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Kirche im deutschsprachigen Raum und Weltkirche

Antworten im Thema: 532 » Der letzte Beitrag (7. Oktober 2016, 16:01) ist von diaconus.

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diaconus

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21

Montag, 6. Juni 2011, 16:40

Dialog in deutscher und österreichischer Kirche

Sowohl in der deutschen als auch in der österreichischen Kirche ist Dialog angesagt, nur wird er halt in Österreich anders, zBspl. Masterplan“, genannt.

Bischöfe erklären, dass sie zwischen den Flügeln in der Kirche vermitteln wollen. Sind die Bischöfe in erster Linie Politiker und Parteivorsitzende, die ihre Parteiflügeln unter „einen Hut“ bringen wollen, oder haben sie nicht die Aufgabe die Offenbarung ohne Verfälschung und Verkürzung sowie die Lehre der Kirche, die die gesunde, wahre und reine Lehre gemäß der Offenbarung ist, ihren Gläubigen ohne Wenn und Aber zu vermitteln. Wenn so ein derartiger „demokratischer“ Vorgang abläuft, dann wird irgendwann, erste Anzeichen dafür gibt es ja schon, darüber abgestimmt werden wie Gott sein soll/muss und im Endeffekt sogar, ob es IHN überhaupt gibt oder nicht.

Die Aufgabe der Bischöfe ist die Menschen gemäß der Offenbarung und der Kirchenlehre zu lehren und gegen die Abweichungen aufzutreten, nichts anderes. Es ist eine alte Erfahrung, dass ein faules Lebensmittel alle anderen Esswaren, die sich in der Nähe befinden auch schimmelig machen. Und diese Vorgangsweise ist seit mindestens drei Jahrzehnten in der Kirche festzustellen, wenn man die Aktivitäten von WisiKi, Kvu etc. beobachtet.

Jesus hat eindeutig gesagt: „Fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib in das Verderben der Hölle stürzen kann“ (M6. 10,28b) sowie „Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt“ (Mt 7,13a) und „Meine Lehre stammt nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat“ (Joh7,16).

Wer diese Lehre nicht annehmen will, hat spätestens nach seinem irdischen Tod die Konsequenzen zu tragen. Gott zwingt niemand seine Offenbarung und Lehre anzunehmen, aber er wird auch, in seiner Liebe zu allen Menschen, ein gerechter Richter sein.
Preis den Herrn!

Teresa

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22

Montag, 6. Juni 2011, 16:54

@ Diaconus

Deinem Beitrag stimme ich voll und ganz zu! Leider ist auch die RKK nicht frei von Einflüssen der jeweiligen Zeit, so wird eben "auf Teufel komm' heraus" dialogisiert als ob man damit irgendetwas besser machen könnte. Nein, über die Wahrheit kann man nicht abstimmen! Wie wohl taten mir die Predigten unseres Pfarrers in den letzten Wochen, in denen er uns in der Hoffnung auf Christus und unser eigentliches Zuhause, das eben nicht im Diesseits liegt, bestärkt hat.
Ich habe es so satt, wenn über kirchenpolitische Themen, Strukturen, Dialog usw. sogar noch in der Predigt gesprochen wird! Ich möchte Unterstützung, Hilfestellung und Bestärkung für mein Glaubensleben, für meine Beziehung zu Christus bzw. zu GOTT bekommen, wenn ich in die Messe gehe!

Wann begreifen die Verantwortlichen, daß nicht Dialog sondern Mission das Gebot der Stunde ist? Einige Wenige haben das begriffen, meistens sind es Mitglieder der neuen geistlichen Gemeinschaften, aber wann folgt die Mehrheit? Das ist ein Problem, das alle Christen betrifft!
Obl.OSB

Gelobt sei Jesus Christus!

harryfrank37

unregistriert

23

Sonntag, 12. Juni 2011, 19:12

Debattierklub

Wenn ich mir so die Vorgänge in der deutschen und österreichischen Kirche anschaue, muss ich feststellen, dass die Kirche zum Debattierklub verkommen ist.

Auch in verschiedenen anderen Foren ist feststellbar, dass die „Reformer“, die ja soooooo die Interessen des Glaubens und der Kirche im Auge haben (Achtung Ironie) :c012: , in Deutschland vor dem Papstbesuch zum „Generalangriff“ gegen die römisch-katholische Kirche und gegen den Papst blasen, um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen. Wenn man den Ablauf verfolgt, kann man erkennen, dass es sich um eine konzertierte Aktion handelt, die mit dem Theologen-Memorandum begonnen hat und sich systematisch fortsetzt.

Nur die Weltkirche hat schon andere Angriffe überlebt, denn sie hat die Zusage von Jesus, dass die Unterwelt sie nicht überwinden wird.

