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Christliches Leben

Antworten im Thema: 369 » Der letzte Beitrag (19. September 2016, 16:54) ist von diaconus.

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21

Donnerstag, 30. Juni 2011, 19:31

RE: Klaus Wowereit zum Papstbesuch in Berlin

In der Tagespost war von einem Interview zu lesen, das der Regierende Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) der Katholischen Nachrichten Agentur (KNA) gegeben hat, in dem er noch vor dem Papstbesuch eine Diskussion über katholische Moralvorstellungen, vor allem hinsichtlich Homosexualität und Verhütung, fordert. Außerdem verteidigt er die geplanten Lesben- und Schwulenproteste zum Papstbesuch.

Herr Wowereit erklärt sich gern zum Katholiken, hat sich aber auch als Homo geoutet, der mit einem Partner lebt. Ein wirklich gläubiger Katholik kann diese Fakten nicht unter „einen Hut“ bringen, denn die Offenbarung Gottes in Lev 18,22 ist eindeutig.

Aber Hr. Wowereit will halt, dass die Morallehre der Kirche seinen Wünschen und Vorstellungen angepasst wird um „sünden- und faltenlos“ vor der Welt da zu stehen. Eine andere Möglichkeit und zwar der ehrlichere Weg wäre, dass Hr. Wowereit die Kirche verlässt, die glaubensmäßig nicht mehr die Seine ist. So hat es auch Karl Rahner einige Zeit vor seinem Tod gesagt. Aber die SPD´ler, Grünen und Linken meinen halt und bilden sich ein, dass sie das „non-plus-ultra“ sind und daher alles sich nach ihren atheistischen Wünschen zu richten hat, was sicher in Glaubensfragen nie der Fall sein wird.


Christus sagt bekanntlich: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." - Das zeigt doch, wo die Wahrheit zu finden ist! Die Wahrheit ist weder durch Mehrheitsbeschlüsse noch durch Wünsche einzelner Menschen modifizierbar. Das gilt nicht nur für Herrn Wowereit sondern für jeden einzelnen von uns.
Ich würde Herrn Wowereit gar nicht unbedingt raten, die Kirche zu verlassen, sondern ihm vielmehr wünschen, daß er der Wahrheit allmählich näher kommt. Vielleicht wird auch ihm eines Tages Einsicht geschenkt. Man soll die Hoffnung nie aufgeben!
Obl.OSB

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22

Montag, 4. Juli 2011, 19:03

Jugendkatechismus „Youcat“

In einer Meldung der Nachrichtenagentur idea ist zu lesen, dass der katholische Jugendkatechismus Youcat binnen weniger Wochen im deutschsprachigen Raum 105.000 mal verkauft wurde. Jetzt sind Überlegungen im Gange, dass dieser jetzt über elektronische Medien noch weiter verbreitet werden soll.
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23

Montag, 4. Juli 2011, 19:34

RE: Jugendkatechismus „Youcat“

In einer Meldung der Nachrichtenagentur idea ist zu lesen, dass der katholische Jugendkatechismus Youcat binnen weniger Wochen im deutschsprachigen Raum 105.000 mal verkauft wurde. Jetzt sind Überlegungen im Gange, dass dieser jetzt über elektronische Medien noch weiter verbreitet werden soll.


Möge der Jugendkatechismus dazu beitragen, daß die jungen Leute wieder mehr über den Glauben unserer Kirche erfahren!

Ich freue mich sehr über den Erfolg des "Youcat"! :c014:
Obl.OSB

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24

Dienstag, 5. Juli 2011, 16:53

Christliches Leben

Ein „kleines Nachdenken“ darüber


Jeder Mensch, der getauft wird, wird durch das Sakrament der Taufe mit Gott verbunden. Dies ist der erste Schritt zum Christsein. In der Regel erfolgt traditionsgemäß die Taufe als Säugling, Die Eltern, aber wenn diese nicht christlich sind, dann vor allem der Pate/die Patin, haben die Aufgabe den Täufling auf den richtigen Weg eines Christen zu bringen. Dazu gehört es die Grundlagen des Glaubens dem Kind in Wort und Vorleben (Zeugnis) beizubringen.

Erfolgt die Taufe erst später, im Schulalter oder sogar erst im Erwachsenenalter, dann sind die Grundlagen des christlichen Glaubens entsprechend der Entwicklungsstufe des jeweiligen Taufbewerbers zu vermitteln, wobei jedoch auch in diesen Fällen das Wort und das persönliche Zeugnis der Christen der Umgebung wichtig sind.

Die Grundlage des christlichen Glaubens ist und bleibt in erster Linie die Offenbarung, die Bibel, also Altes und Neues Testament. Dabei ist zu beachten, dass das Alte Testament unverändert gilt, sofern es nicht durch Worte Jesu oder Handlungen aufgehoben wurde, denn Jesus hat eindeutig gesagt: „Denkt nicht, ich sei gekommen, das Gesetz und die Propheten aufzuheben.“ (Mt 5,17)

Katholiken haben in ihrem christlichen Leben noch die Lehre und Tradition der Kirche zu beachten, wobei die gesamte Lehre aus der Offenbarung und Lehre der Kirche im Katechismus (KKK) zusammengefasst ist, der für jeden Katholiken verpflichtend ist.

In der heutigen Zeit gibt es bei jenen Katholiken, die sich ihren Glauben gerne selbst zusammenstellen vor allem immer wieder Ausreden. Auf besonders drei wichtige Ausreden, die immer wieder vorgebrachten werden, möchte ich im Detail eingehen.

Die erste Ausrede ist: „Dazu hat Jesus nichts gesagt, daher ist es nicht verboten“, die vor allem von jenen kommen, die gegen eine Vorschrift aus dem AT sündigen bzw. auftreten wollen. Mit dieser Ausrede zeichnet sich besonders eine gewissen Lobby aus, die bewusst gegen die Schöpfung Gottes und den dazugehörigen Moralvorstellungen verstößt. Dazu ist nur eine Frage zu stellen: Hat Jesus die Gebote des Dekalogs aufgehoben, weil ER sie nicht besonders erwähnt hat? Nein, diese gelten unverändert weiter. Die oben erwähnte Aussage von Jesu in Mt 5,17 genügt um Klarheit zu geben.

