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Die Sakramente der Kirche: Die Ehe

Antworten im Thema: 28 » Der letzte Beitrag (17. Juni 2016, 18:04) ist von diaconus.

Teresa

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21

Montag, 17. Juni 2013, 16:31

Geschiedene Wiederverheiratete und Heilige Kommunion

In der "Tagespost" von vorgestern gab es einen ausführlichen Artikel zu dieser Thematik, verfasst von Erzbischof Müller, den ich in jeder Beziehung gut finde!

Auch Lactantius hat in diesem Thread schon Erklärendes zu diesem Thema geschrieben.

Alleine diese beiden Äußerungen müßten doch eigentlich klarstellen, worum es wirklich geht. Aber einige Leute (Modernisten?) in der RKK wollen oder können das immer noch nicht verstehen. Das wiederum verstehe ich nicht... ?(
Obl.OSB

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22

Donnerstag, 19. Dezember 2013, 10:35

Wie hättet Ihr`s denn gern?

Dieser nachfolgende Beitrag ist dem Blog des Forums Deutscher Katholiken entnommen

Zitat

Ein Fragebogen, der vom Papst Franziskus an die Bischöfe gerichtet war, um für die Bischofssynode im Oktober 2014 ein Meinungsbild zu Fragen über Ehe und Familie zu bekommen, zog Kreise. Mit diesen Fragen konnten sich auch Vertretungsorgane der Katholiken, z.B. Diözesanräte befassen. Der Fragebogen konnte auch vom Internet herunter geladen werden.
Im Ordinariat der Diözese Augsburg gingen 151 Fragebögen ein. Die Diözese zählt rund 1.35 Mio. Katholiken. Man kann sich ausrechnen, welchem Prozentsatz der Gläubigen diese 151 Stimmen entsprechen. Bei ähnlichen Resultaten, z.B. bei politischen Wahlen, würde darüber niemand ein Wort verlieren. Das Ergebnis ist kaum darstellbar.
Die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ), die ein Meinungsmonopol im Gebiet der Diözese Augsburg hat, berichtet darüber in ihrer Ausgabe vom 17. Dezember an drei Stellen. Die Überschriften lauten „Gläubige kritisieren ‚Doppelmoral’ – Katholiken gehen mit ihrer Kirche hart ins Gericht“, weiter „Jetzt haben die Gläubigen das Wort“ mit Untertitel „Was Katholiken zu Ehe und Familie denken, dürfte Papst und Bischöfe erschüttern“ und „Die Meinung der Gläubigen zählt“.
Im AZ-Bericht wird die Kirche wegen „Doppelmoral“, „Mangel an Barmherzigkeit“, „Dogmen fixiert“, etc. charakterisiert. Was auf dem Weg zur Beliebigkeit stört, ist die Ehelehre der Kirche. Im AZ-Kommentar heißt es: Der „Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen wird stark kritisiert“ … „Im Sinne des Evangeliums“ könne das nicht sein. (Die an unser Forum eingesandten nicht “bearbeiteten” Antworten zum Fragenkatalog kommen übrigens zu einem ganz anderen Ergebnis.) Nun wird im Evangelium nicht berichtet, Jesus sei durch das Land Israel mit der Frage gezogen: „Wie hättet Ihr’s denn gerne“? Tatsächlich lesen wir solche Sätze: „Deine Sünden sind dir vergeben, gehe hin und sündige nicht mehr“, nicht aber „gehe hin und mach so weiter wie bisher“, wie uns heutige Falschmünzer der Bibel weismachen wollen. Dass Sprecher von Priesterinitiativen und auch einzelne Bischöfe hilflos mit der veröffentlichten Meinung mitheulen, mag auch damit zu erklären sein, weil sie den Gläubigen über viele Jahre die Lehre der Kirche und die Schönheit und den Wert einer christlich gelebten Ehe und Familie in Predigt und Katechese vorenthalten haben, um ja niemand weh zu tun.
Das Resultat der Meinungsumfrage ist in der AZ aber auch gegen das Oberhaupt der katholischen Kirche, Papst Franziskus, gerichtet. Er erfreut sich zwar noch der Mediengunst. Aber wie lange bleibt das noch so? So heißt es im AZ-Kommentar: „Die Antworten sind nun da, man wird sie nicht ignorieren können… Wie Franziskus zum Thema Wiederverheiratete steht, ist ungewiss; Ob es zu einer Reform kommt, unklar. Von seinem Lösungsweg wird seine Glaubwürdigkeit und seine Kraft für weitere Reformen abhängen“.
Hubert Gindert
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23

Dienstag, 29. Juli 2014, 17:45

Vatikan prüft Verkürzung von Eheannullierungen
Seit zwei Tagen ist auf verschiedenen Nachrichtenplattformen die nachstehende Meldung veröffentlicht, die ich komplett übernehme, da ansonsten der Hintergrund meines Kommentars möglicherweise nicht verstanden wird..