Teresa

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24

Sonntag, 12. Juni 2011, 20:14

Hoffen wir, dass der "Focus" falsch liegt mit seiner Vermutung, daß es in Deutschland zu einer Kirchenspaltung kommen könnte, die im Vorfeld des Papstbesuches von modernistischen Theologen voran getrieben wird.
Den Leuten, die für diese Spaltung sind, kann man nur sagen, daß sie gegen die Lehre der Kirche verstoßen, denn Christus wollte eine Kirche. Natürlich kommt mir auch manchmal der Gedanke, dass die Leute, die die RKK dem Zeitgeist anpassen wollen, eigentlich nur zur ev. Kirche konvertieren brauchen, weil dort alles, was sie wünschen, schon vorhanden bzw. umgesetzt ist - allerdings ist dort ja wirklich nichts besser, die evangelischen Gottesdienste sind weitaus schlechter besucht als die katholischen Messen. Das mag auf der einen Seite an der unterschiedlichen Tradition und Lehre liegen, zeigt jedoch auch ganz deutlich, daß die Anpassung an den Zeitgeist nicht den Glauben zurückbringt, der überall verdunstet zu sein scheint.

Beten wir, dass die "Modernisten" in der RKK noch vor dem Papstbesuch von GOTT zur Einsicht geführt werden. Weshalb finden bei den neuen geistlichen Gemeinschaften unserer Kirche und in Medjugorje soviele Menschen zu ihrer Berufung? Das hängt sicher auch mit der dortigen Verkündigung zusammen, die aus dem Glauben heraus geschieht!

Und beten wir dafür, dass die Deutschlandreise unseres Papstes zu einem ebenso großen Erfolg wird, wie wir es in England erleben durften!
Obl.OSB

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diaconus

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25

Sonntag, 12. Juni 2011, 20:44

@ Teresa

Zitat

Hoffen wir, dass der "Focus" falsch liegt mit seiner Vermutung, daß es in Deutschland zu einer Kirchenspaltung kommen könnte, die im Vorfeld des Papstbesuches von modernistischen Theologen voran getrieben wird.
Den Leuten, die für diese Spaltung sind, kann man nur sagen, daß sie gegen die Lehre der Kirche verstoßen, denn Christus wollte eine Kirche.


Also für mich ist es keine Vermutung mehr, dass es zur Kirchenspaltung kommen wird und daher besser eher früher als später. Zu meiner Prüfung im Protestantismus habe ich in geschichtlicher Hinsicht eine sehr ähnliche Vorgangsweise, wie sie jetzt angewandt wird, kennengelernt. Auch dort hat es so begonnen, dass sogar ein Priester einer Pfarre gegen die Lehre der Kirche in der Hl. Messe, also protestantisch, gepredigt hat während der andere voll in der Lehre der Kirche gestanden ist. Wenn man dies vergleicht mit der heutigen Zeit kann man nur sagen: „Wie sich die Bilder gleichen!“ (Cavaradossi in „Tosca“ – 1. Akt).

Außerdem hat ein hoher Kleriker, der voll zur Kirche stand, seinen Namen habe ich vergessen, schon vor rd. 15 Jahren erklärt, dass sich eine zweite Reformation anbahnt und die wird die Kirche mehr erschüttern als die erste, doch die Kirche unter dem Hl. Vater wird weiterbestehen.

Also, dass die Kirche unter dem Hl. Vater wird weiterbestehen und wenn sie kleiner ist, kann sie sich erholen und wird wieder zur neuen Blüte erstehen. So war es auch nach der 1. Reformation. Die Hl. Mutter Kirche hat sie Zusage Jesus, „die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwinden“ (Mt. 16,18 ) und schon der Hl. Ambrosius hat gesagt: „Ubi Petrus, ibi Ecclesia - wo Petrus ist, da ist die Kirche“

Also wer sich vom Papst, dem Petrus, trennt, trennt sich, auch gemäß der Offenbarung, von der Kirche Jesu.
Preis den Herrn!

Teresa

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26

Sonntag, 12. Juni 2011, 21:33

Die praktischen Auswirkungen dürften fürchterlich sein! Wo sollte man dann in der Diaspora hingehen, wenn sich die katholische Kirche Deutschlands von Rom trennen würde? - Irgendwie kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen. Aber es stimmt schon, Umbrüche, Umwälzungen haben in der Geschichte immer wieder stattgefunden. So kann uns das tatsächlich auch blühen. :thumbdown:
Für mich ist dabei ganz wichtig festzustellen, dass ich weder an einer bestimmten Gemeinde noch an Personen und auch nicht an Pfarrern hänge, die sich von Rom lossagen. Das heißt aber höchstwahrscheinlich auch, daß der Besuch einer Heiligen Messe zu einem sehr seltenen Ereignis werden könnte, denn nicht jeder hat das Geld und die Kraft, um wöchentlich über hundert Kilometer Anfahrtsweg zu bewältigen.

