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Kirche im deutschsprachigen Raum und Weltkirche

Antworten im Thema: 532 » Der letzte Beitrag (7. Oktober 2016, 16:01) ist von diaconus.

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Teresa

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Sonntag, 3. April 2011, 19:02

Kirche im deutschsprachigen Raum und Weltkirche

Unruhig ist es in der Kirche im deutschsprachigen Raum. Da schreiben einige, zum größten Teil bereits emeritierte Professoren ein sogenanntes "Memorandum" mit den altbekannten Forderungen (Zölibat, Viri probati, Frauenweihe), die allerdings von Rom aus längst besprochen sind, da "toben" die Strukturdebatten, mit denen man den bestehenden Problemen organisatorisch zu Leibe zu rücken hofft, da ruft die deutsche Bischofskonferenz zum Dialog auf u.v.m.

Brauchen wir tatsächlich einen Dialog? Oder ist es nicht erst einmal viel notwendiger bei sich selbst anzufangen, selbst umzukehren? Gerade in der Fastenzeit geht es doch auch um die Selbstüberprüfung, darum zu gucken, wie ist es um meine eigene Beziehung zu Christus bestellt?

Hat Christus eine demokratische Kirche gewollt? Ich glaube eher nein! Was ich bei all den Diskussionen vermisse, ist die Überlegung, wie jeder Einzelne von uns wieder in seinem Umfeld missionarisch wirken könnte. Wie kann ich selbst meine Mitmenschen mit meiner Liebe zu Christus anstecken? Wie den Nächsten aus seiner Vergessenheit, aus seiner Verbundenheit mit dem Zeitgeist herausreißen?

Zurzeit fällt mir nur eine neue geistliche Bewegung ein, nämlich das Neokatechumenat, die erfolgreich missionieren. Warum geht das in einer normalen Pfarrgemeinde nicht? :c024:

Viele Fragen! Ich warte auf Antworten in Form von Diskussionsbeiträgen! ;)
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2

Sonntag, 3. April 2011, 19:07

Theologen-Memorandum

Ein etwas verspäteter Kommentar


Im Vatican-Magazin 3/2011 gibt es den Artikel „das Blöken der Lämmer“, der sich mit dem Theologen-Memorandum befasst und auch darauf hinweist, dass die vor 22 Jahren veröffentlichte „Kölner-Erklärung“ nicht so viel Aufsehen erregt, ja keine Gegenwehr ausgelöst, hat wie dieses Memorandum. Der Unterschied zu damals: Heute ist durch das Internet und den elektronischen Medien wie Blogs etc. der Zugang für viele möglich und die Gläubigen erfahren was sich in der Kirche „abspielt“ und können dagegen auftreten.

Außerdem können die Gläubigen nunmehr die Auswirkungen klar feststellen, wohin der „Zug“ des Glaubens gefahren ist. Die reine, wahre und gesunde Lehre (1 Tim, 2 Tim, Tit) der Offenbarung und der Lehre der Kirche ist bei den meisten Gläubigen verdunstet und durch modernistische Ansichten ersetzt worden, die von den Theologen verbreitet wurden, die nicht mehr in der Lehre der Kirche stehen. Und diese Theologen haben Priester, PastoralassistentInnen, Religionslehrer usw. ausgebildet, die diese, ich sage bewusst, Irrlehren weiter verbreitet haben. Am liebsten würden diese Theologen die Offenbarung Gottes in ihrem Sinne neu schreiben und damit das Wort Gottes total verfälschen.

Leider haben die zuständigen Hirten dieser Theologen die ganze Zeit geschwiegen und sind nicht ihrer Hirtensorge nachgekommen, zu der sie verpflichtet gewesen wären. Der Volksmund hat dazu seit langer Zeit einen Spruch: „Wer schweigt, stimmt zu.“ Damit konnten diese Irr- bzw. Falschlehren immer mehr verbreitet werden. Es ist schon klar, dass ein Großteil dieser Theologen staatlich angestellt, also Beamte, sind und damit unkündbar. Aber einige Lehrentzugsverfahren hätten Klarheit geschaffen und darauf hingewiesen, dass deren Lehrmeinungen nicht dem Glauben und der Lehre der Kirche entsprechen und somit die Möglichkeiten gegeben gewesen wäre, jenen, die bei diesen Theologen studierten die „Missio canonica“ zu verweigern.

Außerdem sollte von angehenden Theologen zu erwarten sein, dass sie selbständiges Denken gelernt haben und entsprechend ihrer Berufung die Studien betreiben würden. Nur aus der eigenen praktischen langjährigen Erfahrung muss man sagen, dass ein Großteil dieser Studenten gar nicht gewillt war, diese Studien im Sinne der Lehre der Kirche zu betreiben, sonst könnten nicht von den PAss die Aussagen kommen: „Wir verkünden nicht die Lehre der Kirche sondern dass was wir glauben.“ oder „Wir wollen die Kirche aufbrechen und sie so reformieren, dass sie eine Kirche wird, wo sich jeder seinen Glauben selbst machen kann.“ bzw. „Ich bin nur Pastoralassistentin geworden um die Kirche zu unterwandern.“ Derartige verräterischen Aussagen wurden immer getan wenn man diese auf die Lehre der Kirche aufmerksam machte und sie sich in ihrer Gruppierung „stark“ fühlten.

