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Kirche im deutschsprachigen Raum und Weltkirche

Antworten im Thema: 532 » Der letzte Beitrag (7. Oktober 2016, 16:01) ist von diaconus.

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diaconus

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401

Freitag, 11. April 2014, 17:13

Kirchenhistoriker äußert Skepsis über „Santo subito“

So auf der heutigen HP des ORF mit nachfolgendem ungekürzten Text

Zitat

Der prominente deutsche Kirchenhistoriker Hubert Wolf steht der Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II. am 27. April in Rom skeptisch gegenüber.
„Mir geht die Heiligsprechung von Johannes Paul II. zu schnell“, sagte Wolf in einem Gespräch mit Kathpress anlässlich eines Vortrages in Wien. Die Kirchengeschichte kenne Jahrhunderte ohne einen einzigen heiligen Papst - „und plötzlich haben wir jetzt ein Jahrhundert, in dem jeder zweite Papst heiliggesprochen wird. Das macht einen erstmal skeptisch.“
Die Kirche habe nicht umsonst ein ausgefeiltes, gestuftes Verfahren, das beim zweiten Kanonisierten, Johannes XXIII., entsprechend lange gedauert habe. Mit Ausnahmen sollte man da zurückhaltend sein. „‚Santo subito‘ ist immer schwierig“, so Wolf.
Problematische Häufung
Problematisch sei die Häufung gerade der Heiligsprechungen von Päpsten etwa im Blick auf das Zweite Vatikanische Konzil (1962 bis 1965): Wenn man ernst nehme, dass das Konzil Kirche vornehmlich als „wanderndes Gottesvolk“ verstanden hat, so müsste das bedeuten, entsprechend den Päpsten „auch jeden zweiten katholischen Arbeiter heiligzusprechen“, so Wolf. „Natürlich soll jeder Papst auch die Chance haben, heiliggesprochen zu werden, in der Häufung in den letzten 150 Jahren sehe ich jedoch eine deutliche Unausgewogenheit.“
Positiv hingegen sieht Wolf, dass die beiden Päpste gemeinsam heiliggesprochen werden, da dies die Breite des Katholischen im Blick auf das päpstliche Amtsverständnis repräsentiere: „Johannes Paul II. und Johannes XXIII. stehen für zwei unterschiedliche Typen des Petrusdienstes. Wenn diese beiden nun gemeinsam zu den Ehren der Altäre erhoben werden, wird damit nicht ein enges, einheitliches Bild von Kirche vermittelt, sondern die ganze Weite des Katholischen. Daher ist es gut, dass es so einen ‚Doppelschlag‘ gibt.“

Kommentar
Dass ich gegenüber Hubert Wolf als Kirchenhistoriker mehr als skeptisch bin, bestätigt sich auch hier (siehe meinen Beitrag vom 26. Jänner 2015, 18,13 Uhr - Buchbesprechung/Literaturthread). Die Vorbehalte gegen die Heiligsprechung von JP II sind nicht fundiert sondern entsprechen wohl eher nur der Antipathie, die er bereits in seinem Buch „Papst und Teufel“ gegen Pius XII. gezeigt hat als er diesem im Buchmehrmals vorwarf, dass dieser besonders „römisch denkend“ gewesen sei und das „deutsche Denken“ nicht verstanden habe. Dies trifft für Wolf ziemlich sicher auch bei JP II zu, da dieser in seinen Lehraussagen ja auch „römisch“ gewesen sei, besonders wenn man berücksichtigt, dass JP II sich eindeutig gegen das Priesteramt der Frau ausgesprochen hat. Und dies stört wohl Hubert Wolf, der in seiner ganzen Schreibweise eher ein Modernist und ein geistiger Protestant ist wie ich in der Buchbesprechung von „Papst und Teufel“ bereits hinwies.. Darum hat er auch an den Enzykliken von Johannes XXIII. und dessen Lehre sowie Heiligsprechung nichts auszusetzen, denn der ist für Wolf wohl der richtige Papst gewesen, wobei Wolf jedoch vergisst, dass die ganzen von J23 vorbereiteten Schematas für das Konzil von den Konzilsvätern unter dem Einfluss der Modernisten verworfen worden sind wie aus dem Buch von Roberto des Mattei aber auch anderen Berichten hervorgeht. Interessant ist, dass auch hier wieder nur der Begriff „Kirchenhistoriker“ verwendet wird und sein Priesteramt unterschlagen wird. Wird mit dieser Methode vwiedere ersucht das Gehorsamsversprechen und die ausgeübte Nestbeschmutzung damit zu verbergen?
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402

Mittwoch, 7. Mai 2014, 16:26

Ungehorsame Schwestern gerügt

Glaubenspräfekt verteidigt Maßnahmen gegen amerikanischen Ordensoberinnen-Verband
So ein Tagespostartikel, der nur Abonnenten zugänglich ist und daher nicht verlinkt werden kann,

Zitat

Rom (DT/rv) Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre, hat nordamerikanische Ordensfrauen zu mehr Glaubenstreue aufgerufen. In klaren Worten verurteilte Müller das theologische Konzept der „Bewussten Evolution“, das die Ordensfrauen verteidigten, und erklärte bereits getroffene Maßnahmen gegen ihre Vereinigung für gerechtfertigt. Wie am Dienstag bekannt wurde, empfing Müller am vergangenen 30. April im Vatikan die Vorsitzenden der „Leadership Conference of Women Religious“, kurz LCWR. Dieser vom Heiligen Stuhl anerkannte Zusammenschluss katholischer Ordensoberinnen in den USA steht seit 2012 unter Beobachtung durch die Glaubenskongregation. Müller sagte, er wünsche „bedeutendere Zeichen der Zusammenarbeit“ von Seiten der Ordensfrauen. Zunächst würdigte der Kardinal die Fortschritte bei der Reform des Ordensoberinnen-Verbandes. Er sei sich aber bewusst, dass es bei den Schwestern von Anfang an Widerstände gegeben habe. Einige Sprecherinnen hätten von „unbegründeten Anschuldigungen“ gesprochen und die eingeleiteten Maßnahmen für „übertrieben“ gehalten. Die Glaubenskongregation sei aber zum gegenteiligen Schluss gekommen, hielt Kardinal Müller fest.

Weiter wird in diesem Bericht festgestellt, dass der Verband der Ordensfrauen seit 2012 untersucht wird, da diese Ordensfrauen bei relevanten Fragen wie Homosexualität, Frauenweihe, Abtreibung und Verhütung nicht die Lehre der Kirche vertreten haben, Der Erzbischof von Seattle, James Peter Sartain. leitet im Auftrag des Heiligen Stuhles diese Untersuchung des kirchlich anerkannten Verbandes,

Aber der Ordensverband, der aber nur einen Teil der US-Nonnen repräsentiert, ist weiterhin nicht bereit, einzulenken. Müller spricht daher von regelrechter Sabotage. Außerdem würdigte der Ordensverband eine Theologin, die schwere Glaubensirrtümer verbreitete, wobei es Kritik von Müller an dem theologischen Konzept der „Bewussten Evolution“ gab, das die Theologin Barbara Marx Hubbard entwickelte und verbreitete. Mit Sorge sehe die Glaubenskongregation, dass der Ordensfrauenverband dieser Theologie immer mehr Aufmerksamkeit widme, denn deren grundlegenden Thesen stünden „im Widerspruch zur Christlichen Offenbarung“. Müller fragt sich diesbezüglich, ob die Ordensfrauen überhaupt noch den Unterschied solcher Lehren von der christlichen Glaubenswahrheit „hören“ und er sorge sich, ob mit der unkritischen Übernahme einer solchen Theorie nicht bereits eine „de facto Bewegung jenseits der Kirche und des soliden christlichen Glaubens“ entstanden sei. Die „futuristischen Ideen“ der „Bewussten Evolution“ seien laut Müller keineswegs neu. Diese erinnere an die Gnostik.

Kommentar
Viele jener „Gläubige#“, die heute gegen die Lehre der Kirche auftreten, verbreiten Thesen, die eher in der Gnostik zu Hause sind als in der Lehre der Hl. Mutter Kirche. Schon in der Urkirche war die Gnostik das „große Problem“ mi der sie zu kämpfen hatte. Viele Texte der Kirchenväter aus dieser Zeit sind gegen die Gnostik gerichtet.
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403

Samstag, 10. Mai 2014, 15:32

Seligsprechung Paul VI.

Wie ich heute auf einer katholischen Nachrichtenplattform gelesen habe, soll Papst Paul VI. am 19. Oktober seliggesprochen werden. Somit finde ich, gibt es derzeit eine inflationäre Welle der Selig- und Heiligsprechungen von Päpsten des XX: Jahrhunderts. Mit seiner Enzyklika „Humane vitae“ hat er sicher eine große Vision für Ehe und Familie in die Welt gesetzt, weniger geglückt ist seine Liturgiereform, so meine Meinung.

Ich frage mich nur warum Pappst Pius XII. noch nicht zur Ehre der Altäre erhoben wurde, der sicher genau solche, wenn nicht noch mehr, Verdienste erworben hat wie Paul VI. erworben hat?. Dass dieser unberechtigterweise von gewissen Kreisen angefeindet wird, ist das das Hindernis?
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404

Samstag, 10. Mai 2014, 16:28

Im Blickpunkt: Das Drama der Kirche

Von Guido Horst
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Zitat

Wer – wie Kardinal Walter Kasper – durch die Lande reist, das Wort von der Barmherzigkeit im Munde führt, diese auch als entscheidendes Kriterium heranzieht, um die Frage des Kommunionsempfangs wiederverheirateter Geschiedener zu lösen, und so nebenher der Glaubenskongregation nahelegt, sich im Umgang mit häretischen Nonnen etwas zu ändern und zu öffnen (s. Seite 4), kann sich des Beifalls der Medien sicher sein. In Wirklichkeit aber zündet er eine Nebelkerze, die von einem gewaltigen Drama der Kirche ablenkt. Kasper war lange Jahre Ortsbischof einer deutschen Diözese, er kennt dieses Drama gut. Es besteht darin, dass die Kirche ein „depositum fidei“, einen Glaubensschatz verwaltet, den das Zweite Vatikanische Konzil weiter ausgefaltet und den der Katechismus der Katholischen Kirche zusammengefasst hat, dass sie aber die Gläubigen nicht mehr genügend in dieser Lehre unterweist.