Das ganze Thema stimmt mich sehr, sehr traurig! :c020:

Und noch einmal: Laut Aussage Christi dürfen wir uns eine Kirchenspaltung gar nicht wünschen, sondern müssen mit allen Mitteln versuchen diese zu verhindern! Kirchenspaltungen werden nicht dadurch richtiger, dass es sie in der Vergangenheit schon verschiedene Male gegeben hat!
Obl.OSB

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27

Montag, 13. Juni 2011, 18:25

Bonifatius

Der Hl. Bonifatius hat üüber die Aufgaben der Bischöfe und Hirten folgendes gesagt:

I.
Lasst uns weder Hunde sein, die nicht bellen, noch schweigende Zuschauer oder bezahlte Dienstboten, die vor dem Wolf fliehen. Lasst uns statt dessen sorgsame Hirten sein, wachend über Christi Herde. Lasst uns Großen und Kleine, Reichen und Armen, Menschen jeden Ranges und Alters, Gottes ganzen Plan predigen, soweit uns Gott die Stärke verleiht, gelegen oder ungelegen.

II.
Über die Herde Christi wollen wir wachen und allen Menschen den Ratschluss Gottes verkünden, den Großen und Kleinen, den Reichen und Armen, jedem Stand und jedem Alter, soweit Gott uns Kraft dazu gibt, gelegen oder ungelegen.

Sollten sich nicht so manche Bischöfe diese Worte des "Apostels Deutschland*s" zu Herzen nehmen, wenn man so ihre aussagen liest, die die Offenbarung und Lehre der Kirche verwässern? :c014:
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28

Montag, 20. Juni 2011, 16:17

Western-Mass (Western-Messe)

Durch eine Mitteilung von Gloria-TV erfuhr ich heute, dass Dompfarrer Anton „Toni“ Faber am 26. Juni während des Donauinselfestes wieder eine Western-Messe feiert, übrigens seit 2008 heuer zum vierten Mal. Wie die beigelegten 4 Bilder zeigen, wird während der Messe, auch während der Kommunion gegessen, geraucht, getrunken, der Friedensgruß zeigt ein Bild des Händereichens über den Tisch mit Speise- und Getränkeresten.

Ab was kann man schon von Faber erwarten, der ja auch schon vor Jahren am Valentinstag im Dom Segnungen von Liebenden (unverheirateten Paaren), auch von Homo-Paaren, eingeführt hat? Sicher nichts Gutes, Faber ist es ja wichtig in den Medien in allen möglichen Formen „dargestellt“ zu werden, sei es auf Roller-Plaids, als Stephansturmkletterer usw. usw., dafür hat er seit 2001 zwei romtreue Diakone, die im Dom Dienst taten sowie zumindest zwei romtreue Laien aus dem PGR „abserviert.“ Und der Erzbischof schaut zu und schweigt.
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29

Montag, 20. Juni 2011, 16:25

Western-Mass (Western-Messe)

Als ich jetzt die Petition an EB Schönbron unterschreiben wollte, stand groß auf der Internetseite "Abgesagt"
Deo gratias, dass unser EB einmal reagiert hat.
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30

Sonntag, 26. Juni 2011, 18:12

Pfarrerinitiative

Am Dreifaltigkeitssonntag hat diese wieder ihre Forderungen veröffentlicht, die eindeutig gegen die Lehre der Katholischen Kirche sind. Ich habe mir diese Seite aufgerufen und mir die Mitgliederliste angeschaut. Es sind 313 Mitglieder, davon 50 Diakone, sodass es also 263 Priester sind. Unter den Namen einige mir persönlich bekannte Priester und Diakone, leider auch 3 von meinem Jahrgang, die schon seinerzeit immer wieder mit ihren kruden Ideen aufgefallen sind. Meine rom- und lehramtstreuen Mitbrüder und ich haben uns schon damals vor unserer Weihe gefragt, ob hier nicht ein Fehler begangen wird. Einer von diesen hat schon damals seine Bedenken geäußert als es um die Leistung der Unterschrift zur „Professio fidei“ (Treueid) gekommen ist, worauf unser Ausbildungsleiter, der später von Bischof abgesetzt und laiesiert wurde, sagte. „Unterschreib’, und dann mach’ was Du willst!“

Solange in der Hl. Mutter Kirche so eine Vorgangsweise üblich ist, und nicht zu diesen disziplinären Folgen führt, wird es nicht besser werden, sondern der Trend gegen die Welt-Kirche wird sich noch verstärken und letztlich zu einer deutsch/österreichisch-katholischen Nationalkirche führen, die eher dem protestantischen als dem katholischen zugeneigt sein wird. Auch wenn Kardinal Kasper diese Gefahr nicht sehen will, wie in den Medien festzustellen war.
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31

Sonntag, 26. Juni 2011, 18:37

Pfarrerinitiative – Gewissen

Sie berufen sich mit ihren Forderungen immer auf ihr Gewissen vor Gott und die Sorge um „Seine“ Kirche“. Dass sie gleichzeitig in vollem Ungehorsam gegen diese sind, wollen sie sophistisch damit erklären, dass sie den Gehorsam nur dem Bischof versprochen haben und nicht Gott. Nur dazu muss festgestellt werden, dass der Bischof das Sakrament der Weihe im Namen Gottes und nicht in seinem Namen spendet, sodass das Gehorsams- und alle sonstigen Versprechen in der Weihe auch nicht dem Bischof persönlich sondern diesem in Stellvertretung Gottes gegeben wird.

