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Kirche im deutschsprachigen Raum und Weltkirche

Antworten im Thema: 532 » Der letzte Beitrag (7. Oktober 2016, 16:01) ist von diaconus.

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Teresa

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Dienstag, 14. Februar 2012, 18:47

Mir scheint, dass Herr Striet sein eigenes, sehr subjektives Glaubenshaus gebaut hat. Dieses hat mit der Überlieferung durch die Kirche nicht mehr viel zu tun, sondern ihr Urheber Herr Striet erhebt sich, meinend, dass er klüger und weiser als unsere Vorfahren sei, über Tradition und Lehre der Kirche, um seine vermeintlich fortschrittliche - oder sagt man besser an die Zeit angepasste? - eigene Lehre zu verkünden.

;) Offenbar haben wir an den Universitäten lauter Religionsgründer... ;)
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Mittwoch, 15. Februar 2012, 18:54

Die Katze aus dem Sack gelassen – wie sich das ZdK die Kirche wünscht

In dem heutigen Kommentar der Tagespost von Alexander Kissler „Wenn die Kirche selbst Staat wäre“ hat die Vizepräsidenten des ZDK, die Sozialpädagogin und SPD-Politikerin Karin Kortmann. die Frage aller Fragen beantwortet, wie sie sich die Kirche vorstellt.

Nachstehend wird dieser lesenswerte Kommentar von Kissler im wesentlichsten unverkürzt ins Forum gestellt.

Zitat

Soviel Klarheit war selten, meint Alexander Kissler, denn nach dem Streitgespräch in der Münchner katholischen Akademie zwischen Matthias Matussek und Karin Kortmann ist die Frage aller Fragen beantwortet. Sofern die Aussagen der Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken für eben dieses Zentralkomitee repräsentativ sind – wenig spricht dagegen –, dann weiß die geneigte Öffentlichkeit nun genau, welche Kirche das ZdK anzielt. Kortmann zufolge muss Kirche in allererster Linie dem Staat ein guter Partner sein. Sie muss „an der Seite des Staates“ vor allem Sozialarbeit leisten.

Die Sozialpädagogin und SPD-Politikerin, laut eigenem Bekunden „aus tiefstem Herzen katholisch“, konturierte in München eine Kirche, die sich staatsförmig geben muss, damit der Staat die privilegierte Partnerschaft mit ihr nicht aufkündigt. Und desto besser ist die Kirche in den Augen des Staates nun einmal angesehen, je mehr sie selbst im eigenen Binnenbereich staatliche und also säkulare Standards nachvollzieht. Je weniger sie also Kirche im theologischen Sinne ist. Kortmann benannte als Strategien, die sie in der kirchlichen Verbandsarbeit, bei den Pfadfindern und dem BDKJ, kennengelernt habe, die Fähigkeiten, „Gruppenprozesse zu steuern, Leitung wahrzunehmen, Netzwerke aufzubauen“. Eben diese Diskurstechniken belegten die große Nähe von Staat und Kirche. Auf diesem politischen Wege sollen demnach auch die bekannten „strittigen Themen“ zwischen Zölibat und Frauenpriestertum gelöst werden.

Damit wäre gewissermaßen ein Gegenprogramm zu Papst Benedikts „Entweltlichung“ skizziert. Nicht weniger, sondern mehr Welt, mehr Politik, mehr Abstimmung braucht die Kirche demnach in ihrem Innersten, in ihrer Dogmatik – eine weltlichere Einrichtung als der Staat ist ja nicht denkbar. Nach der Decke des Staates hat diese Kirche sich zu strecken, ehe sie vom Humus des Glaubens sich nährt. Gab es aber je eine Zeit, in der die maximale Nähe der Kirche zum Staat zu deren Heil ausgeschlagen wäre? Und sind die Evangelien nicht samt und sonders staatskritisch? Kaiser und Gott darf der Christ nicht vermengen, sonst erhebt das Götzentum sein Haupt. Das Christentum gab der Freiheit der einzelnen Menschenseele eine unüberbietbare Würde, nicht der Freiheit des Staates.

Ganz ohne Frage ist die Kirche wirklich das weltweit größte Solidaritätsnetz, als das Kortmann sie nun bezeichnete. Ebenfalls unumstritten zählt tätige Nächstenliebe bis heute zu den wichtigsten Aufträgen Jesu an seine Jünger. Keineswegs aber darf die Kirche, die Kortmann aus Angst vor Reformen in einem „zersetzenden Zerfall“ sieht, nur dem sozialen Auftrag gehorchen. Und keineswegs darf es der Staat sein, der mit dem staatlichen Interesse an Armutsbekämpfung, Kinderbetreuung, sozialer Mobilität der Kirche sein Wertesystem unterschiebt. Demokratie, Transparenz, vermutlich auch Gleichstellung der Geschlechter und Klimagerechtigkeit würden so in den Rang neuer Quasi-Dogmen erhoben. Diese Gefahr ist durchaus real. Eine solche Kirche wäre selbst Staat, wäre Partei und Sozialverein mit verblassendem geistlichem Proprium.

