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Maria

Antworten im Thema: 49 » Der letzte Beitrag (20. Dezember 2012, 18:48) ist von diaconus.

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21

Mittwoch, 22. August 2012, 11:02

22. August - Maria Königin

Dieser Gedenktag wurde von Papst Pius XII. 1954 als Abschluss des marianischen Jahres eingeführt. Maria, in den Himmel aufgenommen; ist Königin des Himmels und der Erde durch ihre Gottesmutterwürde und ihre Mitwirkung an der Erlösung. Es ist der Oktavtag von Maria Aufnahme in den Himmel.
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22

Mittwoch, 22. August 2012, 17:00

Amadeus von Lausanne (+ 1159)
Aus einer Homilie über Maria - Königin der Welt

Schon vor der Aufnahme Marias in den Himmel erstrahlte ihr Name auf der ganzen Erde, ihr erhabener Ruf verbreitete sich überall, noch bevor ihre Hoheit über die Himmel erhoben wurde (vgl. Ps 8,2 Vg). So war es angemessen: um der Ehre ihres Sohnes willen musste die jungfräuliche Mutter zunächst auf der Erde herrschen, dann erst durfte sie den Hummel empfangen; ihr Ruf musste sich zunächst hier unten verbreiten, um dann in die heiliger Fülle in die überirdischen Reiche Eingang zu finden; wie sie in dieser Welt getragen wurde von stets wachsender Kraft (vgl. Ps 84,8 ), so musste sie auch in der anderen Welt durch den Geist des Herrn getragen werden von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.

Als sie noch im Irdischen lebte, kostete sie bereits die Erstlingsgaben des kommenden Reiches: Bald preist sie die unaussprechliche Hoheit Gottes: bald lässt sie sich unsagbarer Liebe zu den Mitmenschen herab. Bald dienen ihr die Engel, bald betet sie Gott an durch den Dienst an den Menschen. Gabriel diente ihr mit den Engeln. Johannes freut sich, dass ihm die jungfräuliche Mutter unter dem Kreuz anvertraut wird, und er dient ihr mit den Aposteln. Die einen freuen sich ihre Königin zu schauen, die anderen, ihre Herrin zu sehen. Alle dienen ihr mit liebender Hingabe

Jetzt thront sie in der hohen Burg des Himmels. Ein Meer göttlicher Gaben strömt von ihr aus, und sie selber gießt über das dürstende Volk der Gläubigen in verschwenderische Fülle jene Gnade aus, durch die sie alle überragt. Sie schenkt dem Leib Gesundheit, der Seele Salbung; sie hat die Macht, vom Tod des Leibes und der Seele zu erwecken. Wer ist jemals von ihr gegangen, krank oder traurig, ohne der himmlischen Geheimnisse innezuwerden? Wer kam nicht nach Hause, froh und glücklich, von der Mutter des Herrn erlangt zu haben was er erbat?

Die Braut, die Mutter des einzigen Bräutigams, ist überreich an hohem Gut. Gütig und liebenswert ist sie ihn ihrer Seligkeit, Quelle im Garten des Lebens, Brunnen lebendigen und lebensspendenden Wassers, das machtvoll vom göttlichen Libanon herabfließt. Vom Berg Zion kommt es, bis es draußen alle Völker umfließt: Ströme des Friedens und Bäche der Gnaden, die vom Himmel kommen. Als die Jungfrau der Jungfrauen von Gott und ihrem Sohn, dem König der Könige, entrückt wurde, jubelten die Engel, freuten sich die Erzengel, der Himmel brach in Lobrufe aus, und die Weissagung des Psalmisten ging in Erfüllung: „Die Braut steht dir zur Rechten, ihr Gewand ist durchwirkt mit Gold und Perlen.“ (Ps 45,10.14)
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23

Samstag, 8. September 2012, 10:19

8. September - Maria Geburt

Durch die Dichtung des Romanos scheint dieses Fest für das 6. Jhdt. vorausgesetzt. Sicher bezeugt ist es für die erste Hälfte des 7. Jhdt. durch das Chronicum paschale. Das Fest wurde zunächst in einer Kirche Jerusalems gefeiert, bevor es Verbreitung in der Gesamtkirche fand.
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24

Mittwoch, 12. September 2012, 11:10

12. September - Maria Namen

Zum Dank für die Befreiung Wiens von der Türkengefahr (Sonntag in der Oktav von Mariä Geburt, 1683) wurde dieses Fest eingeführt und von Papst Innozenz XI. für die ganze Kirche vorgeschrieben. Da es im neuen Generalkalender fehlt (Verdoppelung zu Mariä Geburt), wurde es wegen seiner Bedeutung in unserem Raum in den Regionalkalender als Gedenktag aufgenommen, in Österreich wird es als Fest gefeiert.
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25

Samstag, 15. September 2012, 10:28

15. September - Gedächtnis der Sieben Schmerzen Mariens

Die zum Fest gehörenden liturgischen Texte zeigen die Gottesmutter Maria als Glaubenszeugin, die ihr Ja zum Wort Gottes in der Menschwerdung Jesu durch leidvolle Erfahrungen durchgehalten hat, von der Weissagung Simeons bei der Darbringung des Kindes bis zur Grablegung Jesu. Die Verehrung der „Sieben Schmerzen Mariens“ wurde durch den Servitenorden verbreitet. Pius VII. hat das Fest 1814 zum Dank für seine glückliche Rückkehr aus der Gefangenschaft eingeführt. Heute wird es als Gedenktag begangen.
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26

