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Kirche im deutschsprachigen Raum und Weltkirche

Antworten im Thema: 532 » Der letzte Beitrag (7. Oktober 2016, 16:01) ist von diaconus.

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141

Freitag, 9. März 2012, 18:09

Neues zum Brand im Wiener Neustädter Dom

Wie jetzt in den Nachrichten berichtet wurde, sind die Schäden im Kirchengebäude wesentlich größer als angenommen. Der Innenraum des gesamten Domes muss komplett saniert werden. Es wird eine Dauer von mindestens vier Monaten geschätzt und Kosten von mehreren zehntausend Euro.
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142

Freitag, 9. März 2012, 21:02

RE: Neues zum Brand im Wiener Neustädter Dom

Wie jetzt in den Nachrichten berichtet wurde, sind die Schäden im Kirchengebäude wesentlich größer als angenommen. Der Innenraum des gesamten Domes muss komplett saniert werden. Es wird eine Dauer von mindestens vier Monaten geschätzt und Kosten von mehreren zehntausend Euro.


Das ist ja furchtbar, vor allem für die Gemeinde, die nun ihre Messe in einer anderen Kirche feiern muß. Das ist nicht immer schön, auch wenn man natürlich für die Gastfreundschaft dankbar ist. Ich habe es jedoch selbst einen Monat lang erlebt, dass wir wegen Renovierungsarbeiten in unserer Kirche die Messe in einer anderen Kirche feiern mußten. Noch heute bin ich froh, dass wir wieder in unserer heimischen Kirche sein können...

Zumindest die Kosten muß die Gemeinde des Wiener Neustädter Doms nicht selbst tragen, denn die Gemeinde hat selbstverständlich eine Versicherung, wie ich in den Nachrichten auf T-Online gelesen habe.
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Samstag, 10. März 2012, 17:32

Im Blickpunkt: Die Stunde der Bischöfe

Autor: Von guido horst – Ein Tagespostartikel vom gestrigen Tag, indem im Hinblick auf das von Papst Benedikt XVI. ausgerufenen „Jahr des Glaubens“ an die Pflichten der Bischöfe in Bezug auf die Neuevangelisation hingewiesen wird.

Link
http://www.die-tagespost.de/Im-Blickpunk…e;art456,132422

Kommentar
Dem Hinweis im Artikel „wie es Benedikt XVI. in seinem Motu proprio zur Ankündigung des Glaubensjahrs formulierte, nämlich die grundlegenden Glaubensinhalte zu studieren und wieder zu entdecken, „die im Katechismus der Katholischen Kirche systematisch und organisch zusammengefasst sind. Dort leuchtet nämlich der Reichtum der Lehre auf, die die Kirche in den zweitausend Jahren ihrer Geschichte empfangen, gehütet und dargeboten hat“ ist nur hinzuzufügen, dass die Bischöfe, Priester und Diakone in ihrer Glaubensverkündigung inkl. den Predigten nicht den Menschen nach dem Munden reden sollten sondern die reine, unverkürzte und unverfälschte Offenbarung und Lehre der Kirche zu verkünden.
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144

Sonntag, 11. März 2012, 19:30

Entstehung von schismatischen Nationalkirchen

Bereits am Mittwoch, den 7., hat die Tagespost von Walter Kardinal Brandmüller einen guten Artikel über das Entstehen von schismatischen Nationalkirchen gebracht. Dieser stellt fest, dass ein Aufruf von Klerikern zum Ungehorsam gegenüber der katholischen Kirchenführung im mitteleuropäischen Raum nicht Neues sei. Er zieht dabei den kirchengeschichtlichen Bogen von Hus (Hussiten) über Georg Ritter von Schönerer (“Ohne Juda, ohne Rom, bauen wir den deutschen Dom“), aus dessen Gedanken dann die Nazis mit ihrer Nationalkirche (Deutsche Christen) schöpften, über die nach dem Zweiten Vaticanum entstandenen Bewegungen wie „Wir sind Kirche“, „Kirche von unten“, „Kirchenvolksbegehren“ und nunmehr die Pfarrerinitiative. Brandmüller erörtert im Detail das Entstehen der tschechisch-slowakischen Nationalkirche nach dem 1. Weltkrieg. Und kommt zu dem Schluss, dass es den Rebellen bekannt sein müsse, dass es immer für die Rebellen enttäuschende Ergebnisse gegeben habe und daher deren Erwartungen erheblich gedämpft werden sollten. Denn wer neben dem Felsen Petri baut, baut eben auf Sand. Außerdem verweist Brandmüller, dass derartige Bestrebungen zur Gründungen von Nationalkirchen auch immer mit antikirchlichen Strömungen der Politik zusammenfallen.