Dass eine führende ZDK-Vertreterin offenbar bereit ist, diesen Verlust an geistlicher Tiefenschärfe zumindest vorübergehend in Kauf zu nehmen, um im Gegenzug die Sozialpartnerschaft von Staat und Kirche zu stärken, ist eine bemerkenswerte Einsicht. So würde, auf lange Sicht, die Kirche zum Büttel des Staates, tanzte nach einer Pfeife, die heute diese und morgen jene Melodie anstimmt. Es war ein denkwürdiger, ein erhellender Abend.


Kommentar
Die PolitikerInnen im ZdK deklarieren sich immer mehr welche Art von Kirche sie wollen. Und dass Karin Kortmann als Vizepräsidentin für dieses kirchenzerstörerische Gremium spricht und daher keine Privatmeinung in dieser Sache äußert, ist wohl klar. Einen Sozialverein von Staatsgnaden, der ein Büttel des Staates ist und die Gläubigen in diesem Sinne beeinflusst, das ist das Ziel. Und ein Großteil der Bischöfe spielt ja diese Politik bereits mit. Das ist genau jene Form, die die staatsnahen und tolerierten Kirchen in den kommunistischen Ländern waren und auch heute noch sind. Mit der EKD ist es ja bereits schon weit gediehen, siehe Rote und Grüne, die ja meist verkappte Kommunisten sind, in den Synodal-Gremien und als Ordinierte, jetzt ist die katholische Kirche das nächste Ziel. Nur diese „Christen“ können nicht wirklich den Anspruch erheben, dass sie Jesus und seiner Botschaft wirklich folgen, auch wenn sie das Gegenteil behaupten, denn ER hat gesagt „gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was Gottes ist.“ (vgl. Mt 12,17). Diese Ausspruch Jesu weist eindeutig auf die Trennung von Staat und Kirche hin

Herrn Kissler sei Dank für diesen klarstellenden Kommentar.
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Mittwoch, 15. Februar 2012, 21:34

Dem Dank an Herrn Kissler schließe ich mich vorbehaltslos an!

Von dieser Verteterin des ZdK wird offen gelegt, wie weit sich dieses Gremium vom eigentlichen Sinn der Kirche schon entfernt hat.
Worin würde sich nach Vorstellungen des ZdK's die Kirche eigentlich noch von einem weltlichen Verein unterscheiden? Durch ein Lippenbekenntnis, dem man nicht allzu viel Wert beimißt? Ist das nicht unehrlich? Geht es den Leuten nicht vielmehr um Macht und Einfluß? Aber warum müssen sie dafür die Kirche mißbrauchen? (Hoffen wir, dass ihnen dieser Mißbrauch nicht gelingt!) Haben sie in anderen Gremien keine Spielwiese für ihre Profilierungssucht?

Ich spreche diese Fakten hier so deutlich aus, weil es in der Kirche um den eigentlichen Sinn, ja um die Wahrheit überhaupt geht! Diese Ideen des ZdK vertragen sich nicht mit dem, was Kirche ist. - Weshalb wird das Zdk von der Bischofskonferenz eigentlich immer noch finanziell unterstützt? Wie kann man diese Wölfe im Schafspelz, die versuchen, die Kirche von innen heraus zu zerstören, noch unter dem Dach der Kirche dulden? Ich verstehe es nicht!
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Freitag, 24. Februar 2012, 19:31

Neuer Weihbischof in Köln!

In Köln gibt es nun einen neuen Weihbischof, der ebenfalls konservativ eingestellt ist und offenbar eng mit Kardinal Meisner zusammen arbeitet:
Herzlichen Glückwunsch zur Ernennung WB Schwaderlapp! :)

Diese Ernennung ist für mich ein Zeichen der Hoffnung für die RKK in Deutschland! Und ich hoffe, dass die Zahl der konservativen Bischöfe immer mehr wird! :) :)
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Freitag, 24. Februar 2012, 20:03

RE: Neuer Weihbischof in Köln!

In Köln gibt es nun einen neuen Weihbischof, der ebenfalls konservativ eingestellt ist und offenbar eng mit Kardinal Meisner zusammen arbeitet:
Herzlichen Glückwunsch zur Ernennung WB Schwaderlapp! :)

Diese Ernennung ist für mich ein Zeichen der Hoffnung für die RKK in Deutschland! Und ich hoffe, dass die Zahl der konservativen Bischöfe immer mehr wird! :) :)

Diese Meldung habe ich auch gelesen. Da ich die Verhältnisse in Deutschland zu wenig kenne, habe ich keinen Kommentar dazu abgegeben. Dass sich entsprechende Änderungen bei den Bischöfen in D und A in der Zukunft ergeben könnten, hoffe ich auch stark, Allein, dass die Pfarrerinitiative so „frei fuhrwerken“ darf ohne dass die Bischöfe richtig eingreifen macht mich einerseits traurig und andererseits nährt es in mir die Vermutung, dass die Bischöfe zumindest zum Teil diese Initiative goutieren.
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Dienstag, 28. Februar 2012, 16:59

Bischof Zdarsa: 'Kirche ist keine Demokratie'

So habe ich es auf einer Plattform gelesen und weiter sagte der Augsburger Bischof, „dass ist leider ein Missverständnis, denn die Kirche ist auf Christus ausgerichtet.“

