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Christliches Leben

Antworten im Thema: 369 » Der letzte Beitrag (19. September 2016, 16:54) ist von diaconus.

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harryfrank37

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Mittwoch, 16. März 2011, 18:04

Christliches Leben

Das wahre Gewissen

Erzbischof Johannes Dyba +, Groschenblatt 3/2010

Nun leben wir heute in einer Zeit, in der man denken könnte, es sei geradezu eine Inflation von Gewissensbildung vorhanden. So ziemlich alle berufen sich auf ihr Gewissen: Gewissen gegen das Gesetz, Gewissen gegen die Institution - die höchste Instanz: mein Gewissen! Gewissenentscheidungen werden überall ins Feld geführt und dabei driften wir immer mehr auseinander. In der Freude über die Freiheiten, die der Pluralismus uns gebracht hat, haben wir nicht darauf geachtet, dass da, wo im Namen des Pluralismus jeder Meinung, jeder beliebigen Meinung, ja jedem neuen Hauch von Schwachsinn der gleiche Rang eingeräumt wird, wie alten, bewährten Wahrheiten, die Gemeinsamkeit auseinander bricht. Das spüren wir heute alle und das ist doch der Grund unserer Krise, all unserer lauthals beklagen „Betroffenheit“ und Ratlosigkeit. Das gemeinsame Fundament an ethischen Überzeugungen bricht auseinander, weil jeder seine eigene Gewissenentscheidung, oft nur seine eigene Beliebigkeit vor sich herträgt und sie zur unantastbaren höchsten Instanz erklärt.

Wir vergessen, dass es auch sehr trügerische und falsche Gewissenbildung und Gewissenentscheidungen geben kann und gegeben hat, die in der Geschichte viel Unheil verursacht haben. Im Namen dieses erwachten Gewissens haben die Jakobiner unzählige Menschen auf die Guillotine getrieben. 150 Jahre später wurde bei uns die “Reinhaltung des Blutes“ propagiert. Zuerst wurden die Gewissen „gebildet“, die dann mit großer Härte bereit waren, “minderwertige“ Menschen auszumerzen.

So sehr können wir mit unserem Gewissen in die Irre gehen! Aber wohin hat sie ihr irrendes Gewissen geführt? Heute sehen wir, dass jedes Jahr Hunderttausende von Kindern im Mutterleib getötet werden – und auch dafür werden „Gewissensentscheidungen“ in Anspruch genommen.

Ja, wir müssen uns wirklich kritisch fragen: Woran muss unser Gewissen sich orientieren? An der Wahrheit? An Gottes Geboten? Oder sind unsere eigenen Wünsche das Maß aller Dinge?

An den Rändern unserer heutigen Gesellschaft bewegen sich die gefährlichen „Autonomen“. Die autonomen, wir dürfen es nicht vergessen, dass ist eine Abkürzung für „autonome Gewissen“. Das menschliche Gewissen ist aber kein autonomes, sondern ein sehr sensitives und rezeptives Organ. Es ist gewissermaßen die Radaranlage unserer Seele, die die Wellen Gottes empfangen kann. Ein gesundes und funktionierendes Gewissen fängt die Impulse, die Wellen Gottes auf und führt uns über die Wellen Gottes zum Willen Gottes, zur Erfüllung der Vaterunser-Bitte: „Dein Wille geschehe!“

Damit sind wir dann aber bei dem viel froheren Thema des wahren und guten Gewissens. Denn wenn es so funktioniert, dass wir Gottes Willen auffangen und uns daran orientieren, was Gott von uns will, dann geht es nicht mehr gegeneinander und auseinander sondern dann empfangen wir von Gott, was uns zusammenführt zur Gemeinsamkeit christlicher Überzeugungen, die wir heute so sehr suchen und deren Verlust sich so furchtbar in unserer Gesellschaft bemerkbar macht. Und wenn wir auffangen, wozu der Geist Gottes uns treibt, nämlich um Wahren und zum Guten, dann können wir als Kinder Gottes auch miteinander glücklich werden.
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  • Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »harryfrank37« (16. März 2011, 18:05)

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Donnerstag, 17. März 2011, 18:45

