verlegt. Im byzantinischen Ritus gehört das Fest auch heute noch zu den „Zwölf Festen“, also zu den Hauptfesten des Kirchenjahres. Eine frommen Dame namens Hikelia, die als Erbauerin einer Kirche an der Straße zwischen Jerusalem und Betlehem bekannt ist, verdankt das Fest seinen besonderen Charakter und den volkstümlichen Namen „Maria Lichtmeß“. Sie hielt nämlich zum Fest der Begegnung eine Prozession mit Kerzen ab. 542 ordnete Kaiser Justinian die Feier für Konstantinopel an. In Rom wurde das Fest „Darstellung des Herrn“, so bezeichnet, weil die Eltern Jesu ihren erstgeborenen Sohn am 40. Tag nach der Geburt in den Tempel brachten, erst gegen das Jahr 700 eingeführt. Die Kerzensegnung dürfte germanischen Ursprungs sein. Ein eigener Ritus mit sieben Gebeten findet sich erstmals in einem Pontifikale, das um 950 in Mainz verfasst worden ist. Kerzensegnung und Prozession wurden vom Konzil von Trient beibehalten, das Fest nun „Reinigung Mariens“ genannt. Die Liturgiereform des 2. Vatikanums hat wieder die lichtvolle Begegnung zwischen Christus und den Gläubigen zum Hauptthema gemacht.
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16

Samstag, 11. Februar 2012, 11:25

11. Februar - Unsere Liebe Frau von Lourdes

Vom 11. Februar bis zum 16. Juli 1856 erschien die selige Jungfrau Maria dem Mädchen Bernadette Soubirous achtzehnmal in der Grotte von Massabielle in Lourdes. Durch dieses demütige Mädchen rief Maria die Sünder zur Bekehrung. Durch sie erweckte sie in der Kirche einen großen Gebetseifer und eine starke Liebestätigkeit besonders im Dienst der Kranken und Armen. Seither pilgern unzählige Gläubige nach Lourdes, viele wurden geheilt. Der heutige Gedenktag wurde von Pius X. im Jahr 1907 in den römischen Kalender aufgenommen.
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17

Mittwoch, 6. Juni 2012, 17:14

Fronleichnam

Morgen begeht die Kirche das alljährliche Fronleichnamsfest, das jedoch bei uns in den norddeutschen Bundesländern kein gesetzlicher Feiertag ist.
Ich denke, das Fest ist so bedeutsam, dass es auch in der Diaspora mehr Gewicht haben müßte. Leider ist die Prozession in den letzten Jahren, die ja auch ein Bekenntnis zu unserem Glauben an Christus ist, immer kürzer geworden. Da bei uns ein ganz normaler Werktag ist, habe ich das letzte mal vor drei oder vier Jahren an dem Hochamt mit anschließender Prozession und Gebet vor dem ausgesetzten Allerheiligsten teilgenommen. Da sind wir dann in einem Bogen um die "Katholikenwiese" marschiert, die Zwischenstationen mit den Andachten wurden einfach weggelassen. Das Ganze, auch die Heilige Messe, ist so ein "Gewusel" gewesen, dass die Andacht - so habe ich es empfunden - leider auf der Strecke geblieben ist. Allerdings hat mich der Schlußteil mit dem ausgesetzten Allerheiligsten jedes Mal tief ergriffen.

Nach dem geistlichen Teil wird dann im Pfarrhausgarten "gefeiert" ;) , da gibt es dann etwas zu "futtern" ;) . Allerdings habe ich mich immer gefragt, was Bratwürste ;) mit diesem Fest zu tun haben? Mir schien das nie richtig dazu zu passen... Aber es war (und ist) immerhin eine Möglichkeit mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen.

Für morgen ist leider wieder Regen angesagt, so dass ich Zweifel habe, ob das Hochamt überhaupt im Freien gefeiert werden kann.
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18

Donnerstag, 7. Juni 2012, 21:31

Heute hat sich hier ein kleines "Wunder" ereignet: rechtzeitig vor der Festmesse hörte der Regen auf und die Sonne kam hervor. Ich war zwar nicht dort, aber ich vermute, dass die Messe dann doch draußen gefeiert werden konnte.
Und die Geselligkeit im Anschluß an den geistlichen Teil konnte dann auch im Pfarrhausgarten stattfinden. Das ist ja auch viel schöner als im Gemeindehaus. Obwohl es mit ca. 16° doch recht kühl gewesen sein dürfte...
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19

Montag, 6. August 2012, 11:12

6. August - Verklärung des Herrn

Mit einigen Kirchen des Ostens feiert die römische Kirche heute das Gedächtnis der Verklärung des Herrn auf dem Berg Tabor. Dieses Fest ist seit dem 11. Jhdt. im Abendland bezeugt und wurde 1457 in den römischen Kalender aufgenommen.
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20

Freitag, 14. September 2012, 10:16

14. September - Fest Kreuzerhöhung

Es ist eines der ganz alten Feste der Kirche. Nach der Überlieferung hat die Kaisermutter Helena (von Konstantin) am 14. September 320 in Jerusalem das Kreuz Christi aufgefunden und daraufhin die Auferstehungs- und Martyriumskirche auf dem Hügel Golgota in Jerusalem errichten lassen, als deren Weihetag der 13. September 335 überliefert ist. Bei dem Kreuzfest am 14. September handelt es sich vermutlich ursprünglich um ein Begleitfest zum Kirchweihfest am 13. September.

Die Bezeichnung "Kreuzerhöhung" kommt vom Brauch, dass an diesem, dem Kirchweihfest folgenden, Tag das Kreuz feierlich dem Volk gezeigt (Exponierung) und zur Verehrung (lat. exaltatio crucis = Kreuzerhöhung) dargeboten wurde. Die Existenz einer Kreuzreliquie ist durch Cyrill von Jerusalem 347 bezeugt. Die Pilgerin Egeria berichtet um 381/384 ebenfalls von Feiern zur Erinnerung an die Weihe der Doppelkirche und erwähnt auch die Auffindung des Kreuzes.

Das Fest verbreitete sich zunächst im Osten, vor allem Konstantinopel, wobei auch der Ritus der Kreuzerhöhung Nachahmung fand. Möglicherweise wurde es von Gregor dem Großen in Rom eingeführt. In Rom lässt es sich erst Ende des 7. Jhdt. nachweisen, es war unter Papst Sergius um 690 als Fest bereits bekannt.

Im Abendland gab es bereits ein - vielleicht noch älteres - gallisches Kreuzfest am 3. Mai, das wiederum auf der Überlieferung beruhte, das Kreuz Christi sei bereits unter Papst Eusebius (um 309) aufgefunden worden. Das Fest der Auffindung des heiligen Kreuzes am 3. Mai wurde unter Papst Johannes XXIII. aus dem römischen Festkalender gestrichen.
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