Wer sich mit der Lehre der Sophisten nur etwas beschäftigt hat, weiß, dass sie gerne auf den Gegensatz der Natur (Naturrecht ist auch göttliches Recht) und menschlicher Satzung verwiesen haben und damit auch das Recht und die Sittlichkeit aus dem eigenen Denken ableiteten und nicht aus der Tradition. Das Ergebnis war dann, dass die Sophistik im allgemeinen Relativismus und Konventionalismus („Der Mensch ist das Maß des Seins aller Dinge“) endete und damit das Göttliche auf die Seite stellten.
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32

Montag, 27. Juni 2011, 16:36

Freising – 60jähriges Priesterjubiläum des Hl. Vaters

In der Tagespost vom 20. 6. wird über eine Festakademie und ein Pontifikalamt im Dom von Freising zum 60jährigen Priesterjubiläum von Papst Benedikt XVI. berichtet. Der Artikel kann leider nicht verlinkt werden, da er nur Abonnenten zugänglich ist, war aber sehr lesenswert. Ich will nur kurz auf die Festrede hinweisen.

Festredner war der Kurienkardinal Paul Josef Cordes zum Thema „Neue Pastoralkonzepte auf dem Prüfstand – Papst Benedikt zur Theologie des Weihesakramentes“ sprach. Dieser kritisierte mit voller Berechtigung, dass die Leitung von Seelsorgeeinheiten in so manchen Bistümern nicht mehr von Priestern erfolgt, sondern dass die Priester zum Moderator werden und der Pfarrgemeinderat, der lediglich ein Beratungsgremium ist, zum Aufsichtsrat mutiert. Cordes verwies auch auf einen Hinweis von Karl Rahner, dass die Wirksamkeit der vom Priester gespendeten Sakramente nicht von dessen subjektiver Heiligkeit abhängt aber Aufgabe und Pflicht des Priesters ist es, dass das sakramentale Wort gesagt und gehört werden könne. Außerdem stellte Cordes fest, dass der Zölibat des Priesters immer anstößig bleiben wird, da er nicht der innerweltlichen Logik entspricht und einzig aus dem Glauben an die Selbsthingabe Jesu zugänglich wird.

Diesen Worten des Kurienkardinals Paul Josef Cordes ist nichts hinzuzufügen.
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33

Montag, 27. Juni 2011, 17:14

Kardinal Schönborn – zur Pfarrerinitiative

Bei der Priesterweihe am vergangenen Freitag gab EB Kard. Schönborn lt. Tagespost der Pfarrerinitiative eine entsprechende Antwort.

Zuerst verwies er die Weihkandidaten darauf, dass nur durch den priesterlichen Dienst die Eucharistie und das Bußsakrament möglich ist sowie dass nur durch den Hirtendienst der Bischöfe und Priester Kirche denkbar ist. Außerdem mahnte er, dass auf die Lehre des Konzils zu achten ist, das hinsichtlich des Verhältnisses von Amtspriestertum und allgemeinen Priestertum entsprechende Aussagen gemacht hat.

Und zum Aufruf des Ungehorsams durch die Pfarrerinitiative meinte der Kardinal, dass der kirchliche Gehorsam gegenüber Bischof und Papst für manche als Entmündigung aussehe, aber dieser gleichzeitig von vitaler Bedeutung für die Gemeinschaft der Kirche ist. Und im O-Ton : „Der Gehorsam gegenüber dem Papst sei „immer der sichere Weg, auch im Gehorsam zu Christus treu zu sein“, sagte Schönborn, der die Weihekandidaten mahnte, ihren Weg „cum Petro et sub Petro“ (mit Petrus und unter Petrus) zu gehen“ sowie „Es schade auch dem Klerus nicht, „dass uns von weltlicher Seite in Erinnerung gebracht wird, was im heutigen Berufsleben selbstverständlich an Gehorsam gegenüber der Leitung eingefordert wird“

Dazu kann ich als ehemaliger Top-Manager nur sagen, dass in jeder Firma derjenige, der die „coporate identiy“ verletzt mit der Kündigung, in schweren Fällen sogar mit der fristlosen Entlassung, rechnen muss. Nur in der Kirche werden derartige „Unruhestifter“ geduldet und nicht zur Rechenschaft gezogen.
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34

Samstag, 2. Juli 2011, 16:43

Antwort eines Nichtklerikers auf die Pfarrerinitiative

Im Blickpunkt-Kommentar der Tagespost: „Gehorsam macht frei“ rechnet der Auto Stephan Baier mit den Forderungen der Pfarrerinitiative ab.

Der Autor beginnt mit einem Schiller-Zitat aus dem Kampf mit dem Drachen „„Mut zeiget auch der Mameluck. Gehorsam ist des Christen Schmuck“.

Aus diesem Artikel will ich die Quintessenz mit meinen Worten herausfiltern.
Genauso wie die meisten Menschen keine wirkliche humanistische Bildung mehr haben, so haben sie auch kein Verständnis bzw. Sinn mehr für den christlichen Gehorsam. Sie hängen lieber einem falschen Verständnis von Freiheit und Selbstbeweihreicherung an, der ohne richtig gebildetem Gewissen in die Irre führt.