Montag, 17. September 2012, 11:37

Robert Bellarmin
Maria
Blickt sie auf sich selbst, so sieht sie sich erhoben über alle Rangordnungen der Engel und auf den ersten höchsten Platz unter allen geschaffenen Wesen gesetzt. Sie sieht, wie die Augen aller seligen Himmelsmächte auf sie gerichtet sind, wie sie umflutet ist mit einem Lichtgewande, geschmückt mit einer Krone von zwölf Sternen und den Mond unter ihren Füßen. Wer sollte sich da nicht freuen! Kommt, ihr Töchter Sions, kommt, ihr Christen und bewundert eure Königin im Diadem, mit dem sie ihr Sohn gekrönt hat. Seht eure Königin, die der Morgenstern lobpreist, und deren Schönheit Sonne und Mond anstaunen.
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27

Montag, 17. September 2012, 14:49

Robert Bellarmin
Maria
Blickt sie auf sich selbst, so sieht sie sich erhoben über alle Rangordnungen der Engel und auf den ersten höchsten Platz unter allen geschaffenen Wesen gesetzt. Sie sieht, wie die Augen aller seligen Himmelsmächte auf sie gerichtet sind, wie sie umflutet ist mit einem Lichtgewande, geschmückt mit einer Krone von zwölf Sternen und den Mond unter ihren Füßen. Wer sollte sich da nicht freuen! Kommt, ihr Töchter Sions, kommt, ihr Christen und bewundert eure Königin im Diadem, mit dem sie ihr Sohn gekrönt hat. Seht eure Königin, die der Morgenstern lobpreist, und deren Schönheit Sonne und Mond anstaunen.


Der Text ist ein wunderschönes Loblied auf Maria. Danke! :)

Kleine Frage: Wer ist Robert Bellarmin? Wann hat er gelebt?
Jedenfalls war oder ist er ein großer Verehrer Mariens! :)
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28

Montag, 17. September 2012, 15:26

@ Teresa

Zitat

Der Text ist ein wunderschönes Loblied auf Maria. Danke!
Kleine Frage: Wer ist Robert Bellarmin? Wann hat er gelebt?
Jedenfalls war oder ist er ein großer Verehrer Mariens!

Zu Deinen Fragen, bitte im Heiligen-Thread, Seite 3, unter dem Datum 17. September nachzulesen.
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29

Sonntag, 30. September 2012, 11:53

8. Kapitel der dogmatischen Konstitution „Lumen gentium“ (LG)
1. Teil

Die selige jungfräuliche Gottesmutter Maria im Geheimnis Christi und der Kirche

Vorbemerkung
Das Kapitel umfasst 18 Artikel in 5 Unterkapiteln und war Gegenstand heftiger Diskussionen im Konzil. Durch eine Abstimmung Ende Oktober 1963 wurde mit einer kleinen Mehrheit beschlossen, das Kapitel, wie ursprünglich vorgesehen, in die Kirchenkonstitution einzugliedern und nicht ein selbständiges Dokument zu machen wie es vielfach gewünscht worden war. Im Kompendium von Rahner-Vorgrimmler wurde im einleitenden Kommentar zu diesem Kapitel wörtlich folgendes festgestellt. „Zu einer Würdigung des Kapitels ist nicht nur die Sache zu betrachten, sondern auch die manchmal maßlose Ausweitung der Mariologie (von Umfang und Gestalt der Marienverehrung in manchen Ländern ganz zu schweigen) zur Zeit Pius XII. Demgegenüber bedeutet das Kapitel trotz seiner unproportionellen Länge einen erheblichen Fortschritt.“ Diese Worte der Kommentatoren Rahner-Vorgrimmler weisen darauf hin, dass diese die vor allem von der Volksfrömmigkeit ausgehenden Formen der Marienverehrung störten und auch Pius XII. wegen einer Ausweitung der Mariologie kritisiert wird. Vermutlich störte die Kommentatoren mit den Worten der „maßlosen Ausweitung der Mariologie“ unter anderem das von Papst Pius XII. am 1. 11. 1950 verkündete Dogma der „leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel“, wobei Rahner-Vorgrimmler dabei vergessen, dass der Inhalt des eigentlich so spät verkündeten Dogmas im Volksglauben bereits seit dem 5. Jahrhundert existent war, denn schon zu diesem Zeitpunkt wird in einem Jerusalemer Lektionar dieses Fest am 15. August gefeiert. Außerdem ist es ein alter katholischer Spruch: „Durch Maria zu Jesus“, der für viele Menschen den leichteren Weg zu Jesus weist.

1. Unterkapitel - Einleitung

Artikel 52
Da der gütigste und weiseste Gott die Erlösung der Welt vollenden wollte, „sandte er, als die Fülle der Zeit gekommen war, seinen Sohn, von der Frau geboren … damit wir die Annahme zu Söhnen empfangen“ (Gal 4,4-5). „Er stieg für uns Menschen und um unseres Heils willen vom Himmel herab und ist Fleisch geworden durch den Heiligen Geist aus Maria der Jungfrau“. Dieses göttliche Heilmysterium wird uns offenbar und wird fortgesetzt in der Kirche. Sie hat der Herr als seinen Leib gegründet, und in ihr müssen die Gläubigen, die Christus, dem Haupt, anhangen und mit allen seinen Heiligen verbunden sind, auch das Gedächtnis „vor allem Marias, der glorreichen, allzeit jungfräulichen Mutter unseres Gottes und Herrn Jesus Christus“ feiern.