Über das Gewissen schreibt der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK Nr. 1777 - 1802) u. a. in

Nr. 1783
Das Gewissen muss geformt und das sittliche Urteil erhellt werden. Ein gut gebildetes Gewissen urteilt richtig und wahrhaftig,. Es folgt seinen Urteilen der Vernunft und richtet sich nach dem wahren Gut, das durch die Weisheit des Schöpfers gewollt ist. Für uns Menschen, die schlechten Einflüssen unterworden und stets versucht sind, dem eigenen Urteil den Vorzug zu geben und die Lehre der kirchlichen Autorität zurückzuweisen, ist die Gewissenerziehung unerlässlich.

Nr. 1785
Bei der Gewissensbildung ist das Wort Gottes Licht auf unserem Weg. Wir müssen es uns im Glauben und Gebet zu eigen machen und in der Tat umsetzen. Auch sollen wir unser Gewissen im Blick auf das Kreuz des Herrn prüfen. Wie werden dabei durch die Gaben des Heiligen Geistes und das Zeugnis und die Ratschläge anderer unterstützt und durch die Lehre der kirchlichen Autorität geleitet (vgl. DH 14).

Nr. 1786
Vor eine sittliche Entscheidung gestellt, kann das Gewissen in Übereinstimmung mit der Vernunft und dem göttlichen Gesetz richtig urteilen, oder, falls es sich an beides nicht hält, irren.

Nr. 1792
Unkenntnis über Christus und sein Evangelium, schlechte Beispiele anderer Leute, Verstrickung in Leidenschaften, Anspruch auf eine falsch verstandene Gewissensautonomie, Zurückweisung der Autorität der Kirche und ihrer Lehre, Mangel an Umkehrwillen und christlicher Liebe können den Grund für Fehlurteil im sittlichen Verhalten sein.

Nr. 1794
Das gute und reine Gewissen wird durch den wahren Glauben erleuchtet, denn die christliche Liebe geht gleichzeitig „aus reinem Herzen, gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben“ hervor. (1 Tim.1,5; vgl. 1 Tim 3,9; 2 Tim 1,3; 1 Petr 3,21; Apg 24,16)
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Sonntag, 20. März 2011, 17:38

Der hl. Pfarrer von Ars, Johannes Maria Vianney sagte:

Wenn man die Religion vernichten will, beginnt man damit, die Priester anzugreifen, denn dort, wo kein Priester mehr ist, gibt es auch keine Opfer mehr; und dort, wo es kein Opfer mehr gibt, ist auch keine Religion mehr da!
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4

Montag, 21. März 2011, 19:31

Folge Jesus – Er gibt Hoffnung

Aus : Dr. Madinger „Ich will euch eine Zukunft und eine Hoffung geben“, Seite 98f

Wer Jesus folgt, der erlebt auch jene „Kraft aus der Höhe“, die Christus allen verheißt, die an IHN glauben. Wer das Wort Christi in sein Leben aufnimmt und IHM gehorcht, der erlebt „die Kräfte der zukünftigen Welt“. Nur diese „Kraft von oben“ macht es möglich, dass sich unser Leben wandelt vom Egoismus zur Hingabe, von der Angst zur Freude, vom Zweifel zur Tatkraft der Liebe. Dese Kraft, die von Christus ausgeht, stärkt dann unseren Glauben an IHN. Das sind jene „Wunder““ die wir in eignen Leben erfahren. Von ihnen sagt Jesus „Die Werke, die der Vater mir überragen hat, dass ich sie zu Ende führe, legen Zeugnis dafür ab, dass mich der Vater gesandt hat.“

Jesus Christus hat sich als die Sonne unsere Lebens erwiesen. Von IHM haben wir Wahrheit, Weg und Lebenskraft empfangen, Kraft zur Hingabe, zur Geduld und zum Ertragen. Deswegen glaube ich an Sein Wort: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ Er ist der „Herr“ meines Lebens.
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Montag, 21. März 2011, 19:48

Jesus erfahren

Aus : Dr. Madinger „Ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben“, Seite 97