Kommentar
Dass sind e3ndlich einmal klare Worte eines deutschsprachigen Bischofs. Jene, die so gerne die Demokratie in der Kirche einfordern, die WisiKi-ler, Wvu-Leuite usw., diese Selbstdarsteller in den Laiengremien, die sind es, die für den Glaubensverlust bei den Menschen und damit für den miesen Zustand der Kirche verantwortlich sind. Ihr Ziel war und ist es, die Kirche zu einem Sozialverein, zu einer Partei zu machen wo Gremien alles vorgeben und die Gott vorschreiben wollen wie seine Lehre sein sollte und die Offenbarung neu schreiben wollen. Wohin diese Vorgangsweise führen würde, lässt sich aus den protestantischen Landeskirchen ablesen, die nur mehr zeitgeistig sind und die Worte der Offenbarung und sogar ihres Konfessionsgründers längst ad acta gelegt haben.

Und die unverkürzten und unverfälschten Worte Jesu werden von diesen Abweichlern gerne als „Drohbotschaft“ bezeichnet womit sie beweisen, dass sie nur jene Worte Jesu akzeptieren, die ihnen in ihr Scheuklappenhirn persönlich passen. Nur das ist nicht das wahre Christentum für das so viele in den Tod gegangen sind sondern ein „Wischi-waschi-Christentum“ oder ein beliebiges politisches „Weichspüler“-Christentum.
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Dienstag, 28. Februar 2012, 17:29

Wie schön, dass mit Bischof Zdarsa enlich ein Bischof ganz klar betont, dass die Kirche nicht demokratisch sein kann, sondern immer auf ihr Zentrum, auf Jesus Christus ausgerichtet sein muß.

Allerdings kann man nicht die gesamten ev. Landeskirchen verurteilen, denn was die einzelnen Verantwortlichen oder auch die einzelnen Gläubigen denken und glauben wissen wir doch gar nicht. Wir hören nur diejenigen, die am lautesten ihre Meinung vertreten, aber sicher nicht die Sprecher aller ev. Christen sind, auch wenn sie eine hohe oder leitende Position innehaben. - So wie wir ja auch ablehnen, dass WsK und wie sie alle heißen, uns in Kirche und Welt vertreten. Wenn man von diesen WsK-Leuten usw. ausgeht, müßte man feststellen, dass die Katholiken kein bißchen näher bei Christus sind wie die Protestanten. Leider folgen auch viele kath. Geistliche (Priester, Diakone, Bischöfe) offenbar gerne dem Zeitgeist - und trotzdem kann man nicht sagen, dass die RKK nur aus solchen Leuten besteht! Dasselbe sollten wir auch den Protestanten zubilligen, die zwar einen Bonhoeffer nicht als Märtyrer bezeichnen, der aber faktisch einer ist. Auch unter den Lübecker Märtyrern gab es einen protestantischen Pastor, der für seinen Glauben gestorben ist! Und "Die weiße Rose" nicht zu vergessen!

Also bitte nicht immer, wenn in der kath. Kirche etwas zu kritisieren ist, gleich den Protestanten "eins überbraten". Jede dieser ehemals so großen Volkskirchen hat Probleme in unserer heutigen Zeit. Gemeinsam ist ihnen, dass der Glaube immer noch scheinbar unaufhaltsam verdunstet. Wenn hier beide Kirchen ansetzen würden und erst einmal wieder für eine bessere Katechese, einen besseren Religionsunterricht sorgen würden, wäre schon viel gewonnen. Ansonsten haben die Kirchen neben ihren Problemen, die sie gemeinsam haben, auch ihre eigenen spezifischen Probleme - und die sollte man nicht vermischen,
meint Teresa
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Dienstag, 28. Februar 2012, 18:19

@ Teresa
Wenn Du auch immer die Protestanten bzw. ihre Gemeinschaften verteidigst, so besteht doch ein wesentlicher Unterschied zur Hl: Mutter Kirche. Was ich bei den WisiKi-ler, zeitgeistigen Priestern usw. in unserer Kirche kritisiere ist nachweisbar ein Verstoß gegen die Lehre der Kirche und gegen das Lehramt während es bei den lutherisch-evangelischen zum guten Ton gehört, dass sich jeder seinen eigenen Glauben macht und selbst höchste Ordinierte sich von der Offenbarung längst verabschiedet haben, also nicht nur jene die laut „schreien.“ Sie stehen auch im Widerspruch zu ihrem Konfessionsgründer Martin Luther, der eindeutig sagte: „Ich verbiete, dass Frauen predigen“ und heute gibt es weibliche Ordinierte, sogar „Bischöfinnen.“ Dass es vereinzelt Denominationen gibt, die anderer Meinung sind, ist zwar bekannt, doch haben die nicht so einen Einfluss in der Öffentlichkeit wie die Landeskirchen. Damit sind für mich die evangelischen als Gemeinschaft vollkommen unglaubwürdig geworden, während es bei den Katholiken jene sind, die von der Lehre abweichen und die Kirche Richtung „Protestanten“ führen wollen. Und was der einzelne Protestant glaubt ist zwar seine Sache, aber wenn er nicht damit einverstanden wääre, müsste er längst die entsprechenden Konsequenzen gezogen haben.

