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Maria

Antworten im Thema: 49 » Der letzte Beitrag (20. Dezember 2012, 18:48) ist von diaconus.

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diaconus

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41

Freitag, 9. November 2012, 15:43

Meditation zum Schmerzhaften Rosenkranz

Erstes Geheimnis: … der für uns Blut geschwitzt hat

Jesus, du hast unsere Sünden auf Dich genommen und dafür gelitten. Auch heute noch nimmst du immer wieder unsere Sünden auf Dich.

Immer wieder werden wir schwach, geben dem Bösen nach, lassen dein Licht in uns verdunkeln, fallen zuweilen ganz von dir ab.

Wir wissen, dass du uns unsere Fehler, Sünden und Beleidigungen in deiner Liebe und Barmherzigkeit verzeihst.

Hilf uns auf den Weg der Umkehr zu dir, und gib uns die Kraft zur Reue. Führe uns auf den Weg deiner Nachfolge.

Lass uns "JA" sagen zu unserem Kreuz, zu unseren Nöten, zu unserer Ausweglosigkeit, aber auch zu deinem Willen.

Nimm an unsere Reue, damit wir deine Nähe wieder gewinnen.


Zweites Geheimnis: ... der für uns gegeißelt worden ist

Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass Schläge weh tun. Besonders die Verwundungen der Seele schmerzen oft mehr als die des Leibes.

Ungerechtigkeiten, Verleumdungen, Verdächtigungen und Vorwürfe sind für uns Wunden und Schmerzen.

Jesus, du hast alle diese Verwundungen der Seele und des Leibes getragen. Du hast nicht aufbegehrt, sondern du warst in Demut dem Willen des Vater gehorsam.

Gib uns die Kraft, dass wir, so wie Du, die Wunden der Seele und des Leibes in Demut tragen können.

Lass uns beten für unsere Feinde und für alle, die uns Unrecht tun.

Wir rufen zu Dir, nimm an unsere Wunden, die wir tragen, als Buße für unsere Verfehlungen, damit wir zur Reinheit des Herzens gelangen.
Preis den Herrn!

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42

Freitag, 9. November 2012, 15:54

Meditation zum Schmerzhaften Rosenkranz - Fortsetzung

Drittes Geheimnis: … der für uns mit Dornen gekrönt worden ist

Wir schauen auf dich, Jesus, den Menschen in ihrer Überheblichkeit mit der Spottkrone gekrönt und mit dem Spottmantel bekleidet haben.

So wie du uns vorausgehst, sollen wir dir folgen: sanftmütig und demütig von Herzen.

Als Jünger Christi kann dein Schicksal unser Schicksal werden. Denn in deiner Nachfolge sind auch wir der Welt oft unbequem, weil wir in unserem Glauben ein Ärgernis für die Welt sind. Auch für uns ist oft Hohn und Spott ein Anteil dieser Welt, wenn wir Dich bekennen.

Jesus, lass uns mit dir diesen einsamen Weg gehen und die Angriffe der Welt annehmen und mit dir überwinden.

Gib uns den Mut, das wir im Glauben an dich die Menschenfurcht überwinden und so Anteil am Reiche deines Vaters gewinnen.

Viertes Geheimnis: ... der für uns das schwere Kreuz getragen hat

Jesus, dir haben die Menschen das schwere Kreuz aufgeladen und du hast es für uns als Sühne getragen.

Wir wollen das Wort "Sühne" für unser eigenes Leben verstehen und es annehmen lernen.

Sühne heißt, bewusst mittragen an deinem Kreuz; sich bewusst unter dein Kreuz zu stellen. Unter jenes Kreuz, das so schwer geworden ist unter der Last der Sünden der Menschheit.

Sühne heißt auch, ein opferbereiter Mensch zu sein, der für andere eintritt und die Last von anderen mitträgt, so wie es Simon von Zyrene getan hat.

Jesus, lass uns ein opferbereiter Mensch werden, der die Last des Kreuzes für dich und mit dir in Geduld tragen kann.

Fünftes Geheimnis: .... der für uns gekreuzigt worden ist

Vater, du allmächtiger Gott, du hast deinen Sohn nicht nur auf die Erde gesandt, sondern ihn auch in den Tod gegeben, damit wir leben.