Zitat

Der Vatikan prüft laut dem Präsidenten des Päpstlichen Rats für die Interpretation von Gesetzestexten, Francesco Coccopalmerio, konkrete Schritte für eine Verkürzung von kirchlichen Ehenichtigkeitsverfahren.
Der Rat untersuche derzeit, ob künftig auch eine gerichtliche Instanz ausreichen könne, um die Ungültigkeit einer Ehe festzustellen, sagte Coccopalmerio, dem „Osservatore Romano“ (Freitag-Ausgabe). Bisher waren dafür zwei voneinander unabhängige Gerichtsentscheide notwendig.
Eine weitere Option sei, dass nur noch ein Richter über die Ehenichtigkeit entscheide statt wie bislang ein Richterkollegium. Voraussichtlich werde der Ortsbischof auch die Möglichkeit erhalten, unmittelbarer in die Verfahren einzugreifen, um deren Beschleunigung herbeizuführen, so der italienische Kardinal. Bislang lägen jedoch noch keine befriedigenden Ergebnisse vor.
Verfahren dauern mehrere Jahre
Die Straffung von Ehenichtigkeitsverfahren ist eines der Themen der Weltbischofssynode über die Familie im kommenden Oktober. In einem Ehenichtigkeitsverfahren geht es um die amtliche Feststellung, ob eine gültige Ehe im katholischen Sinne besteht. Solche Verfahren können sich in ihrer derzeitigen Form über mehrere Jahre hinziehen. Nachdem eine Scheidung im Kirchenrecht aufgrund des Dogmas der Unauflöslichkeit der Ehe nicht vorgesehen ist, ist die Annullierung der einzige Weg, eine Ehe vor dem Kirchenrecht aufzulösen. Nur nach der Annullierung können Katholikinnen und Katholiken erneut kirchlich heiraten.
Mögliche Gründe für eine ungültige Ehe können Formfehler bei der Eheschließung sein. In der Regel werden jedoch sogenannte Willensmängel oder Erkenntnismängel geltend gemacht. Ein Willensmangel liegt etwa vor, wenn ein Partner von vorneherein einen Kinderwunsch ausschließt, ein Erkenntnismangel, wenn etwa einem der Partner nicht bewusst ist, dass eine Ehe nach katholischem Verständnis unauflöslich ist.
Mehrere Gerichte müssen entscheiden
Bisher müssen in der Regel ein Diözesangericht und das Gericht der Kirchenprovinz übereinstimmend zu dem Ergebnis kommen, dass eine Ehe ungültig ist. Bei abweichenden Urteilen oder Unklarheiten müssen die Fälle der Römischen Rota vorgelegt werden, dem obersten Ehegericht im Vatikan. In der vatikanischen Umfrage zu Ehe, Familie und Sexualität war im Januar auch um eine Stellungnahme zur Straffung von Ehenichtigkeitsverfahren gebeten worden.
Eine solche könnte eine mögliche Antwort des Vatikans auf die langjährige Forderung reformorientierter Katholiken nach einer Lösung für das Problem der wiederverheirateten Geschiedenen sein. Diese sind nach katholischem Kirchenrecht vom Empfang der Sakramente ausgeschlossen. Während mehrere Vatikanvertreter bereits klargestellt haben, dass am Dogma der Unauflöslichkeit der Ehe nicht gerüttelt werden könne, könnte eine Vereinfachung der Ehenichtigkeitsverfahren eine Art Kompromisslösung darstellen