Kommentar
Der Artikel war sehr gut aber so umfangreich, dass er nicht ins Forum gestellt werden konnte. Ebenso ist kein Link möglich, da er nur für den Abo-Bereich zugänglich war. Eines muss ich noch dazu feststellen, genauso war es damals mit der Reformation, wo auch erst die Trennung von Rom erfolgte als sich die Landesherren, also die Politik, sich einmischte.
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145

Mittwoch, 14. März 2012, 18:18

„Das führt zur Spaltung oder ist Spaltung“

Unter diesem Titel kommentiert die heutige Tagespost den Hirtenbrief des Grazer Diözesanbischofs Egon Kapellari. Der Artikel ist von Stephan Baier geschrieben.

Bischof Egon Kapellari warnt die „Pfarrerinitiative“ vor Sackgassen und dem „offenen Bruch mit dem Kern der verbindlichen katholischen Lehre“, so der Untertitel des Artikels.

Ein Nein zur Eigenmächtigkeit der „Pfarrerinitiative“, so warnt Egon Kapellari, der dienstälteste Diözesanbischof Österreichs und Stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, vor dem Weg der Spaltung.
Aus dem Hirtenbrief:

„Ich will alles mir Mögliche tun, damit Katholiken, die auf Veränderungen drängen, im Boot, im großen Schiff der Diözese und der Weltkirche verbleiben können. Es muss aber auch ein klares Nein gesagt werden, wenn einige oder ein Vertreter der ,Pfarrerinitiative‘ oder einer anderen Initiative in der Überzeugung, dafür eine historische Sendung zu haben, eigenmächtig das Steuerrad dieses Schiffes Kirche ergreifen wollen. Das führt zur Spaltung oder ist schon Spaltung, auch wenn man es in einer weit verbreiteten öffentlichen Meinung anders sieht. Hier droht ein Weg in die Sackgasse, auf dem schließlich alle nur Verlierer wären.“

So hofft der steirische Bischof „dass alle hier Tätigen im Boot der Kirche bleiben“, stellt aber auch klar: „Wenn aber das Gegenteil der Fall wäre, dann bin ich als Bischof entsprechend meinem Gewissen und meiner schwerwiegenden Verantwortung für die Einheit und Wahrheit der Kirche verpflichtet, dazu ein klares Wort zu sagen.“

Weiter meinte Kapellari , dass die Kirche in Österreich sei „sehr bunt und trotz aller Schwächen in vieler Hinsicht auch stark“. Sie sei aber zugleich schwach, „weil die Zahl jener Katholiken, die wirklich tief im katholischen Glauben eingewurzelt sind, nicht ausreicht, um die in langer Zeit gewachsene Breite der Kirche zu erhalten“. Zum „Kern der Kirche“ gehören nach Auffassung des Diözesanbischofs „jene Frauen, Männer und jungen Menschen mit Priestern, Diakonen und Ordensleuten in ihrer Mitte, die Gott und die Menschen wirklich lieben, die inständig beten, die treu den Gottesdienst mitfeiern und die über den christlichen Glauben so Bescheid wissen, dass sie imstande sind, Nichtglaubenden und Andersglaubenden auf einladende Weise Auskunft über diesen Glauben zu geben“. Zur Kirche gehörten darüber hinaus „alle Getauften, die sich nicht entschlossen von ihr abgewendet haben“. In Christi Auftrag müsse die Kirche „eine einladende, eine rufende und eine nachgehende Kirche sein und bleiben“, so Bischof Kapellari.

Bei vielen Menschen innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche hat sich die Meinung verfestigt, die Kirche sei zu starr. „Man drängt daher auf Veränderungen der Kirchenstruktur, von denen einige aber massiv in die Verfassung der Kirche eingreifen und die katholische Identität schwerwiegend gefährden würden“, schreibt Kapellari. Forderungen nach Eucharistiefeiern ohne Priester – wie sie im „Aufruf zum Ungehorsam“ thematisiert wurden – nennt der steirische Bischof „einen offenen Bruch mit dem Kern der verbindlichen katholischen Lehre über die Kirche und ihre Sakramente“.

Zu den „heißen Eisen“ nimmt der Bischof von Graz-Seckau ebenfalls Stellung. Viele Katholiken würden die Gründe für das Festhalten der Kirche an den bisherigen Regeln nur zu einem geringen Teil kennen und deshalb „vor allem entsprechend den Kriterien der heutigen Zivilgesellschaft“ urteilen. Kapellari betont, dass geschiedene und zivil wiederverheiratete Katholiken „in der Kirche weder Fremde noch rechtlos“ sind, aber „dass ihnen der Empfang der Kommunion nicht generell ermöglicht werden kann, liegt daran, dass ihre sakramental geschlossene Ehe weiterhin besteht und dass das Gebot Jesu Christi betreffend die Unauflöslichkeit dieser Ehe ohne Wenn und Aber angenommen wird.“ Dies verlange, „dass wir uns diesen Menschen pastoral einfühlsam zuwenden und ihnen helfen, wirklich Heimat in der Kirche zu haben“.