Jesus, du hast unsere Sündenschuld auf das Kreuz mitgenommen und uns um den Preis deines eigenen Lebens die Freiheit erkauft. Mit deinem Blut hast du uns mit dem Vater versöhnt.

Dein Tod am Kreuz ist der Triumph Gottes, unseres Vaters, über das Böse und der Beginn des bleibenden, ewigen Lebens.

Heilige Maria, du bist unter dem Kreuz deines Sohnes gestanden und er hat dich zu unserer aller Mutter erhoben und zur Mutter der Heiligen Kirche gegeben.

Lass uns mit Maria, der Mutter unseres Herrn und die auch unsere Mutter ist, unter dem Kreuze stehen und Jesus, unserem Herrn in allen Stürmen unseres Leben treu bleiben und die Botschaft des Reiches Gottes in alle Welt hinaustragen.
Preis den Herrn!

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43

Samstag, 10. November 2012, 10:54

Wie sind die Rosenkranz-Meditationen zu verwenden?

Diese Frage richtete ein Forumsleser an mich.
Antwort: Der Rosenkranz wird wie üblich gebetet. Vor jedem Gesätzchen wird entweder der dem Geheimnis entsprechende Meditationstext komplett oder ein Satz oder mehrere Sätze daraus gelesen. Anschließend wird eine Betrachtungsstille gehalten, die im persönlichen Einzelgebet individuell dauern kann, im Gemeinschaftsgebet sollte diese Stille maximal 2 Minuten dauern. Dann wird der Rosenkranz weitergebetet. So habe ich seinerzeit diese Meditationstexte in meiner Pfarre verwendet und damit gute Erfahrungen gemacht.
Preis den Herrn!

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44

Dienstag, 13. November 2012, 16:04

Meditation zum Glorreichen Rosenkranz

Erstes Geheimnis: …. der von den Toten auferstanden ist

Jesus, unser Herr, Deine Auferstehung war und ist der neue Beginn des neuen Lebens mit Dir.

Wir bekennen Dir unsere Sünden und Du hast uns geschenkt, das Trennende von uns zu werfen.

Jesus, wird danken Dir für die Gnade und Liebe Deiner Vergebung!.

Wir danken Dir für das neue Atmen, für die durchtrennten Fesseln des Bösen, für das befreite, fröhliche Herz, für das Leben mit Dir.

Wir wollen es bezeugen: Du bist der Herr über Sünde und Tod.

Wir preisen Dich und danken Dir, denn Du hast uns das neue Leben geschenkt.

Zweites Geheimnis …. der in den Himmel aufgefahren ist

Jesus, während Du vor den Augen der Apostel in den Himmel emporgehoben wurdest, hast Du sie gesegnet. Von diesem Segen leben auch wir.

Du bist uns vorausgegangen und hast uns die Hoffnung hinterlassen, dass im Hause Deines Vaters viele Wohnungen für uns frei sind.

Jesus, diese Hoffnung ist mein Anker in allen stürmischen Zeiten. Und in allen diesen dunklen Tagen suche ich Dich.

So wie die Strömung ein Boot ergreift, so trägst Du uns auf dem Wasser Deiner Gnade, das Du selber bist.

Herr, wir vertrauen auf Dich.
Preis den Herrn!

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45

Dienstag, 13. November 2012, 16:11

Meditation zum Glorreichen Rosenkranz - Fortsetzung

Drittes Geheimnis: ... der uns den Heiligen Geist gesandt hat

Jesus, Du hast uns den Heiligen Geist versprochen und auch gesandt.

Was wären wir ohne Dich, Heiliger Geist. Du öffnest unsichtbare Türen, bietest Lösungen für unser Leben an.

Du tröstest und machst uns froh. Wenn wir Dich wirken lassen, kommt viel Freude in unser Leben.

Jesus, Du berufst uns Deine Jünger zu sein. Ohne Dich sind wir nichts. Mit Dir sind wir alles!

Ohne Dich sind wir tot. Durch Dich haben wir ewiges Leben.

Wir danken Dir, dass Du in Deiner Liebe zu uns Menschen, Deine Verheißung an uns erfüllst und uns zu einem neuen Leben geführt hast.