Artikel 53
Die Jungfrau Maria, die auf die Botschaft des Engels Gottes Wort in ihrem Herzen und in ihrem Leib empfing und der Welt das Leben brachte, wird als wahre Mutter Gottes und des Erlösers anerkannt und geehrt. Im Hinblick auf die Verdienste ihres Sohnes auf erhabener Weise erlöst und mit ihm in enger und unauflöslicher Verbindung geeint, ist sie mit dieser höchsten Aufgabe und Würde beschenkt, die Mutter des Sohnes Gottes und daher die bevorzugte geliebte Tochter des Vaters und das Heiligtum des Heiligen Geistes zu sein. Durch dieses hervorragende Gnadengeschenk hat sie bei weitem den Vorrang vor allen anderen himmlischen und irdischen Kreaturen. Zugleich aber findet sie sich mit allen erlösungsbedürftigen Menschen in der Nachkommenschaft Adams verbunden, ja „sie ist sogar Mutter der Glieder (Christi) … denn sie hat in Liebe mitgewirkt, dass die Gläubigen in der Kirche geboren würden, die dieses Hauptes Glieder sind.“ Daher wird sie auch als überragendes und völlig einzigartiges Glied der Kirche wie auch als ihr Typus und klarstes Urbild im Glauben und in der Liebe gegrüßt, und die katholische Kirche verehrt sie, vom Heiligen Geist belehrt, in kindlicher Liebe als geliebte Mutter.

Artikel 54
Daher will die Heilige Synode mit Bedacht im Rahmen der Lehre von der Kirche, in der der göttliche Erlöser das Heil wirkt, sowohl die Aufgabe Marias im Geheimnis des fleischgewordenen Wortes und seines Mystischen Leibes wie auch die Pflichten der erlösten Menschen gegenüber der Gottesgebärerin, der Mutter Christi und der Mutter der Menschen, vor allem der Gläubigen, beleuchten. Dabei hat sie allerdings nicht im Sin, eine vollständige Lehre über Maria vorzulegen oder Fragen zu entscheiden, die durch die Arbeit der Theologen noch nicht völlig geklärt sind. Ihr Recht behalten daher die in den katholischen Schulen als frei vorgetragenen Auffassungen über jenen, die in der heiligen Kirche nach Christus den höchsten Platz einnimmt und doch uns besonders nahe ist. (vgl. Ansprache Paul VI. im Konzil 4. 12. 1963).
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30

Mittwoch, 3. Oktober 2012, 17:17

8. Kapitel der dogmatischen Konstitution „Lumen gentium“ (LG)
2. Teil

2. Unterkapitel – Die Aufgabe der seligen Jungfrau in der Heilsökonomie

Dieser Abschnitt umfasst die Artikelnummern 55 bis 59 und wird in zwei Teilen in den Thread gestellt.

Artikel 55
Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments und die verehrungswürdige Überlieferung zeigen die Aufgabe der Mutter des Erlösers in der Heilsökonomie immer klarer und legen sie anschaulich vor. Die Bücher des Alten Testamentes beschreiben die Heilgeschichte, durch die die Ankunft Christi in der Welt in langsamem Voranschreiten vorbereitet wird. Diese ersten Dokumente, so wie sie in der Kirche gelesen werden, bieten Schritt für Schritt deutlicher die Gestalt der Frau dar, der Mutter des Erlösers. Sie ist in diesem Licht schon prophetisch in der Verheißung vom Sieg über die Schlange, die den in die Sünde gefallenen Stammeltern gegeben wurde (vgl. Gen. 3,15)., schattenhaft angedeutet. Ähnlich bedeutet sie die Jungfrau, die empfangen und einen Sohn gebären wird, dessen Name Emmanuel heißen wird (vgl. Jes 7,14; vgl. Mich 5,2-3, Mt 1,22-23). Sie ragt unter den Demütigen und Armen des Herrn hervor, die das Heil mit Vertrauen von ihm erhoffen und empfangen. Mit ihr als der erhabenen Tochter Sion ist schließlich nach langer Erwartung der Verheißung die Zeit erfüllt und die neue Heilsökonomie begonnen, als der Sohn Gottes die Menschennatur aus ihr annahm, um durch das die Mysterien seines Fleisches den Menschen von der Sünde zu befreien.

Kommentar
Dieser Artikel zeigt allen Menschen verständlich das Wirken Gottes in der Zeit auf, nämlich, dass er seine Offenbarung nicht auf einmal dem Menschen zugemutet hat sondern sukzessive in Schritten damit der Mensch nicht überfordert wird. Aus diesem Grund sind daher die Texte des AT nicht vom NT zu trennen und die alttestamentlichen Texte im Hinblick auf das Kommen Christi zu lesen, das durch diese prophetischen Worte angekündigt worden ist.

Artikel 56
Der Vater der Erbarmungen wollte aber, dass vor der Menschwerdung die vorherbestimmte Mutter ihr empfangendes Ja sagte, damit auf diese Weise so, wie eine Frau zum Tode beigetragen hat, auch eine Frau zum Leben beitrage. Das gilt in erhabenster Weise von der Mutter Jesu, die das Leben selbst, das alles erneuert, der Welt geboren hat und von Gott mit den einer solchen Aufgaben entsprechenden Gaben beschenkt worden ist. Daher ist es nicht verwunderlich, das es bei den heiligen Vätern gebräuchlich wurde, die Gottesmutter ganz heilig und von jeder Sündenmakel frei zu nennen, gewissermaßen vom Heiligen Geist gebildet und zu einer neuen Kreatur gemacht (Germanus von Konstantinopel, Anastasius von Antiochia, Andreas von Kreta, Sophronius).

Vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis an im Glanz einer einzigartigen Heiligkeit, wird die Jungfrau von Nazareth vom Engel bei der Botschaft auf Gottes Geheiß als „voll der Gnade“! gegrüßt (vgl. Lk 1,28 ), und sie antwortet dem Boten des Himmels: „Siehe ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort“ (Lk 1,38 ). So ist die Adamstochter Maria, dem Wort Gottes zustimmend, Mutter Jesu geworden. Sie umfing den Heilswillen Gottes mit ganzem Herzen und von Sünde unbehindert und gab sich als Magd des Herrn ganz der Person und dem Werk ihres Sohnes hin und diente so unter ihm und mit ihm in der Gnade des allmächtigen Gottes dem Geheimnis der Erlösung. Mit Recht also sind die heiligen Väter der Überzeugung, dass Maria nicht bloß passiv von Gott benutzt wurde, sondern in freiem Glauben und Gehorsam zum Heil der Menschen mitgewirkt hat. So sagt der heilige Irenäus, dass sie „in ihrem Gehorsam für sich und das ganze Menschengeschlecht Ursache des Heils geworden ist.“ Deshalb sagen nicht wenige der alten Väter in ihrer Predigt gern, „dass der Knoten des Ungehorsams der Eva gelöst worden sei durch den Gehorsam Marias; und was die Jungfrau Eva durch den Unglauben gebunden hat, das habe die Jungfrau Maria durch den Glauben gelöst.“ (Irenäus); im Vergleich mit Eva nennen sie Maria „die Mutter der Lebendigen“ (Epiphanius) und öfters betonen sie: Der Tod kam durch Eva, das Leben durch Maria.“ (Hieronymus).
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31

Donnerstag, 4. Oktober 2012, 17:02

8. Kapitel der dogmatischen Konstitution „Lumen gentium“ (LG)
3. Teil

Artikel 57
Diese Verbindung der Mutter mit dem Sohn im Heilswerk zeigt sich vom Augenblick der jungfräulichen Empfängnis Christi bis zu seinem Tod; zunächst das Maria sich eilends aufmachte, um Elisabeth zu besuchen, von dieser wegen ihres Glaubens an das verheißene Heil seliggepriesen wird und der Vorläufer im Mutterschoß aufjubelte (vgl. Lk 1,41-45); dann als bei der Geburt die Gottesmutter ihren erstgeborenen Sohn, der ihre jungfräuliche Unversehrtheit nicht minderte, sondern heiligte (vgl. Laterankonzil, 649 nChr.), den Hirten und Magiern in Freuden zeigte. Als sie ihn aber im Tempel unter Darbringung der Gabe der Armen dem Herrn darstellte, hörte sie wie Simeon gleichzeitig vorherverkündigte, dass der Sohn das Zeichen des Widerspruches sein und die Seele der Mutter das Schwert durchbohren werde, damit die Gedanken aus vielen Herzen offenkundig würden (vgl. Lk 2,34-35). Als die Eltern den Knaben Jesus verloren und mit Schmerzen gesucht hatten, fanden sie ihn im Tempel dem hingegeben, was seines Vaters war; sie verstanden aber das Wort des Sohnes nicht. Und seine Mutter bewahrte all dies betrachtend in ihrem Herzen (vgl. Lk 2,41-51).

Artikel 58
Im öffentlichen Leben Jesu erscheint seine Mutter ausdrücklich am Anfang, da sie bei der Hochzeit zu Kana in Galiläa durch ihr Mitgefühl den Anfang der Zeichen Jesu als des Messias durch ihre Fürbitte veranlasst hat (vgl. Joh 2,1-11). Im Verlauf seiner Verkündigung nahm sie die Worte auf, in denen der Sohn das die Ansprüche und Band von Fleisch und Blut übersteigende Reich predigte und die seligpries, die das Wort Gottes hören und bewahren (vgl. Mk 3,35 und Parall.; Lk 11,27-28 ), wie sie selbst es getreulich tat (vgl. Lk 2,19 und 51). So ging auch die selige Jungfrau den Pilgerweg des Glaubens. Ihre Vereinigung mit dem Sohn blieb sie in Treue bis zum Kreuz, wo sic nicht ohne göttliche Absicht stand (vgl. Joh 19,25), heftig mit ihrem Eingeborenen litt und sich mit seinem Opfer in mütterlichem Geist verband, indem sie der Darbringung des Schlachtopfers, das sie geboren hatte, liebevoll zustimmte. Und schließlich wurde sie von Christus Jesus selbst, als er am Kreuz starb, dem Jünger zur Mutter gegeben mit den Worten: Frau , siehe da dein Sohn (vgl. Joh 19,26-27).

Artikel 59
Da es aber Gott gefiel, das Sakrament des menschlichen Heils nicht eher feierlich zu verkünden, als bis er den verheißenen Heiligen Geist ausgegossen hatte, sehen wir die Apostel vor dem Pfingsttag „einmütig im Gebet verharren mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern“ (Apg 1,14) und Maria mit ihren Gebeten die Gabe des Geistes erflehen, der sie schon bei der Verkündigung überschattet hatte. Schließlich wurde die unbefleckte Jungfrau, von jedem Makel der Erbsünde unversehrt bewahrt, nach Vollendung des irdischen Lebenslaufs mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen und als Königin des Alls vom Herrn erhöht, um vollkommener ihrem Sohn gleichgestaltet zu sein, dem Herrn der Herren (vgl. Offb 19,16) und dem Sieger über Sünde und Tod.
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32

Freitag, 5. Oktober 2012, 16:34

8. Kapitel der dogmatischen Konstitution „Lumen gentium“ (LG)
4. Teil

3. Unterkapitel – Die selige Jungfrau und die Kirche

Artikel 60
Ein einziger ist unser Mittler nach dem Wort des Apostels: „Es gibt nämlich nur einen Gott und nur einen Mittler Gottes und der Menschen, den Menschen Christus Jesus, der sich selbst als Erlösung für alle gegeben hat“ (1 Tim 2,5-6). Marias mütterliche Aufgabe gegenüber den Menschen aber verdunkelt oder mindert diese einzige Mittlerschaft Christi in keiner Weise, sondern zeigt ihre Wirkkraft. Jeglicher heilsame Einfluss der seligen Jungfrau auf die Menschen kommt nämlich nicht aus irgendeiner sachlichen Notwendigkeit, sondern aus dem Wohlgefallen Gottes und fließt aus dem Überfluss der Verdienste Christi, stützt sich auf seine Mittlerschaft, hängt von ihr vollständig ab und schöpft aus ihr seine ganze Wirkkraft. Die unmittelbare Vereinigung der Glaubenden mit Christus wird dadurch aber in keiner Weise gehindert sondern vielmehr gefördert.