Zu der auch von der „Pfarrerinitiative“ geforderten Weihe von Frauen schreibt Bischof Kapellari: „Die katholische Kirche hält ebenso wie die anderen christlichen Kirchen, die nicht aus der protestantischen Reformation oder der Trennung Englands von Rom unter König Heinrich VIII. hervorgegangen sind, daran fest, dass sie von Christus her nicht die Vollmacht hat, Frauen das Weihesakrament zu spenden.“ In der Kirche wie in der Zivilgesellschaft müsse man darauf hinweisen, dass „nicht jede Unterscheidung schon eine Diskriminierung ist und dass die vom Christentum selbstverständlich gelehrte Gleichheit der Würde aller Menschen nicht immer zu einer Gleichheit der Aufgaben, der Funktionen führen muss“. Die Kirche sei davon überzeugt, „dass die Priesterweihe einem Mann nicht nur eine neue Funktion zuweist, sondern ihn sakramental prägt, damit er Christus in der Liturgie darstellt“.

Zu den vielfachen Forderungen nach einer Aufhebung oder Freistellung des priesterlichen Zölibats erklärt der Grazer Bischof, er halte „die präsentierten Änderungsvorschläge für nicht praktikabel“. Bischof Kapellari wörtlich: „Die oft beschworenen Schreckensbilder des sogenannten ,Blaulichtpriesters‘ und des unerträglich riesigen Pfarrverbandes werden gewiss nicht Wirklichkeit werden, wenn wir alle beweglicher und kooperationsbereiter werden und ein starres Besitzdenken überwinden. In vielen Diözesen unserer Weltkirche ist man negativ erstaunt über die hierzulande so weit verbreitete Unzufriedenheit und den Mangel an gläubiger Spontaneität.“

Kommentar
Soweit das Wesentliche aus dem Hirtenbrief. Dazu muss aber auch festgestellt werden, dass gegenüber der Pfarrerinitiative vieles diplomatisch ausgedrückt wurde. Jesus war diesbezüglich viel direkter: „Wollt auch ihr gehen?“ (Mt 6,67) sagte er zu den Aposteln als viele seiner Jünger IHN verließen, weil diesen die Lehre Jesu nicht passte. Auch die Apostel haben den Menschen die Lehre vorgetragen, wer sie annehmen wollte hat sie angenommen, wer nicht, der ging. Aber gebuhlt haben sie nicht um die Menschen (vgl. Apg u. a. die Missionsreisen des Paulus) Genauso war es bei den Kirchenvätern, die jeweils eine Trennung von jenen machten, die nicht konsequent in der Lehre der Kirche blieben wie Arianer, Manichäer, Nestorianer usw. Aber unsere kirchensteuerverwöhnten Hirten wollen auf die sprudelnden Einnahmen nicht verzichten und wollen auch auf die größten Hetzer gegen die Kirche und ihre Lehre, als Kirchensteuerzahler nicht verzichten. Die heutigen Hirten in Europa lassen lieber Irrlehren bzw. häretisches verbreiten als die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, die die Kirche gesunden lassen würden.
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146

Mittwoch, 14. März 2012, 18:36

Also ich finde nicht, dass der Hirtenbrief zu "diplomatisch" ist. Er sagt doch ganz klar, was Sache ist. Es bleibt unbestritten, dass einer der wesentlichen Aufträge der Hirten ist, für die Einheit der Kirche zu sorgen bzw. Spaltungen entgegen zu steuern.
Leute, die aus Kirchensteuergründen aus der Kirche austreten, sind der Kirche innerlich nicht mehr wirklich verbunden. Ich könnte mir zum Beispiel diesen Schritt niemals vorstellen. Es würde mir das Herz aus dem Leib reissen, wenn ich mich von unserer Kirche trennen sollte. Da können die Menschen noch so schwach und fehlerhaft sein, aber das Haupt der Kirche ist und bleibt Jesus Christus - bei ihm bleibe ich; und damit auch in der Kirche.

Ich glaube auch nicht, dass die Bischöfe aus Kirchensteuergründen versuchen, die Einheit der Kirche zu wahren. Es gibt eine ganze Reihe von Bischöfen, die sich zwar im Augenblick anscheinend noch nicht durchsetzen, aber ganz klar sagen, worum es geht. Bischof Kapellari wollte offensichtlich niemanden vor den Kopf stoßen und hat sich deshalb diplomatisch ausgedrückt. Gesagt hat er jedoch, was zu sagen ist. Und das finde ich gut! :)
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Mittwoch, 14. März 2012, 19:03

@ Teresa

Zitat

Es bleibt unbestritten, dass einer der wesentlichen Aufträge der Hirten ist, für die Einheit der Kirche zu sorgen bzw. Spaltungen entgegen zu steuern.