Eine weitere Ausrede, die in dieselbe Richtung geht um die Bestimmungen des AT nicht zur Kenntnis nehmen und einhalten zu müssen, ist immer wieder, dass die Speisevorschriften des AT ja auch nicht eingehalten werden müssen und daher aufgehoben, sind also das AT nicht mehr gilt. Wer sich darauf beruft, verfälscht bewusst die Aussagen Jesu, der in Mk 7,19 über die Speisen sprach: „Denn es gelangt ja nicht in sein Herz, sondern in den Magen und wird wieder ausgeschieden. Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein.“ Eine weitere Stelle, die diesen Bereich betrifft, ist Apg 10,15 wo Gott zu Petrus sagt: „Was Gott für rein erklärt, nenne du nicht unrein!“ als dieser in der Vision in Joppe dazu aufgefordert wird „Unreines“ zu essen.

Die dritte Ausrede ist gerne, dass das Gewissen des Menschen immer höher steht als alles Andere. Dazu ist festzustellen, dass es sowohl das gebildete Gewissen als auch das irrige Gewissen gibt: Grundsätzlich muss das Gewissen eines Menschen wohl gebildet sein. In diesem Fall sind Vernunft und göttliches Gesetz (= Offenbarung und Lehre der Kirche) im Einklang (KKK 1786/1787). Nur wenn eine Handlung unter dieser Prämisse steht, entspricht sie dem wohlgebildeten Gewissen Denn so lautet KKK 1794: „Das gute und reine Gewissen wird durch den wahren Glauben erleuchtet, denn die christliche Liebe geht gleichzeitig „aus reinem Herzen, guten Gewissen und ungeheuchelten Glauben“ hervor (1 Tim 1,5)“

Das irrende Gewissen (KKK 1790 – 1793) hingegen kommt meist durch die Schuld des Menschen zustande. Meist ist der Mensch an der Unkenntnis selbst schuld, weil er sich nicht mit der Offenbarung bzw. deren richtigen Auslegung und der Lehre der Kirche befasste oder nicht befassen wollte. In Nr. 1792 KKK wird u. a. deutlich darauf hingewiesen, dass der „Anspruch auf eine falsch verstandene Gewissensautonomie“ sowie die „Zurückweisung der Autorität der Kirche und ihrer Lehre“ wichtige Elemente für ein irriges Gewissen sind.

Aufgrund dieser Ausführungen aus dem Katechismus der katholischen Kirche ist klar ersichtlich, dass das Gewissen eines Menschen nicht auf seiner persönlichen Meinung beruhen kann sondern dass es sehr wohl wichtigste Grundlagen dafür gibt, die dabei zu beachten sind.
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25

Sonntag, 10. Juli 2011, 17:43

Mehr theologische Bücher lesen

In der Tagespost ist ein Kommentar von Thomas Stübinger, Subregens am Bischöflichen Priesterseminar der Diözese Eichstätt, unter dem Titel „Ihr Priester, lest mehr!“ zu lesen. Dieser Kommentar empfiehlt den Priestern mehr theologisches zu lesen, dass ihr theologisches Studium nicht mit dem Theologie-Diplom zu Ende ist sondern dass dieses durch Lesen entsprechender Fachliteratur laufend ausgeweitet werden soll/muss. Diese Forderung entspricht genau jener, die auch an einen Manager in der Wirtschaft gestellt wird, der, sowohl laufend entsprechende Fachbücher lesen oder Fachseminare besuchen muss, wenn er nicht stagnieren will und auf den bisherigen Wissensstand stehen bleiben will.

Auf Grund meiner Seelsorge-Erfahrung möchte ich dazu feststellen, dass diese Forderung nicht nur an die Geweihten zu richten ist sondern auch an alle Laien, die ihren Glauben ernst nehmen wollen. Das Mindestwissen über das jeder katholische Laie verfügen sollte, wäre den Inhalt des offiziellen Katechismus der Katholischen Kirche, der die Lehre der Kirche enthält, zu kennen sowie dass eine Einheitsübersetzung der Bibel in jedem Haushalt vorhanden ist. Weiters ist es sicher kein Fehler weiterführende theologische Literatur zu lesen wobei jedoch zu beachten, dass man nur jene lesen sollte, die der Lehre der Kirche entspricht. Leider ist in dieser Richtung sehr viel modernistischer „Mist“ auf dem Markt, der eher vom gesunden, wahren und reinen Glauben wegführt bzw. diesen verdunsten lässt als diesen in der richtigen Richtung fördert bzw. weiterentwickelt. Bedenkenlos können die Bücher von Papst Benedikt XVI. bzw. Johannes Paul II: geschrieben wurden, gelesen werden sowie von jenen Autoren, die bekannt sind, dass sie die Lehre der Kirche vertreten. Außerdem sind die Dokumente der Kirche (Enzykliken, Apostolische Schreiben usw.) auch käuflich erhältlich. Also es stehen auch dem Laien genügend Hilfsmittel zur Verfügung seinen Glauben im Sinne der Lehre der Kirche zu vertiefen.
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26

Freitag, 15. Juli 2011, 17:01

Verbreitete Esoterik und Okkultismus

Als Seelsorger im Heilungs- und Befreiungsdienst musste ich immer wieder feststellen, dass Esoterik und Okkultismus unter den Christen sehr weit verbreitet ist. Mehr als es auf den ersten Blick zu erwarten ist. Ich selbst hatte es vorher nicht geglaubt bis ich damit dann praktisch laufend konfrontiert worden war.

Selbst bei praktizierenden Christen, die einerseits von sich sagen, dass sie wirklich glauben und die auch regelmäßige Kirchengänger sind, stellt man in Gesprächen, wenn sie so manches erzählen oder sogar darüber klagen, dass sie in irgendeiner Form in Esoterik oder Okkultismus verstrickt sind.

Das beginnt beim Gesundbeten-lassen (in Bauernkreisen sehr beliebt), Homöopathie, Bach-Blüten und setzt sich fort bis zum Schamanismus, Wahrsagerei, Kartenlegen, Seancen (Beschwörungen) u. dgl. mehr.

So wie es eine umfangreiche esoterische und okkulte Literatur gibt, ist auch eine entsprechende Literatur vorhanden, die auf die mit Esoterik und Okkultismus verbundenen Gefahren aufmerksam macht. Nur diese Literatur findet man meist nur wenn man in Buchhandlungen gezielt nachfragt oder eben in guten christlichen Verlagen.