Artikel 61
Die selige Jungfrau, die von Ewigkeit her zusammen mit der Menschwerdung des göttlichen Wortes als Mutter Gottes vorherbestimmt wurde, war nach dem Ratschluss der göttlichen Vorsehung hier auf Erden die erhabene Mutter des göttlichen Erlösers, in einzigartiger Weise vor anderen seine großmütige Gefährtin und die demütige Magd des Herrn. Indem sie Christus empfing, gebar und nährte, im Tempel dem Vater darstellte und mit ihrem am Kreuz sterbenden Sohn litt, hat sie beim Werk des Erlösers in durchaus einzigartiger Weise in Gehorsam, Glaube, Hoffnung und brennender Liebe mitgewirkt zur Wiederherstellung des übernatürlichen Leben der Seelen. Deshalb ist sie uns in der Ordnung der Gnade Mutter.

Artikel 62
Diese Mutterschaft Maria in der Gnadenökonomie dauert unaufhörlich fort, von der Zustimmung an, die sie bei der Verkündigung gläubig gab und unter dem Kreuz ohne Zögern festhielt, bis zu ewigen Vollendung aller Auserwählten. In den Himmel aufgenommen, hat sie diesen heilbringenden Auftrag nicht aufgegeben, sondern fährt durch ihre vielfältige Fürbitte fort, uns die Gaben des ewigen Heils zu erwirken. In ihrer mütterlichen Liebe trägt sie Sorge für die Brüder ihres Sohnes, die noch auf der Pilgerschaft sind und in Gefahren und Bedrängnissen weilen, bis sie zur seligen Heimat gelangen. Deshalb wird die selige Jungfrau in der Kirche unter dem Titel der Fürsprecherin, der Helferin, des Beistandes und der Mittlerin angerufen. Das aber ist so zu verstehen, dass es der Würde und Wirksamkeit Christi, des einzigen Mittlers, nicht abträgt und nichts hinzufügt.

Keine Kreatur nämlich kann mit dem menschgewordenen Wort und Erlöser jemals in einer Reihe aufgezählt werden. Wie vielmehr am Priestertum Christi in verschiedener Weise einerseits die Amtspriester, andererseits das gläubige Volk teilnehmen und wie die eine Gutheit Gottes auf die Geschöpfe in verschiedener Weise wirklich ausgegossen wird, so schließt auch die Einzigkeit der Mittlerschaft des Erlösers im geschöpflichen Bereich eine unterschiedliche Teilnahme an der einzigen Quelle in der Mitwirkung nicht aus, sondern erweckt sie.

Eine solche untergeordnete Aufgabe Marias zu bekennen, zögert die Kirche nicht, sie erfährt sie auch ständig und legt sie den Gläubigen ans Herz, damit sie unter diesem mütterlichen Schutz dem Mittler und Erlöser inniger anhangen.

Kommentar
Man beachte besonders, dass der Begriff „Miterlöserin“ nie oder auch nur andeutungsweise in diesem Konzilsdokument verwendet wird. Ebenso wird im 3. Absatz des Artikels 62 darauf verwiesen, dass die Mittlerschaft Maria mit jener von Jesus Christus nicht ident ist sondern dass Maria eine untergeordnete Aufgabe hat.
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Freitag, 5. Oktober 2012, 17:55

@ Diaconus

Wenn ich mir so anschaue, wie heftig von einigen Leuten für ein neues Dogma, nämlich Maria = Miterlöserin, gekämpft wird, dann bin ich über Deine Zusammenfassung der Konzilsdokumente richtig dankbar. Besonders den Hinweis von Dir, daß der Titel "Miterlöserin" in den Konzilstexten überhaupt nicht auftaucht, halte ich für bedenkenswert. Danke!

Hinzu kommt auch, daß ein solches neues Dogma für die Ökumene mit den Orthodoxen schädlich wäre.

Ich denke, wir dürfen und können die Heilige Maria auch ohne diesen Titel verehren - und nehmen dankbar ihre Hilfe als Fürsprecherin für uns schwache Menschen an. Ich bin so froh, daß uns durch die Heilige Maria ein Stück mütterliche Fürsorge geschenkt wird. :)
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34

Samstag, 6. Oktober 2012, 16:42

8. Kapitel der dogmatischen Konstitution „Lumen gentium“ (LG)
5. Teil

Artikel 63
Die selige Jungfrau ist aber durch das Geschenk und die Aufgabe der göttlichen Mutterschaft, durch die sie mit ihrem Sohn und Erlöser vereint ist, und durch ihre einzigartigen Gnade und Gaben auch mit der Kirche auf das innigste verbunden. Die Gottesmutter ist wie schon der heilige Ambrosius lehrte, der Typus der Kirche unter der Rücksicht des Glaubens, der Liebe und der vollkommenen Einheit mit Christus. Im Geheimnis der Kirche, die ja auch selbst mit Recht Mutter und Jungfrau genannt wird, ist die selige Jungfrau Maria vorangegangen, da sie in hervorragender und einzigartiger Weise das Urbild sowohl der Jungfrau wie der Mutter darstellt. Im Glauben und Gehorsam gebar sie den Sohn des Vaters auf Erden, und zwar ohne einen Mann zu erkennen, vom Heiligen Geist überschattet, als neue Eva, die nicht der alten Schlange, sondern dem Boten Gottes einen von keinem Zweifel verfälschten Glauben schenkte. Sie gebar aber einen Sohn, den Gott gesetzt hat, zum Erstgeborenen unter vielen Brüdern (Röm 8,29), den Gläubigen nämlich, bei deren Geburt und Erziehung sie in mütterlicher Liebe mitwirkt.