Dr. Madinger schreibt aus eigener Erfahrung:
„Oft habe ich mich gefragt: Warum sieht das Christentum so blass aus, warum leuchtet es nicht wie die Sonne am hellen Tag? Wenn Jesus Christus die Sonne ist, die diese Welt erleuchtet, warum leuchtet ER uns dann nicht heller und strahlender? Die Antwort fand ich eines Tages, als ich oben am Berg die Sonne blutrot untergeben sah am Horizont. Es war herrlich anzusehen, und dennoch war sie nicht jene strahlende Sonne, die niemand ungestraft mit bloßen Auge zu betrachten vermag. Damals erkannte ich: Selbst der leuchtende Brand der Sonne wird blass, sobald sie in den Dunstkreis der Erde gerät. Jesus Christus ist wahrhaftig die Sonne der Welt, aber selbst ER erscheint uns blass, wenn ER in den Dunstkreis unserer menschlichen Sünde gerät. Nur wer sich aus dieser Dunstschicht der Sünde erhebt und löst, dem leuchtet Christus als die wahre Sonne dieser Welt. Wer sich wirklich auf Christ einlässt, weil er die Wahrheit sucht, der erkennt Jesus immer mehr.“
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Dienstag, 22. März 2011, 12:16

Die betenden Mütter von Lu Monferrator

Ein in der Weltkirche einzigartiges Beispiel geistiger Mutterschaft für Priester und Ordensberufe ist der kleine Ort Lu in Oberitalien. Das Dorf mit seinen knapp 3.000 Einwohnern liegt in ländlicher Gegend 40 km östlich von Turin. Bis heute wäre es wohl unbekannt geblieben, hätten nicht im Jahre 1881 einige Familienmitglieder von Lu einen Entschluss mit schwerwiegenden Folgen gefasst.

So manche Mutter trug im Herzen den Wunsch, dass doch einer ihrer Söhne Priester werde oder eine Tochter ihr Leben ganz in den Dienst Gottes stellen möge. So begannen sie, sich unter der Leitung ihrer Pfarrers Msgr. Allessandro Canora jeden Dienstag vor dem Tabernakel zu versammeln, um den Herrn anzubeten mit der Bitte um geistliche Berufungen. Im selben Anliegen empfingen sie jeden ersten Sonntag im Monat die hl. Kommunion. Nach der Hl. Messe beteten alle Mütter ein gemeinsames Bittgebet um Priesterberufungen.

Durch das vertrauensvolle Gebet der Mütter und die Offenheit der Eltern entstand in den Familien eine so tiefe Atmosphäre frohchristlicher Frömmigkeit, dass die Kinder viel leichter ihre Berufung erkennen konnten. Sagt doch Jesus, der Herr: „Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt“ (Mt 22,14) Das heißt, berufen wären viele aber nur wenige antworten darauf. Gott erhörte das Gebet der Mütter in so außergewöhnlicher Weise, wie es sich niemand erwartet hätte. Aus diesem kleinen Ort Lu gingen 323 göttliche Berufungen hervor (dreihundertdreiundzwanzig!).

Aus: „Der Jünger Christi“, 8/2010, Monatszeitschrift der Jüngergemeinschaft der Kalasantiner, Wien. Am Ende des Zeugnisses war ein Bild angefügt, das 1946 aufgenommen worden war, als sich in Lu ein Großteil der 323 Berufenen getroffen hatten, die aus diesem Ort hervorgegangen waren. Dieses Treffen erregte weltweites Aufsehen.
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Freitag, 25. März 2011, 17:57

Geh in die Stille zum Herrn – da findest du Hoffnung

Aus: Dr. Madinger „Entscheidung für Christus“, Seite 67f

So viele Menschen finden heute ihr Seele nicht mehr. Sie spüren nicht mehr, was ihrer Seele eigentlich fehlt. Sie hören nicht mehr, worüber ihre Seele klagt. Sie wissen nicht mehr, wie sie zum inneren Frieden finden können. Sie finden nicht mehr zu sich selbst. Sie können die Stille nicht mehr ertragen. Sie können nicht mehr mit ihrer eigenen Seele reden. Irgendwo ist die Seele verloren gegangen. In der Hast des Tages ist sie zurückgeblieben und wurde nie mehr gefunden. Seither, ist alles kraftlos, freudlos, friedlos und ruhelos. Die Angst hat sich eingeschlichen in die Seele, die Aggression, das rastlose Umhergetriebenwerden....