Dass Bonhoeffer genauso wie der Lübecker Pastor ein Märtyrer ist, ist vollkommen klar. Nur der Name Bonhoeffer und seine Theologie werden auch heute von vielen Ordinierten der Lutherischen nicht gerne gehört, wie ich aus meinen jahrelangen Erfahrungen mit dieser Seite weiß. Außerdem wurde die Bekennende Kirche bei den Nazis auch verfolgt und viele Pastoren, wie zBspl. Martin Niemöller, verhaftet, wie in der Bonhoeffer-Biographie nachzulesen ist.
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Dienstag, 28. Februar 2012, 20:54

@ Diaconus

Trotzdem ist es nicht in Ordnung, immer wenn man etwas in der kath. Kirche kritisiert, gleich auch noch den Protestanten "eins auszuwischen"!
Ich habe versucht klarzustellen, dass sowohl die RKK als auch die Protestanten neben den zeitgeistgeprägten Problemen jeweils ihre ganz eigenen Probleme haben. Und diese sollte man auch jeweils getrennt beleuchten!

Es wäre doch schön, wenn wir in diesem Thread nur das diskutieren, was die Katholiken angeht. Da gibt es viel zu kritisieren, aber auch eine Menge zu loben, ohne immer gleich die Protestanten im negativen Sinn zu benennen.
Ich finde es zum Beispiel äußerst erfreulich, dass wir in Deutschland nun doch mehr konservative Bischöfe bekommen haben - und bin Kardinal Meisner außerordentlich dankbar für sein Wirken und seine Einflußnahme auf die nachwachsenden Bischöfe. :)
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Dienstag, 28. Februar 2012, 21:01

Kurz zum Thema Bonhoeffer, das hier in diesem Thread eigentlich off-topic ist:
Ich kenne ganz viele ev. ordinierte Pastoren in der Landeskirche, die von Bonhoeffer nur mit Ehrfurcht sprechen und ganz große Stücke auf ihn halten! :)
Und das schon seit ich als Kirchenmusikerin in der ev. Kirche tätig war, was einem ja nun wirklich auch genug Möglichkeiten gibt, hiner die Kulissen zu schauen und auch die wirkliche Meinung der betreffenden Pastoren kennenzulernen.
Vielleicht ist die Ablehnung Bonhoeffers ja eine spezifische Einstellung einiger ev. Pastoren in Österreich. ;)
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Mittwoch, 29. Februar 2012, 18:04

„Risse im Fundament? Die Pfarrerinitiative und der Streit um die Kirchenreform“,

über dieses Buch, dessen Herausgeber der Wiener Dogmatiker Jan-Heiner Tück ist, gibt es in der heutigen Tagespost eine Buchbesprechung, die von Stephan Baier verfasst wurde, der darauf hinweist, dass dieses Buch keine Antwort auf die Krise ist, sondern es ist ein Sammelband, der sich mit den Thesen der sogenannten „Pfarrerinitiative“ reichlich ausweichend und behutsam auseinandersetzt.

Aus dieser Buchrezension will ich einige der im Artikel erwähnten Passagen nachstehend erwähnen und dazu meine Meinung abgeben.

I.
Wie Stephan Baier feststellt, wird noch am deutlichsten noch der Herausgeber selbst, der Dogmatiker Jan-Heiner Tück, der die Problematik des Aufrufs zumindest als Frage thematisiert: „Kann man im Ungehorsam verharren, ohne die kirchliche Communio dauerhaft zu beschädigen? Müsste das Gewissen, in dessen Namen der Ungehorsam erfolgt, hier nicht auch eine Störung der Gemeinschaft anzeigen, die klärungsbedürftig ist?“

Kommentar
Auch ich bin der Meinung, dass jene, die im Ungehorsam gegen die Lehre der Kirche verharren die Communio der Kirche beschädigen und sich damit selbst aus der Kirche ausschließen. KKK 1792 stellt u. a. fest, dass ein Anspruch auf eine falsch verstandene Gewissenautonomie sowie Zurückweisung der Autorität der Kirche und ihrer Lehre zu einem irrenden Gewissen führen. Außerdem wird im KKK darauf verwiesen, dass ein wohlgebildetes Gewissen, und das müsste jeder Geweihte haben, nie gegen ein göttliches Gesetz verstoßen kann. Nachdem der Papst als Nachfolger des Petrus ist, der unmittelbar von Jesus dazu berufen wurde, und der Aufruf zum Ungehorsam sich damit gegen die von Jesus gegebene Verfassung der Kirche richtet, kann sich keiner der Ungehorsamen auf das Gewissen berufen.