Ein sehr gutes diesbezügliches Buch ist von Dr. A. Koch, Arzt, Psychotherapeut und Theologe, „Seelsorge und Okkultismus“ in dem er aus seiner praktischen Erfahrung innerhalb der evangelischen Landeskirchen Deutschland schreibt. Er war für diese so etwas wie ein Exorzist in der katholischen Kirche. Dieses Buch (ca. 800 Seiten, aus den 80er-Jahren) hat einen wissenschaftlichen Teil (ca. 1/3) und der Rest ist eine Beschreibung seiner Erfahrungen. Dass dieses Buch gut war zeigt, dass es eine Auflage von weit über 100.000 Exemplaren erreicht hatte, wahrscheinlich heute nur mehr antiquarisch erhältlich.

Ebenso ein Fachmann ist Dr. Clemens Pilar, COp, Theologe, mit seinem Buch „Esoterik und Christentum.“ Von ihm gibt es noch weitere Bücher. Und natürlich, last not least,, die Bücher von Gabriele Amorth, Vatikan-Exorzist, der über diese Themen und aus seinen Erfahrungen schreibt.

Eines vergessen die Katholiken, dass sie mit diesen Praktiken eine Sünde gegen das 1. und 2. Gebot begehen. Dies ist auch im Beichtspiegel GL 62/1 nachzulesen wo es heißt: „Suche ich Rat und Hilfe im Aberglauben, Wahrsagerei, Astrologie, Spiritismus?“
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27

Sonntag, 17. Juli 2011, 16:27

Esoterik im Vormarsch

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur idea gewinnt die Esoterik in Deutschland immer mehr an Einfluss, denn mehr als die Hälfte der Einwohner lassen sich davon beeinflussen. Nur eine Minderheit steht ablehnend gegenüber. Darauf hat eine im Deutschlandfunk Köln am 16. Juni ausgestrahlte Sendung aufmerksam gemacht.

Laut Umfragen glauben 52 Prozent, dass die sogenannten „ganzheitlichen“ Heilverfahren wie Reiki oder Bach-Blüten ernstzunehmende Alternativen zur Schuldmedizin sind und wird von der Mehrzahl der daran “Glaubenden“, nämlich von 80 Prozent der Frauen und 60 Prozent der Männer, angewandt. Außerdem glauben 48 Prozent der Befragten einer Umfrage von Emnid, dass der Stand der Sonne und der Sterne das körperliche und seelische Wohlbefinden beeinflussen.

Nach den Aussagen von Sabine Riede, Geschäftsführerin des Vereins „Sekteninfo NRW“ ist die Esoterik in drei Gebiete und zwar in Zukunftsvorhersagen, Lebenshilfe und Wunderheilung zu unterteilen. Die Dipl.. Psychologin Uta Bange (Essen), Autorin des Buches „Die Esoterisierung der Gesellschaft“, findet diese Bereich bedenklich, da psychisch labile Menschen den falschen Versprechungen aufsitzen können. Nach ihrer Ansicht können die Kirchen die Bedürfnisse nach Spiritualität nicht mehr erfüllen weil sie Gemeinschaft und Nächstenliebe verlangen, während die Esoterik spektakulärer und konsumorientierter seien und dem Wunsch der eigenen Bedürfnisbefriedigung eher erfüllen.

Mein Kommentar:
Ich verweise dazu auf meinem Post vom Freitag, 15. Juli 2011, 17:01, (siehe oben) sowie auf meine Kommentare im „Literatur“-Thread zu Harry Potter. Ein Christ, der sich diesen Praktiken zuwendet, wird dadurch immer mehr von Gott getrennt, sein Glauben verdunstet sukzessive immer mehr bis er am Ende ganz von Gott getrennt ist und total der Esoterik verfallen ist. Und in diesen Fällen ist das Herauskommen daraus ein sehr, sehr schwerer und langer dorniger Weg, der so manchen oft gar nicht mehr gelingt.
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28

Montag, 18. Juli 2011, 00:19

RE: Esoterik im Vormarsch

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur idea gewinnt die Esoterik in Deutschland immer mehr an Einfluss, denn mehr als die Hälfte der Einwohner lassen sich davon beeinflussen. Nur eine Minderheit steht ablehnend gegenüber. Darauf hat eine im Deutschlandfunk Köln am 16. Juni ausgestrahlte Sendung aufmerksam gemacht.

Laut Umfragen glauben 52 Prozent, dass die sogenannten „ganzheitlichen“ Heilverfahren wie Reiki oder Bach-Blüten ernstzunehmende Alternativen zur Schuldmedizin sind und wird von der Mehrzahl der daran “Glaubenden“, nämlich von 80 Prozent der Frauen und 60 Prozent der Männer, angewandt. Außerdem glauben 48 Prozent der Befragten einer Umfrage von Emnid, dass der Stand der Sonne und der Sterne das körperliche und seelische Wohlbefinden beeinflussen.

Nach den Aussagen von Sabine Riede, Geschäftsführerin des Vereins „Sekteninfo NRW“ ist die Esoterik in drei Gebiete und zwar in Zukunftsvorhersagen, Lebenshilfe und Wunderheilung zu unterteilen. Die Dipl.. Psychologin Uta Bange (Essen), Autorin des Buches „Die Esoterisierung der Gesellschaft“, findet diese Bereich bedenklich, da psychisch labile Menschen den falschen Versprechungen aufsitzen können. Nach ihrer Ansicht können die Kirchen die Bedürfnisse nach Spiritualität nicht mehr erfüllen weil sie Gemeinschaft und Nächstenliebe verlangen, während die Esoterik spektakulärer und konsumorientierter seien und dem Wunsch der eigenen Bedürfnisbefriedigung eher erfüllen.

Mein Kommentar:
Ich verweise dazu auf meinem Post vom Freitag, 15. Juli 2011, 17:01, (siehe oben) sowie auf meine Kommentare im „Literatur“-Thread zu Harry Potter. Ein Christ, der sich diesen Praktiken zuwendet, wird dadurch immer mehr von Gott getrennt, sein Glauben verdunstet sukzessive immer mehr bis er am Ende ganz von Gott getrennt ist und total der Esoterik verfallen ist. Und in diesen Fällen ist das Herauskommen daraus ein sehr, sehr schwerer und langer dorniger Weg, der so manchen oft gar nicht mehr gelingt.