Du brauchst wieder jene Stille, in der du Gott findest. Du braucht die Zeit des Gebetes, in der Gott dein leer gewordenes Herz mit Seiner Liebe auffüllt. Im Gebet empfängt die Seele etwas. Da kommt wieder Kraft in die Seele, Licht in dein Inneres und Freude in dein Leben. Dass ist die Erfahrung aller Beter.

Was ist das, was die Seele im Gebet von Gott bekommt? Die Beter haben es unter vielen Bildern geschildert. Es sind Eingebungen, Klarheit, Friede im Herzen. Aber im Grund genommen ist es viel einfacher. Gott schenkt dir im Gebet Sich-selbst, Seine Liebe. Denn ER ist die Liebe. Und diese Liebe füllt dich dann ganz aus. Se gibt dir Freude und Frieden, innere Kraft und Zuversicht, seelische Stärke und Schwung, Klarheit und Wahrheit.

Der Sinn des Gebetes besteht darin, Gott lieben zu lernen! Das ist Anfang und Vollendung des Betens. Wenn du Gott liebst, wirst du von ihm alles empfangen.
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Montag, 28. März 2011, 16:56

Edith Stein

In den Kindertagen des geistlichen Lebens, wenn wir eben angefangen haben, uns Gottes Führung zu überlassen, da fühlen wir die leitende Hand ganz stark und fest; sonnenhell liegt es vor uns, was wir zu tun und zu lassen haben.
Aber das bleibt nicht immer so. Wer Christus angehört, der muß das ganze Christusleben durchleben. Er muß zum Mannesalter Christi heranreifen, er muß einmal den Kreuzweg antreten, nach Gethsemane und Golgatha.

(Zitiert aus "In der Kraft des Kreuzes - Hundert Worte von Edth Stein", Seite 30, Verlag Neue Stadt, Herausgegeben von Waltraud Herbstrith)
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Dienstag, 29. März 2011, 01:16

Und hier noch eine wichtige Erkenntnis von Edith Stein:

Wenn der Verstand sein Äußerstes wagt, dann kommt er an seine eigenen Grenzen. Er zieht aus, um die höchste und letzte Wahrheit zu finden, und entdeckt, daß all unser Wissen Stückwerk ist. Dann zerbricht der Stolz, und nun sehen wir ein Doppeltes: entweder er schlägt um in Verzweiflung, oder er beugt sich in Ehrfurcht vor der unerforschlichen Wahrheit und empfängt demütig im Glauben, was durch die natürliche Verstandestätigkeit sich nicht erobern kann. Dann bekommt der Intellektuelle im Licht der ewigen Wahrheit die rechte Einstellung zu seinem eigenen Intellekt ...

(Zitiert aus "In der Kraft des Kreuzes - Hundert Worte von Edith Stein" Seite 74, Verlag Neue Stadt, Hrsg. Waltraud Herbstrith)
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10

Dienstag, 5. April 2011, 16:20

Die Heilige Familie

Papst Benedikt XVI, beim Angelus 31. Dezember 2006

Gott wollte in einer menschlichen Familie geboren werden und aufwachsen. Auf diese Weise hat Er die Familie als vorrangigen und richtigen Weg Seiner Begegnung mit der Menschheit geheiligt. Während der Zeit, die Jesus in Nazareth verlebt hat, hat Er die Jungfrau Maria und Josef, den Gerechten, dadurch geehrt, dass Er ihnen während der ganzen Dauer Seiner Kindheit und Jugend gehorsam war (Lk 2,51f). Auf diese Weise hat Er den wesentlichen Wert der Familie für die Erziehung des Menschen herausgestellt. Durch den Besuch der Synagoge von Nazareth ist Jesus von Maria und Josef in die religiöse Gemeinschaft eingeführt worden. Von ihnen hat Er die Pilgerfahrt nach Jerusalem erlernt. Als Er zwölf Jahre alt war, ist Er im Tempel geblieben und Seine Eltern haben drei Tage gebraucht, Ihn wiederzufinden. Mit dieser Geste hat Er ihnen zu verstehen geben, dass Er „in dem sein muss, was Meinem Vater gehört“, dass Er sich also um die Mission kümmern muss, die Gott ihm anvertraut hat (Lk 2,41f).
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11

Sonntag, 17. April 2011, 11:29

Vassula Ryden von Orthodoxen exkommuniziert


Wie aus verschiedenen Verlautbarungen zu entnehmen war, wurde Vassula, Angehörige der orthodoxen Kirche, vom Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel exkommuniziert.