Und genau auf diesem Nährboden konnten Gruppierungen wie „Wir sind Kirche“, „Kirche von unten“, „Laieninitiative“, „Priesterinitiative“ und wie sie alle heißen entstehen, die wesentlich zum Verdunsten des wahren katholischen Glaubens beigetragen haben.

Schon gegen Ende der90-er Jahren des vorigen Jahrhunderts haben fest in der Lehre der Kirche verankerte Kleriker und Theologen erklärt, dass das Ganze auf eine zweite Reformation hinausgeht und die wird wesentlich stärkere Folgen nach sich ziehen wie jene von Luther.

Nur die Hl. Mutter Kirche wird nicht untergehen, denn sie hat vom Sohn Gottes die Zusage „die Mächte der Unterwelt werden sie überwältigen.“ In Zukunft wird die Kirche sicher geringer an Gläubigen werden, Kardinal Schönborn hat von einem „Entscheidungschristentum“ gesprochen, und es werden nur diejenigen in der römisch-katholischen Kirche sein, die voll die Lehre der Kirche akzeptieren und sich bewusst dafür entscheiden oder durch Konversion zu ihr stoßen.
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3

Sonntag, 3. April 2011, 19:16

@ Liebe Teresa
Wie Du den Thread eröffnet hast, war ich schon dabei meinen Kommentar zu schreiben. Da hat uns „der Eine“ gleichzeitig geführt. :c014:
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4

Sonntag, 3. April 2011, 19:21

Danke für Deinen Beitrag @ Diaconus!

Ich möchte aus Deiner Zustandsbeschreibung der Kirche nur eine Frage herausgreifen: Wie können wir von Studenten, die an den inzwischen stark verschulten Universitäten mit ihren eng gefassten Studienplänen (Bachelorstudium) studieren, erwarten, daß sie ein eigenständiges Denken entwickeln? Wer gerade in der Theologie nicht im eigenen Leben ganz starke Vorbilder hat, wird leider in das Fahrwasser des Zeitgeistes geraten, gar nicht auf die Idee kommend, daß es auch andere Wege und Möglichkeiten gibt. Hinzu kommt natürlich, daß die Studenten, die von dem von der Mehrheit begangenen Weg abweichen, es besonders schwer haben. Das geht ja sogar Pfarrern so, die schon lange im Beruf stehen. Mir fallen auf Anhieb zwei Pfarrer aus der Umgebung von Linz ein... :(
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5

Sonntag, 3. April 2011, 19:24

@ Liebe Teresa
Wie Du den Thread eröffnet hast, war ich schon dabei meinen Kommentar zu schreiben. Da hat uns „der Eine“ gleichzeitig geführt. :c014:


:a096: Und ich habe mich gewundert, wie schnell Du Deinen langen und fundierten Beitrag geschrieben hast. :c008:
Ja, das war wohl Gedankenübertragung - und ganz sicher uns beiden von GOTT eingegeben! :c013:
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6

Sonntag, 3. April 2011, 19:36

@ Teresa

Zitat

Wer gerade in der Theologie nicht im eigenen Leben ganz starke Vorbilder hat, wird leider in das Fahrwasser des Zeitgeistes geraten, gar nicht auf die Idee kommend, daß es auch andere Wege und Möglichkeiten gibt. Hinzu kommt natürlich, daß die Studenten, die von dem von der Mehrheit begangenen Weg abweichen, es besonders schwer haben. Das geht ja sogar Pfarrern so, die schon lange im Beruf stehen. Mir fallen auf Anhieb zwei Pfarrer aus der Umgebung von Linz ein...


Du hast mit Deinem Kommentar nicht unrecht. Nur ich vertraue hier aus eigener Erfahrung auf das Wirken Gottes, denn ich selbst war Mitte der 70-er Jahre mit „Wir sind Kirche“ verbunden und habe mich sehr wohl geändert. Wenn jemand ein offenes Herz für das Wirken Gottes und eine wirklich echte Berufung hat, der wird den richtigen Weg zur Lehre der Kirche finden und ihn auch gegen alle Schwierigkeiten gehen. :c013:
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7

Montag, 11. April 2011, 20:43

Zitat

Noch nie habe es so viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Kirche gegeben – und doch beobachte man mit Sorge, dass die Weitergabe des Glaubens immer weniger zu gelingen scheine.

So sagte EB Zollitsch beim Treffen mit den neuen Bewegungen in Würzburg lt. Tagespost


Wenn in den Pfarren die Weitergabe des Glaubens an die Gläubigen nicht gelingt aber sehr wohl in den neuen Gemeinschaften dann liegt es daran, dass sich in den neuen Gemeinschaften jene Gläubigen zusammengefunden haben, die voll in der Lehre der Kirche stehen und diese akzeptieren, :c013: während in den meisten Pfarrgemeinden in erster Linie reiner Aktionismus vorherrscht und die reine, gesunde und wahre Lehre (1 Tim, 2 Tim, Tit) der Kirche vernachlässigt und sehr oft dem Zeitgeist angepasst wird. Wo wird in den Predigten dieser Pfarren auf die Sünde, die Hölle, den Satan und die anderen Glaubensbedrohungen für den Christen hingewiesen? :a143: Meistens werden diese Glaubenswahrheiten mit keinem Wort erwähnt sondern es wird nach dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“ bzw. „wir haben uns alle lieb“ gepredigt und Jesus, ER wird zum „Sozialarbeiter“ degradiert. :c014:

Dass Jesus als Sohn Gottes sehr wohl in einen Aussagen im Evangelium vor diesen Gefahren für den Menschen oftmals gewarnt hat, wird bewusst negiert.