II.
Der Beitrag des früheren Wiener Generalvikars Helmut Schüller, der immerhin Gesicht und Stimme der Pfarrerinitiative ist, bietet auch keine wirklich taufrische These, die da lautet: „An zwei aktuellen Themen der Kirchenreformdiskussion wird das Ausbleiben der Realisierung der Wiederentdeckung der Würde und Rechte aller Getauften besonders spürbar: in der Nichtzulassung verheirateter Männer zum Priesteramt im lateinischen Teil unserer Kirche und im aufrechten Ausschluss der Frau vom Weiheamt. Letzteres noch dazu im Widerspruch zur klaren biblischen Grundbotschaft des Ersten wie des Zweiten Bundes von der uneingeschränkten Gleichheit von Mann und Frau im gemeinsamen Menschsein.“

Kommentar
Diese Aussage Schüllers, der ja Theologie studieren musste, führt sich selbst ad absurdum und kann nur als bewusste Manipulation bewertet werden und um Nichttheologen/Innen falsche Informationen zu geben, also vereinfacht gesagt zu belügen. Im Konzil von Elvira, das heutige Granada (300-306) wurde die seit der apostolischen Zeit mündliche Überlieferung erstmals schriftlich im Can,. 33 festgelegt, dass ein verheirateter Priester sich sei9ner Frau enthalten muss ansonsten der Verlust des Amtes eintritt. In den Konzilen von Arles (314), Nicäa (325) und Karthago (390) wird das Verbot von Elvira bestätigt, wobei in Nicäa auch die Asketenehe, d. h es darf kein weiteres Zusammenleben mit seiner Frau geben, verboten wurde. Und die Grundbotschaft der Offenbarung der uneingeschränkten Gleichheit von Mann und Frau im gemeinsamen Menschsein hat mit dem Weiheamt so viel zu tun wie ein Apfel, der auf einem Marillenbaum wachsen soll. Denn auch im AT waren nur Männer zum Tempeldienst (Stamm der Leviten, Aarons-Nachfolger) zugelassen und Jesus hätte Frauen, wenn er es gewollt hätte, sicher in den Kreis der Apostel aufgenommen – nur ER tat es nicht obwohl er oft gegen das Gesetzt handelte.

Das sind nur zwei der Themen, die in diesem Buch angesprochen wurden..
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Mittwoch, 29. Februar 2012, 18:57

Danke, lieber Diaconus, für die Buchvorstellung und vor allem für die kompetenten Kommentare.

Ergänzend möchte ich noch hinzu fügen, dass schon Papst Johannes Paul II. die Diskussion über die Zulassung von Frauen zum Weiheamt endgültig für beendet erklärt hat. Begründung: Die Kirche kann nicht gegen die Offenbarung bzw. gegen den Willen Christi handeln!

Wie gut, dass die Leitung der Kirche nicht menschlicher Willkür unterliegt, sondern Christus als dem Haupt ihrer Glieder folgt!
Das schließt ja nicht aus, dass alle Menschen, so eben auch die geweihten, auch diejenigen in wichtigen Leitungsfunktionen der Kirche, Menschen bleiben und somit weder Christus noch der Jungfrau Maria "das Wasser reichen können", weil sie bis an ihr Lebensende immer wieder der Sünde verfallen und versuchen müssen jeden Tag neu umzukehren. Bewegen wir gerade in der jetzigen Fastenzeit den Gedanken der jeden Tag erforderlichen Umkehr in unseren Herzen!
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Freitag, 2. März 2012, 17:31

Fortsetzung zur Buchrezension „Risse im Fundament? Die Pfarrerinitiative und der Streit um die Kirchenreform“

III.
Natürlich kommt auch der medial omnipräsente in allen kirchenpolitischen Debatten Österreichs, der Wiener Pastoralsoziologe Paul Zulehner, zu Wort und beruhigt: „Der Aufruf reiht sich lückenlos ein in die Versuche im Raum der österreichischen Kirche, mit den Menschen unserer Zeit im Gespräch zu bleiben.“ Im Übrigen stellt der Tagespost Artikelautor Stefan Baier fest, dass der Zulehner-Beitrag wie eine baukastenartige Zusammenfassung seiner jüngeren Publikationen wirkt.

Kommentar
Dass Zulehner die Aufruf zum Ungehorsam unterstützt darf nicht verwundern, denn er trägt ja, wie auch andere Professoren, ein gerütteltes Maß Schuld, dass viele Absolventen der theologischen Fakultät der Uni Wien gegen die Offenbarung und Lehre der Kirche auftreten. Er gehört zu jenen Professoren von denen ein Priesteramtsanwärter, der in meiner Gebetsgruppe war, feststellt, wir glaubens-, rom- und papsttreue müssen alles doppelt lernen, einerseits so wie es der jeweilige Professor höre will und andererseits wie es die wirkliche Lehre der Kirche ist.

IV.
Bezüglich des Beitrages von Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien, verwende ich den Originalwortlaut aus dem Artikel.

Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, setzt sich in seinem Beitrag nicht mit der Pfarrerinitiative auseinander, sondern mit der vor ihr und über sie hinaus bedrängenden Frage, wie die Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen umgehen solle. Der Kardinal, selbst aus einer zerbrochenen Familie, bekennt: „Ich kann von einer Realität sprechen, die ich am eigenen Leib erlebt habe, eine Realität, die mir genauso von vielen Seiten begegnet wie sie zumindest in unseren europäischen Ländern oder in Nordamerika alltäglich ist.“ Gläubige und vereinte Familien seien in unserer Gesellschaft „nicht der Normalfall“. Normal seien heute „Scheidung und oft neuerliche Eheschließungen“, durch die „komplexe Familiensituationen“ entstehen. Schönborns Appell lautet: „Wenn wir unsere Sicht in Hinblick auf diese Situationen nicht ändern, werden wir eine Sekte! Wir Christen sind eine Minderheit.“ Der Wiener Kardinal rät: „Die Grundbedingung für die Priester und Seelsorger ist, diesen Eheleuten oder Partnern nicht in einer verurteilenden Haltung, sondern mitfühlend zu begegnen, auch wenn sie sich schon in ihrer dritten, vierten oder fünften Partnerschaft befinden und da und dort Kinder oder Abtreibungen hinter sich haben.“

Als pastoral unverantwortlich brandmarkt der Kardinal die Extreme, alle zur Kommunion einzuladen oder keine Lösung für Wiederverheiratete zu sehen: Man müsse „jede Situation aus der Nähe betrachten“. Der Orthodoxie zu folgen, die Verbindungen mit Scheidung und Wiederverheiratung akzeptieren, lehnt er ab: „Die katholische Kirche hat diese Praxis niemals akzeptiert. Sie hält treu an der Einmaligkeit der Ehe und ihrer Unauflöslichkeit fest, und das ist ein so großer Wert für alle – für die Familie, für die Kinder und für das Paar selbst.“ Der Kardinal gesteht, dass er „keine einfache Lösung anbieten“ könne und „kein Rezept für die zahllosen Fälle von Scheidung und Wiederverheiratung“ habe.

Kommentar
Der Beitrag Schönborns in diesem Buch ist wie immer – nur nicht anecken, diplomatisch alles schönreden, so wie der Volksmund halt sagt: „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.“ Allein der Hinweis auf eine seelsorglich mitfühlende und nicht verurteilende Haltung ist zwar einerseits richtig aber andererseits hat Jesus in den Evangelien, auch zur Ehebrecherin, diesbezüglich immer eindeutig gesagt: „Geh in und sündige nicht mehr!“ Und Seine Kirche hat diesem Auftrag zu folgen und nicht „kleinreden“ und den Menschen nach dem Mund zu reden und nur das zu sagen was sie hören wollen. Das hat auch Jesus nicht getan, denn er forderte immer die Umkehr. Und wenn Schönborn meint, dass ansonsten die Kirche zur Sekte werden würde, dann muss man dazu sagen „lieber wieder eine Sekte“, die ja die Christen ja auch am Anfang gewesen sind, die treu zur Offenbarung und Lehre steht als eine Volkskirche, die alles toleriert, zwar vielleicht von den Medien gerne gesehen wird, aber ihr Fundament verwässert, verfälscht und sogar verrät.

V.
Dass sich der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff schärfer exponiert ist wohl klar, wer seine Aussagen kennt, die immer im Widerspruch zum Lehramt stehen. Er meint nämlich, dass e0ine „ungültige Ehe, in der das gelebt wird, was das Wesen einer Ehe ausmacht“, dürfe „nicht als Nicht-Ehe oder gar als Konkubinat bezeichnet werden darf, wie es früher im kirchlichen Sprachgebrauch weithin üblich war. Und meint weiter: „Vollends inakzeptabel ist es, wenn die Lebenssituation wiederverheirateter Menschen in lehramtlichen Dokumenten unterschiedslos als fortgesetzter Ehebruch oder als Zustand schwerer Sünde qualifiziert wird“.

Auch plädiert Schockenhoff für eine „Neubewertung einer zivilen Zweitehe“ und meint, „dass geschiedene und wiederverheiratete Menschen nicht dauerhaft oder bis zum Tod ihres ersten Partners vom Kommunionempfang ausgeschlossen sind“, denn sie könnten „auf einem außergerichtlichen Weg, zum Beispiel durch das Zeugnis ihres Pfarrers oder mehrerer Gemeindemitglieder hin, ausdrücklich zugelassen und zur vollen Teilnahme an der Eucharistie und den Sakramenten der Buße und Krankensalbung eingeladen werden“. Eine solche Einladung der Kirche könnte laut dem Moraltheologen „eine verhängnisvolle Fehlentwicklung korrigieren, die ihr Bild in den Köpfen und Herzen der Menschen in einseitiger Weise festlegt“.

Kommentar
Dass Schockenhoff mit seiner Meinung, die er auch lehrt, außerhalb der Offenbarung und Lehre der Kirche steht ist ja nichts Neues. In jeder anderen Institution hätte er schon längst die Lehrbefugnis verloren und in jeder Firma hätte er sich sofort nach der ersten Verletzung der „corporate identy“ (hier = Lehre der Kirche) das Firmengebäude von außen ansehen dürfen.