Bereits im Oktober 1995 erklärte die Glaubenskongregation der Römisch-katholischen Kirche, dass die Veröffentlichungen der sich selbst ernannten Seherin in wichtigen Punkten bedenklich seien und einiges im Widerspruch zur katholischen Lehre und Doktrin stehen würde. Die Botschaften seien als private Meditationen zu betrachten.

Im Jänner 2007 wurde die Erklärung 1995 von der Glaubenskongregation erneut bestätigt.
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Sonntag, 17. April 2011, 11:46

Franz von Assisi
Die Heilige Schrift lesen, heißt von Christus Rat holen.
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13

Sonntag, 17. April 2011, 13:19

Vassula Ryden von Orthodoxen exkommuniziert


Wie aus verschiedenen Verlautbarungen zu entnehmen war, wurde Vassula, Angehörige der orthodoxen Kirche, vom Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel exkommuniziert.

Bereits im Oktober 1995 erklärte die Glaubenskongregation der Römisch-katholischen Kirche, dass die Veröffentlichungen der sich selbst ernannten Seherin in wichtigen Punkten bedenklich seien und einiges im Widerspruch zur katholischen Lehre und Doktrin stehen würde. Die Botschaften seien als private Meditationen zu betrachten.

Im Jänner 2007 wurde die Erklärung 1995 von der Glaubenskongregation erneut bestätigt.


Und doch wird diese Frau mit ihren fixen Ideen von fanatischen Anhängern weiterhin genauso verteidigt werden wie die "berühmte" Ida aus Amsterdam. Wann kommen die Menschen, die solchen Frauen hinterher laufen, nur zur Einsicht? ?(
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Montag, 18. April 2011, 11:44

Zitat

Und doch wird diese Frau mit ihren fixen Ideen von fanatischen Anhängern weiterhin genauso verteidigt werden wie die "berühmte" Ida aus Amsterdam.


Diese Anhänger sind genauso Ideologen wie die politischen Fanatiker und sehen über ihre Nasenspitze nicht hinaus, nicht einmal bis zum Tellerrand reicht es, denn sonst würden sie die Aussagen der Kirche, die sie als angebliche Gläubige zu achten hätten, annehmen.
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15

Montag, 18. April 2011, 18:37

Christ, erkenne deine Würde

Aus dem Katechismus der Katholischen Kirche

Nr. 1691
„Christ, erkenne deine Würde! Du bist der göttlichen Natur teilhaftig geworden, kehre nicht zu der alten Erbärmlichkeit zurück und lebe nicht unter deiner Würde. Denk an das Haupt und den Leib, dem du als Glied angehörst! Bedenke, dass du der Macht der Finsternis entrissen und in das Licht und das Reich Gottes aufgenommen bist“ (Leo d. G., serm 21,2-3).

Nr. 1692
Das Glaubenbekenntnis sagt, wie groß die Gaben sind, die Gott in seinem Schöpfungswerk und mehr noch im Werk der Erlösung und Heiligung dem Menschen geschenkt hat. Was der Glaube bekennt, geben die Sakramente weiter. Durch die Sakramente der Wiedergeburt sind die Christen „Kinder Gottes“ geworden (Joh 1,12; 1 Joh 3,1) und haben an der göttlichen Natur Anteil erhalte (2 Petr 1,4) Im Glauben ihrer neuen ‚Würde bewusst, sollen die Christen fortan so leben, „wie es dem Evangelium Christi entspricht“ (Phil 1,27). Sie werden dazu befähigt durch die Gnade Christi und die Gaben seines Geistes, die sie durch die Sakramente und das Gebet erhalten.