Als Charismatiker kenne ich das Problem bei Exerzitien, die auf Basis der Lehre der Kirche erfolgen, aus Erfahrung, dass, wenn die Sprache auf diese Glaubenswahrheiten kommen, immer wieder Menschen diese verlassen und man auf Rückfrage als Seelsorger sinngemäß die Antwort bekommt, "das wollen wir nicht hören" oder "das ist nicht der Glaube, den ich akzeptiere".

Wenn in Zukunft nicht die unverkürzte und unverfälschte Lehre der Offenbarung und Kirche in den Pfarrgemeinden verkündet wird sondern den Gläubigen nach dem Mund geredet wird, dann wird der Glaube weiter verdunsten. EB Kard. Schönborn hat bereits geäußert, dass die Zukunft dem "Entscheidungschristentum" gehören wird. Karl Rahner hat es so formuliert: "Der Christ der Zukunft (Fromme von morgen) wird ein Mystiker sein, einer, der etwas erfahren hat, oder er wird keiner sein."
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8

Dienstag, 12. April 2011, 11:49

Wahre Worte von Kardinal Meisner

Lt. Tagespost wies der Kölner Kardinal Joachim Meisner beim traditionellen Schweigegang der Männer darauf hin, dass der einzige richtige Akzent der Hl. Mutter Kirche das „setzen auf Gott“ ist und es nicht um gesellschaftliche Anerkennung oder um eine gute Presse geht. Gottesliebe und Glaubensfreude ist wesentlich und die Stärke der Gläubigen.

Kardinal Meisner spricht damit ein wesentliches Problem der heutigen Kirche an.

Viele Kleriker und vor allem die überwiegende Anzahl der Laienfunktionäre in der Kirche wollen, dass die Kirche den Menschen gefallen müsse und sind bereit dafür die Offenbarung Gottes und die Lehre der Kirche so zu ändern (anzupassen), dass sie nicht mehr der Originalverkündigung/Originalschrift und damit dem Willen Gottes entspricht. Auf diese „Anpasser“ treffen die Worte Jesu zu: „Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn so haben es ihr Väter mit den falschen Propheten gemacht.“ (Lk 6,26), denn sie gieren nach dem Lob der Menschen, werden damit zu falschen Propheten bzw. Irrlehrer und führen die Menschen in die Irre.

Doch nur in die unverkürzte und unverfälschte Verkündigung der Offenbarung und Lehre führt die Gläubigen auf den rechten Weg, auf jenem schmalen Weg und zu dem engen Tor, das zum Ewigen Leben bei Gott führt. (vgl. Mt 7,14)
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9

Freitag, 15. April 2011, 17:24

Zur Reform der Kirche

Im Vatican-Magazin ist ein Artikel über eine Rede, die der Hl. Vater vor zwanzig Jahren als Joseph Kardinal Ratzinger gehalten hat und die die Reformen in der Kirche zum Inhalt hatte. Wie immer sprach der damalige Kardinal Ratzinger deutliche Worte, die auf einem profunden Befund beruhten und hält jenen, die nach Reformen schreien und die nicht der Offenbarung entsprechen würden, die Wahrheit entgegen. Für diese klaren Worte kann man dem Hl. Vater nur dankbar sein.

Dazu meine Meinung, die natürlich der Lehre der Kirche entspricht, und auf über 20-jährigen eigenen Basisbeobachtungen beruht.

Der erste Schrei der Reformer, die vor allem in den deutschsprachigen Ländern sowie in überwiegend protestantischen Ländern zu Haus sind, ist immer: Die Kirche ist keine Demokratie, sie wird von oben regiert. Und mit dieser Forderung demaskieren sich diese sogenannten Reformer sofort.

Die Kirche war und ist grundsätzlich immer eine solche der „semper reformanda“ gewesen, jedoch nicht in dem Sinne wie es sich die Schreier nach Reformen vorstellen. Vor allem eines ist dabei immer zu berücksichtigen, dass viele Heilige immer wieder die Grundlagen für die Reformen geschaffen haben – aber nicht indem sie die Lehre und Verfasstheit der Kirche in Frage stellten sondern innerhalb dieser.