Über den Beitrag des Wiener Dogmatikers Türk wird in der nächsten Fortsetzung berichtet.
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Samstag, 3. März 2012, 12:01

2. Fortsetzung und Ende zur Buchrezension „Risse im Fundament? Die Pfarrerinitiative und der Streit um die Kirchenreform“


VI.
Der in Wien lehrende Dogmatiker Jan-Heiner Tück ortet ein befremdliches Kirchenverständnis. Die die Pfarrerinitiative hat die Kommuniongemeinschaft für einen viel breiteren Kreis gefordert. Und hier widerspricht Tück: „Die Eucharistiegemeinschaft ist kein Instrument zur Förderung oder Forcierung der Kirchengemeinschaft, sie setzt diese vielmehr voraus. Die Differenzen im Amts- und Kirchenverständnis müssten daher aus katholischer Sicht zunächst ausgeräumt werden, wenn Eucharistiegemeinschaft als sichtbarer Ausdruck und Vollzug der vollen Kirchengemeinschaft realisiert werden soll.“ Außerdem schreibt Tück noch deutlicher gegen eine zentrale Forderung der Initiative: Die Weigerung, „durchreisende und ortsfremde Priester einzusetzen“, aber auch die polemische Rede von „liturgischen Gastspielreisen“ lasse ein befremdliches Kirchenverständnis erkennen. „Die katholische Kirche versteht sich als Communio, sie bildet ein Netz bischöflich verfasster Ortskirchen, das an den Grenzen der Nationalstaaten nicht Halt macht.“

Weiter kritisiert Tück die Ankündigung, Wortgottesdienste mit Kommunionspendung als „priesterlose Eucharistiefeiern“ zu bezeichnen: „Es bleibt offen, ob durch diese Sprachregelung lediglich auf die Not des Priestermangels hingewiesen oder ob – verblümt – einer Eucharistiefeier durch nicht ordinierte Laien das Wort geredet werden soll. Es gibt Akteure in der österreichischen Reformdebatte, die bereits die Forderung aufgestellt haben, eine Gemeinde ohne Priester solle eigenmächtig eine Person benennen, die das Evangelium auslegen und der sonntäglichen Eucharistiefeier vorstehen kann.“ Der Vorstoß, „die Delegation durch die Gemeinde an die Stelle der Ordination durch den Bischof zu setzen“, könne sich nicht auf das Zweite Vatikanum berufen, das die bischöfliche Verfassung der Kirche herausgestellt habe, erklärt der Dogmatiker. Er schlussfolgert: „Durch eigenmächtige Beauftragungen würde die sakramentale Struktur der Kirche verletzt und der Weg in sektiererische Gruppen beschritten. Die kalkulierte Simulation von Sakramenten ist daher keine Antwort auf die Krise, sondern ein Krisenverstärker.“ Nochmals Tück an anderer Stelle: „Die Simulation einer Eucharistiefeier ohne Priester, die mit einer kalkulierten Kompetenzanmaßung der beteiligten Akteure verbunden ist, verletzt die sakramentale Grundstruktur der katholischen Kirche. Sollten solche Früchte des Ungehorsams Schule machen, wäre die Einheit der Kirche tatsächlich in Gefahr.“

Diffuser äußert sich Tück zum päpstlichen Ausschluss der Frauenordination: „Nicht nur der Verweis auf die biblische Geschlechtersymbolik, auch die christologisch-sakramentale Denkfigur der Repräsentation Christi durch den Priester, der bei der amtlichen Verkündigung des Evangeliums und bei der Spendung der Sakramente in persona Christi handelt, sind umstritten.“ Zum Zölibat meint der Dogmatiker, die Würdigung des Zölibats als hohes geistliches Gut der Kirche verliere an Glaubwürdigkeit, „wenn sie mit einer stillschweigenden Duldung der faktischen Aushöhlung dieser Lebensform durch hetero- oder homosexuelle Partnerschaften von Priestern verbunden ist“. Es sei notwendig, darüber nachzudenken, „wie der Zölibat unter den gewandelten Bedingungen der gesellschaftlichen Gegenwart glaubwürdig gelebt werden kann“.

Kommentar
An den Aussagen Tücks sind nur jene über die Frauenordination zu kritisieren, die eindeutig gegen Lehre und Tradition der Kirche stehen, ja sogar gegen die Handlungen Jesu. Wenn Jesus gewollt hätte, hätte ER sicher Frauen zu Aposteln gemacht – nur er hat es aber nicht, obwohl in den heidnischen Kulten Priesterinnen gang und gäbe waren. Die Apostel wussten um den Wunsch Jesu und haben daher nur Männern die Hände aufgelegt (Weihe). Bezüglich des Zölibats hat Tück Recht, dass die Kirehe an Glaubwürdigkeit verliert wenn sie Partnerschaften duldet, wie zBspl. Pfr. Friedel u. a. in der Diözese Linz. Nur dies darf nicht ein Grund sein den Zölibat in Frage zu stellen auch nicht „unter den gewandelten Bedingungen der gesellschaftlichen Gegenwart.“
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Montag, 5. März 2012, 17:17