Nr. 1693
Christus Jesus tat stets das, was dem Vater gefiel (vgl. Joh 8,29). Er lebte in vollkommener Gemeinschaft mit ihm. Auch seine Jünger sind dazu berufen, vordem Angesicht des Vaters zu leben, „der auch das Verborgene sieht!“ (Mt 6,6), damit sie „vollkommen werden, wie der himmlische Vater es ist.“ (vgl. Mt 5,47).
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16

Sonntag, 1. Mai 2011, 16:39

Johannes Paul II.
Christlicher Glaube

Hört auf zu denken, der christliche Glaube sei nur für Kinder oder einfache Leute gut. Wenn er so erscheint, dann haben Jugendliche und Erwachsene es schwer vernachlässigt, ihren Glauben im gleichen Schritt mit ihrer menschlichen Entwicklung wachsen zu lassen. Der Glaube ist kein hübsches Kleid für die Zeit der Kindheit. Er ist ein Geschenk Gottes, ein Strahl des Lichtes und der Kraft, die von Ihm, Gott kommt, und er muss alle Lebensbereiche erhellen und beleben.
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17

Sonntag, 19. Juni 2011, 18:06

Christentum und Liberalismus

In der Tagespost vom 17. Juni ist ein sehr guter Artikel über „Christentum und Liberalismus“ von Markus Krienke.

Er weist daraufhin, dass ein Grund der heutigen Krise, dass Schwinden des Bewusstseins der moralischen Dimension der Freiheit ist, das sich heute in jener Entgegensetzung von „frommem Dilettantismus“ und „moralfreiem Ökonomismus“ ausdrückt, vor der Wilhelm Röpke (1899 – 1966), Ökonom, gewarnt hatte.

Röpke vertritt die Übereinstimmung von sozialer Marktwirtschaft und kirchlicher Soziallehre einerseits in der Zentralstellung der menschlichen Person sowie dem Schutz ihrer Würde und andererseits in der Ablehnung jeder zentralistischen oder sozialistischen Organisation des Marktes.

Unter sozialer Gerechtigkeit ist zu verstehen, dass als unbestreitbares Prinzip der Grundrechte der Person die Freiheitsrechte, die politischen Mitwirkungsrechte und die sozialen Anspruchsrechte sind. Diese drei Dimensionen sind unteilbar. Und wie die staatliche Ordnung dieses grundrechtlichen Garantien verwirklicht, so kann dann von einem Zustand der „sozialen Gerechtigkeit“ gesprochen werden.

Dem Staat steht es nicht zu, einen perfekten gesellschaftlichen Zustand herzustellen, weil ihm einerseits das Wissen fehlt und andererseits es ihm auch an der ökonomischen und moralischen Kompetenz m mangelt. Dieser Zusammenhang kann auch als „Antiperfektionismus“ bezeichnet werden.

Die Begriffe „Soziale Gerechtigkeit“ und „Antiperfektismus“ wurden zum ersten Mal von Antonio Rosmini (1797–1855) geprägt. Rosmini hat schon darauf verwiesen, dass die Verkürzung des Menschenbildes auf die wirtschaftliche Dimension und die Abstrahierung von jeder moralischen oder sozialen Dimension nicht dem christlichen Menschenbild entspricht.

O-Zitat aus der Tagespost als Fazit:
Rosmini könnte daher mit der Röpkeschen Feststellung übereinstimmen: „Der Liberalismus ist in seinem Wesen nicht ein Abfall vom Christentum, sondern sein legitimes Kind“. In dieser Aussage bringt Röpke den heute weithin vergessenen moralischen Anspruch an das Freiheitsverständnis des Liberalismus und mithin einen möglichen Weg aus der gegenwärtigen kulturellen Krise Europas zum Ausdruck.
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18

Dienstag, 21. Juni 2011, 17:07

Erlittenes Leid – Klage oder Anklage gegen Gott erlaubt?