Es ist schon richtig, dass die Hirten für die Einheit der Kirche sorgen müssen und Spaltungen verhindern sollen. Aber wer wie Eminenz Schönborn ein Gespräch mit Schüller führte und dieser dann sofort so reagierte, dass er ein neues Schriftstück gegen die Kirche veröffentlichte und auf seiner häretischen Meinung beharrte, ohne dass die notwendigen bzw. erforderlichen Konsequenzen sofort aus dieser disziplinlosen Haltung gezogen wurden, der fördert als Hirte genau diese Spaltungen und Flügelkämpfe und dient damit der Kirche sicher nicht. Nur gegen die rom- und lehrtreuen Kleriker gehen die gewissen Hirten sofort disziplinär oder mobbingmäßig vor wie die Beispiele Gerhard Wagner, Skoblinski (Kopfing) u. a. beweisen.
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Mittwoch, 14. März 2012, 19:49

Unser Papst sorgt doch schon dafür, dass zunehmend konservative Bischöfe eingesetzt werden. Diese werden sich sicher auch besser durchsetzen können, sobald sie in der Mehrheit sein werden. Dann wird auch kein Mobbing mehr in der Form möglich sein, wie es äußerst bedauerlicherweise mit Pfarrer Dr. Wagner passiert ist.

Dass Pfarrer Schüller den Bischof nach einem Gespräch sozusagen "vorgeführt" hat, lässt auf zwei Dinge schließen: Einmal dass Pfarrer Schüller überhaupt keine Einsichtsfähigkeit besitzt (Hatte nicht auch er bei der Priesterweihe den Gehorsam gelobt?) und zweitens dass die Kirche im deutschsprachigen Raum wirklich in einem desolaten Zustand ist.
Eminenz Schönborn und weitere Bischöfe werden sich sicher nicht mehr ändern, daher setze ich meine Hoffnung ja auch auf das weise Walten der konservativen Bischöfe, die glücklicherweise mehr werden! :thumbsup:
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Donnerstag, 15. März 2012, 18:23

Katholische Aktion Linz unterstützt Pfarrer-Initiative

Wie die Tagespost gestern berichtete, solidarisierte sich der Vorsitzende der Katholischen Aktion (KA) Oberösterreich, Bert Brandstetter, mit der Pfarrerinitiative. Denn im Linzer Presseclub sagte Brandstetter am Montag, die KA unterstütze den von der Pfarrer-Initiative formulierten „Protest für eine glaubwürdige Kirche“, weil sie nicht wolle, dass Pfarrer „zu hastig reisenden Zelebranten und Sakramentenspendern verkommen“. Stattdessen sollten „die Zulassungsbedingungen zur Priesterweihe neu überlegt werden“. Als Argument führte der oberösterreichische KA-Präsident an, dass viele Frauen und Männer bereit seien, „aus eigener religiöser Überzeugung heraus mehr Mitverantwortung und Dienste in der Seelsorge zu übernehmen“. Außerdem fordere die KA in der Diözese Linz „mehr Barmherzigkeit für Menschen in schwierigen Lebenssituationen“, so sagte Brandstetter, der konkret „Geschiedene, die wieder heiraten möchten“ und „Priester in einer Beziehung“ nannte.

Weiter trete die KA dafür ein, dass für Pfarrer eine begrenzte Amtsdauer gelten soll und diese „sich der Wiederwahl ihrer Pfarrei stellen sollen“. Auch Bischofsernennungen möchte Brandstetter verändern: Der Pastoralrat solle „für die Ernennung eines neuen Bischofs einen oder mehrere Namens-Vorschläge unterbreiten, aus denen der Papst den Kandidaten bestellt“.

Darüber hinaus will die KA „die Beziehungen zu den anderen christlichen Kirchen“ anders gestalten, nämlich so „wie sie an der pfarrlichen Basis vielfach gepflogen werden, einschließlich des gemeinsamen Kommunionempfangs“.

Kommentar
Die Forderungen Brandstetter stehen alle im Widerspruch zur Offenbarung und Lehre der Kirche. Diese Diözese gehört zu jenen von mehreren Eiterbeulen im westeuropäischen, vor allem im deutschsprachigen, Bereich am mystischen Leib Christi, die aufgestochen und ausgedrückt gehören damit der Leib wieder gesunden kann. Solange die Bischöfe derartige lehrabweichende Personen in ihren Funktionen bestätigen, wird sich nichts ändern und die Kirche weiter dem Abgrund zugeführt. Karl Rahner hat in einem Interview einige Zeit vor seinem Tod festgestellt, dass alle jene, die mit dem was zur katholischen Kirche gehört, nicht einverstanden sind den redlichen Charakter haben sollten, die Kirche, die nicht mehr die ihre ist, zu verlassen und diese nicht zu unterwandern. Die Bischöfe, d. sind die „Wächter“ (episcopae) über den Glauben, und hätten bei jeder Abweichung entsprechend zu handeln, nur leider tun sie es nicht im Gegensatz zu jenen, die von der Urkirche bis zum 2. Vaticanum es waren.
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Donnerstag, 15. März 2012, 19:15

Da stimme ich Dir voll zu, @ Diaconus. Forderungen werden nicht richtiger durch unzählige Wiederholungen!
Dein Eiterbeulen-Vergleich finde ich allerdings zum Übelwerden. Aber vielleicht brauchen einige Leute so drastische Bilder, um aufzuwachen, wer weiß?