Kommentar
Dass Walter Kardinal Kasper immer wieder die Lehre der Kirche relativiert und dabei Nebelkerzen zündet sowie die (Leicht-)Gläubigen in Verwirrung bringt, ist ja nichts Neues. Er ist der „typische“ Ökumeniker, der bereit ist sich bei Protestanten und dem Medien „einzuweimberln“ (gefällig zu sein) will, wie der alte Wiener sagt, auf Kosten der apostolischen Lehre der Kirche und diese dem Protestantismus angleichen will. Er vergisst dabei nur ganz, dass die gesamten evangelischen und reformierten Denominationen reines Menschenwerk sind, die sogar wesentliche Punkte der Offenbarung nachweisbar leugnen indem sie diese verkürzen bzw. deren Sinn verfälschen wie zBspl. Papstamt, Krankensalbung, Beichte, 1500 Jahre Kirchengeschichte usw., um nur einiges zu nennen.
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405

Samstag, 10. Mai 2014, 18:02

RE: Seligsprechung Paul VI.

Wie ich heute auf einer katholischen Nachrichtenplattform gelesen habe, soll Papst Paul VI. am 19. Oktober seliggesprochen werden. Somit finde ich, gibt es derzeit eine inflationäre Welle der Selig- und Heiligsprechungen von Päpsten des XX: Jahrhunderts. Mit seiner Enzyklika „Humane vitae“ hat er sicher eine große Vision für Ehe und Familie in die Welt gesetzt, weniger geglückt ist seine Liturgiereform, so meine Meinung.

Ich frage mich nur warum Pappst Pius XII. noch nicht zur Ehre der Altäre erhoben wurde, der sicher genau solche, wenn nicht noch mehr, Verdienste erworben hat wie Paul VI. erworben hat?. Dass dieser unberechtigterweise von gewissen Kreisen angefeindet wird, ist das das Hindernis?


Was die Katholiken im deutschsprachigen Raum aus der Liturgiereform gemacht haben, kann man diesem Papst nicht unbedingt anlasten. Man könnte höchstens seinen Nachfolgern vorwerfen, daß sie nicht rechtzeitig eingegriffen haben...
Ich finde die Messfeier im ordentlichen Ritus jedenfalls in Ordnung, wenn..., ja wenn die Priester nicht auf "Entdeckungsreisen gehen" sondern sich an die Vorgaben halten. Und wenn in der Messe nicht "palavert" wird; damit meine ich die doch manchmal sehr ausgedehnten Ankündigungen von nahezu allen Veranstaltungen der jeweiligen Gemeinde, die dann womöglich noch kommentiert werden.

Anscheinend werden - fast - alle Päpste des 20. Jahrhunderts selig- oder heiliggesprochen. Sicher kommt Papst Pius XII. auch noch an die Reihe...
Aber mir scheint die gehäufte Seligsprechung von Päpsten, ebenso wie Dir, @ Diaconus, doch etwas übertrieben zu sein. Natürlich soll ein Papst Vorbild sein, aber ist er schon allein durch sein Amt heilig? Dann müßte man ja alle Päpste der Kirchengeschichte entsprechend behandeln - und käme aus dem Feiern nicht mehr heraus... ;)
Obl.OSB

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406

Samstag, 10. Mai 2014, 18:16

RE: Im Blickpunkt: Das Drama der Kirche

Von Guido Horst
So ein Tagespostartikel, der nur für Abonnenten zugänglich ist und daher nicht verlinkt werden kann.

Zitat

Wer – wie Kardinal Walter Kasper – durch die Lande reist, das Wort von der Barmherzigkeit im Munde führt, diese auch als entscheidendes Kriterium heranzieht, um die Frage des Kommunionsempfangs wiederverheirateter Geschiedener zu lösen, und so nebenher der Glaubenskongregation nahelegt, sich im Umgang mit häretischen Nonnen etwas zu ändern und zu öffnen (s. Seite 4), kann sich des Beifalls der Medien sicher sein. In Wirklichkeit aber zündet er eine Nebelkerze, die von einem gewaltigen Drama der Kirche ablenkt. Kasper war lange Jahre Ortsbischof einer deutschen Diözese, er kennt dieses Drama gut. Es besteht darin, dass die Kirche ein „depositum fidei“, einen Glaubensschatz verwaltet, den das Zweite Vatikanische Konzil weiter ausgefaltet und den der Katechismus der Katholischen Kirche zusammengefasst hat, dass sie aber die Gläubigen nicht mehr genügend in dieser Lehre unterweist.

Kommentar
Dass Walter Kardinal Kasper immer wieder die Lehre der Kirche relativiert und dabei Nebelkerzen zündet sowie die (Leicht-)Gläubigen in Verwirrung bringt, ist ja nichts Neues. Er ist der „typische“ Ökumeniker, der bereit ist sich bei Protestanten und dem Medien „einzuweimberln“ (gefällig zu sein) will, wie der alte Wiener sagt, auf Kosten der apostolischen Lehre der Kirche und diese dem Protestantismus angleichen will. Er vergisst dabei nur ganz, dass die gesamten evangelischen und reformierten Denominationen reines Menschenwerk sind, die sogar wesentliche Punkte der Offenbarung nachweisbar leugnen indem sie diese verkürzen bzw. deren Sinn verfälschen wie zBspl. Papstamt, Krankensalbung, Beichte, 1500 Jahre Kirchengeschichte usw., um nur einiges zu nennen.


In dem Punkt, die Protestanten betreffend, möchte ich nicht direkt widersprechen, aber doch etwas richtig stellen: Die Beichte kennen die Protestanten ebenfalls, die wurde nie abgeschafft. Ob die Gläubigen sie pflegen, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
Und es stimmt: die Protestanten haben ein anderes Sakramentenverständnis, indem sie meinen, sich auf den Kern der Sakramente beschränken zu müssen. Ich empfinde die protestantische Kirche nach wie vor als "amputiert", sie haben nicht nur zu Luthers Zeiten Änderungen eingeführt sondern im Laufe der Geschichte ganze Kapitel über Bord geworfen, die Luther noch wichtig waren. Ich denke da nicht nur an die Beichte (wenn auch ohne Lossprechung) sondern auch an die Marienverehrung. Und die Anpassung an den Zeitgeist, die Entwicklung zu einer quasi politischen Einrichtung (--> Genderzentrum in Hannover!) verbreitert den Graben zwischen den Konfessionen so, daß man sich fragt, wie das jemals "geheilt" werden könnte. Wohl nur, wenn die Protestanten umkehren, also den Zeitgeistanpassungsballast wieder abwerfen.

Aber jetzt bin ich doch zu ausführlich geworden. Das gehört dann doch eher in den entsprechenden Thread, der die Protestanten betrifft. Pardon.
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407

Dienstag, 13. Mai 2014, 17:02

Was längst nicht mehr katholisch ist
Von Pfarrer Dr. Gerhard Maria Wagner im Neuen Groschenblatt 5/2014

Selbst wenn wir heute feststellen, dass es auch in der Kirche Österreichs viele Aufbrüche gibt, und es unbestritten bleibt, dass viele Laienchristen bereit sind, die Kirche mitzutragen, dürfen wir jene Probleme nicht übersehen, die dadurch entstehen, dass sich viele Menschen vom Lehramt der Kirche abwenden. Die Kluft unter den Priestern ist mitunter sehr groß, und es ist einfach unglaublich, was der „Österreichabt“ der Benediktiner Christian Haidinger so alles verkünden darf. Und immer wieder maßen sich Laien genau das an, was ihnen eben nicht zusteht. Priester werden in den Pfarren unter Druck gesetzt, etwas zu glauben, was nicht Bestandteil des Glaubens der Kirche ist, und etwas zuzulassen, was zu tun was von der Kirche verboten ist. Von glaubenstreuen Priestern, die man als ewiggestrig bezeichnet, sagt man, dass sie nicht gefestigt im Glauben sind und deshalb sich an Dogmen klammern. Der Ungehorsam, der mancherorts seltsame Blüten treibt, wird salonfähig gemacht, und über die Folgen dieses irregeleiteten Verhaltens nicht weniger Priester und auch Laienmitarbeiter wird geschwiegen, Seit Jahren übt man in Österreich, der Schweiz und in Deutschland Kritik an Bischöfen und Priestern, die unbequem sind, und an der Lehre der römisch-katholischen Kirche festhalten, und die Bischöfe schweigen zu denen, die in der Kirche abseits der Weltkirche eigene Wege gehen. Bischöfe und Priester, die treu zum Glauben stehen, werden als rückständig belächelt und verunglimpft, und das öffentliche Wohlwollen gilt denen, die die Lehre der Kirche abschaffen und die Kirche neu erfinden wollen.

Immer mehr wird in unserer Zeit deutlich, dass immer weniger Katholiken um ihren Glauben Bescheid wissen. Wo jemands nicht mehr über den Glauben Bescheid weiß, schwindet auch die emotionale Bindung, ja das Interesse am Glauben der Kirche ist schlicht nicht mehr vorhanden. Trägt nicht die Unkenntnis der katholischen Lehre unter Priestern und Laienchristen zum gegenwärtigen Chaos in der Kirche bei? Wenn nun jemand auftritt, um klar zu sagen, was katholisch ist, dann muss er geradezu mit Widerstand rechnen, weil das, was propagiert wird, für viele ganz neu und vollkommen ungewohnt ist,. Bischöfe, Priester und Laien, die heute den Glauben verkünden, ob gelegen oder ungelegen, werden ins Abseits gejagt und aus der Gemeinschaft des Glaubens verstoßen. Es genügt schon, wenn jemand das sagt, was die Kirche lehrt,. Was macht aber einer, wenn er etwas nicht kennt, womit er sich auch nie beschäftigt hat? Er lehnt die Botschaft, die verkündigt wird, ab und stürzt sich auf den, der den Mut hat, auch das Unkonventionelle auszudrücken. Verstärkend wirken in einem solchen Moment auch die Medien, die oft sensationslüstern ohne den gebotenen Respekt für die die betreffenden Personen und Werte wichtige religiöse Themen abhandeln und in ihrem Sinn einer Lösung zuführen, und das ohne jede theologische Kompetenz. Mit gewaltigem Getöse werden Unliebsame der Kirche von der Öffentlichkeit hingerichtet. Meinung wird regelmäßig auch von jenen gemacht, die eine Talkshow leiten und über kirchliche Themen selbst kaum Bescheid wissen.