Kommentar
Das was dieser Kurienkardinal von sich gibt, ist nichts anderes als winkeladvokatische Purzelbäume um das Ehesakrament endgültig auszuhebeln, denn mit Can 1095 Nr. 3 (psychische Eheunfähigkeit) .wurde ein Paragraph geschaffen mit dem sich im letzten Jahrzehnt jede Ehe annullieren lässt, obwohl die Grundintention ursprünglich eine andere war. Ein mit persönlich gut bekannter Richter eines Diözesangerichtes hat mir auf meine Frage ob das ordnungsgemäße Zustandekommen des Sakramentes wichtig ist, erklärt, das ist nicht das wichtigste sondern wie sich die Ehe dann entwickelte. Das inkludiert, dass jede Ehe die zivilrechtlich geschieden ist, annulliert werden kann und ich kenne aus meiner Tätigkeit zwei Ehen, die einmal nach 40 Jahren mit drei Kindern bzw. die zweite nach 30 Jahren und 2 Kindern in die Brüche gingen, weil ein Ehepartner Ehebruch beging und was „Neues“ wollte. Mir wurde auch gesagt, dass im Ehegericht der Hinweis auf den Ehebruch des Partners und die bestehende neue Verbindung als irrelevant abgetan worden war und das keine der gestellten Fragen mit dem Sakrament zu tun hatte sondern eher dem Voyerismus huldigte. Ebenso wurde mir erzählt, dass ein Gespräch für ein diesbezügliches psychologisches Gutsachten knapp 20 Minuten gedauert hat, davon redete der Psychologe 10 Minuten über sich selbst und seine Erfahrung. Wer weiß wie lange Gespräche für die Erstellung eines derartigen Gutachtens wirklich dauern, kann daraus ersehen dass das Ganze eine reine Farce war, wie es der Erzähler mir gegenüber deklarierte. Mit der gegenständlichen Äußerung des Kurienkardinals wird zwar das Ehesakrament als „unauflöslich“ deklariert aber in Wahrheit ist damit in vereinfachter Form jede zivilrechtlich geschiedene Ehe annullierbar. Damit wird die Anweisungen Jesu in den Antithesen der Bergpredigt und in Mt 19,3 bewusst konterkariert und die Kirche hält sich real nicht mehr an die Offenbarung Jesu sondern zeitgeistige Rektalakrobatik um den Menschen zu gefallen.

Ein User, Ko…, hat heute auf einer Diskussionsplattform zu diesem Artikel festgestellt, dass das nicht mehr seine Kirche, ebenso wenig jene seiner Eltern und Großeltern sei. Dem kann ich voll zustimmen, auch für mich ist das nicht mehr die Kirche für die ich geweiht worden bin. Diese Kirche hat sich wirklich zur „Hure Babylons“ entwickelt.
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24

Samstag, 23. August 2014, 17:28

Papst Benedikt XVI.
Es besteht eine offenkundige Entsprechung zwischen der Krise des Glaubens und der Krise der Ehe.

Kommentar
Diesen Worten Papst Benedikts ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Es lässt sich bei genauer Anamnese bei einem Gläubigen/einer Gläubigen, die eine Scheidung anstrebten bzw. sich scheiden ließen, feststellen, dass dessen/deren Glaube nicht voll in der Lehre der Kirche standen und denen jedes Mittel Recht ist auch Annullierungen zu erreichen. Da wird dann gelogen, Meineide geschworen usw., denn in der Beichte kann ich ja das alles von mir abwaschen lassen, so der miese charakterliche Standpunkt. Und ein mir bekannter Richter eines Diözesangerichtes hat mir gesagt, uns ist nicht wichtig, ob das Sakrament ordnungsgemäß zustande gekommen ist sondern wie sich die Ehe entwickelt hat. D. h., dass jede Ehe, auch wenn das Sakrament ordnungsgemäß zustande gekommen ist, im Falle einer zivilen Scheidung faktisch annullierbar ist. Da trifft wohl die Aussage Jesu zu, dass die Kirche vertreten durch ihre Diözesangerichte „die Perlen den Schweinen vorwirft“ (vgl. Mt 7,6). wobei die dazugehörige Fußnote in der Einheitsübersetzung darauf hinweist, dass damit im AT die Thora und im NT die Lehre Jesu gemeint ist.
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25

Mittwoch, 1. Oktober 2014, 17:46

Zur Bedeutung von Ehe und Familie und zur Deutungshoheit der Medien über die Weltbischofssynode

Der nachstehende Artikel wurde vom Forum der Katholiken heute veröffentlicht. Gemäß der Genehmigung vom 2. 9. 2013 stelle ich diesen in den Blog.