Artikel 64
Nun aber wird die Kirche, indem sie Maria geheimnisvolle Heiligkeit betrachtet, ihre Liebe nachahmt und den Willen des Vaters getreu erfüllt, durch die gläubige Annahme des Wortes Gottes auch selbst Mutter: Durch Predigt und Taufe nämlich gebiert sie die vom Heiligen Geist empfangenen und aus Gott geborenen Kinder zum neuen unsterblichen Leben. Auch sie ist Jungfrau da sie das Treuewort das sie dem Bräutigam gegeben hat, unversehrt und rein bewahrt und in Nachahmung der Mutter ihres Herrn in der Kraft des Heiligen Geistes jungfräulich einen unversehrten Glauben, eine feste Hoffnung und eine aufrichtige Liebe bewahrt.

Artikel 65
Während aber die Kirche in der seligsten Jungfrau schon zur Vollkommenheit gelangt ist, in der sie ohne Makel und Runzel ist (vgl. Eph 5,27), bemühen sich die Christgläubigen noch, die Sünde zu besiegen und in der Heiligkeit zu wachsen. Daher richten sie ihre Augen auf Maria, die der ganzen Gemeinschaft der Auserwählten als Urbild der Tugenden voranleuchtet. Indem die Kirche über Maria in frommer Erwägung nachdenkt und sie im Licht des menschgewordenen Wortes betrachtet, dringt sie verehrend in das erhabene Geheimnis der Menschwerdung tiefer ein und wird ihrem Bräutigam mehr und mehr gleichgestaltet. Denn Maria vereinigt, da sie zuinnerst in die Heilsgeschichte eingegangen ist, gewissermaßen die größten Glaubensgeheimnisse in sich und strahlt sie wider. Daher ruft ihre Verkündigung und Verehrung die Gläubigen hin zu ihrem Sohn und seinem Opfer und zur Liebe des Vaters. Die Kirche aber wird, um die Ehre Christi bemüht, ihrem erhabenen Typus ähnlicher durch dauerndes Wachstum in Glaube , Hoffnung und Liebe und durch das Suchen und Befolgen des Willen Gottes in allem. Daher blickt die Kirche auch in ihrem apostolischen Wirken mit Recht zu ihr auf, die Christus geboren hat, der dazu vom Heiligen Geist empfangen und von der Jungfrau geboren wurde, dass er durch die Kirche auch in den Herzen der Gläubigen geboren werde und wachse. Diese Jungfrau war in ihrem Leben das Beispiel jener mütterlichen Liebe, von der alle beseelt sein müssen, die in der apostolischen Sendung der Kirche zur Wiedergeburt der Menschen mitwirken
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Sonntag, 7. Oktober 2012, 16:11

8. Kapitel der dogmatischen Konstitution „Lumen gentium“ (LG)
6. Teil
4. Unterkapitel – Die Verehrung der seligen Jungfrau in der Kirche

Artikel 66
Maria wird durch Gottes Gnade nach Christus, aber vor allen Engeln und Menschen erhöht, mit Recht, da sie ja die heilige Mutter Gottes ist und in die Mysterien Christi einbezogen war, von der Kirche mit einem Kult eigener Art geehrt. Schon seit ältestster Zeit wird die selige Jungfrau unter dem Titel der „Gottesgebärerin“ verehrt, unter deren Schutz die Gläubigen in allen Gefahren und Nöten bittend Zuflucht nehmen. Vor allem seit der Synode von Ephesus ist die Verehrung des Gottesvolkes gegenüber Maria wunderbar gewachsen in Verehrung und Liebe, in Anrufung und Nachahmung, gemäß ihren eigenen prophetischen Worten: „Selig werden mich preisen alle Geschlechter, da mir Großes getan, hat, der da mächtig ist“ (Lk 1,48 ). Dieser Kult, wie er immer in der Kirche bestand, ist zwar durchaus einzigartig, unterscheidet sich aber wesentlich vom Kult der Anbetung, der dem menschgewordenen Wort gleich dem Vater und dem Heiligen Geist dargebracht wird, und er fördert diesen gar sehr. Die verschiedenen Formen der Verehrung der Gottesmutter, die die Kirche im Rahmen der gesunden und rechtgläubigen Lehre je nach den Verhältnissen der Zeiten und Orte und je nach Eigenart und Veranlagung der Gläubigen anerkannt hat, bewirken, dass in der Ehrung der Mutter des Sohnes, um dessentwillen ist (vgl. Kol 1,15-16) und in den nach dem Wohlgefallen des ewigen Vater die ganze Fülle wohnt (Kol 1,19), richtig erkannt, geliebt, verherrlicht wird und seine Gebote beobachtet werden.