Dass es für Bischof Krenn oft keinen Beifall gab, weil er unbequem und unbeugsam war, war auch für ihn nicht überraschend, hatte er doch einen Katholizismus vertreten, den man als unkonventionelle Botschaft versteht. Der Unmut über Aussagen von Bischof Krenn unter bischöflichen Mitbrüdern, und Gremienkatholiken, zeigte schon damals, wie tief der Riss war, der durch den Episkopat, die Priesterschaft und die Laien in Österreich und Deutschland bis heute geht. Halbgebildete Kirchenkritiker und Kirchenfunktionäre, die nur noch Nabelschau betreiben, hatte Krenn nicht selten aufs Korn genommen. Der Grund waren damals schon nicht mehr nur pastorale Schwerpunktsetzungen, sondern die Lehre, die systematisch im Frage gestellt wurde. Wohin führt eine Seelsorge, in der die wahre Lehre der Kirche nicht mehr Grundlage ist?

Kommentar
Jedes Wort von Pfarrer Dr. Wagner in diesem Artikel ist mehrfach unterstreichbar. Der in diesem Text angesprochene Ungehorsam von Priestern und Laien erinnert an die Zeit bevor es zur endgültigen Trennung des Protestantismus kam. Denn alle, die den Ungehorsam gegenüber der Lehre der Kirche praktizieren, sind mehr protestantisch als katholisch und führen die Gläubigen in die Irre; sind also Irrlehrer, Bereits Mitte der 1990er-Jahre hat ein Kurienkardinal festgestellt, dass das Ganze auf eine zweite Reformation hinausläuft und diese wird die Kirche mehr erschüttern als die erste. Es sind 50 Jahre seit dem 2. Vaticanum und bald danach ist diese Chose angegangen. Es wäre also an der Zeit wiederum jenen Schnitt u machen, der im 16. Jahrhundert die Trennung zum Protestantismus vollzog und der Hl. Mutter Kirche wieder zum Aufstieg als Phönix aus der Asche verhalf.
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408

Donnerstag, 22. Mai 2014, 11:47

Rom sperrt Heizer aus Kirche aus
So die nachfolgende Meldung der heutigen Tiroler Tageszeitung, die ich etwas verkürzt ins Forum stelle.

Zitat

Innsbruck – In den späten Abendstunden wurde es gestern bekannt: Der Papst hat die Vorsitzende der kirchenkritischen Plattform „Wir sind Kirche“, Martha Heizer (67), und ihren Ehemann Gert mit der höchsten Kirchenstrafe belegt. Die beiden Absamer wurden exkommuniziert und somit von den kirchlichen Sakramenten ausgeschlossen. Grund dafür sind regelmäßige Eucharistiefeiern, die die pensionierte Religionspädagogin und ihr Ehemann mit anderen Gläubigen ohne Priester in ihrem Haus in Absam feiern. Wegen eines schweren Vergehens („delictum gravius“) wurden sie mit der Exkommunikation belegt. Der Fall hatte 2011 für Aufregung gesorgt und Diözesanbischof Scheuer musste laut Kirchenrecht einschreiten, wobei die Glaubenskongregation eine Kommission einsetzte.
Scheuer wollte gestern Abend das Dekret Roms übergeben, Heizer und ihr Mann wiesen es zurück. „Wir haben es nicht angenommen, weil wir das Verfahren auch nicht akzeptieren“, sagte Heizer in einer ersten Stellungnahme. Die Vorsitzende der Plattform „Wir sind Kirche“ und Mitinitiatorin des Kirchenvolksbegehrens ist erschüttert über die Vorgehensweise Roms

Kommentar
Endlich wurde ein deutliches Zeichen gegen diese Kirchenspalter gesetzt. Ein Körper kann nur gesunden, wenn die Eiterbeulen, die Bazillen und alles was nicht hineingehört entfernt werden. Und die Kirche ist der Leib Christi hier auf Erden. Bereits 1984 hat Karl Rahner in einem Interview festgestellt, dass „wer mit dem nicht einverstanden ist, was zur katholischen Kirche gehört, den redlichen Charakter haben sollte, die Kirche, die nichtmehr sie eine ist zu verlassen und diese nicht zu unterwandern.“ Und zur Hl. Mutter Kirche der katholischen, gehört Offenbarung, Papst, Lehramt und Tradition sowie Einhaltung und Gehorsam zur Lehre. Aber dass WisiKi (Wir sind Kirche wohl besser als „wir sind Kirchenzerstörer“ zu bezeichnen) und ähnliche Spaltungsgruppierungen nicht den redlichen Charakter haben, den Karl Rahner gefordert hat, zeigt sich daraus, dass sich diese Gruppierungen, die praktisch protestantisch und nicht katholisch sind, noch immer in der Kirche vorhanden sind und diese belasten. Wer die Geschichte der Reformation kennt, weiß, dass es damals genauso ablief wie in der Jetztzeit. Also muss genauso wie damals der Schnitt gemacht und diese protestantischen Kräfte entfernt werden, damit die Hl. Mutter Kirche wieder gesunden kann. Glauben Heizer und ihr Mann weil sie die Übernahme des Dekretes abgelehnt haben, dass die Exkommunikation dadurch unwirksam ist? Sie zeigen nur hochmütig, dass sie sich anmaßen wie Gott sein zu wollen, und es gab schon einmal einen, der wie Gott sein wollte, nämlich der Satan, der in den Abgrund gestürzt wurde nd der scheinbar in diesen Menschen tätig ist zur Zerstörung der Kirche. Denn die Binde.- und Lösegewalt hat Jesus dem Petrus, seinem Nachfolger und damit der Kirche übergeben.
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409

Mittwoch, 28. Mai 2014, 16:14

Heizer-Exkommunikation: Pfarrer-Initiative „tief betroffen“
Auf verschiedenen Nachrichtenplattformen, auch auf der HP des ORF, wird eine Presseaussendung der Pfarrer-Initiative veröffentlicht, die nur unwesentlich gekürzt ins Forum gestellt wird.

Zitat

In dieser Stellungnahme zur Exkommunikation von Martha und Gert Heizer vom Dienstag zeigt sich die österreichische Pfarrer-Initiative „tief betroffen“ und stellt der Vorgehensweise der katholischen Kirche „ein Armutszeugnis“ aus und stellt fest: „Wir, die österreichische Pfarrer-Initiative, sind tief betroffen vom Vorgehen der Kirchenleitung gegen Martha und Gert Heizer. Die Exkommunikation wird über zwei Kirchenmitglieder verhängt, die sich seit Jahrzehnten leidenschaftlich und mit großem Engagement um die Reform unserer Kirche bemühen,“ So lautet die von Sprecher Helmut Schüller unterzeichnete Presseaussendung der Pfarrer-Initiative.
„Fatales Signal“
Dieser Entscheid sei ein „fatales Signal“ an alle, die mit Papst Franziskus auf eine den Menschen nahe, liebevolle Kirche hoffen. „Welches Zeichen sendet eine Kirche, die sexuelle Missbrauchstäter in den eigenen Reihen mit geringerer Strafe belegt als Kirchenmitglieder, die durch ihre persönliche Glaubenspraxis zum Ausdruck bringen, wie sehr sie an den Grenzen der geltenden Kirchenordnung leiden?“, heißt es weiter.
Martha und Gert Heizer hätten mit ihrer Eucharistiefeier ohne einen Priester einen Schritt gesetzt, „über den man gewiss verschiedener Meinung sein und den man als prophetisch und einer Gesamtreform der Kirche förderlich einschätzen kann, oder auch nicht“. Für die Pfarrer-Initiative selbst gehörten Eucharistiefeier und Priesteramt zusammen, „solange die Kirche ihren Gemeinden Priester zur Verfügung stellen kann, die das Leben und den Glaubensweg der Menschen teilen“, heißt es in der Aussendung.
Paar Heizer legt „Finger auf eine Wunde“
Allerdings nehme die derzeitige Entwicklung in der Kirche immer mehr Gemeinden die Möglichkeit der sonntäglichen Eucharistiefeier mit einem ordinierten Priester. „Insofern legen Martha und Gert Heizer den Finger auf eine Wunde, die in den Gemeinden weltweit immer mehr schmerzt: dass die Eucharistie, die Messe, die zentrale Feier unseres Glaubens und des Lebens als Gemeinde wegen der abnehmenden Zahl an Priestern immer seltener möglich ist“, so die Pfarrer-Initiative. „Deshalb setzen sich die Kirchenreformbewegungen seit langem dafür ein, dass das Priesteramt auch für verheiratete Männer und für Frauen geöffnet wird und gemeinsam mit den Kirchenbürgerinnen und -bürgern neue Formen von Gemeindeleitung entwickelt werden.“
„Ein Armutszeugnis“
Die „Ex-Kommunikation“ von Martha und Gert Heizer bedeute tatsächlich das Aus für Kommunikation im Sinn einer offenen und fairen Auseinandersetzung, so die Aussendung weiter. Ein solches Vorgehen sei nicht nur grob unverhältnismäßig.
„Hier zeigt sich das Unvermögen unserer Kirchenleitung, Meinungsunterschiede und Konflikte im Sinne des Evangeliums in Liebe beizulegen. Das ist ein Armutszeugnis.“ Die Initiative appelliere daher an die Leitungsverantwortlichen, die Exkommunikation zurückzunehmen und stattdessen „in einen ehrlichen und fairen Dialog mit den Kirchenreform-Bewegten über die Zukunft der Kirche einzutreten“.