Es gibt aber auch Leute, die über den Umweg der Esoterik wieder zum Christentum zurückfinden und sich dann bewußt dafür entscheiden christlich zu leben. Das heißt, das sind Leute, die vorher zwar Taufscheinchristen waren, diesen Glauben jedoch nicht gelebt haben, aber seltsamerweise durch die Esoterik zum Eigentlichen finden. Meistens sind das Menschen, die auf der Suche nach der Wahrheit sind und bald merken, daß die Esoterik diese nicht bieten kann, weil sie in Wirklichkeit enge Grenzen hat.

Wenn man sich überlegt, daß die Esoterik im Grunde nur auf Halbwissen und Aberglauben basiert, wundert es mich, daß es so viele Menschen gibt, die darauf hereinfallen, denn anders kann man das nicht nennen...
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29

Montag, 18. Juli 2011, 11:40

@ Teresa

Zitat

Es gibt aber auch Leute, die über den Umweg der Esoterik wieder zum Christentum zurückfinden und sich dann bewußt dafür entscheiden christlich zu leben. Das heißt, das sind Leute, die vorher zwar Taufscheinchristen waren, diesen Glauben jedoch nicht gelebt haben, aber seltsamerweise durch die Esoterik zum Eigentlichen finden. Meistens sind das Menschen, die auf der Suche nach der Wahrheit sind und bald merken, daß die Esoterik diese nicht bieten kann, weil sie in Wirklichkeit enge Grenzen hat.

Sicher gibt es Menschen, die über den Umweg der Esoterik wieder zum Christentum zurückfinden. Ausnahmen bestätigen immer wieder die Regel, wie schon ein alter Spruch sagt. Dazu muss aber verschiedenes zusammentreffen und zwar vor allem: Ein offenes Ohr des Herzens für den Anruf Gottes, eine gewisse Intelligenz zur Unterscheidung der Geister, ein fester und willensstarker Charakter, keine Ich-Bezogenheit sondern die Bereitschaft Gott zu akzeptieren und wissen, dass der Mensch erlösungsbedürftig ist sowie Gottes Wege anzunehmen, die für den Menschen oft nicht leicht durchschaubar sind. Der umgekehrte Weg: Das Abgleiten vom Christentum in die Esoterik ist der wahrscheinlichere Weg, der immer wieder feststellbar ist.

Viele Christen, die ich im Heilungs- und Befreiungsdienst kennenlernte, um nicht zu sagen fast alle, auch wenn sie katholisch praktizierend waren, hatten eine Ich-Bezogenheit: „I c h entscheide was „gut“ für mich ist, die esoterische Praktiken sind gut, tun mir gut, denn sie helfen mir und das lasse ich mir nicht verbieten, auch nicht von der Kirche.“ So die typische Grundhaltung. Dass sie damit gegen das 1. und 2. Gebot Gottes verstoßen und sündigen, wollen sie nicht akzeptieren, auch wenn man ihnen dies als Seelsorger sagt. Dies ist der typische Hochmut der Schlange. Und das Folgende klingt zwar sehr hart ist aber trotzdem feststellbar: Je weniger Intelligenz vorhanden ist, umso mehr die Verstrickung, umso weniger die Chance die Menschen daraus herauszubringen. Natürlich spielt der heutige Zeitgeist, die Selbstfindung, die Selbstverwirklichung und wie die Selbst-Irrlehren alle heißen noch zusätzlich eine Rolle.

Es gab dabei Menschen, die uns tlw. schon bekannt waren, sie kamen zu jedem Heilungsgottesdienst, Heilungsgebet usw. von den verschiedensten Priestern usw. und erfuhren nie Heilung, weil sie sich nicht wirklich von diesen Einflüssen radikal trennten. Wer von diesen Menschen nicht alles Esoterische was er hat verbrennt, nicht radikal von all dem abschwört sowie wenn der Mensch nur einen Funken aus diesem Bereich in seinem Leben drinnen lässt und dann sein Leben nicht radikal ändert und damit bewusst Jesus in die Mitte seines Lebens stellt und Ihm nachfolgt, der wird Heilung nicht erreichen. Dass ist nicht nur meine Meinung bzw. Erfahrung, sondern die Erfahrung vieler in diesem Bereich Tätiger sowie auch in der entsprechenden Literatur nachlesbar.
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30

Montag, 18. Juli 2011, 18:32

Ohne Bindung an Gott wird Arbeit zum Fluch

So lautet die Überschrift eines von der Nachrichtenagentur idea veröffentlichten Artikels, der sich auf einen Newsletter der Organisation des christlichen Professorenforums beruft und von Hans-Joachim Hahn (Gießen), dem Koordinator der Organisation, erstellt wurde. In diesem Forum „sind Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen zusammengeschlossen, die die christliche Weltsicht nachhaltig und überzeugend im akademischen Raum zur Geltung bringen wollen“.

Diesen Artikel versuche ich im Folgenden zusammenzufassen.

Nur die christliche Einstellung zur Arbeit hat den Okzident erfolgreich werden lassen. Leider schwinden gegenwärtig die christlichen Werte und ohne die Bindung an Gott wird die Arbeit zum Fluch und diese Wirtschaftethik wurde durch den Darwinismus untergraben, der die Speerspitze der Gottlosigkeit ist. Daher rede man heute von Raubtierkapitalismus, in der der Stärkere den Schwächeren verdrängt.

Geschichtlich weist Hahn auch auf die Arbeitsethik anderer Kulturen in der Geschichte hin. So haben im Alten China und in Indien die höher gestellten Schichten auf jene heruntergeblickt, die handwerklich oder landwirtschaftlich tätig gewesen waren. Dadurch habe es dort über viele Jahrhunderte faktisch keinen technischen oder wirtschaftlichen Fortschritt gegeben. Ebenso seien die Gewinne in den arabischen Kulturen weniger aus harter Arbeit sondern durch den Handel erzielt worden. Besonders sei es in der griechischen und römischen Antike gewesen wo die freien Bürger nur philosophiert und politisiert hätten und die Arbeit mit den Händen verachtet hätten.