Artikel 67
Diese katholische Lehre trägt die Heilige Synode wohlbedacht vor. Zugleich ermahnt sie alle Kinder der Kirche, die Verehrung, vor allem die liturgische, der seligen Jungfrau großmütig zu fördern, die Gebräuche und Übungen der Andacht zu ihr, die im Laufe der Jahrhunderte vom Lehramt empfohlen wurden, hochzuschätzen und das, was in früherer Zeit über die Verehrung der Bilder Christi, die selige Jungfrau und die Heiligen festgesetzt wurde, ehrfürchtig zu bewahren. Die Theologen und die Prediger des Gotteswortes ermahnt sie aber eindringlich, sich ebenso jeder falschen Übertreibung, wie zu großer Geistesenge bei der Betrachtung der einzigartigen Würde der Gottesmutter sorgfältig zu enthalten. Unter der Führung des Lehramtes sollen sie in der Pflege des Studiums der Heiligen Schrift, der heiligen Väter und Kirchenlehrer und der kirchlichen Liturgien die Aufgaben und Privilegien der seligen Jungfrau recht beleuchtend, die sich immer auf Christus beziehen, den Ursprung aller Wahrheit, Heiligkeit und Frömmigkeit. Sorgfältig sollen sie vermeiden, was in Wort, Schrift oder Tat die getrennten Brüder oder jemand anders bezüglich der wahren Lehre der Kirche in Irrtum führen könnte. Die Gläubigen aber sollen eingedenk sein, dass die wahre Andacht weder in unfruchtbarem und vorübergehendem Gefühl noch in irgendwelcher Leichtgläubigkeit besteht, sondern aus dem wahren Glauben hervorgeht, durch den wir zur Anerkennung der Erhabenheit der Gottesmutter geführt und zur kindlichen Liebe zu unserer Mutter und zur Nachahmung ihrer Tugenden angetrieben werden.
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36

Sonntag, 7. Oktober 2012, 16:20

7. Oktober - Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz

Papst Pius V. setzte dieses Fest 1573 für Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz als Gedächtnisfeier zum Dank für den Sieg über die Türken als Erinnerung an die Schlacht bei Lepanto (7. Oktober 1571) ein. Den Sieg schrieb er der Hilfe der heiligen Gottesmutter zu, deren Hilfe er im Rosenkranzgebet erfleht hatte. Papst Clemens XI. ordnete die Feier für die ganze Kirche an, nachdem die christlichen Heere im August 1716 bei Peterwardein neuerlich über die Türken siegten. Leo XIII. verfügte 1883 die Anrufung „Königin des Hochheiligen Rosenkranzes“ in die Lauretanische Litanei ein. Die Feier dieses Tage ermuntert alle Gläubigen, unter Leitung der heiligen Jungfrau Maria, die Geheimnisse Christi im Rosenkranz zu betrachten, denn sie ist mit der Menschwerdung, dem Leiden und der glorreichen Auferstehung des Gottessohnes in einzigartiger Weise verbunden.
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Montag, 8. Oktober 2012, 16:44

8. Kapitel der dogmatischen Konstitution „Lumen gentium“ (LG)
7. Teil und Schluss

5. Unterkapitel – Maria als Zeichen der sicheren Hoffnung und des Trostes für das wandernde Gottesvolk

Artikel 68
Wie die Mutter Jesu, im Himmel schon mit Leib und Seele verherrlicht, Bild und Anfang der in der kommenden Weltzeit zu vollendenden Kirche ist, so leuchtet sie auch hier auf Erde in der Zwischenzeit bis zur Ankunft des Tages des Herrn (vgl. 2 Petr 3,10) als Zeichen der sicheren Hoffnung und des Trostes dem wandernden Gottesvolk voran.

Artikel 69
Dieser Heiligen Synode bereitet es große Freude und Trost, dass auch unter den getrennten Brüdern solche nicht fehlen, die der Mutter des Herrn und Erlösers die gebührende Ehre erweisen, dies besonders unter den Orientalen, die sich zur Verehrung der allzeit jungfräulichen Gottesmutter mit glühenden Eifer und andächtiger Gesinnung vereinen. Alle Christgläubigen mögen inständig zur Mutter Gottes und Mutter der Menschen flehen, dass sie, die den Anfängen der Kirche mit ihren Gebeten zur Seite stand, auch jetzt, im Himmel über alle Seligen und Engel erhöht, in Gemeinschaft mit allen Heiligen bei ihrem Sohn Fürbitte einlege, bis alle Völkerfamilien, mögen sie den christlichen Ehrenamen tragen oder ihren Erlöser nicht kennen, in Friede und Eintracht glückselig zum einen Gottesvolk versammelt werden, zur Ehre der heiligsten und ungeteilten Dreifaltigkeit.
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Lactantius

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38

Mittwoch, 31. Oktober 2012, 20:01

7. Oktober - Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz

Papst Pius V. setzte dieses Fest 1573 für Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz als Gedächtnisfeier zum Dank für den Sieg über die Türken als Erinnerung an die Schlacht bei Lepanto (7. Oktober 1571) ein. Den Sieg schrieb er der Hilfe der heiligen Gottesmutter zu, deren Hilfe er im Rosenkranzgebet erfleht hatte. Papst Clemens XI. ordnete die Feier für die ganze Kirche an, nachdem die christlichen Heere im August 1716 bei Peterwardein neuerlich über die Türken siegten. Leo XIII. verfügte 1883 die Anrufung „Königin des Hochheiligen Rosenkranzes“ in die Lauretanische Litanei ein. Die Feier dieses Tage ermuntert alle Gläubigen, unter Leitung der heiligen Jungfrau Maria, die Geheimnisse Christi im Rosenkranz zu betrachten, denn sie ist mit der Menschwerdung, dem Leiden und der glorreichen Auferstehung des Gottessohnes in einzigartiger Weise verbunden.