Ich habe es langsam satt, die immer gleichen Forderungen zu hören bzw. zu lesen, die jetzt vom Linzer Kreis wieder aufgewärmt werden.
Nehmen wir nur das Beispiel mit dem Kommunionempfang heraus: Da müßte eigentlich jeder Katholik wissen, dass die ev. Christen unter ihrem Abendmahl etwas ganz anderes verstehen als die Katholiken unter der Heiligen Kommunion! Das zeigt mir wieder sehr deutlich, dass die Kateches seit mehr als 40 Jahren sträflich vernachlässigt worden ist!!! Spätestens im Rahmen der Firmvorbereitung müßte über die Sakramente so gesprochen werden, dass sie jeder verstehen kann, der zur Firmung geht. Was passiert heute? Vor lauter Angst, dass die jungen Leute sich nicht firmen lassen wollen, läßt man solche wichtigen Themen lieber außen vor. Dabei können wir an den Neuen geistlichen Bewegungen, zu denen auch die "Jugend Benedikt" gehört, sehr schön beobachten, dass ernstzunehmende junge Leute "es wissen wollen", dass sie nach der Wahrheit suchen. Auch nicht ohne Grund können die strengeren Orden sich nicht über Nachwuchsmangel beklagen. Warum bringt das nicht manch einen Pfarrer zum Nachdenken? ?(

Und über die "Demokratieforderungen", egal von welcher Seite, ob von Laienorganisationen oder der Pfarrerinitiative, kann ich nur noch lächeln. Haben sie denn nicht begriffen, wer das Haupt der Kirche ist? Dann sollten sie sich schleunigst mit dem Neuen Testament befassen, vielleicht lernen sie dann Neues über Christus hinzu! Neue Erkenntnisse haben noch nie jemandem geschadet. :whistling:
Nein, Demokratie geht in der Kirche mal gar nicht!!! Schließlich können wir nicht die göttlichen Gesetze per Mehrheitsbeschluß abändern. Was für absurde Ideen diese Leute haben. Mein Kopf fällt bald vor lauter Schütteln ab, so verwundert bin ich. :huh:
Nein, hier hilft nur gründlichste Katechese - nicht nur für Kinder und junge Leute sondern ganz besonders für alle diejenigen, die ganz offensichtliche Defizite in Bezug auf die Kirche und das Glaubenswissen haben!

So, das mußte mal gesagt werden.
Allen Lesern dieses Beitrags noch einen gesegneten Abend!
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Donnerstag, 22. März 2012, 17:14

Brand im Wiener Neustädter Dom

Heute Nachmittag wurde gemeldet, dass der Brand von drei Männern gelegt worden war, die über den Nebeneingang flüchteten. Von zweien der Täter existiert ein Phantombild.
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Donnerstag, 22. März 2012, 18:38

RE: Brand im Wiener Neustädter Dom

Heute Nachmittag wurde gemeldet, dass der Brand von drei Männern gelegt worden war, die über den Nebeneingang flüchteten. Von zweien der Täter existiert ein Phantombild.


Hat man schon eine Idee, welches Motiv dieser Tat zugrunde gelegen haben könnte? Es wäre interessant zu erfahren, ob es religiöse oder andere Gründe waren, die diese drei Männer veranlasst haben, diese Brandstiftung zu begehen.
Hoffentlich werden diese Männer bald gefasst und zur Verantwortung gezogen!

Und ich bete, dass die Brandstifter keine Muslime waren!
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153

Donnerstag, 22. März 2012, 19:40

Typisch zeitgeistig gesteuerte Reaktion

In Nordrhein-Westfalen hat sich eine Erzieherin von ihrem Mann getrennt, nachdem auch eine Paartherapie fehlgeschlagen war. Wäre es dabei geblieben, hätte auch die Kirche nichts dagegen gehabt. Aber was macht diese Frau? Sie zieht flugs zu ihrem neuen Lebenspartner! War der eventuell der Grund für das Scheitern der Ehe?

Die Reaktionen des T-Online-Redakteurs sowie der Bevölkerung, die Eltern des Kindergartens eingeschlossen, stellen sich natürlich selbstredend hasserfüllt gegen die Kirche; die Artikelkommentare setzen mit ihren Beschimpfungen der Kirche dem ganzen die Krone auf, aber was kann man von solchen Leuten auch anderes erwarten?. Nachzulesen hier: http://regionales.t-online.de/kirche-kue…_55022216/index Offenbar liegt hier, zumindest, was den katholischen Teil der Bevölkerung betrifft, ein Versäumnis in der Katechese vor! Die Lehre über das Ehesakrament geht auf Christus zurück, ist also keine Willkürbestimmung der Kirche! Das ist bei diesen Leuten anscheinend total in Vergessenheit geraten - oder es ist ihnen noch nicht einmal bei der Ehevorbereitung gesagt worden.