So ist der Autor auch der Meinung, dass die Pfarrerinitiative mit ihrem Aufruf zum Ungehorsam faktisch zum Bruch des gegebenen priesterlichen Gehorsamsversprechen aufruft und weltliche Lösungen für Probleme sucht.

Die Kirche ist weder ein Verein noch ein Unternehmen, sondern die von Jesus Christus geschaffene und auf ihn ausgerichtete geistige Gemeinschaft. Daher kann der Ausweg aus der derzeit herrschenden Glaubenskrise, die überwiegend von weltlicher und politischer Seite hervorgerufen wurde, nicht heißen den eigenen Anspruch auf Vereinsniveau herunterzuschrauben und alles Zeitgeistwidrige ad acta zu legen. Die Botschaft der Kirche stand immer und steht auch heute gegen den Zeitgeist, sie steht grundsätzlich immer quer zum Geist der Zeit. Die Botschaft der Kirche mit dem christlichen Gehorsam ist keine Versklavung der Menschen sondern die Befreiung des Menschen innerhalb des Willen Gottes, den auch Jesu gezeigt hat indem er im Garten Getsemane gesagt hat: Nicht mein Wille geschehe sondern der deine“ (vgl. Mt 26,42). Es ist der Weg, der über das Kreuz zur Auferstehung führt.

Abschließen möchte ich mit dem letzten Absatz, der im O-Ton des Autors lautet:
Die Ideologen der „Pfarrer-Initiative“ sind daran zu erinnern, dass sie mit der Priesterweihe nicht zu Herren über den Glauben wurden, sondern als Diener der Freude (2 Korinther 1,24) in die Kreuzesnachfolge eintraten. Dabei geht es, um nochmals Schiller zu zitieren, darum, „der Pflichten schwerste zu erfüllen: zu bändigen den eignen Willen“. Schillers Mahnung, damals an den heroischen Ritter, heute an die „Pfarrer-Initiative“ lautet: „Dich hat der eitle Ruhm bewegt. Drum wende dich aus meinen Blicken. Denn wer des Herren Joch nicht trägt, darf sich mit Seinem Kreuz nicht schmücken.“ Und das hat durchaus seinen pädagogischen Sinn, denn der Mensch reift, indem er seinen „widerspenstigen Geist“ (Schiller) überwindet, sich in eine Ordnung einfügt und Gottes Willen erfüllt.
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35

Mittwoch, 6. Juli 2011, 18:02

Dialog - wie ihn die "Modernen" meinen

Auf der Internetseite „katholisch.de“ ist ein Interview mit dem Diözesanratsvorsitzenden von Würzburg, Karl-Peter Büttner, zu lesen, der, aufgrund seiner Äußerungen, eindeutig nicht zur Lehre der Kirche steht und auch Worte Jesu im Evangelium bewusst nicht achtet.
Der Link dazu
http://www.katholisch.de/Nachricht.aspx?NId=6743

Er behauptet, dass die These Gefahr der Spaltung der Kirche bewusst von konservativen Kreisen gestreut worden ist, um diejenigen, die sich Sorgen um die Kirche machen, in Rom zu diskreditieren sowie wirft er uns Lehramtstreuen mangelnde Dialogbereitschaft vor.

Herr Büttner, dazu ist festzustellen, dass über Offenbarung und Lehre der Kirche, die unveränderbar sind, kein Dialog, vor allem in den von Ihnen vertretenen Forderungen geführt werden kann, denn jede Abweichung davon wäre und ist häretisch. Sie wollen mit Ihrem Dialog Gott vorschreiben, wie Seine Offenbarung und Seine Kirche, der ER die Binde- und Lösegewalt übergeben hat, zu sein hat. Denn alles im Lehramt geäußerte basiert nachweislich auf der Offenbarung. Aber dazu muss man halt entsprechende umfangreichere theologische Kenntnisse haben und nicht der modernistischen Theologie anhängen.

Weiters erklären Sie im O-Ton: „Für viele hat sich die Kirche zu sehr an die moderne Gesellschaft angepasst, aber für noch viel mehr Menschen verharrt die Kirche zu sehr im Gestern. Sie fordern eine stärkere Anpassung an die Gegenwart.“

Dazu ist zu sagen, dass Jesus selbst erklärt hat: „Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.“, das heißt im Klartext auch, „wer sich der Welt anpasst, entspricht nicht der Lehre Jesu und Seines Vaters.“ Wer also eine noch stärkere Anpassung an die Gegenwart fordert, der sollte für sich überlegen, ob er überhaupt noch als Christ Jesu nachfolgt oder sich seinen angeblich „christlichen“ Glauben so macht, wie es ihm passt. Dass die Kirche in einer Krise ist, wird nicht geleugnet, aber sie entstand dadurch, dass jene, die soviel vom Konzil reden bzw. von dessen Geist, das Konzil in der Durchführung pervertiert haben und der Chimäre „Geist des Konzils“ nachjagen. Also sind Leute so wie Sie, Herr Büttner, diejenigen, die die Krise herbeiführten, indem sie seit Jahren gegen Offenbarung und Lehre der Kirche auftreten.. Für Sie und ihren Konsorten trifft die Aussage des Apostels Paulus in Phil 3,18-19 zu, wo er schreibt: „Denn viele - von denen ich oft zu euch gesprochen habe, doch jetzt unter Tränen sprechen – leben als Feinde des Kreuzes Christi. Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch; ihr Ruhm besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn.“ D. h. wer Irdisches im Sinn hat und dass ist auf alle Fälle derjenige, der gegen die Lehre der Kirche bzw. Lehramt auftritt und damit auch gegen die Verpflichtung, die sich aus dem KKK ergibt, handelt.