Die Basis des Glaubens ist die Offenbarung Gottes, also das Alte und Neue Testament, nicht ein menschliches weltliches Gesetz. Und die Verfassung der Kirche beruht auf den Worten Jesus an Petrus: „Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ (Mt 16,18-19)

Wer also Demokratie in der Kirche fordert, steht sowohl gegen die Offenbarung Gottes als auch gegen die Worte Jesu und beweist, dass er sich seinen Glauben nach eigenem Gutdünken machen will. Denn Demokratie steht immer für Diskussion, Konsens, Kompromisse, auch faule, und Beschluss durch die Mehrheit. Wenn eine Mehrheit entscheiden will, was die Lehre der Kirche oder einer Gemeinde sein soll, bedeutet dies, dass die geschriebene Offenbarung Gottes zwar weiterhin gelesen werden darf aber dass die daraus zu ziehenden Konsequenzen für das Leben jedes Menschen jederzeit veränderbar sind, so wie es die Mehrheit beschließt, denn dies wäre dann die geltende Lehre. Damit wäre nicht mehr Gott jener, der das Leben des Menschen bestimmt sondern die Mehrheit der Menschen, die meist dem Zeitgeist unterliegen.

Wohin dieser Demokratievorgang führt, beweisen die Einführung der Rätestrukturen (Diözesanversammlungen, Pfarrgemeinderäte) seit dem 2. Vaticanum, die grundsätzlich nur beratende Funktionen hätten aber in Wahrheit bestimmend sind: Zum Verdunsten des Glaubens und zum Wegbleiben der Gläubigen. Und genau dieses Verdunsten des Glaubens und das Wegbleiben der Gläubigen gibt es in den reformatorischen kirchlichen Gemeinschaften, die in der Mehrheit längst nicht mehr im Grundsatz: „sola scriptura, sola fidei“ stehen, dann sonst würden sie nicht PID, Abtreibung usw. gutheißen und politisch linke Gruppierungen unterstützen.

Wer daher mit der Struktur der Kirche nicht einverstanden ist, sollte die Worte Karl Rahners (+ 1984), die dieser einige Zeit vor seinem Tod sinngemäß gesprochen hat, beherzigen. „Wer nicht mit dem was zur katholischen Kirche gehört einverstanden ist, sollte mit redlichem Charakter die Konsequenzen ziehen und die Kirche, die nicht mehr die seine ist, verlassen und diese nicht unterwandern.“

Lieber weniger Gläubige, die voll die Offenbarung und Lehre der Kirche ohne Wenn und Abervertreten als ein "Volkskirche", die sich ihren Glauben beliebig macht. EB Kard. Schönborn hat vor einiger Zeit von einem "Entscheidungschristentum" gesprochen wo sich jeder entscheiden muss, ob er nach der Offenbarung leben will oder nicht.
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10

Samstag, 16. April 2011, 18:05

Kirchlicher Dialog

In der Tagespost war zu lesen, dass der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, EB Robert Zollitsch, vor übertriebenen Erwartungen an den Dialog über die Zukunft der Kirche warnt und darauf hinweist, dass die Antworten auf Fragen nach möglichen Reformen auf der Basis der Offenbarung und Lehre der Kirche beruhen müsse. Die vorgebrachten Forderungen gleichen Mängellisten, die schnell abgearbeitet werden müssten. Außerdem verweist er darauf, dass im Zentrum des Dialogs stehen sollte, „wie die Frage nach Gott in unserer Gesellschaft wach gehalten und die christliche Antwort überzeugend formuliert und vor allem gelebt werden kann.“

Dass EB Zollitsch darauf hinweisen muss, dass die Antworten auf der Basis der Offenbarung und Lehre der Kirche beruhen müsse, zeigt, dass jene, die die Forderungen nach den Reformen erheben in der Mehrzahl nicht auf der Basis der Offenbarung und Lehre der Kirche stehen und eine Kirche wollen, die nicht jener der römisch-katholischen entspricht sondern einer, die ihrem Geschmack entspricht und wahrscheinlich eher protestantisch ist wo alles zur Diskussion gestellt werden darf.

Römisch-katholisch bedeutet Gehorsam zur Offenbarung, die nicht verhandelbar, nicht anpassungsbar bzw. nach eigener Meinung interpretierbar ist, denn sie ist das Wort Gottes, sowie Gehorsam zur Lehre der Kirche.

Papst Johannes Paul II. hat einmal sinngemäß festgestellt, dass Theologen zwar ihre Meinung kundtun können, aber die Lehre der Kirche wird vom Lehramt bestimmt und nicht von den Theologen.

Wer also den modernistischen Theologen entgegen dem Lehramt der Kirche folgen will oder in seiner Meinung nicht dem Gehorsam gegenüber dem Lehramt entspricht, sollte sich selbst überprüfen egal ob Kleriker oder Laie, ob er noch in der Lehre der Kirche steht oder nicht. Wenn nicht, sollte er entweder zur Lehre der Kirche ohne Wenn und Aber im Gehorsam zurückehren oder die Konsequenzen ziehen und die Kirche verlassen, die nicht mehr die seine ist.
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11