Viertes Geheimnis: ... der Dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat

Heilige Maria, Du bist wahrhaft voll der Gnade.

Wo Du bist, da ist der Herr, wo Du für uns eintrittst, muss das Böse weichen.

Ja, wir preisen Dich selig von ganzen Herzen, denn durch Dich hat Jesus, unser Herr, als Menschensohn Gestalt angenommen.

Gib uns die Kraft, dass wir Demut lernen und den Mut zum Dienen. Dass wir die Demut eines Sünders annehmen, der sich von Gott belehren lässt und den Weg der Umkehr geht.

Heilige Gottesmutter, du wurdest von Deinem Sohn in den Himmel aufgenommen. Sei Du unsere Fürsprecherin zu jeder Zeit, auf die wir in unserer Schwachheit vertrauen.

Wir danken Dir, Herr, dass Du uns durch die Aufnahme Deiner Mutter auch uns den Weg zu Dir führst.

Fünftes Geheimnis: ... der Dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat

Jesus, Du unser Herr und Gott, Du hast Deine Mutter im Himmel gekrönt für ihre Demut und Liebe zu Gott.

Auf Dein Wort hin, sind wir ein königliches Volk. Du hältst auch für uns eine Krone zum ewigen Leben bereit.

Du selber wirst uns mit Deinem Glanz und Deiner Herrlichkeit umgeben, wenn wir Dir nachfolgen.

Mit der gekrönten Gottesmutter wollen wir Dich preisen und jubeln über Gott, unseren Retter. Denn auf unsere Niedrigkeit hat er geschaut und er erbarmt sich unser von Geschlecht zu Geschlecht.

Nimm Dich unser, wie Deines Dieners Israels, in Deinem Erbarmen an und lass uns, durch ein Dir wohlgefälliges irdisches Leben, die Krone des ewigen Lebens erreichen.
Preis den Herrn!

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46

Mittwoch, 21. November 2012, 11:01

21. November - Unsere Liebe Frau in Jerusalem
(Mariä Opferung)

"Eintritt der Gottesmutter in den Tempel“, hieß es ab dem 8. Jhdt. in der griechischen Kirche, seit dem 11. Jhdt. auch im Abendland. Nach alter Überlieferung wurde Maria frühzeitig dem Herrn geweiht. Sie gehört schon von Anfang an ganz Gott. Von der päpstlichen Kurie wurde unter Gregor IX., der in Avignon (Frankreich) residierte, das „Fest Mariä Opferung“ im Jahre 1472 anerkannt. Der Generalkalender von 1969 führte es als Gedenktag ein. Der Gedenktag erinnert aber auch an die Weihe der Basilika zu Ehren der Gottesmutter, die 543 in der Nähe des Tempels von Jerusalem fertig gestellt wurde. Obwohl die Basilika zerstört wurde, wurde das Fest im ganzen Orient weitergefeiert. In den römischen Kalender wurde es endgültig 1585 aufgenommen.
Preis den Herrn!

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47

Samstag, 8. Dezember 2012, 17:07

8. Dezember - Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria

An diesem Tag feiern wir, dass Anna ihre Tochter Maria empfangen hatte, die ohne Erbsünde – unbefleckt - war. Kirchlich anerkannte Quellen berichten, dass in der Ostkirche dieses Fest schon im 5. Jhdt. gefeiert wurde. Vom 12. Jhdt. an breitete es sich auch im Abendland aus. Seit 1476 steht das Fest der Empfängnis Maria im römischen Kalender. Papst Clemens XI. schrieb „das Fest der Unbefleckten Empfängnis“ 1708 dann für die gesamte Kirche vor.
Preis den Herrn!

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48

Samstag, 8. Dezember 2012, 17:41

Anselm von Canterbury (+ 1309)
Aus einer Rede über die Gottesmutter Maria

Himmel und Sterne, Erde und Flüsse, Tag und Nacht, alles, was bestimmt ist, dem Menschen untertan zu sein und ihm Nutzen zu bringen, sie alle beglückwünschen sich, Herrin, dass sie durch dich zu der verlorenen Schönheit vom Schlaf wiedererweckt und mit einer neuen, unsagbaren Gnade beschenkt sind.