Karl Rahner hat einige Zeit vor seinem Tod (+ 1984) erklärt, dass wer nicht mit dem mehr einverstanden ist, was die Kirche lehrt, derjenige den redlichen Charakter haben sollte, die Kirche, die nicht mehr die Seine ist, zu verlassen und diese nicht zu unterwandern.

Herr Büttner, haben Sie und Ihre Genossen so viel Charakter und verlassen Sie die Kirche, die nicht mehr die Ihre ist, auch wenn Sie es noch soviel behaupten, gehen Sie zu den Evangelischen (EKD), dort haben Sie alles was sie wollen, denn die haben sich bis auf wenige Ausnahmen längst von „sola scriptura“ verabschiedet und dort kann sich jeder seinen Glauben selbst machen wie es Ordinierte dieser Gemeinschaft mir gegenüber in der ökumenischen KH-Seelsorger immer wieder betont hatten.
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Montag, 11. Juli 2011, 10:05

Papst Benedikt über die Spaltung

Im Buch „Christus und seine Kirche“ von Papst Benedikt XVI. schreibt dieser auf Seite 26:

Zitat

So wie es die Gemeinschaft der Liebe von Anfang an gab und bis ans Ende geben wird (vgl. 1 Joh 1,1ff), so kommt es leider auch von Anfang an zur Spaltung. Wir dürfen uns darüber nicht wundern, dass es sie auch heute gibt. „Sie sind aus unserer Mitte gekommen“ .- heißt es im Ersten Brief des Johannes .- „aber sie gehörten nicht zu uns, denn wenn sie zu uns gehört hätten, wären sie bei uns geblieben. Es sollte aber offenbar werden, dass sie alle nicht zu gehörten.“ (2,19). Es besteht also in den Geschehnissen der Welt und auch in den Schwächen der Kirche immer die Gefahr, den Glauben und damit auch die Liebe und die Brüderlichkeit zu verlieren. Derjenige, der an die Kirche der Liebe glaubt und in ihr leben will, hat daher die Pflicht, auch dieses Gefahr zu erkennen und zu akzeptieren, dass mit diejenigen, die sich von der Lehre des Heils entfernt haben, die Gemeinschaft dann nicht möglich ist (vgl. 2 Joh 9,11).

Diese Worte des Heiligen Vater treffen uneingeschränkt auf jene zu, die Forderungen an die Kirche stellen, die nicht der Offenbarung, Tradition und Lehre der Kirche entsprechen, wie Frauenordination, Zulassung zu den Sakramenten für geschiedene Wiederverheiratete, die immerhin ständig im Ehebruch leben, sakramentale Ehe für Homos, usw. usw., und damit haben sich diese von der Lehre des Heils entfernt. Um mit Karl Rahner zu sprechen, sie sollten mit redlichen Charakter die Kirche verlassen, die nicht mehr die ihre ist, und diese nicht unterwandern.
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diaconus

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Montag, 11. Juli 2011, 17:58

Mannheim - Auftakt zum Dialog

In der Tagespost gibt es einen Bericht von Regina Einig über die Auftaktveranstaltung zum katholischen Dialogprozess in Mannheim.

Das wichtigste Symbol der Christen, das Kreuz, die Mitte des Glaubens, findet sie erst nach einigem Suche im Raum. Da die Teilnehmer in Stuhlkreisen platziert sind, weisen die meisten Rücken ohnehin dem Kreuz den Rücken zu. Irgendwie scheint dies sogar ein Symbol dieser Veranstaltung zu sein, möchte ich dazu feststellen.

Die auf den Flip-Charts notierten Meinung sind eher ein Querschnitt an der Schwelle zum Protestantismus. Unter anderem wird ein „neues Selbstbewusstsein als deutsche Kirche gefordert“ Diese Forderung ist m M. so demaskierend, denn sie ist eine eindeutige Absage an die Weltkirche, die zwar Ortskirchen in Form von Diözesen innerhalb der Weltkirche kennt, aber keine Landeskirchen wie die Evangelischen.

Als es am Samstag um die Zukunftsbilder der Kirche geht, werden nur die Reizthemen aufgezeigt, denn für die Mehrheit der Delegierten sind die Begriffe Reform, Zukunft und Protestantierung nicht zu trennen. Nur eine Minderheit denkt an eine missionarische Kirche und an eine Neuevangelisierung im Sinne von Johannes Paul II. Die Mehrheit meint, dass nur dann, wenn die Reformen, die in den protestantischen Gemeinschaften längst erfüllt sind, durchgeführt sind, die Kirche „glaubwürdiger“ sei und erst dann wieder die Glaubensweitergabe möglich sei. Immerhin zwei Drittel der Delegierten gehören Gremien und Räten an, die ja für eine andere Kirche eintreten. Jene Delegierten, die Reformen ablehnen, die gegen das kirchliche Lehramt stehen, erleben rasch, dass ihre Position auf dieser Veranstaltung eine vernachlässigende Größe darstellt.