Eine wesentliche Änderung hätten die Christen gebracht, die von der hebräischen Kultur inspiriert gewesen seien. Denn für die Christen war die Handarbeit zum Unterschied von ihrer Umgebung eine ehrenwerte Tätigkeit. Ein typisches Beispiel war der Apostel Paulus, der im 2 Thess 3,10 sagt „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ und selbst auch auf seinen Missionsreisen von seinem erlernten Handwerk des Zeltmachers gelebt hat und auch im 1 Thess 2,9b darauf hinweist: „Bei Tag und Nacht haben wir gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen und haben euch so das Evangelium Gottes verkündet.“

Auch Benedikt von Nursia hat mit seinem Motto „Ora et labora“ (Bete und arbeite) wieder verstärkt auf die Arbeit hingewiesen, nachdem es eine kurze Zeit gegeben hat, wo dies im christlichen Bereich nicht der Fall gewesen ist.

Hahn sieht aber eine große Gefahr durch den modernen Irrglauben an die Allmacht des Wissen und der Technik und meint, dass „der Mensch zum Sklaven der Arbeit wird, weil er das eigene Wissen und die eigene Leistung vergöttert und damit in einen selbst konstruierten Abgrund der Überarbeitung zu stürzen droht.“ Außerdem stellt Hahn fest, dass die von Gottes Ordnungen losgelöste Arbeit (Sonntagsruhe) ein „grausamer Sklavenhalter“ sei.

Hahn verweist auch auf den Gallup-Engagement-Index aus 2010 hin, wo festgesllt wurde, dass 21 Prozent der Arbeitnehmer keine emotionale Bindung an ihr Unternehmen aufwiesen und sich destruktiv und demotiviert verhielten sowie das weitere zwei Drittel so eine geringe emtoionale Bindung hatten, dass sie „Dienst nach Vorschrift“ leisteten.

Zusammenfassend stellt Hahn im O-Ton fest: „Die Arbeit, die uns unter der Verantwortung vor Gott Segen und Wohlstand brachte, wird mit der Loslösung von Gott zum Götzen, der uns Fluch und Selbstzerstörung bereitet.“
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31

Donnerstag, 21. Juli 2011, 18:28

Laurentius von Brindisi(+ 1619)
Aus einer Predigt über die Predigt
Wollen wir mit den Engeln des Himmels und den seligen Geistern, die wie wir nach dem Abbild und der Gestalt Gottes geschaffen sind, ein geistliches Leben führen, so brauchen wir wie das tägliche Brot die Gnade des Heiligen Geistes und die Gottesliebe. Gnade und Liebe aber gibt es nicht ohne den Glaube, denn „ohne den glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen.“ (Hebr 11,6). „Der Glaube gründet in der Botschaft, die Botschaft im Wort Christi.“ (Röm 10,17). Daher ist die Predigt des Gotteswortes notewendig für das geistlich Leben wie die Aussaat für die Erhaltung des leiblichen Lebens.

So ist denn die Predigt eine apostolische Aufgabe, eine Aufgabe für Engel und Christen, eine heilige Aufgabe. Denn das Wort Gottes ist von unschätzbaren Wert. Es ist wie ein Schatz, der alles Gute erhält. Denn aus ihm kommen Glaube, Hoffnung und Liebe, alle Tugenden, alle Gaben des Heiligen Geistes, die Seligpreisungen des Evangeliums, alle guten Taten, alle vorzüglichen Werke des Lebens und die Herrlichkeit des Paradieses: „Nehmt euch das Wort zu Herzen, das in euch eingepflanzt worden ist und das die Macht hat, euch zu retten.“ (Jak 1,21).

Das Wort Gottes ist Licht für den Versand und Feuer für den Geist, so dass der Mensch Gott erkennen und lieben kann. Dem inneren Menschen, der vom Geist Gottes lebt, ist es Brot und Wasser. Es ist für die Seele ein Schatz geistlicher Werte.
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32

Mittwoch, 27. Juli 2011, 11:55

Sonntagsruhe

Die Idea-Nachrichtenagentur veröffentlicht eine Aussage des Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion Wolfgang Kubicki (Kiel), der die Kirchen kritisiert, weil diese gegen die Ausweitung der Sonntags-Geschäftsöffnungszeiten in den Touristenorten Schleswig-Hosteins sind.

Indirekt fordert Kubicki die Menschen zu einem Kirchenaustritt auf mit dem Argument: „Auch gläubige Christen müssen ernsthaft darüber nachdenken, ob sie einer Vereinigung angehören wollen, die ihre eigene Existenz ruiniert.“. Außerdem behauptet er, dass die Kirchen die Existenz von Geschäftsleuten gefährden würden. Die Menschen wollen sonntags einkaufen, so seine Meinung.

Ähnliche Töne haben wir bereits auch in Österreich von gewissen Wirtschaftskreisen gehört, die sich z. T. sogar christlich nennen. Auch in Österreich gibt es in den Touristenorten Bestimmungen, die eine beschränkte Öffnungszeit an Sonntagen erlauben.

Was jedoch hinter diesen Forderungen wirklich steht, ist jedoch die allgemeine Sonntagsruhe im gesamten Land auszuhebeln um ohne Beschränkungen „money-money“ zu machen. Das ist der reinste Turbokapitalismus, der auf Menschen überhaupt nicht Rücksicht macht. Und Teile des Liberalismus unterstützen diesen Trend.

Außerdem verweisen diese Kreise gerne darauf, dass es genug Menschen gibt, die auch am Sonntag arbeiten müssen, wie Krankenschwestern, Pfleger, Straßenbahnfahrer usw. und daher auch in Geschäften arbeiten möglich sein müsse. Nur dieses Argument geht total daneben, da alle diese Tätigkeiten ein sozialer Dienst an der Gemeinschaft/Gesellschaft ist, während die Arbeit in einem Geschäft nur dem Geschäftsinhaber zu Gute kommt, der auf Kosten der Arbeitenden persönlich verdienen und sein Vermögen vermehren will.

Bisher waren sich jedoch, zumindest hier in Österreich auch die vernünftigen Wirtschaftskreise und die Gewerkschaften einig, dass dieser Trend nicht unterstützt werden soll und sind gemeinsam dagegen aufgetreten.