Sie alle waren geschaffen, den Menschen; die Gott loben, untertan zu sein und ihnen zu dienen. Aber diese Würde war verlorengegangen, und sie alle waren wie tot; sie waren unterdrückt und verdorben durch die Götzendiener, für die Gott sie nicht gemacht hat. Nun sind sie zu dieser Würde gleichsam wiedererweckt und freuen sich ihrer, da sie nun wieder unter der Herrschaft derer stehen, die Gott loben, und wieder den Menschen dienen dürfen.

Sie jubeln aber auch über die neue und unschätzbare Gnade: Gott selbst, ihren Schöpfer, spüren sie nicht nur als unsichtbaren König und Herrscher über sich, sondern sie erblicken ihn sichtbar in ihrer Mitte wie er Gebrauch von ihnen macht und sie heiligt. Diese große Gnade kommt von der gebenedeiten Frucht des gebenedeiten Leibes der gebenedeiten Jungfrau Maria.

Durch die Fülle deiner Gnade fühlen sich jene befreit, die in der Welt des Todes waren, und jene, die über der Welt sind, freuen sich ihrer Wiederherstellung. Denn durch den ruhmvollen Sohn deiner ruhmvollen Jungfrauschaft jubeln alle Gerechten, die vor seinem lebensspendenden Tod gestorben sind, weil er ihr Gefängnis aufgebrochen hat. Die Engel freuen sich, weil ihre halbzerstörte Stadt wiederaufgebsaut ist.

O Frau, voll und übervoll der Gnade, von deiner überströmenden Fülle ist die ganze Schöpfung benetzt und prangt in frischem Grün. Du Gesegnete, in höchsten Maß gesegnete Jungfrau! Der Segen über dir ist Segen für die ganze Natur. Gesegnet ist die Schöpfung vom Schöpfer und gepriesen durch seine Schöpfung.

Gott hat Maria seinen einzigen wesensgleichen Sohn gegeben, den er aus seinem Herzen zeugt, den er liebt wie sich selbst. Aus Maria schuf er sich, den Sohn, nicht einen anderen, sondern ebendiesen. So ist der eine und gleiche Jesus wesenhaft der gemeinsame Sohn Gottes und Marias. Alle Geschöpfe sind von Gott gemacht, und Gott ist aus Maria geboren. Gott hat alles geschaffen und Maria hat Gott geboren. Gott hat alles gemacht, und sich selbst hat er aus Maria gebildet. So hat er alles, was er schuf, neu geschaffen. Der die Macht hat, alles aus dem Nichts zu schaffen, wollte die verwundete Schöpfung nicht ohne Maria wiederherstellen.

Gott ist also Vater der geschaffenen Dinge. Maria die Mutter der neugeschaffenen. Gott ist Vater, der alles begründete, Maria die Mutter, die es wiederbegründete. Denn Gott zeugte den Sohn, durch den alles geschaffen ist (Joh 1,3) Maria gebar ihn, durch den alles gerettet wurde. Gott zeugte den, ohne den überhaupt nichts ist. Maria gebar den, ohne den nicht so ist, wie es sein sollte.

Wahrhaftig! Der Herr ist mit dir, da der Herr dir die ganze Schöpfung mit seiner Person so sehr zu Schuldnerin gemacht hat.
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49

Mittwoch, 19. Dezember 2012, 11:20

Evangelischer Theologe: Weihnachten nicht ohne Maria

Sie stellt alle Männer bei Christi Geburt in den Schatten
Einen diesbezüglichen Bericht hat die Nachrichtenagentur idea am 16. Dezember veröffentlicht. Dabei bezieht sie sich auf den früheren Braunschweiger Domprediger, Propst i.R. Armin Kraft, der in der Zeitschrift „Doppelpunkt“ des Evangelischen Marienstifts in Braunschweig, schreibt: „Weihnachten sollte man nicht feiern, ohne an Maria zu denken. Die Mutter Jesu überrage alle Männergestalten bei der Geburt Christi. Nur dem Kind in der Krippe gebühre größere Ehre als Maria.“

Maria sei aber weder evangelisch noch katholisch, sondern sie gehöre der ganzen Christenheit. Das Ziel ihrer Verehrung bestehe darin, Gott zu loben und die Christen zu einem Leben anzuhalten, das seinem Willen entspreche. Einerseits sei vieles in Marias Leben normal. Es gebe Probleme und Spannungen in der Familie, etwa mit dem zwölfjährigen Jesus im Tempel. Beispielhaft an ihr sei, dass sie sich ganz auf Gott verlasse und sich ihm zur Verfügung stelle, obwohl ihr mit dem unverhofften Kind einiges zugemutet werde, womit sie nicht im Entferntesten gerechnet habe. Trotzdem sei sie nicht davongelaufen, so der evangelische Theologe.