Weiters stellt die Kommentatorin fest, dass die Reaktion der Bischöfe auf die polemischen Angriffe gegen die Kirche ein schweigendes Aussitzen war. Unter diesen Voraussetzung verstummt so mancher lehramtstreue Delegierte und denkt an vorzeitige Abreise. Außerdem wollen schon viele Delegierte die Zielvorgaben für 2015 festschreiben.

Dass so manche Wortmeldung nicht einer guten deutschen Sprache erfolgt,, lässt sich auch damit erklären, dass der christliche Wille zur Protestantierung nicht mit Lutherischer Sprachgewalt gepaart ist. Aber wozu gute deutsche Kenntnisse zu fordern, denn nach den theologischen Kenntnissen fragt auch niemand.

Natürlich waren die häufigsten Forderungen der Delegierten, die sattsam bekanntesten, die nicht in der ortskirchlichen Kompetenz liegen, wie Sakramente für wiedererheiratete Geschieden, Gleichberechtigung der Frau mit Zulassung zu den Weiheämtern und Gemeindeleitung, andere Haltung zu homosexuellen e Partnerschaften, also sakramentale Homoehe. Aber das damit die ortskirchliche Kompetenz überschritten wird, stört niemand. Außerdem wird die Forderung erhoben, dass die Kirche keinen „Exklusivanspruch auf Wahrheit“ erheben darf.

Rita Waschbüsch vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken freut sich, dass sie in den beiden Tagen kein einziges Mal das Wort „Rom“ gehört habe.

Natürlich lobt Erzbischof Robert Zollitsch am Ende die Veranstaltung. Der Essener Bischof Overbeck meint, es gäbe keine Spaltung in der katholischen Kirche Deutschland, im Gegenteil es sei ein Zeichen der Einheit gewesen.

Worin besteht diese Einheit? Die wenigen Delegierten, die die Lehre der Kirche vertreten haben, gingen aufgrund des Missverhältnisses der eingeladenen Delegierten von vornherein „unter“ und wurden mehr oder weniger mundtot gemacht. Glaube, Berufung und Dienstbereitschaft für die Kirche kommen in der Argumentation dieser Auftaktveranstaltung für den Dialog nicht zur Sprache. Dazu noch ein Satz im O-Ton des Artikels: „Wer könnte Stefan Vesper vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken widersprechen, wenn er die gegenwärtige Krise der Kirche auch damit erklärt, dass „wir“ dazu beigetragen haben, dass der Respekt verloren gegangen ist?“

Diesem Satz von Stefan Vesper vom ZdK ist nichts hinzuzufügen, denn er stellt klar, wem die Krise der Kirche zu verdanken ist, den Wahrheiten werden oft so en passant geäußert.

M. M. war diese Auftaktveranstaltung eine wichtige für die Protestantierung der „katholischen“ Kirche in Deutschland und bei den Ergebnissen im Jahr 2015 wird es sich möglicherweise erweisen, dass die deutsche katholische Kirche sich weitgehend von der Weltkirche getrennt hat und dann kann sie 2017 mit den Protestanten gleichzeitig die 2. Reformation feiern.
Preis den Herrn!

Teresa

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38

Montag, 11. Juli 2011, 19:46

Um es ganz deutlich zu sagen: Ich fühle mich von den Leuten, die sich auf dieser so genannten Auftaktveranstaltung zum Dialog in der Kirche geäußert haben, nicht vertreten. Das ist nicht die katholische Kirche, der ich angehöre! Ich denke nicht daran, mich von der Weltkirche zu trennen, nur weil ein paar machtgierige Hanseln irrationale Wünsche äußern!!

Wo bleiben die mahnenden Worte der verantwortlichen Bischöfe??? - Die können mit dem Gerede in Mannheim doch unmöglich einverstanden sein! :thumbdown: :thumbdown:

Sollten wir romtreuen Katholiken - ähnlich wie in der Reaktion auf das so genannte Memorandum einiger Pastoren - nicht auch zu einer Gegenaktion aufrufen?
Obl.OSB

Gelobt sei Jesus Christus!

diaconus

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Dienstag, 12. Juli 2011, 17:20

Mannheim – Dialog-Nachlese

Auch in der heutigen Tagespost gibt es einen Leitartikel zu der Mannheimer „Dialogauftaktveranstaltung“ von Regina Einig mit dem Titel „Dialog auf Gegenkurs“. Sie meint in diesem Artikel, dass der von den Bischöfen verordnete Dialogprozess bis 2015 nichts bringen wird, da die vorhandene Substanz nicht ausreichen wird, denn schon nach der Auftaktveranstaltung ist der Gesprächsstoff schon jetzt ausgeschöpft und die Prioritäten festgelegt. Weit mehr als die Hälfte der Teilnehmer will eine Protestantierung der katholischen Kirche. Jene Teilnehmer, die eine Erneuerung der Kirche und eine Glaubensvertiefung in voller Übereinstimmung mit den Dokumenten des Zweiten Vaticanums anstrebten, gehörten in den Stuhlkreisen der Delegierten zu den vernachlässigbaren Stimmen.