Die Argumente der Kirchengegener verursachen mir Übelkeit, denn es wird nicht nach Wahrheit gefragt, sondern einfach nur einseitig verurteilt! Eigentlich nicht verwunderlich, denn da wird eben dem Zeitgeist hinterher gerannt. :thumbdown:
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154

Donnerstag, 22. März 2012, 20:03

RE: Typisch zeitgeistig gesteuerte Reaktion

In Nordrhein-Westfalen hat sich eine Erzieherin von ihrem Mann getrennt, nachdem auch eine Paartherapie fehlgeschlagen war. Wäre es dabei geblieben, hätte auch die Kirche nichts dagegen gehabt. Aber was macht diese Frau? Sie zieht flugs zu ihrem neuen Lebenspartner! War der eventuell der Grund für das Scheitern der Ehe?

Die Reaktionen des T-Online-Redakteurs sowie der Bevölkerung, die Eltern des Kindergartens eingeschlossen, stellen sich natürlich selbstredend hasserfüllt gegen die Kirche; die Artikelkommentare setzen mit ihren Beschimpfungen der Kirche dem ganzen die Krone auf, aber was kann man von solchen Leuten auch anderes erwarten?. Nachzulesen hier: http://regionales.t-online.de/kirche-kue…_55022216/index Offenbar liegt hier, zumindest, was den katholischen Teil der Bevölkerung betrifft, ein Versäumnis in der Katechese vor! Die Lehre über das Ehesakrament geht auf Christus zurück, ist also keine Willkürbestimmung der Kirche! Das ist bei diesen Leuten anscheinend total in Vergessenheit geraten - oder es ist ihnen noch nicht einmal bei der Ehevorbereitung gesagt worden.

Die Argumente der Kirchengegener verursachen mir Übelkeit, denn es wird nicht nach Wahrheit gefragt, sondern einfach nur einseitig verurteilt! Eigentlich nicht verwunderlich, denn da wird eben dem Zeitgeist hinterher gerannt. :thumbdown:

Du darfst Dich nicht wundern. Die Mehrheit der heutigen Menschen, auch wenn sich viele davon Christen nennen, hält sich für das NON-PLUS-ULTRA und selbst wenn sie die Bibel lesen dann nur das wie es ihnen passt und nicht wie die Wahrheit ist. Und dabei wird doch immer der barmherzige Jesus in den Vordergrund gestellt und dabei vergessen, dass er dabei immer gesagt hat: „Geh hin und sündige nicht mehr!“ also in Wirklichkeit streng gewesen ist. Dazu kommt noch der Gremienkatholizismus, der die Offenbarung und die darauf beruhende Lehre der Kirche „heruntermacht.“ Also alles Dinge, die die Wahrheit Gottes in den Hintergrund drängt. Und wenn Du es auch nicht gerne hörst, so haben zusätzlich auch noch ein gewisser Teil der evangelischen Theologen der EKD ihren zeitgeistigen Anteil an dieser Misere. Außerdem glauben viele weil sie Buchstaben aneinanderreihen können, dass sie schon „Theologen“ bzw. Fachleute sind und mitreden können, was aber in Wirklichkeit nicht stimmt.
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Sonntag, 25. März 2012, 19:17

Bischöfe warnen vor pränataler Selektion

Österreichs Bischofskonferenz geschlossen hinter Bischof Kapellaris Kritik an „Pfarrer-Initiative“.
Ein Tagespostartikel vom Freitag, den 3. März, geschrieben von Stephan Baier.

Nachdem in diesem allgemein zugänglichen Artikel mehrere Problembereiche angesprochen wurden, die von der Österreichischen Bischofskonferenz behandelt wurden, wird der Artikel verlinkt:
http://www.die-tagespost.de/Bischoefe-wa…n;art456,132819
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Sonntag, 1. April 2012, 16:32