Dienstag, 26. April 2011, 17:34

ZDF-Umfrage

Die ZDF-Sendung „sonntags“ behauptet nach einer von ihr durchgeführten Meinungsumfrage, dass 61 % der praktizierenden Katholiken für Veränderungen sind. Nachdem aber gleichzeitig 46 % der häufigen Kirchgänger betonen, dass die Kirche sich stärker an traditionellen Glaubensinhalten orientieren sollen, deutet dies darauf hin, dass, wie üblich, durch Subjektivfragen, durch vorgegebenen Antworten, die sehr oft missverständlich formuliert werden usw., aber auch durch eine gezielte Auswahl der Befragten, ein bestimmtes Ergebnis der Meinungsumfrage erzielt werden sollte. Damit sind auch alle anderen in der Sendung genannten Prozentzahlen unglaubwürdig geworden, außer für jene, die den linken Medien heute noch „vertrauen.“

Jeder, der von Berufswegen jahrzehntelang mit Statistiken und Meinungsumfragen zu tun hatte, weiß wie solche Ergebnisse durch Fragen mit Subjektivantworten, Auswahl der Befragten usw. (siehe vorstehender Absatz) gelenkt werden können. Umsonst ist ja nicht das Bonmot entstanden: „Glaube nie einer Statistik oder Umfrage, die du nicht selbst gefälscht hast!“
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12

Sonntag, 1. Mai 2011, 17:53

Kardinal Lehman

Lt. Tagespost hat sich Kardinal Lehman, der am 16. Mai seinen 75. Geburtstag feiert, wieder einmal als Politiker „geoutet“ und nicht als ein Repräsentant der Hl. Mutter Kirche, der voll in der Lehre der Kirche steht.

Nicht nur, dass er den angestoßenen Dialogprozess der deutschen Kirche hochlobt sowie Mut und Autorität für Entscheidungen bezüglich Diakonat der Frau, Zulassung von „viri probati“ sowie für den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen fordert sondern auch für einen Kompromiss hinsichtlich der PID ist, wobei er gleichzeitig meinte, dass jene innerkirchlich als Verräter beschimpft werden würden, die für den PID-Kompromiss seien.

Dazu kann ich nur sagen, dass was den Umgang mit geschiedenen Wiederverheirateten betrifft nur die Zulassung zu den Sakramenten gemeint sein kann (ansonsten sind sie ja nicht von der Kirche ausgeschlossen), was eindeutig den Aussagen Jesu im Neuen Testament widerspricht, der wörtlich zur Ehebrecherin gesagt hat: „Ich verurteile Dich nicht, geh und sündige nicht mehr!“ (vgl. Joh 8,11) Und geschiedene Wiederverheiratete, die sakramental in erster Ehe verheiratet gewesen waren, sind und bleiben Ehebrecher, die ständig bewusst weiter sündigen und sich damit von den Sakramenten selbst auschließen.

Jesus hat klar zu den Entscheidungen von Menschen gesprochen: „Euer Ja sein Ja, euer Nein ein Nein, alles andere stammt vom Bösen“ (Mt 5,.37), damit sind auch Kompromisse gemeint, die gegen die Lehre der Kirche stehen vom Bösen denn diese verraten Jesus und seine Lehre.
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13

Freitag, 6. Mai 2011, 11:16

Entzug der "Missio" für David Berger

Hier wird wieder, wie so oft, von den Medien Manipulation und Fehlinformation betrieben. Berger wurde nicht die Lehrerlaubnis entzogen weil er schwul ist sondern weil er seit seinem Outing (April 2010) ununterbrochen die Kirche angegriffen hat, u. a. auch in seinem Buch „Der heilige Schein“.

Grundsätzlich ist dazu festzustellen, dass die Erteilung der „Missio canonica“ einerseits mit dem abzugebenden Versprechen verbunden ist die Lehre der Kirche zu lehren und vertreten sowie anderseits ein Leben zu führen, welches den moralischen und gesetzlichen Normen der Kirche entspricht. Und Berger hat gegen beides, siehe auch Lev. 18,20, verstoßen und dazu die Kirche noch angegriffen. Wer dagegen verstößt, hat die Konsequenzen zu tragen, wobei auch hier zu sagen ist, dass leider nur die Wenigsten zur Rechenschaft gezogen werden, denn wenn man so die Aussagen von manchen betrachtet, müssten viel mehr die Missio entzogen werden. In jeder Firma wird Einer, der gegen die „Corporate identiy“ verstößt kurzfristig hinausgeschmissen, nur die Kirche schaut leider meist lange Zeit zu.

Dass der Grüne Volker Beck als Verteidiger von Berger auftritt, ist doch dieser Mitte der 1980er-Jahre, nach meiner Erinnerung, dafür eingetreten, dass Schutzalter für Minderjährige für Sexaktivitäten herabzusetzen, ist klarerweise bei seiner Einstellung zur Sexualität verständlich. Und dessen Hinweis auf antidemokratische Tendenzen in der Kirche geht auch fehl, da die Kirchenverfassung von „Oben“ (Offenbarung) ist, und selbst Cicero in seinem Buch über die Gesetze festgestellt hat, dass auch ein Mehrheitsbeschluss in der Gesetzgebung, der göttlichem Recht widerspricht, Tyrannei sei. Und wie die Grünen die Meinungsfreiheit immer mehr in jenen Bereichen, die ihnen nicht passen, beschränken wollen, sagt über deren „demokratische Gesinnung“ genug aus, dass sie für wirkliche Demokraten und Christen nicht wählbar sind, denn die Grünen sind ideologisch reine Linke, die marxistisches Gedankengut vertreten.
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14

Donnerstag, 12. Mai 2011, 18:17

Aussage von Kardinal Lehmann

Lt. einer Presseaussendung behauptet Kardinal Lehmann, dass sowohl der Zölibat als auch das Erfordernis sein ganzes Leben der Kirche zu verschreiben, nachdem man nicht wisse, wie sich diese weiter entwickle, die Schwierigkeit sei, Priesteramtskandidaten zu finden.