In den idea-Kommentaren von heute fand ich zwei gegensätzliche Meinungen evangelikaler Pastoren, wobei der Eine, Pastor Affeld, auch eine Anklage Gottes mit der Formulierung: „Gott hält meine Klagen und Anklagen aus“ für berechtigt hält während der andere, Pfarrer Putschky, feststellt, dass man Gott sein Herz ausschüttet, aber beim Anklagen Gottes wird unserer Herz zerfressen und unser Glaube beschädigt.“

Ich selber neige der Meinung von Pfarrer Putschky eher zu, denn Gott schickt nicht das Leid zu den Menschen sondern ER lässt Leid allenfalls zu.

Außerdem ist in vielen Fällen das Leid ein Werk von Menschen, das von diesen gemacht wird. Dazu nur ein einfaches Beispiel, das immer wieder vorkommt: Bei einem Autounfall kommt ein Mensch ums Leben. Schuld ist Gott? Nein, sondern jener Autofahrer, der sich nicht an die Verkehrsvorschriften gehalten hat, möglicherweise konnte es sogar der Tote selbst gewesen sein, weil er eine wesentliche Rechtsvorschrift nicht beachtet hat. Und so kann man eine menschliche Ursache bei den meisten Fällen von Leid feststellen. Selbst bei Naturkatastrophen muss überprüft werden, ob nicht direktes oder indirektes menschliches Versagen für dieses Leid schuld sei, wenn zBspl. ein Haus in eine bekannte lawinengefährdete Zone gebaut wurde oder wie in Fukushima die Auswirkungen von Tsunamis (mögliche Wellenhöhe) unterschätzt wurde und es dadurch zum Ausfall des Pumpensystems gekommen ist. Anders zu betrachten sind jene Fälle von Leid, das in keiner Weise erklärbar ist.

Wenn mir ein Leid passiert, dann darf ich dieses Leid Gott klagen, IHN um Hilfe anflehen, aber IHN nicht anklagen. Vielleicht kann ich kurze Zeit mit meinem Schicksal hadern, evt. sogar kurz zweifeln, aber bei einen festen Glauben werde ich diese Zeit überwinden. Denn mein Glaube sagt mir, dass Gott auch aus meinem Leid Gutes daraus macht, selbst dann wenn ich es nicht sofort begreife, ja vielleicht es erst dann begreifen werde, wenn ich nach dem irdischen Tod vor IHM stehen werde. Ja, wenn ich Gott nicht anklage, kann sich durch Leid mein Glaube weiter reifen, stärken und mein Vertrauen an IHN festigen. Als Charismatiker kann ich auch sagen „Preis den Herrn!“.
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19

Dienstag, 21. Juni 2011, 19:27

Volle Zustimmung, lieber Diaconus! Auch wenn ich keine Charismatikerin bin, kann ich nur in den Lobpreis einstimmen!
Danke für diesen äußerst wertvollen Beitrag!!! :)
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Donnerstag, 30. Juni 2011, 19:20

Klaus Wowereit zum Papstbesuch in Berlin

In der Tagespost war von einem Interview zu lesen, das der Regierende Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) der Katholischen Nachrichten Agentur (KNA) gegeben hat, in dem er noch vor dem Papstbesuch eine Diskussion über katholische Moralvorstellungen, vor allem hinsichtlich Homosexualität und Verhütung, fordert. Außerdem verteidigt er die geplanten Lesben- und Schwulenproteste zum Papstbesuch.

Herr Wowereit erklärt sich gern zum Katholiken, hat sich aber auch als Homo geoutet, der mit einem Partner lebt. Ein wirklich gläubiger Katholik kann diese Fakten nicht unter „einen Hut“ bringen, denn die Offenbarung Gottes in Lev 18,22 ist eindeutig.

Aber Hr. Wowereit will halt, dass die Morallehre der Kirche seinen Wünschen und Vorstellungen angepasst wird um „sünden- und faltenlos“ vor der Welt da zu stehen. Eine andere Möglichkeit und zwar der ehrlichere Weg wäre, dass Hr. Wowereit die Kirche verlässt, die glaubensmäßig nicht mehr die Seine ist. So hat es auch Karl Rahner einige Zeit vor seinem Tod gesagt. Aber die SPD´ler, Grünen und Linken meinen halt und bilden sich ein, dass sie das „non-plus-ultra“ sind und daher alles sich nach ihren atheistischen Wünschen zu richten hat, was sicher in Glaubensfragen nie der Fall sein wird.
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