Zitat

Als sich Papst Benedikt nach seinem Rücktritt vom Klerus von Rom verabschiedete, sprach er auch über seine Erfahrungen beim Zweiten Vatikanischen Konzil, das er als Berater des Kölner Kardinals in Rom erlebte. Dabei erinnerte er an den Unterschied zwischen dem wirklichen Konzil in der Konzilsaula und dem „Medienkonzil“ draußen, d.h. über das, was in den Medien darüber verbreitet wurde. Die Medieninterpretation hat das Konzilsverständnis ganz wesentlich geprägt.
Heute stehen wir vor den beiden Sitzungen der Weltsynode der Bischöfe mit dem Thema „Pastorale Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung“. Was Ehe und Familie für Kirche und Gesellschaft bedeuten, hat 1998 der damalige Präfekt der Glaubenskongregation Kardinal Ratzinger in seiner Einführung zum Werk „Über die Pastoral der geschiedenen Wiederverheirateten“ („Sulla pastorale dei divorziati risposati“) mit diesen Worten ausgedrückt: „Ehe und Familie sind für die gesunde Entwicklung von Kirche und Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. Zeiten, in denen das Ehe- und Familienleben blüht, sind immer auch Zeiten des Wohlergehens für die Menschen. Geraten Ehe und Familie in eine Krise, hat dies weitreichende Folgen für die Ehegatten und deren Kinder, aber auch für Staat und Kirche“.
Wegen der großen Bedeutung von Ehe und Familie haben die Medien schon vor der Weltsynode der Bischöfe das Thema auf geschiedene Wiederverheiratete einzuengen und die Meinungsführerschaft in der Diskussion an sich zu reißen versucht. Julius Müller-Meiningen schreibt in der Augsburger Allgemeinen Zeitung (AZ) vom 22. September 2014: „Bei der in zwei Wochen beginnenden außerordentlichen Synode zum Thema Familienseelsorge steht die Katholische Kirche an einem Scheideweg. In der Diskussion um den Umgang mit Familie, Ehe und Sexualität diskutieren die Beteiligten über eine Frage, von der die künftige Ausrichtung der Kirche mit abhängt: Können geschiedene Katholiken, die ein zweites Mal geheiratet haben unter Umständen wieder zur Kommunion zugelassen werden? Was auf Außenstehende wie eine Marginalie wirkt, ist im Vatikan und in der katholischen Welt zu einer Existenzfrage gereift“.
In der Auseinandersetzung wird die heute weitverbreitete religiöse Unwissenheit der Katholiken über das Ehesakrament ausgenutzt. Das wird besonders in Leserbriefen der Zeitungen deutlich. Jetzt rächt sich, dass das katholische Ehe- und Familienverständnis jahrzehntelang in Predigt, Katechese und Hirtenschreiben der Bischöfe vernachlässigt wurde, um bei Gläubigen und Medien nicht anzuecken. Dieses Defizit hat auch damit zu tun, dass die Autorität der Bischöfe in Deutschland schwer angeschlagen ist, seit sie mit ihrer „Königsteiner Erklärung“ auf die Enzyklika „Humane vitae“ Paul VI. die Gläubigen einem autonomen Gewissen ausgeliefert haben. Das Ansehen der Bischöfe ist noch einmal beschädigt worden, als sie in der Abtreibungsfrage einer rechtswidrigen, aber straffreien Regelung mit dem Beratungsschein zugestimmt haben. Dieses Verhalten hat Prof. Josef Isensee einmal als die „größte Blamage“ der Bischöfe der Nachkriegszeit bezeichnet.
Die heutige Situation der deutschen Bischöfe in der anstehenden Weltbischofssynode ist auch deswegen schwierig, weil sie sich mehrheitlich in der Themenfrage in die Verengung auf „geschiedene Wiederverheirate“ hineinmanövrieren ließen, obwohl Erzbischof Schick kürzlich zu Recht geäußert hat „nicht die geschiedenen Wiederverheirateten sind unser größtes Problem, sondern der Mangel an Eheschließungen und Familiengründungen“. Kardinal Marx bezeichnete es als „verheerend“, dass die Frage der Ehe- und Familienpastoral auf den einen Punkt „geschiedene Wiederverheirate“ fixiert worden sei. Kardinal Marx äußerte aber zugleich, dass die „große Mehrheit der deutschen Bischöfe die Position von Kardinal Kasper teile (Tagespost, 27.09.14). Kardinal Kasper vertritt die Auffassung, geschiedene Wiederverheiratete sollten nach einer Bußzeit zur Kommunion zugelassen werden. Die Medien haben das Referat von Kardinal Kasper auf der Kardinalsversammlung im Februar 2014 zur diskutierten Thematik zur „Richtungsentscheidung“ durch Papst Franziskus hochstilisiert. Nun kommt kurz vor Eröffnung der Synode das Buch „In der Wahrheit Christi bleiben“ von fünf