Mit ihren Forderungen und Aussagen brechen diese Laien und die dazu nickenden Bischöfe die Aussagen der Kirchenkonstitution Lumen gentium über den religiösen Gehorsam des Willens und Verstandes, den die Gläubigen in besonderer Weise dem authentischen Lehramt des Bischofs von Rom schulden. Wer so argumentiert, als ob es das Lehramt und die Lehrautorität des Papstes nicht gäbe und aus seinem Wortschatz die Pflicht zum Glaubensgehorsam streicht, macht das Konzil und seine Beschlüsse zur veränderbaren Verfügungsmasse und damit auch jede „endgültige“ Lehramtsentscheidung zur Farce zugunsten der Bereitschaft jeden Irrtum, den sich jeder einbildet, zuakzeptieren.

Kommentar:
In Lumen gentium Nr. 25 heißt es: „Dieser religiöse Gehorsam des Willens und Verstandes ist in besonderer Weise dem authentischen Lehramt des Bischofs von Rom, auch wenn er nicht kraft höchster Lehrautorität spricht, zu leisten; nämlich so, dass sein oberstes Lehramt ehrfürchtig anerkannt und den von ihm vorgetragenen Urteilen aufrichtige Anhänglichkeit gezollt wird, entsprechend der von ihm kundgetanen Auffassung und Absicht.“

Und Vers Mt 18,17, der lautet: „Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner“. Daraus ergibt sich mit dem Sitz in der Zeit, wer also nicht auf das Lehramt (= Gemeinde/Kirche) hört, der ist wie ein Heide oder Zöllner, beide waren aus der Synagoge (= Kirche) ausgeschlossen.

Nachdem die Mehrheit der Delegierten Forderungen gestellt bzw. unterstützt haben, die eindeutig gegen die Lehre der Kirche verstießen, haben sich diese selbst von der Kirche ausgeschlossen. Und jene Bischöfe, die bei diesen Forderungen stumm geblieben sind oder sogar dazu genickt haben, sind eigentlich die bezahlten Knechte und über diese hat schon Jesus gesagt: (Joh 10,10ff) „Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht.“ Diese Bischöfe handeln nicht dem Hirtenamt entsprechend und schützen nicht die lehramtstreuen Gläubigen wie es ihre Pflicht wäre sondern unterstützen mehr oder weniger offen diese Wölfe, die gegen die treue Herde und den obersten Hirten angehen.

Auch wenn es die Bestimmung im Kirchenrecht gibt, dass dem Ortordinarius von den Gläubigen Gehorsam geleistet werden muss, so ist dazu festzustellen, dass in Can 750, der über die vorgelegten Glaubenwahrheiten des ordentlichen und allgemeinen Lehramtes handelt, der letzte Halbsatz lautet: „.... daher sind alle gehalten, diesen Glaubenswahrheiten entgegenstehende Lehren jedweder Art zu meiden.“ Wenn daher ein Bischof nicht gegen die vom Lehramt vorgelegten Glaubenswahrheiten entgegenstehende Lehren auftritt, hat sich der Gläubige auf die Aussagen der höheren Lehrebene, das ist das Lehramt bzw. der Papst, zu halten. Dass es für derartige Fälle explezit keine eigene Bestimmung gibt, ist wohl darauf zurückzuführen, dass es niemand für möglich gehalten hat, dass einmal Hirten so abweichen können und dass sie Positionen gegen das Lehramt nicht rügen würden.
Preis den Herrn!

Teresa

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Dienstag, 12. Juli 2011, 19:13

Danke, lieber Diaconus, auch für den heutigen Beitrag zu der Mannheime Farce, die sich als Auftaktveranstaltung für den Dialog in der deutschen Kirche bezeichnet.

Für mich ist damit endgültig klar, daß ich diesen von der DBK ausgerufenen "Dialog" ablehne, weil ich das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann! Ist eigentlich jemandem aufgefallen, daß die Leute in Mannheim nur um sich selbst gekreist sind? Wurde dort auch nur einmal thematisiert, daß es um die Kirche Christi geht? Ist einmal auf dieser Veranstaltung davon gesprochen worden, wie wir GOTT auch in unserer Zeit dienen können? Das Wort Demut scheint im Wortschatz dieser Leute ebenfalls nicht vorzukommen.

Das Ganze ist zu traurig, als daß ich mich darüber noch aufregen könnte. Aufregung bringt ja bekanntlich leider nichts. Aber vielleicht denkt der eine oder andere Leser dieses Threads über die Berichte nach, die Diaconus dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat, und eventuell auch über meine in diesem Beitrag gestellten Fragen...
Obl.OSB

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