Kommentar
Ja, es zeigt sich ein geistiges Armutszeugnis und zwar in zweifacher Hinsicht, dass einerseits die Bischöfe, also die Kirchenleitungen, sich von dieser Pfarrer-Initiative auf der Nase herumtanzen lassen und nicht längst die notwendigen und erforderlichen disziplinären Konsequenzen in den Diözesen gezogen haben und andererseits der Bumerang, dass die Mitglieder dieser Pfarrer-Initiative damit ihre geistige theologische und auch charakterliche Armut neuerlich manifestieren können. Wenn diese Pfarrer jenen redlichen Charakter und den Gehorsam hätten, denn sie bei der Weihe versprochen haben, und den Karl Rahner bereits 1984 gefordert hat, wären diese längst aus der Hl. Mutter Kirche ausgeschieden, aber nur dann hätten sie die „dicken Pfründen“ an Einkommen und Zuschüssen für die Haushälterin usw. nicht mehr, wie sie im Diözesanblatt jährlich in den Tabellen veröffentlicht werden. Allein, dass Schüller vom Vatikan der „Monsignore“-Titel vor einiger Zeit aberkannt worden war, sagt genügend aus. Mehr Möglichkeiten hatte der Vatikan nach dem Kirchenrecht gar nicht, da in erster Linie die Diözesanbischöfe dafür zuständig sind. Und was kann man von einem Diözesanbischof erwarten, der gegen das Kirchenrecht einen schwulen und verpartnerten Mann als Pfarrgemeinderat bestätigt und dazu feststellt, „das nehme ich auf meine Kappe.“ – also bewusst das Kirchenrecht beugt. Ich frage mich, wie weit diese Bischöfe nach Mt 21,8; 24,47, Lk 12,4244 jene guten Verwalter und nicht nach Lk 16,48 unehrliche Verwalter sind, wenn sie die Gelder der Kirchensteuer für Gehälter verschwenden an Menschen, die der „coporate identy“ entgegenhandeln indem sie gegen die Kirche und deren Lehre arbeiten. Aus meiner langjährigen Erfahrung weiß ich, dass rd. die Hälfte, wenn nicht sogar bis zu 70 %, der Hauptamtlichen gegen die Lehre der Kirche handeln. Das gilt sowohl für die Pfarreien als auch für die diözesanen Stellen. Die Einstellung der Hauptamtlichen lernte ich bei einem Organisationsauftrag in einem Ausbildungsseminar kennen, wo mir die Auszubildenden erklärten, „wir lehren den Glauben wie wir ihn wollen und nicht wie die Lehre der Kirche ist“ und kündigen kann uns die Kirche nicht, weil sonst gehen wir in die Öffentlichkeit und machen einen Wirbel. Also bereits von vornherein Illoyalität noch bevor man angestellt wurde. Also arme, arme Kirche Jesu, die du mit Geld zu reich bist – daher wie Papst Benedikt XVI. sagte „Entweltlichung“ ohne Kirchensteuer, dann würden diese wären diese „unredlichen Gläubigen“ schnell weg, weil es finanziell nichts zu holen gäbe.
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Samstag, 31. Mai 2014, 17:32

Neuer Erzbischof von Freiburg
Gestern Mittag wurde zeitgleich in Rom und Freiburg die Berufung des Freiburger Offizials Stephan Burger zum neuen Erzbischof bekanntgegeben. Nun schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ), die auch in der Kampagne gegen den Limburger Bischof eine äußerst unrühmliche Rolle gespielt hat, folgendes: „Dem Vernehmen nach fanden die Domkapitulare bei ihrer Auswahl aus der vom Papst vorgegebenen Dreierliste keinen der Namen mehr vor, die sie selbst zunächst vorgeschlagen hatten. Mithin setzte sich der Papst offenbar über die Wünsche aus Freiburg hinweg.“

Und der ZDF-Fernsehjournalist Günther Erbacher schreibt im „Vatikanblog“ des ZDF: „Burger ist konservativ, feiert Gottesdienste auch gerne mal in ‚Baßgeige‘ und als Kirchenrechtler dürfte er darauf achten, dass Recht und Ordnung eingehalten werden. Manche deuten seine Ernennung gar als römische Antwort auf die ‚badische Liberalität‘, die in den letzten Jahrzehnten unter den Erzbischöfen Saier und Zollitsch aus vatikanischer Perspektive herrschte.“ „Doch“, so Erbacher, „sehe auch Burger, dass Recht und Ordnung weiterentwickelt werden müssen angesichts der veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse. Daher besteht jetzt bei vielen Freiburgern die Hoffnung, dass Burger sich für Veränderungen einsetzen wird.“ Auch Erbacher geht davon aus, „dass Domkapitulare keinen Namen mehr auf der Liste von denen fanden, die sie selbst vorgeschlagen hatten.“. Burger gelte als einer derer, „die innerhalb des Ordinariats in Freiburg dem scheidenden Erzbischof Robert Zollitsch bisweilen eine kritische Opposition boten, stets offen und verbindlich“. Außerdem sei er ein guter Freund von Papstsekretär Georg Gänswein, so Erbacher.

Kommentar
Zuerst Gottes Segen für Exzellenz Erzbischof Stephan Burger für seine schwere Aufgabe, denn das Bistum Freiburg ist durch EB Zollitsch genauso „verludert“ wie es Limburg durch Bf. Kamphaus war. Allein die Handreichung für die Kommunion von geschiedenen Wiederverheirateten, die von Zollitsch noch nach seiner Emeritierung „abgesegnet“ worden war und so viele pastorale und theologische Aussagen von Zollitsch in der Öffentlichkeit weisen darauf hin, dass der emeritierte EB alles andere als lehramts- und romtreu war. Dass in der Terna von Rom, wie die FAZ berichtetet, andere Namen aufschienen als im ursprünglichen Vorschlag an Ron, bedeutet, dass Rom genau Bescheid wusste und sich nicht „auf der Nase herumtanzen ließ.“ Papst Franziskus beginnt scheinbar allmählich „durchzugreifen“. Ich frage mich auch ob der Kommentar der FAZ sowie des ZDF-Erbachers bereits eine vorbereitende Warnung an den designierten EB ist,, so zu spuren wie es diese unredlichen und lehramtsuntreuen Charaktere wollen. Steht hier für die Zukunft ein zweites Limburg im Raum?
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411

Sonntag, 1. Juni 2014, 19:16

Neuer Erzbischof von Freiburg
Gestern Mittag wurde zeitgleich in Rom und Freiburg die Berufung des Freiburger Offizials Stephan Burger zum neuen Erzbischof bekanntgegeben. Nun schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ), die auch in der Kampagne gegen den Limburger Bischof eine äußerst unrühmliche Rolle gespielt hat, folgendes: „Dem Vernehmen nach fanden die Domkapitulare bei ihrer Auswahl aus der vom Papst vorgegebenen Dreierliste keinen der Namen mehr vor, die sie selbst zunächst vorgeschlagen hatten. Mithin setzte sich der Papst offenbar über die Wünsche aus Freiburg hinweg.“

Und der ZDF-Fernsehjournalist Günther Erbacher schreibt im „Vatikanblog“ des ZDF: „Burger ist konservativ, feiert Gottesdienste auch gerne mal in ‚Baßgeige‘ und als Kirchenrechtler dürfte er darauf achten, dass Recht und Ordnung eingehalten werden. Manche deuten seine Ernennung gar als römische Antwort auf die ‚badische Liberalität‘, die in den letzten Jahrzehnten unter den Erzbischöfen Saier und Zollitsch aus vatikanischer Perspektive herrschte.“ „Doch“, so Erbacher, „sehe auch Burger, dass Recht und Ordnung weiterentwickelt werden müssen angesichts der veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse. Daher besteht jetzt bei vielen Freiburgern die Hoffnung, dass Burger sich für Veränderungen einsetzen wird.“ Auch Erbacher geht davon aus, „dass Domkapitulare keinen Namen mehr auf der Liste von denen fanden, die sie selbst vorgeschlagen hatten.“. Burger gelte als einer derer, „die innerhalb des Ordinariats in Freiburg dem scheidenden Erzbischof Robert Zollitsch bisweilen eine kritische Opposition boten, stets offen und verbindlich“. Außerdem sei er ein guter Freund von Papstsekretär Georg Gänswein, so Erbacher.

Kommentar
Zuerst Gottes Segen für Exzellenz Erzbischof Stephan Burger für seine schwere Aufgabe, denn das Bistum Freiburg ist durch EB Zollitsch genauso „verludert“ wie es Limburg durch Bf. Kamphaus war. Allein die Handreichung für die Kommunion von geschiedenen Wiederverheirateten, die von Zollitsch noch nach seiner Emeritierung „abgesegnet“ worden war und so viele pastorale und theologische Aussagen von Zollitsch in der Öffentlichkeit weisen darauf hin, dass der emeritierte EB alles andere als lehramts- und romtreu war. Dass in der Terna von Rom, wie die FAZ berichtetet, andere Namen aufschienen als im ursprünglichen Vorschlag an Ron, bedeutet, dass Rom genau Bescheid wusste und sich nicht „auf der Nase herumtanzen ließ.“ Papst Franziskus beginnt scheinbar allmählich „durchzugreifen“. Ich frage mich auch ob der Kommentar der FAZ sowie des ZDF-Erbachers bereits eine vorbereitende Warnung an den designierten EB ist,, so zu spuren wie es diese unredlichen und lehramtsuntreuen Charaktere wollen. Steht hier für die Zukunft ein zweites Limburg im Raum?