Als ehemaliger Top-Manager im seinerzeitigen Zivilberuf kann ich nur feststellen, dass die zum Verbrauch vorhandene Geldmenge bei den Menschen mit einer Sonntagsöffnung auch nicht größer wird und dass die Erfahrungen gezeigt haben, dass der Umsatz sich nicht wirklich steigert aber die Kosten eine Steigerung erfahren, da ja Sonntagszuschläge zu bezahlen sind. Die nächste Forderung der Wirtschaft wäre dann die Sonntagszuschläge zum Gehalt zu streichen, also soziale Errungenschaften zu kippen. Der wahre Hintergrund dieser Forderungen ist also Lohndumping, Rückführung der Arbeitswelt auf jene Zeit, die den Menschen seine Würde verweigert hatte, jedoch mit dem wesentlichen Unterschied, dass es damals aber die unbedingte Sonntagsruhe gegeben hat was heute von diesen Kreisen verweigert werden würde.

Dass daher die Kirchen gegen diese Forderungen auftreten, entspricht genau ihrer Verpflichtung, die sich aus der Offenbarung ergibt. Damit ist auch der Beweis erbracht, dass jene, die die Sonntagsruhe kippen wollen eindeutig keine wirklichen Christen sind.
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33

Mittwoch, 27. Juli 2011, 13:49

RE: Sonntagsruhe

Die Idea-Nachrichtenagentur veröffentlicht eine Aussage des Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion Wolfgang Kubicki (Kiel), der die Kirchen kritisiert, weil diese gegen die Ausweitung der Sonntags-Geschäftsöffnungszeiten in den Touristenorten Schleswig-Hosteins sind.

Indirekt fordert Kubicki die Menschen zu einem Kirchenaustritt auf mit dem Argument: „Auch gläubige Christen müssen ernsthaft darüber nachdenken, ob sie einer Vereinigung angehören wollen, die ihre eigene Existenz ruiniert.“. Außerdem behauptet er, dass die Kirchen die Existenz von Geschäftsleuten gefährden würden. Die Menschen wollen sonntags einkaufen, so seine Meinung.

Ähnliche Töne haben wir bereits auch in Österreich von gewissen Wirtschaftskreisen gehört, die sich z. T. sogar christlich nennen. Auch in Österreich gibt es in den Touristenorten Bestimmungen, die eine beschränkte Öffnungszeit an Sonntagen erlauben.

Was jedoch hinter diesen Forderungen wirklich steht, ist jedoch die allgemeine Sonntagsruhe im gesamten Land auszuhebeln um ohne Beschränkungen „money-money“ zu machen. Das ist der reinste Turbokapitalismus, der auf Menschen überhaupt nicht Rücksicht macht. Und Teile des Liberalismus unterstützen diesen Trend.

Außerdem verweisen diese Kreise gerne darauf, dass es genug Menschen gibt, die auch am Sonntag arbeiten müssen, wie Krankenschwestern, Pfleger, Straßenbahnfahrer usw. und daher auch in Geschäften arbeiten möglich sein müsse. Nur dieses Argument geht total daneben, da alle diese Tätigkeiten ein sozialer Dienst an der Gemeinschaft/Gesellschaft ist, während die Arbeit in einem Geschäft nur dem Geschäftsinhaber zu Gute kommt, der auf Kosten der Arbeitenden persönlich verdienen und sein Vermögen vermehren will.

Bisher waren sich jedoch, zumindest hier in Österreich auch die vernünftigen Wirtschaftskreise und die Gewerkschaften einig, dass dieser Trend nicht unterstützt werden soll und sind gemeinsam dagegen aufgetreten.

Als ehemaliger Top-Manager im seinerzeitigen Zivilberuf kann ich nur feststellen, dass die zum Verbrauch vorhandene Geldmenge bei den Menschen mit einer Sonntagsöffnung auch nicht größer wird und dass die Erfahrungen gezeigt haben, dass der Umsatz sich nicht wirklich steigert aber die Kosten eine Steigerung erfahren, da ja Sonntagszuschläge zu bezahlen sind. Die nächste Forderung der Wirtschaft wäre dann die Sonntagszuschläge zum Gehalt zu streichen, also soziale Errungenschaften zu kippen. Der wahre Hintergrund dieser Forderungen ist also Lohndumping, Rückführung der Arbeitswelt auf jene Zeit, die den Menschen seine Würde verweigert hatte, jedoch mit dem wesentlichen Unterschied, dass es damals aber die unbedingte Sonntagsruhe gegeben hat was heute von diesen Kreisen verweigert werden würde.

Dass daher die Kirchen gegen diese Forderungen auftreten, entspricht genau ihrer Verpflichtung, die sich aus der Offenbarung ergibt. Damit ist auch der Beweis erbracht, dass jene, die die Sonntagsruhe kippen wollen eindeutig keine wirklichen Christen sind.


Danke für Dein Statement zu diesem Thema, lieber Diaconus!
Das sehe ich ganz genauso. Übrigens wird der Begriff Touristenort zumindestens in Schleswig-Holstein sehr weit gefasst, d.h. daß man auch in anderen Orten, die nicht nur Badeorte an Ost- und Nordsee sind, versucht die Öffnungszeiten grenzenlos zu erweitern.
Ich finde es z.Bsp. auch befremdlich, wenn ich am Samstagabend von der Vorabendmesse komme, daß einige Supermärkte am Stadtrand noch geöffnet sind und dort sozusagen noch "Alltagsverkehr" herrscht. Die Autos auf den Parkplätzen zeigen allerdings, daß die Zahl der Samstagabendeinkäufer doch viel geringer ist als werktags. Aber jeder Mensch, der sich an dieser "Einkaufshype" zu den eigentlichen Ruhezeiten beteiligt, bringt sich selbst um seine Ruhe...
Und so komme ich wieder einmal zu einem Vergleich: Würde in Israel mit dem Sabbat auch so umgegangen werden, nur weil einige Leute meinen, daß die Waren grenzenlos verfügbar sein müßten?

Ich bin froh, daß sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche in Schleswig-Holstein sich gegen die erweiterten Öffnungszeiten der Geschäfte am Wochenende gewandt haben! :c014:
Obl.OSB

Gelobt sei Jesus Christus!

diaconus

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34

Sonntag, 31. Juli 2011, 15:59

Treffende Sprüche

Gelesen im Neuen Groschenblatt, August 2011
Redaktion Pfarrer Gerhard Maria Wagner, Windischgarsten

I.
Es gibt keinen Unsinn,
an dem die Menschen nicht imstande sind zu glauben,
um ja dem Glauben an Christus und seiner Kirche auszuweichen.