Kurze Dialoge an der Donau

Bei der Frühjahrsvollversammlung in Regensburg mühen sich die deutschen Bischöfe um Zusammenhalt.
So war der Titel eines Artikels vom Freitag, den 2. März, dessen Autorin Regina Einig war. Nachdem dieser Artikel allgemein zugänglich ist, nachstehend der dazugehörige Link:

http://www.die-tagespost.de/Kurze-Dialog…u;art456,132222

Kommentar
Interessant ist, dass die Vollversammlung der Deutschen Bischöfe einen halben Tag früher als normal geplant zu Ende gegangen ist. Scheinbar gab es keine Themen mehr. Vor allem, wie im Artikel zu lesen ist, waren einige Themen gar nicht auf die Agenda gesetzt. Oder war es vielleicht so wie ich es aus meinem seinerzeitigen Zivilberuf kannte. Da gingen Besprechungen bzw. Konferenzen immer dann vorzeitig zu Ende, wenn bei einem wichtigen Thema, das meist in der Tagesordnung aus diesem Grund am Ende angesiedelt worden war, sofort festgestellt worden ist, dass die Meinungen so konträr waren, dass keine Einigung zu erwarten sei.
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Mittwoch, 7. März 2012, 17:38

Brand im Wiener Neustädter Dom

Gestern abends brannte es im Wiener Neustädter Dom. Ausgangspunkt war die ehemalige Taufkapelle. Heute haben die Brandsachverständigen festgestellt, dass das Feuer entweder fahrlässig oder vorsätzlich entstanden ist. Brandbeschleuniger wurde nicht gefunden. Entweder wurde eine Kerze angezündet, die scheinbar auf einem Betschemel stand, niederbrannte und den Betschemel in Brand setzte oder ein Betschemel wurde bewusst angezündet.
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Mittwoch, 7. März 2012, 21:36

RE: Brand im Wiener Neustädter Dom

Gestern abends brannte es im Wiener Neustädter Dom. Ausgangspunkt war die ehemalige Taufkapelle. Heute haben die Brandsachverständigen festgestellt, dass das Feuer entweder fahrlässig oder vorsätzlich entstanden ist. Brandbeschleuniger wurde nicht gefunden. Entweder wurde eine Kerze angezündet, die scheinbar auf einem Betschemel stand, niederbrannte und den Betschemel in Brand setzte oder ein Betschemel wurde bewusst angezündet.


Das ist ja furchtbar! Sicher wird die Polizei die wirkliche Brandursache noch herausfinden. Können in der Kirche noch Messen gefeiert werden oder ist der Schaden so groß, dass das nicht mehr möglich ist?
Andere Frage: Hat Wien zwei Dome? ?(
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Mittwoch, 7. März 2012, 21:50

RE: RE: Brand im Wiener Neustädter Dom

Gestern abends brannte es im Wiener Neustädter Dom. Ausgangspunkt war die ehemalige Taufkapelle. Heute haben die Brandsachverständigen festgestellt, dass das Feuer entweder fahrlässig oder vorsätzlich entstanden ist. Brandbeschleuniger wurde nicht gefunden. Entweder wurde eine Kerze angezündet, die scheinbar auf einem Betschemel stand, niederbrannte und den Betschemel in Brand setzte oder ein Betschemel wurde bewusst angezündet.


Das ist ja furchtbar! Sicher wird die Polizei die wirkliche Brandursache noch herausfinden. Können in der Kirche noch Messen gefeiert werden oder ist der Schaden so groß, dass das nicht mehr möglich ist?
Andere Frage: Hat Wien zwei Dome? ?(

Also Wiener Neustadt liegt ca. 30 km südlich von Wien und hat auch einen Dom, da diese Stadt auch eine Residenzstadt war. Sie verfügt auch über eine mittelalterliche Burg in der die Militärakademie „zu Hause“ ist. Außerdem hat die Stadt den Beinamen „die allzeit Getreue.“ Ich glaube, dieser Zusatz sagt schon viel aus. Doch zurück zum Brand im Dom: Messen sind derzeit nicht möglich da, alles verraucht ist. Vor allem ein mittelalterliches Fresko ist stark verraucht und muss restauriert werden, da ist noch eine Absprache mit den Bundesdenkmalamt notwendig. Mehr ist mir momentan auch nicht bekannt. Ob der Brand vorsätzlich oder fahrlässig entstand wird möglicherweise nicht geklärt werden können, nachdem es keine Zeugen gibt.
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139

Donnerstag, 8. März 2012, 19:34

Wiener Neustädter Dom

Also über die Ursache konnte nichts Weiteres festgestellt werden. Die Polizei sucht seit gestern Zeugen, die etwas gesehen haben könnten. Die Kapelle war frei zugänglich. Irgendwie kommt jedoch in den Meldungen durch, dass das Feuer eher nicht fahrlässig entstand.
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140

Freitag, 9. März 2012, 17:53

Schüller beim Katholikentag in Mannheim

Wie die heutige Tagespost berichtet, wird Helmut Schüller, der Leiter der österreichischen Pfarrerinitiative, einen Auftritt am 19.Mai auf dem Deutschen Katholikentag haben. Der Autor des Artikels, Markus Reder, meint, dass dieser Auftritt nicht zu einem geistlichen Aufbruch in diesem Sinn wird sondern dass in Mannheim dagegen die Funken fliegen dürften.

Kommentar
Also Markus Reder ist vollkommen Recht zu geben. Außerdem zeigt diese Einladung Schüllers, dass beim Mannheimer Katholikentag gegen Rom und die Weltkirche agiert werden wird, denn sonst wäre diese Einladung nicht erfolgt.
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