Den Segenswünschen für den neuen EB Stephan Burger schließe ich mich gerne an! Möge GOTT ihn bei allem, was er tut, auf allen Wegen, die er geht, behüten!
An ein "neues Limburg" glaube ich nicht! Das hieße, die Geschehnisse von Limburg zu sehr zu vereinfachen. Wir wissen doch noch gar nicht, wie der neue EB handeln wird, ob er nicht doch mehr natürliche Autorität besitzt als sein unglücklicher Ex-Kollege in Limburg, dem ich nichtsdestotrotz einen guten Neubeginn, wo auch immer, wünsche.
Und wie schön, daß Rom sich von den Deutschen nicht nur auf der Nase herumtanzen läßt. Das spricht sehr für Papst Franziskus: Vielleicht schafft er es mit Geduld und Klugheit auch die Deutschen wieder zur Herde der Weltkirche zurückzuführen. Ich würde es mir wünschen - und bin zunehmend optimistischer. :thumbup:
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412

Sonntag, 1. Juni 2014, 19:22

Zu Pfingsten: Tango-Gottesdienst in der Diözese Linz

Gerade in den Weiten des Internets aufgeschnappt: In der Diözese Linz wird es zu Pfingsten einen "Tango-Gottesdienst" geben. Jawohl, einen Tango-Gottesdienst, damit die Kirche wieder in Bewegung kommt. ;(

Kennen die Verantwortlichen überhaupt keine Grenzen mehr? Und weshalb greift der Bischof nicht ein? Ich fasse es nicht. Was hat ein professionell tanzendes Tangopärchen mit der Heiligen Messe zu tun? ?( Verbal glauben einige Leute offenbar auch das Absurdeste rechtfertigen zu können. :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:
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413

Montag, 2. Juni 2014, 16:33

RE: Zu Pfingsten: Tango-Gottesdienst in der Diözese Linz

Gerade in den Weiten des Internets aufgeschnappt: In der Diözese Linz wird es zu Pfingsten einen "Tango-Gottesdienst" geben. Jawohl, einen Tango-Gottesdienst, damit die Kirche wieder in Bewegung kommt. ;(

Kennen die Verantwortlichen überhaupt keine Grenzen mehr? Und weshalb greift der Bischof nicht ein? Ich fasse es nicht. Was hat ein professionell tanzendes Tangopärchen mit der Heiligen Messe zu tun? ?( Verbal glauben einige Leute offenbar auch das Absurdeste rechtfertigen zu können. :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:

Typisch, Diözese Linz. In dieser Diözese ist jeder Blödsinn erlaubt und willkommen. Der Vorgänger des jetzigen Bischofs, Maximilian Aichern, persönlich ein frommer Mann, ließ alles laufen wie es die Laien wollten. So hat zBspl. eine Pastoralassistentin in einer Pfarre im Großraum Linz die Krankensalbung gespendet, er wusste davon und schritt nicht ein, nur einer der Missstände unter ihm. Der jetzige Bischof Ludwig Schwarz, ebenso ein frommer Mann, versuchte zwar anfangs etwas an diesen Missständen zu ändern, scheiterte kläglich und ließ damit den Sauhaufen weiter zu. Wie er berufen wurde, er war vorher Weihbischof in Wien, stellten wir hier fest, dass diese Aufgabe für ihn ein „Himmelfahrtskommando“ sei, denn wir kannten die Verhältnisse in der Diözese Linz.
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414

Freitag, 6. Juni 2014, 17:44

Die Wahrheit verträgt der ORF nicht
Dass der ORF (Oesterreichischer Rot-Funk) die Wahrheit, trotz gesetzlichen Auftrags, nicht verbreitet sondern manipuliert, ist ja nichts Neues, dafür bekommt er von allen die Zwangsgebühren denen man nicht entfliehen kann. Da werden die Weltnachrichten gekürzt, Informationssendungen manipuliert indem die Wahrheit verschwiegen wird, es kommen nur jene zu Wort, die die genau auf der rot-grünen Basis liegen usw. Jene, die der gegenteiligen Meinung konnten zwar nicht verschwiegen werden, kamen aber natürlich nicht zu Wort.

Um was geht es? Natürlich gegen die Kirche und deren Lehre. Im aktuellen Pfarrblatt von Neukirchen an der Wild (Bezirk Horn, NÖ) hat der Pfarrer nur die biblische Wahrheit festgestellt, nichts anderes, denn im aktuellen Pfarrblatt ist etwa zu lesen, dass „homosexuelle Partnerschaften pervers, widernatürlich und schwerste Sünde“ seien, „Homosexualität ist abnormal, also gegen die Natur, und gehört geheilt“. Abtreibung sei „Mord“, heißt es weiter, und an anderer Stelle steht geschrieben, die „Gender-Ideologie wird mit einem gezielten Plan der EU und USA als aufgezwungene, stete Gehirnwäsche bis in die Volksschulen vorangetrieben“. Keine einzige dieser Feststellungen widerspricht der Bibel und Lehre der Kirche und ist voll vertretbar. Aus der zuständigen Diözese St. Pölten heißt es daher auch, der Pfarrer bringe berechtigte Anliegen zur Sprache.

Aber natürlich diesen rot-grün-Ideologen, die in Wirklichkeit kommunistische Faschisten sind und die sich von den braunen Faschisten gar nicht unterscheiden, denn wenn man rot und grün mischt erhält man als Mischfarbe „braun“, widerspricht es die Wahrheit zu hören bzw. zu lesen, denn ihr Manipulationsziel ist es die Menschen auf das Niveau von Tieren herabzubringen, damit sie besser gelenkt werden können, so wie es schon im alten Rom war „Panem et circenses“ (Brot und Spiele). Und dass die rot-grün unterwanderten Medien hier fleißig mitspielen ist wohl klar, da wird die gesetzliche Informationspflicht bewusst vergessen weil sie nicht ins Konzept passt, denn dann hätte man mitteilen müssen, dass nur die Lehre der Kirche aus der Bibel geschrieben worden ist.

Und wenn diese Faschisten die abendländisch-christliche Kultur zerstört haben und sich der Islam in Europa breitmacht, werden diese, so wie ich ihren Charakter kenne, die ersten sein, die sich fünfmal am Tag Richtung Mekka verneigen und dann werden ihnen die Homos vollkommen „schnurz“ sein auf die die Scharia mit Peitschenhieben und Todesstrafe wartet. Denn diese sind nämlich für diese Ideologen nur die „nützlichen Idioten“ um das Christentum zu zerstören.
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415

Mittwoch, 11. Juni 2014, 17:21

Exkommunizierte Martha Heizer als WisiKi-Vorsitzende bestätigt
Wie auf der ORF-HP als auch auf anderen Nachrichtenplattformen ist heute nachzulesen, dass die exkommunizierte Martha Heizer von WisiKi (Wir sind Kirche) bestätigt wurde, indem sich diese Gruppierung ausdrücklich hinter die Messsimulations tellt und meint: „So ist die vom Kirchenrecht nicht erlaubte Eucharistiefeier ohne Priester wohl eher ein prophetisches Tun, das die Kirchenleitung zur Überlegung neuer Wege in der Sakramentenpastoral und in der Amtsfrage bewegen sollte". Weiter stellt „Wir sind Kirche“ fest, dass das Exkommunikationsverfahren keineswegs den Gepflogenheiten einer modernen Rechtsprechung entspreche und „mit seinen Methoden mittelalterlich erscheint“. Deswegen appelliere man an die Kirchenleitung, anstelle der Exkommunikation von Martha und Gert Heizer „in einen konstruktiven, ehrlichen Dialog unter fairer Berücksichtigung aller Argumente einzutreten und die Konflikte mit ihnen, wie auch die Pfarrerinitiative zum Ausdruck gebracht hat, ‚im Sinne des Evangeliums in Liebe‘ beizulegen“.

Kommentar
Was glauben diese Gruppierung eigentlich wer sie ist, scheinbar glaubt sie, dass sie Gott sind? WisiKi (Wir sind Kirche) demaskiert sich damit immer eindeutiger mit dem was ihre Abkürzung wirklich ist „Wir sind Kirchenzerstörer“ und das sind sie auch. Eigentlich haben sich alle,, die diesen Beschluss fassten die Tatstrafe der automatische Exkommunikation zugezogen, denn eine Messsimulation für richtig hält, dass ein Laie die Wandungsworte spricht, der stellt sich außerhalb der Kirche und ist sowohl Häretiker als auch Schismatiker (Can 7851 CIC) Häretiker weil er eine beharrliche Leugnung einer zu glaubenden Wahrheit macht und Schismatiker weil er die Verweigerung der Unterordnung unter dem Papst oder der Gemeinschaft mit den diesem untergebenen Glieder der Kirche verweigert. Und wenn ein konstruktiver Dialog unter Berücksichtigung aller Argumente von dieser Gruppierung gefordert wird, so scheinen diese Häretiker der Meinung zu sein, dass über Glaubenswahrheiten, die auf der Bibel basieren, diskutiert und vielleicht sogar abgestimmt werden kann und beweisen damit, dass sie Protestanten sind und keine wirklichen Katholiken. Denn in den Synoden der Protestanten wird ja auch über die Bibel abgestimmt wie zBspl. entgegen Lev 18,22 homosexuelle Handlungen, die von Gott strikt verboten wurden und von den Synoden als gesegnete Homo-Ehen und sogar Pastoren-Homo-Verpartnerungen im Pfarrhäusern akzeptiert werden sowie auch andere Bibel-Abweichungen. Und ähnliches gilt auch für Kvu, Pferrer- und Laieninitiative usw. und für alles diese Gruppierungen, die die gesunde, wahre und reine Lehre (1 Tim, 2 Tim, Tit) in Frage stellen. Es wird Zeit, dass genauso wie bei der ersten Reformation durchgegriffen wird und dann eine Neuevangelisierung in Form einer zweiten Gegenreformation erfolgen muss. Erst wenn diese Unruheherde bzw. Eiterbeulen am mystischen Leib Christi ausgemerzt sind, kann mit einer Gesundung der Kirche begonnen werden. Aber dazu bedarf es auch einer entsprechenden Disziplinierung im Klerus, der durch die Bischöfe erfolgen muss. Und hier habe ich berechtigte Zweifel, denn in so manchen Diözesen werden die papst-, rom- und lehramtstreuen Kleriker eher gemobbt und die Schismatiker im Klerus „gehätschelt“ und diesen „Narrenfreiheit“ zugebilligt.
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416

Mittwoch, 11. Juni 2014, 18:35

Hat der Limburger Wolf Kreide gefressen?
Der nachstehende Artikel wurde im Forum Deutscher Katholiken publiziert. Mit Genehmigung von Hr. Prof Gindert vom 2. 9. 2013 stelle ich ihn ins Forum.