II.
Auch heute braucht es aufrechte Männer und Frauen, die sich nicht anpassen, sondern mutig den Glauben bekennen. Es braucht Gläubige, die in christlicher Freiheit für ihren Glauben einstehen.

III.
Man will die Kirche heute anders, um dann morgen müde und gelangweilt über sie zu lächeln.
Preis den Herrn!

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35

Montag, 1. August 2011, 19:09

Christliches Begräbnis für Tiere?

Wie die Nachrichtenagentur idea berichtet gibt es eine Kontroverse in der hessisch-nassauischen Kirche. Oberkirchenrat Jens Feld hat einen Ratgeber mit dem Titel: „Tiere haben eine Seele, Menschen einen Gott“ herausgegeben und vertritt die Ansicht, dass Tiere unter bestimmten Umständen christlich bestattet werden sollten. Die Begründung: Wenn ein geliebtes Haustier gestorben ist, trauern die Menschen wie beim Verlust eines Familienangehörigen. Und eine kirchliche Trauerfeier solle helfen über den Verlust oder evt. über mögliche Schuldgefühle hinwegzukommen wegen dem einschläfern des Tieres. Die Feier sollte Votum, Psalmwort und Ansprache enthalten und abschließend könnte man den Sarg zur Grabstätte bringen.

In einem Widerspruch der Kirchenleitung hat die Oberkirchenrätin Christine Noschka an die Bistümer Mainz,. Limburg und Trier klargestellt, dass sie christliche Bestattungen für Tiere ablehnt, da „nach biblischen Zeugnis und christlichen Verständnis nur dem Menschen ein Person-Sein zukommt. Eine liturgisch gestaltete Bestattung würde diese Differenz verwischen.“

Kommentar
Sicher kann der Verlust eines geliebten Haustieres ein großer Schmerz für den Tierhalter sein. Dass hier evt. auch ein Trost durch eine seelsorgliche Begeleitung angebracht sein kann, ist noch verständlich, doch muss dieser Trost auch beinhalten, dass es einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Verlust eines Menschen und eines Tieres gibt. Denn die Worte Gottes in der Bibel (Gen 1) sind eindeutig, denn nur der Mensch ist das Abbild Gottes.
Preis den Herrn!

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36

Freitag, 5. August 2011, 11:57

Die Geduld des Herrn

Aus dem Buch über die Geduld von Tertullian (+ nach 220)

Was uns Christen veranlasst, Geduld zu üben, ist nicht das menschliche Trachten nach dem Gleichmut der Kyniker, der von Gefühllosigkeit geprägt ist, sondern die göttliche Ordnung einer lebendigen Zucht des Himmels, die uns Gott als Beispiel der Geduld zeigt.

Um damit zu beginnen: Er schüttet das Licht der Sonne wie Blüten gleichmäßig aus über Gerechte und Ungerechte. Er verteilt die Dienste der Jahreszeiten und der Elemente der ganzen Schöpfung gleicherweise an Würdige und Unwürdige (Mt 5,45). Er erträgt die undankbaren Völker, die das Spiel der Künste und die Gebilde ihrer Hände anbeten, die seinen Namen, seine geistliche Familie verfolgen, die sich täglich der Unzucht, dem Geiz, der Bosheit und der Hinterlist hingeben, er erträgt so gut, dass seine Geduld seinem Ansehen Abbruch tut. Denn viele glauben darum nicht an den Herrn, weil sie lange von seinem Zorn gegen die Welt nichts merken.

Dies sind allerdings Formen der göttlichen Geduld, die sich gleichsam der Erde fern am Himmel zeigen. Aber was ist mit der Geduld, die auf der Erde unter den Menschen offenbar und gewissermaßen mit den Händen greifbar ist?

Gott wartet in Geduld auf seine Geburt, er wartet im Schoß der Mutter. Nachdem er geboren ist, wartet er in Geduld das Heranwachsen ab. Herangewachsen, drängt er nicht auf Anerkennung. Er ist seinem eigenen Ruhm im Weg, lässt sich von seinem Knecht taufen und weist den Zusammenstoß mit dem Versucher nur mit Worten ab. Dann wird aus dem Herrn der Meister, der die Menschen lehrt, dem Tod so entgehen. Er unterweist sie um des Heiles willen, die Verzeihung der beleidigten Geduld zu gewinnen. Er streitet nicht und schreit nicht, niemand hört seine Stimme auf öffentlichen Plätzen. Das geknickte Rohr hat er nicht zerbrochen und den glimmenden Docht nicht ausgelöscht (Jes 42,2.3, Mt. 12,18-20). Der Prophet hat nicht falsch geweissagt. Ja, Gott hat es selbst bezeugt und seinen Geist mit der ganzen Geduld auf dem Sohn ruhen lassen. Keinem, der sein Jünger werden wollte, verweigert er die Annahme, keines Menschen Tisch oder Haus verachtete er, ja er wurde selbst der Diener seiner Jünger und wusch ihnen die Füße. Er verschmähte die Sünder und Zöllner nicht, er zürnte nicht einmal der Stadt, die ihn nicht aufnehmen wollte, während die Jünger Feuer auf die unverschämte Stadt herabrufen wollten (vgl. LK 9,52-55). Undankbare heilte er, den Verfolgern widerstand er nicht.

Ich will von der Kreuzigung schweigen; zu ihr war er ja gekommen. Indes, wenn der Tod nicht zu vermeiden war, war es dann nötig, dass er auch noch Schmähungen erduldete? Doch als er schied, wollte er mit der Freude an der Geduld gesättigt werden? Er wurde angespien, gegeißelt, verlacht, in ein Spottgewand gekleidet und mit noch Schimpflicherem gekrönt. Wunderbarer Gleichmut der Treue! Er hatte sich vorgenommen, in der Gestalt des Menschen verborgen zu sein, aber von der Ungeduld der Menschen ahmte er nichts nach. Hieran vor allem, ihr Pharisäer, hättet ihr den Herrn erkennen müssen. Denn eine solche Geduld hätte kein Mensch zustande gebracht.
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37

Freitag, 5. August 2011, 11:59

Die Geduld im Leiden

Aus dem Buch über die Geduld von Tertullian
(+ nach 220)