Maria ist laut dem emeritierten Dompropst Kraft auch ein Vorbild, weil sie mit dem Wort Gottes lebte. Der Evangelist Lukas berichtet: „Sie behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.“ Der Propst: „So fragt uns Maria: Wie leben wir mit der Bibel? Machen wir unseren Kindern und Enkeln die Freude, ihnen biblische Geschichten zu erzählen?“ In Marias Lobgesang klängen aber auch revolutionäre Töne an: „Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen; die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer…“

Kommentar
Dieser evangelische Theologe steht m. M. noch fest auf dem Boden der Bibel, die das Fundament für den christlichen Glauben ist. Auch Martin Luther hielt die Gottesmutter Maria „hoch“.
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Donnerstag, 20. Dezember 2012, 18:48

Issak von Stella (+ um 1169)
Aus einer Predigt über die Aufnahme Mariens

Der Sohn Gottes ist „der Erstgeborene von vielen Brüdern“ (Röm 8,29). Von Natur aus war er einer, aber durch Gnade vereinte er viele mit sich, die mit ihm einer sein sollten: Denn denen, die ihn aufnahmen, „gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.“ (Joh 1,12)

Selbst Sohn des Menschen geworden, machte er viele zu Kindern Gottes. Viele vereinte er mit sich als der eine in Liebe und Macht. Sie sind der menschlichen Geburt nach viele, aber durch die Wiedergeburt aus Gott sind sie einer mit ihm.

Denn einer ist der ganze und alleinige Christus: Haupt und Leib. ER ist der eine Sohn, des einen Gottes im Himmel und der einen Mutter auf Erden; in ihm sind die vielen Söhne ein Sohn. Denn wie Haupt und Leib, so ein Sohn und viele Söhne, so auch Maria und die Kirche, die eine Mutter und viele, eine Jungfrau und viele.

Jede von beiden (Maria und die Kirche) Mutter, jede Jungfrau; beide empfangen denselben Geist ohne Begehren; beide gebaren Gott dem Vater ohne Sünde. Jene gebar ohne Sünde für den Lieb das Haupt; diese brachte in der Vergebung aller Sünden dem Haupt den Leib. Jede von beiden ist Mutter Christi, aber keine von ihnen gebiert den ganzen Christus ohne die andere.

Was daher in den von Gott inspirierten Schriften von der jungfräulichen Mutter Kirche in umfassenden Sinn gesagt wird, das gilt von der Jungfrau Maria im einzelnen. Was von der jungfräulichen Mutter Maria im besonderen gesagt wird, das ist von der jungfräulichen Mutter Kirche im allgemeinen zu verstehen. Wenn die Aussagen über beide ineinander verflochten sind, dann gilt der Satz beinahe vermischt und ununterschieden von beiden.

Leicht erkennt der Verstand in beiden auch die glaubende Seele, die Braut des Wortes Gottes, die Mutter Christi, Tochter und Schwester, Jungfrau und fruchtbare Mutter. In umfassendem Sinn sagt es also die Wahrheit Gottes, das Wort des Vaters, von der Kirche, im besonderen von Maria, im einzelnen von jeder glaubenden Seele. Darum folgt auch: „Im Erbe des Herrn will ich weilen“ (Sir 24,11 Vg), denn: „Erbe des Herrn“ ist in umfassenden Sinn die Kirche, in besonderem Maria und im Einzelsinn jede glaubende Seele. Im Mutterschoß Marias als einem Zelt weilte Christus neun Monate; im Zelt der glaubenden Kirche bis ans Ende der Welt. in der Erkenntnis und Liebe der glaubenden Seele bleibt er auf ewig.
Preis den Herrn!