Diesen Satz von einem Kardinal zu hören, stellt ein mangelndes Glaubenszeugnis desselben dar, denn er widerspricht damit Jesus, dem Sohn Gottes, den er zu verkündigen hätte. Jesus hat eindeutig gesagt: „ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt. 28,20) sowie „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ (Mt 16,18 ).

Unter diesen Aussagen Jesu stellt es überhaupt nicht zur Debatte, wie sich die Kirche weiterentwickeln wird, denn sie wird weiter bestehen, so wie der Herr es will, das hat ER ihr zugesagt.
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Donnerstag, 12. Mai 2011, 19:53

"Club von Gleichgesinnten"

Lt. der Mittwoch-Ausgabe der Mainzer „Allgemeinen Zeitung“ meinte Lehman, dass man zu einem „Club der Gleichgesinnten“ werde, wenn man nur noch bestimmte Schichten erreicht. Das sei zu wenig und dürfe nicht sein, denn die Kirche müsse ihren Beitrag für die Gestaltung von Politik und Gesellschaft leisten.

Mit dieser Aussage werden Äpfel und Birnen vermischt. Wie schon oft äußert sich Kardinal Lehman eher als Politiker und nicht als Kirchenmann.

Denn dazu muss festgestellt werden, dass die Kirche ein „Club der Gleichgesinnten“ also eine Glaubensgemeinschaft ist und dazu gehört, dass ein wahrer Katholik, eine wahre Katholikin, nur derjenige/diejenige ist, der die Offenbarung und die Lehre der Kirche ohne Wenn und Aber, also ohne irgendwelche Abstriche, annimmt.

Die Kirche muss in die Gesellschaft hineinwirken durch Mission und wichtige politische Äußerungen gemäß der Offenbarung und Lehre der Kirche , aber sich nicht an den Zeitgeist anbiedern
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Dienstag, 17. Mai 2011, 16:49

Weniger Glaube – weniger Priester

Nachdem die Zeit der Priesterweihen naht (traditionell um Peter und Paul – 29. Juni) wird auf die immer mehr sinkende Zahl der Neupriester hingewiesen.

Von vielen Menschen in der katholischen Kirche sowie in den glaubensfeindlichen Medien wird dafür vor allem der Zölibat verantwortlich gemacht und daher „viri probati“ und Frauenpriestertum sowie als erster Schritt hiezu die Weihe von Frauen zu Diakoninnen verlangt. Weiters wird eine Entklerikalisierung der Kirche verlangt; und wer diese Meinung vertritt, geht schon von vornherein von einem falschen Glauben sowie von einem falschen Priesterbild aus.

Nur diese Forderungen gehen an den tatsächlichen Fakten vorbei, unabhängig davon, dass dies auch gegen die Offenbarung sowie Lehre der Kirche steht, denn bei den Protestanten ist das alles verwirklicht und das Ergebnis – dasselbe, vielleicht sogar in größerem Ausmaß als bei der katholischen Kirche wenn man die veröffentlichten Zahlen berücksichtigt inkl. eines großen Prozentsatzes geschiedener Ordinierter in den evangelischen Gemeinschaften.

Die Wahrheit ist vielmehr ein Glaubensschwund, der sowohl in der katholischen Kirche aber auch in den protestantischen Gemeinschaften vorhanden ist. Eine der Ursachen ist sicher auch die politische Entwicklung in den Ländern, die von der atheistischen Seite seit Jahrzehnten stark gefördert wird und der Atheismus als das „Glück“ den Menschen „verkauft“ wird, in Wirklichkeit aber bereits nachweisbar das Unglück den Menschen gebracht hat.

Und dieser Glaubensschwund in der katholischen Kirche ist seit Jahrzehnten feststellbar und äußert sich in Debatten über Strukturprobleme, Demokratisierungsforderungen, Entmythologisierung der Liturgie (Narrenmessen, Mahlgemeinschaft statt Opfergemeinschaft usw. usw.) sowie Herabwürdigung des Weiheamtes. Es ist in erster Linie auch als ein Ergebnis des falsch verstandenen 2. Vatikanischen Konzils in Theologen- und Laienkreisen zu betrachten, wo von einer nicht existierenden Chimäre namens „Geist des Konzils“ immer die Rede ist und in dessen Folge begonnen wurde die Lehre der Kirche zu verwerfen und die meisten sich selbst ihre Lehre und den Glauben zusammenbastelten.