Zitat

Das Thema Limburg haben nun viele Menschen in und außerhalb der Kirche satt. Es sollte doch nun mit dem Rücktritt des Bischofs erledigt sein. Das ist es aber nicht! Gerade hat Martin Mosebach, der in der Diözese lebt, das Thema Limburg und Franz-Peter Tebartz-van Elst wieder in die Öffentlichkeit gebracht, indem er die Rolle der Presse bei der ganzen Affäre stilistisch und inhaltlich hervorragend aufgearbeitet hat, besonders die Rolle der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und ihrer beiden gescheiterten Theologen Deckers und Töpfer. Allerdings vermeidet Mosebach vornehm jede Namensnennung. Ja, er nennt nicht einmal die FAZ beim Namen. Mosebachs Beitrag „Bischof Tebartz-van Elst und die Presse“ war zuerst in „Die neue Ordnung“ (im Juni-Heft 2014), die von P. Prof. Dr. Wolfgang Ockenfels OP herausgegeben wird, erschienen. http://www.kath.net/news/46322
Martin Mosebach stellt die sehr berechtigte und unvermeidbare Frage, ob ein Domkapitel, das sich an einer solchen Hassorgie beteiligt hat, überhaupt an der Ernennung eines neuen Bischofs beteiligt werden sollte. Er weist darauf hin, dass der Vatikan wohlüberlegt das Limburger Domkapitel bei den getroffenen Maßnahmen übergangen hat und damit die Situation richtig eingeschätzt hatte.
Dass der Fall Limburg mit dem Weggang des Bischofs keinesfalls erledigt ist, haben wir immer behauptet, weil wir die Limburger Verhältnisse seit Jahrzehnten kennen. Auch die Limburger Diözesanrätin Dr. Barbara Wieland, die das Bistum in ZdK vertritt, hat in mehreren Interviews dieses klar gemacht und sorgfältig begründet, denn die Schwierigkeiten im Bistum bestehen seit Jahrzehnten und haben zunächst mit dem Bischof Tebartz-van Elst gar nichts zu tun.
Nun hat der Wortführer des Domkapitels, des Hofheimer Kreises und des dissidenten Teils des Limburger Klerus, der Frankfurter Stadtdekan Dr. Johannes zu Eltz (Foto), am 3.April 2014 ein zu wenig beachtetes Interview der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ gegeben, dass die Ressortleiterin von „Glauben und Zweifeln“, Evelyn Finger, mit ihm geführt hat.
In diesem Interview lässt der Frankfurter Stadtdekan ganz ungeniert in einer Unverfrorenheit die Katze aus dem Sack, dass einem die Luft weg bleibt.
Auf die Frage, ob er froh sei, dass der Bösewicht (der Bischof) verloren habe, sagt zu Eltz: Nein, aber erleichtert. „Es ging nur vordergründig um Geld. Tebartz war kein Verschwender und kein Protzbischof…. Der Bischof war kein Wüterich, er hatte Manieren und ein gewinnendes Auftreten.“
Man traut seinen Augen nicht ob solcher Töne. Erinnern wir uns doch alle daran, wie das Domkapitel in seinem berüchtigten Interview und in Veranstaltungen vor allem der Katholischen Akademie den Bischof als angsteinflößender Diktator geschildert hatte, mit dem eine Versöhnung völlig ausgeschlossen sei. Und nun dieses.
Wir wissen nun alle aus dem Kommissionsbericht, dass der Bischof schwerwiegende Fehler gemacht hat. Aber wir wissen auch aus diesem Bericht, welche Schuld das Domkapitel an der Bauaffäre hatte, von dem nun nicht mehr die Rede sein soll. Die Schuld dieses Gremiums sieht zu Eltz darin, dass man (und auch er selbst) dem Bischof nicht früher widersprochen hätte und dass man ihn hätte gewähren lassen. Ein wenig dünn für das, was an Verantwortung des Domkapitels der Kommissionbericht zutage gefördert hatte.
Und dann kommt der Domkapitular zu Eltz nun wirklich zur Sache: Bei dem gewinnenden Auftreten des Bischofs handelte es sich nur um den „Samthandschuh um die Stahlkralle“. In Wirklichkeit habe er das gemacht, was er wollte, weil er der Bischof war. „Mir ist klar geworden, solche Macht muss weg….Die Amtskirche, wie wir sie kennen, ist erledigt.“
Hier benennt er das Limburger Problem in aller Offenheit. Es ist die hierarchisch verfasste Kirche, um die es geht. Es geht um die geistliche Vollmacht der Bischöfe und letztlich auch des Papstes, wobei Johannes Graf zu Eltz, der Spross aus dem alten Geschlecht einstmals mächtiger Territorialherren, die geistliche Vollmacht, die Jesus selbst seinen Aposteln und damit deren Nachfolgern übertragen hat, mit der in der Welt ausgeübten Macht verwechselt. Sicher hat es in der Kirche viele Sünder gegeben, die die geistliche Voll-Macht mit der weltlichen Macht verwechselt haben und politische Macht und Gewalt ausgeübt haben. Aber stellt das die Vollmacht in Frage, die Jesus seinen Aposteln gegeben hat? Zu Eltz wirft der Hierarchie vor, in offenem Gegensatz zum Evangelium zu stehen. Das haben Luther und die Reformatoren auch getan und damit einen großen Teil der Christenheit hirtenlos gemacht.
Der Frankfurter Dekan will die Bischöfe sozusagen als „Frühstücksdirektoren“ sehen, deren Vollmacht stark eingeschränkt ist. Auch will er einen anderen Klerus.
Er benutzt das Evangelium gegen das Evangelium und beruft sich auch noch auf Papst Franziskus, den er sicher wie die meisten Theologen in der Kirche nur sehr selektiv liest; denn sonst wüsste er, dass sein Kirchenbild nichts mit dem des Papstes zu tun hat.
Gerade am 5. Juni hat der Papst in seiner morgendlichen Messe in Santa Marta von den drei Gruppen gesprochen, „die die Kirche mieten, sie aber nicht als ihr Zuhause betrachten. Die erst Gruppe, die sich so verhielte, seien jene, die wollten, dass in der Kirche alle gleich seien.“ Er definierte sie scherzhaft als die „Uniformisten“.
Zu Recht sagt zu Eltz vom Papst, dass er „die Logik der Macht lächelnd infrage stellt.“ Das ist richtig. Aber Papst Franziskus hat keineswegs die geistliche Vollmacht infrage gestellt. Und dem Bischof Tebartz- van Elst wirft der Domkapitular im Grunde die Ausübung seiner geistlichen Vollmacht vor. Dabei beruft er sich auf das Schweizer Kirchenmodell, das ja gerade von zahllosen Katholiken in der Schweiz als schwere Last und letztlich als der Tod der Teilkirche empfunden wird.
Zu Eltz zitiert einen Waldensertheologen: „Das Reich Gottes kommt nicht, wenn die Herrscher dienen, sondern wenn die Diener herrschen.“ Dass diese Utopie in Kirche und Welt gescheitert ist, ist dem Dekan zu Eltz offensichtlich nicht bewusst. Alle, die sich als Diener der Menschen in der Politik bezeichneten, entpuppten sich sehr schnell als Herrscher, die nicht mehr dienen wollten. Der Mensch bleibt immer noch Mensch in seiner Neigung zur Sünde und in seinem Hang, mehr sein zu wollen als die anderen.
So ist es denn auch sehr bezeichnend, dass das Interview in Web nur auf der langen PDF des Pressespiegels der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden auf S. 82 von 85 Seiten des PDF-Dokumentes in voller Länge nachzulesen ist.
(Dieser Artikel wurde zuerst auf kath.net veröffentlich und dort ist das volle Interview durch Anklicken im Pressespiegel der Landeskirche Graubünden nachzulesen) http://www.kath.net/news/46333
Das ganze Interview macht deutlich, dass es überhaupt nicht um Baufragen, Verschwendung, Badezimmer und Koiteiche geht, sondern um die geistliche Vollmacht in der Kirche, die die Limburger Dissidenten in Domkapitel und Klerus durch ihren Sprecher zu Eltz an sich reißen wollen. Ja, selbst ihr Mentor Altbischof Kamphaus, der sie jahrzehntelang gewähren ließ, bekommt noch sein Fett weg.
Die neue Reformation frisst auch ihre Meister. Von Bischof Kamphaus stammt das in Limburg viel zitierte Wort, dass die Bischöfe nicht vom Papst sondern von Heiligen Geist ernannt werden. Dazu Johannes zu Eltz: Hier ging es nicht um Geldverschwendung, „sondern um die Ideologisierung der Ämter.“ „Manche finden immer noch: Der Bischof ist nicht vom Domkapitel gewählt (Anm. d. Verf.: vom Papst ist hier schon gar nicht mehr die Rede], sondern vom Heiligen Geist eingesetzt. Soll heißen, wer ihn angreift, greift Gott an. Das ist schlechte Theologie und bringt Gott in Misskredit, wenn der Bischof ersichtlich nichts taugt. Wir brauchen eine Kultur der Fehlbarkeit in der unfehlbaren Kirche.“
Und wer bestimmt, dass der so persönlich angenehme und nicht verschwenderische Bischof nichts taugt? Denken wir an das oben genannte Zitat des Waldenser-Theologen. Das Volk soll es bestimmen. Und da das Kirchenvolk dieses nicht kann, sind es Leute wie zu Eltz und seine „Mitreformatoren“, die für das Volk bestimmen und damit die Vollmacht an sich reißen wollen. Es ist immer noch das alte Lied. Und der Zerfall der EKD sagt diesen in ihrer eigenen Ideologie gefangenen Limburger Dissidenten nichts.
Johannes Graf zu Eltz ist sicher kein ungläubiger Mensch. Doch was auch immer persönlichen Motive von ihm und seinen Mitstreitern sein mögen, seine Vorstellungen sind schon lange nicht mehr katholisch. Er will eine protestantisierte Kirche mit säkularen Elementen und all das fromme Gerede soll vom eigentlichen Ziel ablenken: Der Zerschlagung der römisch-katholischen Kirche, wie sie sich zuletzt im II. Vatikanischen Konzil und im Katechismus der Katholischen Kirche KKK darstellt. Aber auf dieser Grundlage ist die Kirche gebaut und wird auch die Limburger Abweichler überstehen.
Der Wolf (die Wölfe) in Limburg hat nicht Kreide gefressen, sondern sich – um im Bild des Märchens zu bleiben – nur die Nachthaube der Großmutter aufgesetzt.
Michael Schneider-Flagmeyer
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Mittwoch, 11. Juni 2014, 18:35