Nachlese Pfarrgemeinderatswahl

Am 18-März, also vor 14 Tagen, waren in Österreich die Pfarrgemeinderatswahlen, In der Mehrheit der Pfarren ist es jenes Gremium, dass das unnötigste ist und zum Niedergang der Kirche in den letzten Jahrzehnten wesentlich beigetragen hat. Davon kann ich aus eigener langjähriger Erfahrung sprechen, da ich in dieser Zeit zwei Pfarren zugeteilt war und andererseits auf Grund meiner Tätigkeit für mehrere andere Pfarren guten Einblick in diese hatte. Es gibt zwar eine sogenannte Pfarrgemeindewahlordnung, aber in der Regel ist sie das Papier nicht einmal wert auf dem diese gedruckt ist, denn es wird umgangen und selbst man Verstöße dagegen nachwiest, werden keine Konsequenzen von der Diözesanleitung gezogen. Dies beginnt bereits bei der Auswahl der Kandidaten. Vorgeschrieben ist, dass jeder, der als Kandidat von Gläubigen vorgeschlagen wird, gefragt werden muss ob sich wählen lassen will und bei dessen Bejahung am Stimmzettel aufscheinen muss. Meist geschieht es so, dass zur entsprechenden Zeit eine Box in der Kirche aufgestellt wo jeder seinen Vorschlag einwerfen kann. Bei einer Pfarre, die von WisiKi unterwandert war und deren Pfarrwahlleiter der Pastoralassistent war, der ebenfalls dieser Gruppierung nahestand, haben einige mir Bekannte und ich einen sehr glaubenstiefen und lehramtstreuen Mann als Kandidaten zur Wahl vorgeschlagen und den entsprechenden Zettel eingeworfen. Entgegen der PGR-WO wurde dieser Mann nicht einmal vom PAss gefragt ob er kandidieren wolle. Außerdem gab es imeiner Pfarre Pfarrgemeinderäte/Pfarrgemeinderätinnen, die nur dann in der Messe „sichtbar“ waren, wenn sie „vorne“ also im Altarraum für alle sichtbar zu sehen waren ansonsten glänzten sie durch Abwesenheit. Und die Mitglieder der PGR-Liturgieausschüsse haben in der Mehrheit keine Ahnung von Liturgie außer wann es Zeit ist „Amen“ nach einem Gebet in der Messe zu sagen, aber sie wollen dem Pfarrer vorschreiben was er in der Messe zu machen hat. Dass sind dann meist die Messen in denen liturgische Missbräuche geschehen. Nachdem ich natürlich viel Persönliches von den PGR-Mitgliedern erfahren habe, konnte ich auch feststellen, dass es in der überwiegenden Zahl solche waren, die beruflich nichts oder nicht das erreicht hatten was sie wollten und die Kirche benutzten ihr „Image aufzubessern“, also reine Selbstdarsteller.

Der PGR hat theoretisch nur beratende Funktion und der Pfarrer ein Vetorecht, aber in der Praxis dominiert der PGR die Pfarre. Ich kenne mehrere Pfarrer, die aus dem Grund weil sie das Vetorecht in Anspruch genommen haben aus der Pfarre gemobbt wurden und ein Priesteramtskandidat, der als Diakon sein Pastoraljahr in einer Pfarre machte und dadurch den PGR kennenlernte, ging nach der Priesterweihe in die kategoriale Seelsorge und später in ein Land der Dritten Welt wo derartige Missstände nicht sind.

Und in einem anderen Forum habe ich einen Post eines Konvertiten gelesen, der sich beklagte, dass in den letzten Jahren dieselben Probleme in der katholischen Kirchen auftreten, die ihn aus der evangelischen vor über einen Jahrzehnt vertrieben hätten, nämlich das Synodalprinzip und die Beliebigkeit der Lehre, also hätte er gleich bei den Evangelischen bleiben können. Dieser Konvertit sprach also genau jenen Punkt an, den ich immer wieder feststelle, die Hl. Mutter Kirche soll protestantiert werden und die Mehrheit der deutschen und österreichischen Hirten spielt dabei mit.
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157

Sonntag, 1. April 2012, 17:46

Das kann ich aus eigener Erfahrung leider nur bestätigen. Ich wünschte, ich könnte widersprechen, weil es ganz anders ist..., aber das ist wohl nur reines Wunschdenken.

Wir sollten uns vor allem an unseren wirklich wunderbaren Papst Benedikt XVI. halten, der ebenso eine Ausnahmepersönlichkeit ist, wie Papst Johannes Paul II. es gewesen ist. Und wir haben eine zunehmende Zahl von romtreuen Bischöfen. Es wäre nur wünschenswert, wenn diese sich mehr durchsetzen würden. - Und ich bin davon überzeugt, dass wir auch viele Priester haben, die sich sehr im Sinne der Kirche für ihre Gemeinden einbringen, denen jedoch leider oftmals das Leben durch die unnötigen Gremien wie Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand schwer gemacht wird. Statt dieser Gremien-Sitzungen sollten besser Anbetungsstunden vor dem ausgesetzten Allerheiligsten abgehalten werden. Das wäre fruchtbarer, denn dann würde sich die Gemeinde voll Vertrauen mehr vom Heiligen Geist leiten lassen.

Ansonsten kann ich aus eigener Erfahrung nur feststellen, dass es überall menschelt, ob nun "katholisch" oder "evangelisch" an der Kirchentür steht. Wir sind halt alle nur Menschen mit mehr oder weniger Schwächen. Einen Heiligen habe ich noch nicht getroffen.
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Sonntag, 1. April 2012, 18:47

@ Teresa

Zitat

Und ich bin davon überzeugt, dass wir auch viele Priester haben, die sich sehr im Sinne der Kirche für ihre Gemeinden einbringen, denen jedoch leider oftmals das Leben durch die unnötigen Gremien wie Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand schwer gemacht wird. Statt dieser Gremien-Sitzungen sollten besser Anbetungsstunden vor dem ausgesetzten Allerheiligsten abgehalten werden. Das wäre fruchtbarer, denn dann würde sich die Gemeinde voll Vertrauen mehr vom Heiligen Geist leiten lassen.