Dabei ist auch festzustellen, dass ein Großteil der Kleriker an dieser Entwicklung ein gerütteltes Maß Schuld an dieser Entwicklung mittragen, einerseits durch ihre Predigten, die eher einer soziologischen, sozialpolitischen oder sogar einer politischen Rede entsprechen und die die religiös wichtigen Themen, die selbst Jesus gepredigt hat wie Sünde, Verderbnis, Hölle, Himmel, Ewiges Leben fast nicht mehr verkündigten und andererseits hat es die Mehrheit der Kleriker bewusst vermieden erkenntlich als Kleriker aufzutreten sondern eher als „Schlipspriester“ und Kolar, sowie Talar, blieben im Kasten, sofern überhaupt vorhanden. Und wenn sich so manche Priester nicht mehr darüber freuen können wenn Märtyrer-Mitbrüder (in Dresden und Lübeck) zur Ehre der Altäre erhoben werden, so zeigt dies von mangelnden Verständnis, um nicht zu sagen an mangelnden Glauben, für ihren Dienst.

Ich habe von Müttern gehört, deren Söhne Priester werden wollten, dass diese dagegen auftraten mit den Worten „Mein Sohn Priester, nein, dass sollen andere werden. Er soll ein ordentliches Leben führen.“ Auch das ist ein wesentliches Zeichen, dass der Glaube bei den Menschen verdunstet ist, denn früher war es eine Ehre, wenn sich ein Kind zu einem Leben im geweihten Dienst, egal ob Priester, Ordensmann oder Ordensfrau, entschlossen hat.

Alle Priester, aber auch die verheirateten ständigen Diakone, sind von Gott in den Dienst genommen und das bedeutet Hingabe und Opfer für jeden von ihnen. Das schließt aber auch Verhöhnungen, Schmähungen und noch mehr ein. Wie heißt es in der Apg: „Sie (die Apostel) gingen weg vom Hohen Rat und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für seinen Namen (Jesus-Namen) Schmach zu erleiden.“ (Apg 5,41).

Und die Abhilfe dieses Problems: Ein radikaler Schnitt gegen alle weiteren Verwässerungstendenzen, Rückkehr zur wahren, reinen und gesunden Lehre (1 Tim, 2 Tim, Tit) also zum unverkürzten und unverfälschten Evangelium, wer diesen Schritt nicht mittragen will oder kann, muss sofort die Konsequenzen ziehen, das bringt Kostenersparnis. Sicher die Mitgliederanzahl wird wahrscheinlich gering werden, aber diese Mitglieder, die voll in der Lehre der Kirche stehen und mit ihrem Leben Zeugnis davon geben, werden dann wieder jene Vorbilder sein, die die Menschen brauchen um wieder zum Glauben und zur Kirche zu finden. Wie hat es in der Urkirche sinngemäß geheißen: „Das Blut der Märtyrer ist der Same für neue Gläubige.“
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diaconus

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Montag, 23. Mai 2011, 19:33

BDKJ

Wie in verschiedenen Medien zu lesen war, hat der BDKJ (Bund Deutscher Katholischer Jugendlicher) seinen Verbandtag abgehalten und den bereits 42-jährigen Dirk Tänzler für weitere 3 Jahre, also auf alle Fälle bis zum 45. Lebensjahr, zum Vorsitzenden gewählt. M. M. kann er dann nahtlos in den katholischen Seniorenbund wechseln, vielleicht warten die schon dort auf ihn, um einen Hauptamtlichen zu bekommen, der dann die Senioren lehren will wie Kirche zu sein hat.

Wenn man das Positionspapier dieser Organisation liest, das als Thesenanschlag eingesetzt/angebracht und das dann vom Wind verweht wurde, fragt man sich schon, ob hier noch katholische Positionen vertreten werden oder nur mehr protestantische, denn die Forderungen wie Priesterweihe der Frau, Aufhebung des Zölibatsgesetzes, demokratische Bischofswahl, Anerkennung selbstverantworteter Sexualität was heißen soll, d. h. nicht nur die Ehe ist ok, sondern auch alle anderen Partnerschaften auch wenn sie einen sündigen Lebensentwurf haben. Außerdem stört diesen, dass die Kirche nicht demokratisch und gendergerecht ist. Weiters beklagen diese Berufsjugendlichen, dass es zuwenig „Gesellschaft“ in der Kirche gibt.

Alle diese Forderungen sind bei den Protestanten längst erfüllt. Auf die gestellte Frage zu dieser Protestantierung der Kirche antwortete Tänzler: „Wir stehen zur römisch-katholischen Kirche. Gerade was Eucharistie und Wandlung angeht.“ (lt. Tagespost)

Was diese Berufsjugendlichen, die bereits das Alter der „midlife-crisis“ erreicht haben, vergessen, sind die Aussagen Jesus bzw. der Offenbarung oder die sie negieren, weil sie nicht in ihr Konzept passen.

„Wer also unwürdig von diesem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leibe und am blut des Herrn.“ (1 Kor 11,27) – wer Forderungen stellt, die gegen Offenbarung und Lehre der Kirche stehen und damit seine Pflicht als Katholik (siehe KKK) verletzt ist unwürdig, da er nicht mehr in der vollen Communio steht.

„Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.“ (Joh 17,16). Diese Worte bedeuten, dass sich der Christ nicht der Welt, also dem Zeitgeist anpassen darf, sondern dass er seinem Herrn nachfolgen soll. Also kann es daher nur zuviel Welt, also Gesellschaft, in der Kirche geben.