KÖNIGIN DES ROSENKRANZES
Das hier ist eine kurze und gute Vorstellung der Entwicklung des Rosenkranzes. Die Gottesmutter hat in Fatima den Hoheitstitel, der IHR von Papst Leo XIII. gegeben wurde, bestätigt. Am 13. oktober 1917 sagte sie zu den Seherkindern Lucia, Francisco und Jacinta: "Ich bin Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz."
Man mag sich zuweilen fragen, warum den Rosenkranz? Und es mögen auch viele plausible Argumente dafür sprechen, im Grunde genommen jedoch bleibt die Antwort das Geheimnis der Gottesmutter. Viel wichtiger scheint mir der Hinweis darauf zu sein, dass es die Mutter Jesu und unsere himmlische Mutter war, die diesen Wunsch äusserte und Grosses durch ihn versprach. Ziemt es sich für ein wohlerzogenes Kind nicht, den Wunsch einer Mutter, auch wenn alle Hintergründe nicht erhellt sind, zu erfüllen?

diaconus

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Donnerstag, 8. November 2012, 16:32

Meditation zum Freudenreichen Rosenkranz

Erstes Geheimnis: ... den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast

Heilige Maria, immer noch klingen in dir die Worte der Offenbarung nach: „Siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben".

Dieser Augenblick hat alles in dir verändert. Das ganze Leben hat für dich einen anderen Sinn erhalten. Aber du hast das bedingungslose „JA" zur Anfrage Gottes gesagt, ohne zu wissen was das alles bedeutet und was alles auf dich zukommt.

Nicht nur für dich hat die Botschaft des Engels das Leben verändert. Auch für uns wurde eine neue Dimension der Gottesbeziehung in unserem Leben geöffnet.

Heilige Maria, deine Fürsprache öffne unsere Herzen für die Worte Gottes, für den Anruf deinem Sohn nachzufolgen. Gib, dass auch wir die Botschaft annehmen. Denn dein Sohn will auch in uns Mensch werden und uns in die Kindschaft zum Vater hineinnehmen.

Zweites Geheimnis: ... den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast

Maria, du bist mit dem Kind unter deinem Herzen zu Elisabeth gegangen. Es ist der Wille Gottes, dass wir Jesus deinen Sohn und Gottes Sohn zu den Menschen bringen, wenn er in unser Leben getreten ist und wir versuchen ihm nachzufolgen.

Wir hoffen, wenn wir zu dir, Maria, kommen, betend um deine Fürsprache bei dir zu verweilen, damit der Geist, der dich erfüllte, auch uns erfassen und in uns wirksam wird.

Dieser Geist Gottes, der uns zugekommen ist, der sich offenbart in unserem ganzen Wesen, in unserem Tun, in jedem Wort, das wir sagen, dieser Geist strahlt aus und strömt auf andere Menschen über.

Heilige Maria, wir bitten dich als unsere Fürsprecherin bei deinem Sohn, dass er seinen Geist über uns ausgießt und uns durch ihn auf dem rechten Weg führt.
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diaconus

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40

Donnerstag, 8. November 2012, 16:46

Meditation zum Freudenreichen Rosenkranz - Fortsetzung

Drittes Geheimnis:….. den du, o Jungfrau, zu Bethlehem geboren hast

Jesus, Du bist nicht in Reichtum und Pracht geboren worden, sondern du kamst als das Kind armer Leute in einer Krippe auf diese Welt.

So kommst du als Gottes Sohn zu uns Menschen. Ohne Pracht und Herrlichkeit. Du willst uns, seinen Menschengeschwistern, nichts voraus haben.

Maria, du darfst als Mutter in diesem Kind den ewigen Sohn des ewigen Vaters in deinen Händen halten.

Dieses Werk Gottes zeigt uns, dass nicht Glanz und Reichtum wichtig sind, um das Reich Gottes in einem Leben zu erlangen, das dir wohlgefällig ist.

Heilige Maria, bitte für uns, dass wir bereit sind auf Reichtum und Glanz zu verzichten so dass wir für die wirklichen Werte des Lebens ein Vorbild den Menschen werden.


Viertes Geheimnis: ... den du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast

Heilige Maria, Du hast Deinen Sohn zum Tempel gebracht. Der Sohn Gottes wurde, wie ein Menschenkind als Erstgeborener, dem ewigen Vater dargebracht.

Doch dieser Erstgeborene ist zugleich der Erstgeborene, der einziggeborene Sohn Gottes selber.

Mit zwei Tauben, der Gabe armer Leute, wolltest du deinen Sohn, gemäß dem Gesetz freikaufen. Doch dieses Kind, den einzig Geborenen Sohn Gottes, kann der himmlische Vater nicht aus seinem Dienst für die Menschen entlassen.

Der greise Simeon hat deinen Sohn als den verheißenen Messias erkannt und gepriesen; dir aber gleichzeitig angekündigt, dass ein Schwert dein Herz durchbohren wird.

Maria, du warst gehorsam gegenüber dem Vater. Gib, dass auch wir IHM so gehorsam sein können, wie Du. Bitte für uns, um diesen Gehorsam.


Fünftes Geheimnis: ... den Du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast

Maria, du bist mit deinem, nach dem Gesetz mündig gewordenen, Sohn zum Tempel nach Jerusalem gepilgert. Er hat mit den anderen Pilgern unterwegs gebetet: „Wie freute ich mich, da man mir sagte: Wir ziehen zum Haus des Herrn".

Auf dem Heimweg vermisst du ihn. Du suchtest ihn drei Tage bis du ihn im Tempel wiederfindest.

Die Antwort deines Sohnes „Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?" zeigt dir erstmals, dass der Knabe eine Weisung von seinem himmlischen Vater erhalten hat.

Maria, du lerntest daraus zu verstehen: das wichtigste für deinen Sohn ist, den Willen des himmlischen Vaters zu tun.

Herr Jesus Christus, gib, dass wir, wie Maria, lernen, den Willen des Vaters zu verstehen und ihm zu folgen. Dass wir jenen Gehorsam lernen, der dich und deine Mutter ausgezeichnet hat.
Preis den Herrn!