Diese Sätze kann ich voll unterstreichen. Ich kann Dir aber aus eigener Erfahrung sagen, dass die meisten dieser Gremienkatholiken, wenn sie schon in der Kirche und bei der Messe waren, bei Rosenkranz oder ausgesetztem Allerheiligsten nicht da waren. Wir hatten in einer der Pfarren wo ich tätig war am Donnerstag immer um 19 Uhr Abendmesse und anschließend Anbetungsstunde vor dem Allerheiligsten. Was glaubst Du machte ein Großteil der PGR-Mitglieder, falls sie anwesend waren? Sie flüchteten förmlich in dem Moment wenn das Allerheiligste ausgesetzt wurde statt dass sie zumindest zu einem Gebet geblieben wären. Also der leibliche Christus war ihnen nicht einmal ein Gebet wert.
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Sonntag, 1. April 2012, 19:08

@ Teresa

Zitat

Und ich bin davon überzeugt, dass wir auch viele Priester haben, die sich sehr im Sinne der Kirche für ihre Gemeinden einbringen, denen jedoch leider oftmals das Leben durch die unnötigen Gremien wie Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand schwer gemacht wird. Statt dieser Gremien-Sitzungen sollten besser Anbetungsstunden vor dem ausgesetzten Allerheiligsten abgehalten werden. Das wäre fruchtbarer, denn dann würde sich die Gemeinde voll Vertrauen mehr vom Heiligen Geist leiten lassen.

Diese Sätze kann ich voll unterstreichen. Ich kann Dir aber aus eigener Erfahrung sagen, dass die meisten dieser Gremienkatholiken, wenn sie schon in der Kirche und bei der Messe waren, bei Rosenkranz oder ausgesetztem Allerheiligsten nicht da waren. Wir hatten in einer der Pfarren wo ich tätig war am Donnerstag immer um 19 Uhr Abendmesse und anschließend Anbetungsstunde vor dem Allerheiligsten. Was glaubst Du machte ein Großteil der PGR-Mitglieder, falls sie anwesend waren? Sie flüchteten förmlich in dem Moment wenn das Allerheiligste ausgesetzt wurde statt dass sie zumindest zu einem Gebet geblieben wären. Also der leibliche Christus war ihnen nicht einmal ein Gebet wert.


Das zeigt bedauerlicherweise, dass der Sinn für das Heilige in der Kirche so abgebommen hat, dass davon nicht mehr viel zu spüren ist. Es wird alles auf das Mass des Alltags herunter gebrochen. Da haben Pfarrgemeinderatsmitglieder noch nicht einmal Zeit für Christus selbst. :(

Sehr sichtbar ist dieser fehlende Sinn für das Heilige aber nicht nur bei den Gremienmitgliedern. Ich beobachte zum Beispiel auch immer wieder, dass die Mehrheit der Lektoren zum Ambo eilt ohne erkennbare Ehrfurcht vor dem Altarraum, der doch sonst nicht von Laien betreten werden soll (jedenfalls nicht während der Messe). Natürlich kann ich nicht in die Herzen von anderen Menschen schauen, daher steht mir ein Urteil wahrlich nicht zu. Aber müßte sich die innere Einstellung nicht auch irgendwie im Gestus erkennen lassen, mit dem der Altarraum betreten wird?
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Sonntag, 1. April 2012, 19:21

Kritik an Wiener Dompfarrer

Schwere Kritik hat die „Kronen-Zeitung“, Österreichs auflagenstärkste Zeitung; am Societyleben des Dompfarrers Toni (Anton) Faber geübt. Sicher die Kronenzeitung ist nicht das seriöseste Blatt in Österreich, aber das sind heute nur wenige Zeitungen, und der Kolumnist der Meldung auch nicht das „Gelbe vom Ei“. Die diesbezügliche Meldung ist uninteressant; außer dass er sich scheinbar wieder ins Gespräch bringen wollte.

Aber eines steht fest, dass Faber omnipräsent in den Medien sein will, dass beweist er seit Jahren und er lädt zu seinen „Aktionen“ immer die Presse dazu ein. Sei es als Rollschuhfahrer, als Stephanstumkletterer mit Seil und ähnliches mehr. Und dass er sich von den Mädchen aus seiner Pfarre in der Öffentlichkeit „abknutschen“ lässt, habe ich mehrmals selbst beobachtet als ich im Dom tätig war. Dass er die Segnung der „Liebenden“ am Valentinstag eingeführt hat, bei der auch Homo-Paare weil sie Liebende sind, den kirchlichen Segen erhalten, sei nur am Rande erwähnt. Ein Pfarrer, der selbst und andere Kleriker veranlasst, offen Sünder für ihren Sünden zu segnen, die Gott ein Gräuel sind, macht Gott und seine Anweisungen zum Gespött.
Preis den Herrn!