Exkommunizierte Martha Heizer als WisiKi-Vorsitzende bestätigt
Wie auf der ORF-HP als auch auf anderen Nachrichtenplattformen ist heute nachzulesen, dass die exkommunizierte Martha Heizer von WisiKi (Wir sind Kirche) bestätigt wurde, indem sich diese Gruppierung ausdrücklich hinter die Messsimulations tellt und meint: „So ist die vom Kirchenrecht nicht erlaubte Eucharistiefeier ohne Priester wohl eher ein prophetisches Tun, das die Kirchenleitung zur Überlegung neuer Wege in der Sakramentenpastoral und in der Amtsfrage bewegen sollte". Weiter stellt „Wir sind Kirche“ fest, dass das Exkommunikationsverfahren keineswegs den Gepflogenheiten einer modernen Rechtsprechung entspreche und „mit seinen Methoden mittelalterlich erscheint“. Deswegen appelliere man an die Kirchenleitung, anstelle der Exkommunikation von Martha und Gert Heizer „in einen konstruktiven, ehrlichen Dialog unter fairer Berücksichtigung aller Argumente einzutreten und die Konflikte mit ihnen, wie auch die Pfarrerinitiative zum Ausdruck gebracht hat, ‚im Sinne des Evangeliums in Liebe‘ beizulegen“.

Kommentar
Was glauben diese Gruppierung eigentlich wer sie ist, scheinbar glaubt sie, dass sie Gott sind? WisiKi (Wir sind Kirche) demaskiert sich damit immer eindeutiger mit dem was ihre Abkürzung wirklich ist „Wir sind Kirchenzerstörer“ und das sind sie auch. Eigentlich haben sich alle,, die diesen Beschluss fassten die Tatstrafe der automatische Exkommunikation zugezogen, denn eine Messsimulation für richtig hält, dass ein Laie die Wandungsworte spricht, der stellt sich außerhalb der Kirche und ist sowohl Häretiker als auch Schismatiker (Can 7851 CIC) Häretiker weil er eine beharrliche Leugnung einer zu glaubenden Wahrheit macht und Schismatiker weil er die Verweigerung der Unterordnung unter dem Papst oder der Gemeinschaft mit den diesem untergebenen Glieder der Kirche verweigert. Und wenn ein konstruktiver Dialog unter Berücksichtigung aller Argumente von dieser Gruppierung gefordert wird, so scheinen diese Häretiker der Meinung zu sein, dass über Glaubenswahrheiten, die auf der Bibel basieren, diskutiert und vielleicht sogar abgestimmt werden kann und beweisen damit, dass sie Protestanten sind und keine wirklichen Katholiken. Denn in den Synoden der Protestanten wird ja auch über die Bibel abgestimmt wie zBspl. entgegen Lev 18,22 homosexuelle Handlungen, die von Gott strikt verboten wurden und von den Synoden als gesegnete Homo-Ehen und sogar Pastoren-Homo-Verpartnerungen im Pfarrhäusern akzeptiert werden sowie auch andere Bibel-Abweichungen. Und ähnliches gilt auch für Kvu, Pferrer- und Laieninitiative usw. und für alles diese Gruppierungen, die die gesunde, wahre und reine Lehre (1 Tim, 2 Tim, Tit) in Frage stellen. Es wird Zeit, dass genauso wie bei der ersten Reformation durchgegriffen wird und dann eine Neuevangelisierung in Form einer zweiten Gegenreformation erfolgen muss. Erst wenn diese Unruheherde bzw. Eiterbeulen am mystischen Leib Christi ausgemerzt sind, kann mit einer Gesundung der Kirche begonnen werden. Aber dazu bedarf es auch einer entsprechenden Disziplinierung im Klerus, der durch die Bischöfe erfolgen muss. Und hier habe ich berechtigte Zweifel, denn in so manchen Diözesen werden die papst-, rom- und lehramtstreuen Kleriker eher gemobbt und die Schismatiker im Klerus „gehätschelt“ und diesen „Narrenfreiheit“ zugebilligt.


Der "Kirchenzerstörerverein" hat mit dieser Handlungsweise endgültig die Bodenhaftung verloren. Die glauben doch tatsächlich, daß sie im Zentrum der Weltkirche stehen und somit mal eben die Weltkirche umkrempeln können.
Dieser Verein handelt in einer Weise anmaßend, daß es einem den Atem verschlägt. Verehrte Frau Heizer, verehrte Mitglieder von WisiKi: Wie wäre es mal mit einer Portion Demut? Und wie wäre es mit einer Beichte, um den ersten Schritt zur Rettung des eigenen Seelenheils zu tun?
(Allerdings weiß ich nicht, ob Exkommunizierte überhaupt zur Beichte zugelassen sind. Es wird aber sicher Wege geben, verbunden mit aufrichtiger Reue, um sich mit der Kirche wieder zu versöhnen. Vermutlich siegt zurzeit noch die Uneinsichtigkeit, aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben...)
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Samstag, 14. Juni 2014, 17:03

Missionarische Gründerphase nötig
Die Nachrichtenagentur idea verbreitet heute die nachfolgenden Aussagen von Prof. Paul Zulehner, in denen er .feststellte, dass die Kirchen sich auf eine missionarische Gründerphase einstellen sollten anstatt nur ihren schrumpfenden Bestand zu verwalten. Dazu müssen sie sich aber von einer Expertenkirche zu einer Kirche der Laien wandeln. Diese Ansicht vertrat der katholische Pastoraltheologe Prof. Paul Zulehner (Wien) bei einer Tagung des Instituts zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEEG), die am 13. und 14. Juni in Greifswald stattfand. Zulehner zufolge geschieht der Kirchenumbau bisher weithin theologie- und visionsfrei. Nur an wenigen Orten wage man eine grundsätzliche Erneuerung mit allen Risiken. Manchmal erhalte der Umbau der Strukturen ein „spirituelles Feigenblatt“. Strukturreformen eröffneten jedoch keine Zukunft, sondern verwalteten „lediglich das Auslaufen der alten Kirchengestalt“. In den meisten Fällen zählten dabei nur die nackten Zahlen.
Kirchliche Zukunft liegt in der Hand von „Überzeugungschristen“
Zulehner empfahl, Laien mehr Verantwortung zu übertragen. Die Zukunft der Kirche liege bei „Überzeugungschristen“. Zwar bedürfe es in einer von Laien gestalteten Kirche auch noch des ordinierten Amtes. Künftig werde es aber auch möglich sein, dass Ordinierte gemeindeerfahrene Personen sind, die zu ihrem Dienst berufsbegleitend ausgebildet werden und diesen ehrenamtlich in einem Team ausüben. Für übergeordnete Leitungsdienste seien jedoch weiterhin akademisch Ausgebildete nötig. Zulehner forderte Pfarrer dazu auf, mehr Zeit mit ihrer Gemeinde zu verbringen. Hirten sollten nach ihrer Herde riechen: „Aber sie riechen nach Büro und Toner. Und statt zu den Armen zu gehen, verbringen sie viel Zeit in Sitzungen.“

Kommentar
Herr Prof,. Zulehner für wenn haben Sie diese Aussagen getan? Sie selbst, der Sie Priester und damit auch eine Hirtenaufgabe für ihre Studenten zu erfüllen haben, riechen nach Büro und Toner, weil Sie nie richtige Gemeindearbeit geleistet haben. Und zu den Armen sind Sie schon gar nicht gegangen. Also nehmen Sie das Maß von den eigenen Schuhen. Wissen Sie eigentlich, dass Sie bei einer starken Anzahl von lehramtstreuen Klerikern nur als „Mister Statistik“ bezeichnet werden, weil Sie nur theoretische Umfragen durchführten und für die praktische Umsetzung nur nichtlehramtsfähige Forderungen bzw. Ratschläge gaben. Merken Sie eigentlich nicht, dass Sie sich widersprechen oder soll ich sagen schizophren argumentieren: Wie kann ein Ordinierter eine gemeindeerfahrene Person sein, die berufsbegleitend ausgebildet wurde, also kein Theologe und Kleriker ist? Was Sie von sich geben ist tiefster Protestantismus, der ja auch immer wieder in ihren Schriften durchkommt. Sie ähneln in diesem Fall des im Sprung gehemmten emeritierten Weihbischofs, der mehrere Absätze in seinen Büchern mit Häresien verbreitet und dann in einem anderen dann alles versucht zurechtzurücken, damit ihm nichts „passiert“. So nach dem Motto, das was ich gegen die Lehre der Kirche gesagt habe, davon wird schon etwas hängen bleiben und die Leute beeinflussen
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419

Mittwoch, 18. Juni 2014, 17:36

ORF-Schüller-Interview
Der Link zu dem gesamten Interview
http://religion.orf.at/stories/2653124/
Jener Teil, der das Frauenpriestertum betrifft wird direkt nachstehend zitiert:

Zitat

Frage: Wie weit würden Sie gehen? Wenn sich zum Beispiel herausstellt, dass sich in Richtung Frauenpriestertum nichts bewegt, würden sie auch das selbst in die Hand nehmen wie sie das - laut Aufruf - zum Beispiel bei der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene tun?
Antwort: Noch ist es nicht so weit. Wir wollen zunächst einmal schauen, ob da nicht doch etwas geht. Unser Ziel ist es ja, dass sich die gesamte Kirchenordnung ändert. Wenn wir bloß im Kleinen etwas ändern würden, würde das global gesehen nichts bringen. Wir haben nicht vor, Priesterinnen zu weihen, aber wir werden nach wie vor deutlich dafür eintreten.
Frage: Aber Sie sagen doch immer, dass Sie gar nicht so klein und international so gut vernetzt sind. Wäre es da nicht eine Möglichkeit, geschlossen aufzutreten und einfach mit der Weihe von Antwort: Priesterinnen zu beginnen?
Wir wollen da bewusst innerhalb der Kirche bleiben und gehen deshalb davon aus, dass die Weihe von Priestern durch Bischöfe erfolgt. Selbst als Pfarrer so zu handeln, wäre erst der übernächste Schritt. Wir werden also zunächst einmal schauen, dass wir Bischöfe finden, die mit uns gemeinsam dafür eintreten. Das ist es ja, was der Papst meines Erachtens vermisst. Zuletzt hat er ja auch zu Bischof Kräutler gesagt, dass er sich mutige Vorschläge von den Bischöfen wünscht. Das heißt für mich, dass er auch bereit ist, solche Vorschläge aufzugreifen.
Frage: In letzter Konsequenz würden sie aber auch extreme Schritte nicht ausschließen?
Antwort: Wenn es zum Thema Leitung von Gemeinden keine Öffnung gibt – also weder für Frauen noch für Verheiratete – dann wird es irgendwann als Notwehrmaßnahme notwendig sein, selbst Gemeindeleiter oder –leiterinnen einzusetzen. Die Zukunft der Gemeinden hat absoluten Vorrang. Das Zweite Vaticanum hat das Kirchenvolk ins Zentrum gestellt und es gibt nichts – wirklich gar nichts – das dem vorgeordnet werden kann. Wenn die Gemeinden also wirklich weiterhin in ihrem Bestand bedroht sind, dann muss es auch zu solchen Schritten kommen. Vorläufig glauben wir aber, dass der Papst hier durchaus Öffnungen vorhat. Zumindest glaube ich, dass er bereit wäre, Bischöfen, die darum bitten, Experimente zu ermöglichen.
Frage: Papst Franziskus hat aber bereits gesagt, bei der Frauenordination sei die Tür geschlossen. Auch zu anderen Themen setzt er durchaus unterschiedliche, fast widersprüchliche Zeichen. Sie sehen trotzdem die Aufbruchssignale im Vordergrund?
Antwort: Eine geschlossene Tür ist ja nicht zugemauert, die kann man wieder öffnen. Es wäre etwas anderes, wenn er gesagt hätte, es gibt gar keine Tür. Also da weiß ich nicht genau, wie es in diesem Punkt weitergeht. Aber ganz sicher weiß ich, dass er sich mehr von den Bischöfen erwartet – mehr Vorstöße, Vorschläge, Forderungen. Wenn die Bischöfe auf die Menschen an der Basis und deren Bedürfnisse hören und dementsprechend Vorschläge bringen, dann könnte sich da schon etwas bewegen. Es wird sich zeigen, ob die Bischöfe auf diese Provokation des Papstes einsteigen.

Kommentar:
Wie lange lässt sich der zuständige Bischof und auch der Papst von Konsorten ala Schüller und Kumpanen auf der Nase herumtanzen? Schüller sagt ja eindeutig, dass er die gesamte Kirchenordnung ändern will. Nur dann ist diese Kirche nicht mehr die von Jesus geschaffene sondern eine solche wie die Protestantische, die reines Menschenwerk ist und von einem abgefallenen Mönchpriester gegründet worden ist. Und so ein Priester ist Schüller mit seinen Kumpanen. Auf einer katholischen Diskussionsplattform weisen zu diesem Interview sämtliche Kommentare daraufhin, wo die entsprechende Reaktion des Bischofs ist. Und das frage ich mich auch? Wobei mir auch die Frage aufstößt, was weiß Schüller aus seiner Zeit als Generalvikar der Diözese vom Bischof, dass dieser die Auseinandersetzung scheut? Eines ist aus eigener Erfahrung sicher: Es gibt zwei unterschiedliche Perioden, jene vor 2000/2001 wo in ähnlichen Fällen disziplinär durchgegriffen worden ist (Wa…, Wi… usw.) und jene danach, wo ein bestimmter Priester zum Domkanonikus ernannt worden ist und ab diesem Zeitpunkt sich die gesamte Personalpolitik im Ordinariat wesentlich geändert hat. Und dies weiß ich auch aus eigenen persönlichen Gesprächen mit dem Bischof, dass dieser seit ca. 2001 für derartige Entscheidungen zu feig ist und derartige Angelegenheiten delegierte und versacken ließ. Ich persönlich frage mich, ob dies noch die Kirche Jesu ist für die ich seinerzeit geweiht worden bin oder ein protestantischer Pseudoabklatsch?
Preis den Herrn!

diaconus

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Samstag, 21. Juni 2014, 17:26

Krätzl: „Neue Türen öffnen - auch die des Zölibates“
Der emeritierte Weihbischof von Wien, Helmut Krätzl hat am Donnerstag, dem Fronleichnamstag, sein diamantenes Priesterjubiläum in St. Ursula gefeiert. Natürlich hat er dazu auch mehrere Interviews gegeben, die auch von der ORF-HP-Religion übernommen worden sind,

Grundsätzlich hat sich Krätzl in diesen Interviews für eine Öffnung der katholischen Kirche bei den Themen Zölibat und Interkommunion mit evangelischen Christen ausgesprochen.

Weiter erklärte er seiner Überzeugung folgend „sollte in der Regel der Ort der Eucharistie auch der Ort sein, wo die Menschen das Leben miteinander teilen“. Er halte nichts davon, wenn Bischöfe ihren Gläubigen nahelegen, die Eucharistie am Sonntag „sollte ihnen schon einige Kilometer Anfahrt wert sein“,. Erwin Kräutler, Bischof in der flächenmäßig größten katholischen Diözese Brasiliens, habe ihm „eindrücklich“ geschildert, dass das Bewusstsein für die Eucharistie verloren gehe, wenn in Gemeinden nur noch ab und zu Eucharistie gefeiert werde. Menschen gingen dann woanders hin, in Amazonien etwa zu den Pfingstkirchen.

Als einen „immer wieder tiefen Schmerz“ bezeichnete es Krätzl, dass geschiedene Gläubige in zweiter Ehe „trotz ernsten Bemühens auf Dauer von der engsten Gemeinschaft mit Christus ausgeschlossen sein sollen“. Er halte es mit jenen Theologen, die Anfang der 1970er-Jahre gute Lösungen für Einzelfälle gefunden hätten, ohne die Unauflöslichkeit der Ehe in Frage zu stellen.
Er selbst sei „eher skeptisch“, ob es durch die Bischofssynoden 2014 und 2015 eine Änderung geben werde, sagte Krätzl. Kardinal Walter Kaspers Konzept für eine Sakramentenzulassung im Einzelfall treffe auf „einen harten Kern der Gegner“, rund um den Chef der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller.

Kommentar
Wie immer vertritt der „im Sprung gehemmte“ (so der Titel eines Buches von Krätzl), der so gern Erzbischof von Wien geworden wäre und dem ein anderer vorgezogen worden ist, jene Positionen, die nicht der Lehre der Kirche entsprechen. Allein ein Bischof, der die Interkommunion mit den evangelischen Christen fordert, die eindeutig ein anderes Verständnis des Abendmahles als wir von der Eucharistie haben, disqualifiziert ihn eigentlich als seriösen Theologen und weist darauf hin, dass er einer jener Modernisten ist, die die Hl. Mutter Kirche protestantieren wollen, wie es ja auch aus seinen Büchern hervorgeht, die so manches enthalten, was knapp an der Häresie ist, aber nach mehreren häretischen Absätzen durch einen Absatz versucht wird, eine Häresie abzufedern. Und wenn er sich auf Bischof Kräutler beruft, scheint er alle Österreicher oder sogar Europäer für uninformiert zu halten. Ich habe rd. 10 Jahre Kontakt mit einem brasilianischen Priester und einer österreichischen Ordensfrau , die in Brasilien tätig waren, und weiß, dass die amerikanischen evangelikalen Denominationen sich die Menschen zuerst durch Geldgeschenke „ködern“ oder besser gesagt „kaufen“ und nach einigen Jahren von diesen armen Menschen Spenden für „die Kirche“ also ihre Denomination fordern. Wer einen Vergleich der Kräutler-Diözese mit europäischen Verhältnissen macht, macht sich eigentlich lächerlich, denn in der Amazonas-Diözese gibt es eine Bevölkerungsdichte von weniger als einer Person auf einen Quadratkilometer und die Dörfer liegen meist eine Tagesreise (Bootsfahrt) voneinander entfernt. Und Krätzl demaskiert sich weiter mit seinen Interview-Aussagen, in dem er den Präfekt der Glaubenskongregation Gerhard Kardinal Müller hinsichtlich der Zulassung der geschiedenen und zivil Wiederverheirateten zur Eucharistie angreift, der nur den Worten Jesu entsprechend handelt, der eindeutig die Wiederverheiratung als Ehebruch bezeichnet hat (Mt 5,31ff; 19,9; Mk 10,11-12, Lk 16,18 ). Aber Jesu Worte aus der Bibel waren meist immer unwichtig, wenn sie seiner Meinung nicht entsprachen, das haben wir immer wieder als lehramtstreue Kleriker in Gesprächen erfahren dürfen. Außerdem versteht niemand das 2. Vaticanum besser als er, denn er war ja bei den Sitzungen des Konzils als !!! Stenograf !!! dabei, auf was er immer wieder hinweisen ließ.

Conclusio: Solchen Bischöfen, ihrer Theologie und ihren Schriften ist der Niedergang und die Glaubensverdunstung zu verdanken, weil sie nicht die Lehre Jesu und Seiner Kirche ohne Wenn und Aber vertreten sondern sich als „Liebkind“ der abweichenden Gläubigen profiliieren und diesen nach dem Mund reden,
Preis den Herrn!