Nicht einmal dann ist die Ungeduld entschuldbar, wenn es um den Verlust unserer Angehörigen geht, wo ein gewisses Maß an Trauer zugestanden zu werden pflegt, Wichtiger ist die Betrachtung dessen, was der Apostel verkündet hat. „Trauert nicht um den Heimgang eines Menschen wie die Heiden, die keine Hoffnung haben“ (vgl. 1 Thess 4,13). In der Tat: Wenn wir an die Auferstehung Christi glauben, glauben wir auch an unsere eigene, derentwegen er starb und auferstand. Da also feststeht, dass die Toten auferstehen, ist es sinnlos, über den Tod zu trauern, sinnlos, in der Trauer ungeduldig zu sein. Warum solltest du trauern, wenn du nicht an den Untergang glaubst. Warum solltest du mittlerweile ungeduldig sein, weil die Tote entrückt wurde? Was du für Tod hältst, ist doch nur eine Reise. Wir sollen ihn nicht beklagen. Er ist nur vorausgegangen. Wir sollen uns nach ihm sehnen. Aber auch diese Sehnsucht muss durch Geduld gemäßigt sein. Warum sollst du es unbeherrscht tragen, dass jemand weggegangen ist, dem du bald folgen wirst? Im übrigen ist Ungeduld in einer solchen Sache ein schlechtes Zeichen für unsere Hoffnung und ein Verstoß gegen den Glauben. Wir verletzen Christus, wenn wir Menschen, die er gerufen hat, für unglücklich halten und ihren Weggang nicht gleichmütig ertragen. Der Apostel sagt: „Ich sehne mich danach, aufzubrechen und beim Herrn zu sein.“ Wieviel besser ist der Wunsch, den er zum Ausdruck bringt! Es ist der Wunsch der Christen.
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38

Freitag, 5. August 2011, 12:01

Geduld und Kraft Christi

Hugo Rahner

Nur wer die Kraft seiner unwandelbaren Treue zu Christus in der starken Geduld des Alltags bewiesen hat, kann mit Christus zum Kreuzweg und damit zur Freude der Auferstehung hinanschreiten. Zwischen Nazaret und Golgotha liegt für Maria und für die Kirche und für uns die Bewährung.
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39

Montag, 8. August 2011, 16:03

Gott vergessen und Schulden angehäuft

Unter diesem Titel ist bei der Nachrichtenagentur idea ein sehr guter Kommentar zu lesen, den die Politikwissenschaftlerin und USA-Kennerin Sarah Lohmann verfasst hat, die Lehrbeauftragte für US-Außenpolitik an der Bundeswehr-Universität in München ist und vorher eine Pressesprecherin des US-Außenministeriums war..

Nachdem die USA mit rd. 10 Billionen Euro in der Kreide stehen, meint Lohmann, dass, wenn man deren geistlichen Ursachen ergründen will, die Entwicklung der US-Geschichte zu bedenken sei . Viele der ursprünglichen Siedler waren protestantisch und von der protestantischen Arbeitsmoral angetrieben gewesen. Für diese war harte Arbeit ein Kennzeichen des christlichen Lebens gewesen, der mit einem gehobenen Lebensstandard belohnt wurde. Lohmann im O-Ton: „Aber irgendwann vergaßen die Amerikaner die Basis der protestantischen Arbeitsmoral: Gott.“ In den 1930er-Jahren hat Präsident Roosevelt den Besitz eines eigenen Hauses als Inbegriff des „Amerikanischen Traums“ bezeichnet und dann hat der Staat für Immobilienkredite gebürgt mit der Folge, dass die Bürger immer mehr Schulden machten anstatt zu sparen. Das sei noch zusätzlich vom Staat gefördert worden. Dazu stellt Lohmann noch fest:: „Die Anzahl der staatlichen Programme wuchs so grenzenlos wie die Versprechungen der jeweiligen Präsidentschaftskandidaten – ohne dass Steuern erhöht oder ineffektive Programme eingestellt wurden.“

Dann hat man jahrzehntelang den jungen Leuten eingeredet, „dass Habgier keine ernsthafte Sünde sei“ und zusätzlich haben einige Prediger noch ein „Wohlstandsevangelium“ verkündet, indem sie erklärten, dass Jesus seine Nachfolger mit materiellen Gütern segnen will. Richtigerweise erklärte Frau Lohmann, dass „dieses Evangelium nicht nur Betrug, sondern auch Gotteslästerung“ sei, da es Gott zum Werkzeug der Erfüllung finanzieller Wünsche mache. Und sie sieht den Weg zur Läuterung der US-Gesellschaft nur darin „den Weg zum Kreuz, sodass unsere Träume geformt werden können von dem, der für alles bereits bezahlt hat“.

Kommentar
Diesen Aussagen von Frau Lohmann kann man nichts mehr anfügen, außer, dass mir diese Frau mit ihren Aussagen imponiert. Eines möchte ich noch anfügen, dass die US-Banken-Krise vor rd. 3 Jahren genau durch den Immobilienmarkt ausgelöst wurde und das Schuldenmachen der USA bis heute weitergeht, siehe den politischen Streit über die Schuldengrenze in den letzten Wochen, der zwar im letzten Augenblick zwar „gelöst“ wurde aber praktisch keine Wende gebracht hat und vermutlich nach den nächsten Präsidentenwahlen wieder neu aufflammen wird.
Preis den Herrn!

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40

Mittwoch, 10. August 2011, 17:55

Christenverfolgungen

Die idea-Nachrichtenagentur veröffentlichte heute einen Bericht über die Christenverfolgungen in der ganzen Welt. Der Bericht wurde vom US-amerikanischen Forschungsinstituts Pew Forum on Religion and Public Life (Pew Forum über Religion und Öffentliches Leben), am 9. August in Washington veröffentlicht.
Dabei wird festgestellt, dass religiös intolerante Länder noch feindseliger geworden sind, tolerante Länder mehr Glaubensfreiheiten gewährten.
Dieser Studie untersuchte 198 Länder und Territorien in denen 99,5 Prozent der Weltbevölkerung leben, ausgenommen war Nordkorea, das als schärfster Christenverfolgungsstaat gilt, mangels verlässlicher Daten.
Zufolge dieser Studie sind die Christen, die am meisten diskriminierte und verfolgte Religionsgruppe, denn sie erleben in 130 Staaten Repressionen. Vor allem in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens sowie in Nordafrika, also in Ländern wo die Muslime regieren, traten diesbezügliche zunehmende Einschränkungen gegen die Religionsfreiheit auf.
Preis den Herrn!