Karl Rahner hat vor seinem Tod (+ 1984) in einem Interview gemeint, dass jene, die nicht mit allem einverstanden sind was zum Katholischsein gehört, aus einem redlichen Charakter die Konsequenzen ziehen und die Kirche verlassen sollen, die nicht mehr die ihre ist, und die Kirche nicht unterwandern.

Wäre dieser Ratschlag Karl Rahners nicht für diese Berufsjugendlichen charakterlich der richtige Weg?
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18

Montag, 23. Mai 2011, 19:45

Danke @ Diaconus für diesen Beitrag über den BDKJ, dem ich mich inhaltlich voll anschließen kann.

Die Bezeichnung "Berufsjugendliche" trifft den Nagel auf den berühmten Kopf - und ich frage mich, ob der wiedergewählte Vorsitzende Dirk Tänzler sich tatsächlich immer noch als Jugendlicher sieht? Vielleicht möchte er nicht erwachsen werden? Ich kenne ihn nicht, aber sich in dem Alter noch als Jugendlichen zu bezeichnen, fände ich schon etwas krass. :a090:
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diaconus

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19

Sonntag, 5. Juni 2011, 16:15

Papst in Berlin

Wie aus Medien zu erfahren war, ist nur Schloss Charlottenburg für die Messe in Berlin beim Papstbesuch vorgesehen wo nur rd. 30.000 Menschen den direkten Blick zum Altar mit dem Hl. Vater hätten.

Haben die Planer der DBK zum Unterschied von den anderen Ländern wo der Hl. Vater schon zu Besuch war, bewusst einen Platz ausgesucht wo nur wenige Menschen zutritt haben und damit jubelnde Massen, so an die Hunderttausend und mehr, vermeiden wollen? Das würde sich mit dem Wunsch nach einer Nationalkirche von vielen „Amtsträgern“ decken, denen die wahre, reine und gesunde Lehre aus der Offenbarung ein Dorn im Auge ist und die lieber dem Relativismus der EKD, der sie sich ja anbiedern, frönen wollen und bei der der Dresdner Evangelische Tag, sogar mit „Antschi“, in einem überwiegend protestantischen Land (BRD) ja auch nicht viel mehr auf die Beine gebracht hat. Das wäre einer der denkbaren Gründe. Ein anderer Grund wäre es, zu vermeiden, dass die Medien den wahren Massenandrang und den Jubel der Menschen in die Welt tragen, was ja auch den Vorstellungen der Mehrheit der „dialogbereiten und reformwütigen“ Berufskatholiken samt ihrem Schlips-Klerikeranhang widersprechen würde.
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20

Sonntag, 5. Juni 2011, 16:25

RE: Papst in Berlin

Wie aus Medien zu erfahren war, ist nur Schloss Charlottenburg für die Messe in Berlin beim Papstbesuch vorgesehen wo nur rd. 30.000 Menschen den direkten Blick zum Altar mit dem Hl. Vater hätten.

Haben die Planer der DBK zum Unterschied von den anderen Ländern wo der Hl. Vater schon zu Besuch war, bewusst einen Platz ausgesucht wo nur wenige Menschen zutritt haben und damit jubelnde Massen, so an die Hunderttausend und mehr, vermeiden wollen? Das würde sich mit dem Wunsch nach einer Nationalkirche von vielen „Amtsträgern“ decken, denen die wahre, reine und gesunde Lehre aus der Offenbarung ein Dorn im Auge ist und die lieber dem Relativismus der EKD, der sie sich ja anbiedern, frönen wollen und bei der der Dresdner Evangelische Tag, sogar mit „Antschi“, in einem überwiegend protestantischen Land (BRD) ja auch nicht viel mehr auf die Beine gebracht hat. Das wäre einer der denkbaren Gründe. Ein anderer Grund wäre es, zu vermeiden, dass die Medien den wahren Massenandrang und den Jubel der Menschen in die Welt tragen, was ja auch den Vorstellungen der Mehrheit der „dialogbereiten und reformwütigen“ Berufskatholiken samt ihrem Schlips-Klerikeranhang widersprechen würde.


Ich habe gelesen, daß die Frage des Veranstaltungsortes der Papstmesse in Berlin noch nicht entschieden ist und daß EB Zollitsch inzwischen dahin tendiert, doch das Stadion vorzuziehen. Meine Informationsquelle stammt, wenn ich mich nicht falsch erinnere, vom 3. Juni, also von vorgestern, und dürfte demnach der aktuelle Stand sein. Oder der Internet-Nachrichtendienst war nicht aktuell informiert... ;)

Ich werde an keiner dieser Veranstaltungen teilnehmen, weil ich mit so großen Menschenansammlungen meine Probleme habe. Trotzdem wünsche ich den Menschen, die gerne teilnehmen möchten, daß sie dies auch können, ohne Leib und Leben zu riskieren, weil der Veranstaltungsort womöglich falsch ausgewählt wird. Mit Grausen und Entsetzen denke ich an die Rockveranstaltung (die Stadt habe ich vergessen - war es Duisburg?), bei der so viele junge Leute schwer verletzt oder getötet worden sind.
Obl.OSB

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