Kardinälen, heraus. Zu den Autoren gehört auch der Präfekt der Glaubenskongregation Kardinal Müller. Dieses Werk fährt den Medienleuten in die Parade, die sich der Deutungshoheit über die Weltbischofssynode schon sicher waren. Sogleich begann ein Gezeter und Lamento, die fünf Kardinäle würden eine ergebnisoffene Debatte auf der Synode verhindern wollen, noch bevor sie begonnen habe. Die gleichen Medienleute, die seit Monaten die Debatte anheizen, geifern nun, weil eine qualifizierte Gegenmeinung auftaucht. Sie sehen ihr Meinungsmonopol gefährdet. Die AZ titelte entsprechend: „Der Papst wird zur Zielscheibe“ (22.09.14). Die neue Passauer Presse hatte am 18.09.14 eine Artikelüberschrift „Fünf Kardinäle auf Gegenkurs zum Papst“. Auch Kardinal Kasper goss Öl ins Feuer mit den Worten: „Zielscheibe der Polemik bin nicht ich, sondern der Papst… einige wollen einen theologischen Krieg bei der nächsten Synode“. In der AZ (22.09.14) stand: „Schon seit längerem hieß es, dass einflussreiche Konservative im Vatikan gegen den neuen und äußerst beliebten Papst arbeiten würden“.
Obwohl die, die die Lehre der Kirche zu Ehe und Familie verändern wollen, alle, die ihnen im Weg stehen, als „Modernisierungsverweigerer“ abstempeln und Papst Franziskus für ihre Zwecke einspannen wollen, sind sie sich nicht sicher, ob das gelingt. So sagt Müller-Meiningen am 22.09.14: „Doch obwohl der Papst oft als Schreck des katholischen Establishments dargestellt wird, hat sich in der Kirche seit seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren programmatisch nichts verändert“. Kardinal Kurt Koch, der jetzige Präsident des Einheitsrates äußerte kürzlich in einem Interview: „Ich sehe überhaupt keine Anzeichen, dass er (Papst Franziskus) die Lehre der Kirche ändern will und wird“. (Tagespost, 27.09.14)
Auf der sogenannten Dialogkonferenz in Magdeburg (12/13. September 14) wurde wiederholt geäußert, man müsse verstärkt auf Jesus Christus hören. Genau das sagte Kardinal Ratzinger in seiner o.a. Einführung von 1998: Es geht „einzig um die uneingeschränkte Treue zum Willen Christi, der uns die Unauflöslichkeit der Ehe als Gabe des Schöpfers zurückgegeben und neu anvertraut hat“ weiter „aufgrund ihrer objektiven Situation dürfen die wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen nicht zur heiligen Kommunion zugelassen werden und auch nicht eigenmächtig zum Tisch des Herrn hinzutreten“.
Was wird die „große Mehrheit“ der deutschen Bischöfe, die die Ansichten von Kardinal Kasper vertritt, den Gläubigen sagen, wenn am Ende der Weltsynode der Bischöfe die Ehelehre der Kirche, die auf Jesus Christus zurückgeht, erneut bekräftigt wird und über die Alpen nach Deutschland kommt?
Wie wird das katholische Volk darauf reagieren? Die Leserbriefe in den Zeitungen zeigen das ganze Ausmaß der Verwirrung, das die Desinformation der Medien und die Aussparung der kirchlichen Ehelehre in Predigt und Katechese angerichtet haben. Es erscheint fraglich, ob bei den Katholiken, die sich ihr eigenes Credo zu Ehe und Familie zurechtgelegt haben und das auch praktizieren, mit einer Klarstellung der kirchlichen Lehre noch Einsicht einzieht. Es ist auch denkbar, dass viele ihren autonomen Lebensstil fortsetzen oder auch in großer Zahl aus der Kirche austreten werden. Das würde dann an die Stelle bei Johannes erinnern, als Jesus über das eucharistische Lebensbrot gesprochen hatte. Dort heißt es: „Von da an zogen sich viele seiner Jünger zurück und begleiteten ihn nicht mehr auf seinen Wanderungen“. (Joh. 6.66)
Wie wird es schließlich Papst Franziskus ergehen, wenn die katholische Ehelehre auf der Weltsynode der Bischöfe erneut bekräftigt wird? Am Ende der Synode, dem 19. Oktober wird Papst Paul VI. selig gesprochen. Dieser Papst wurde von den Gläubigen geachtet und auf seinen Reisen begeistert aufgenommen – bis er die Enzyklika Humane vitae entgegen dem Rat von Bischöfen und der von ihm eingesetzten Kommission veröffentlichte. Dann schlug die Meinung abrupt um. Auch Bischöfe ließen ihn im Stich. Am 18.08.74 äußerte er: „Ich bedaure oder bereue nichts. Ich bin ganz sicher, das getan zu haben, was ich tun musste… es steht… das Leben der Menschheit auf dem Spiel.“
Hubert Gindert
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26

Samstag, 4. Oktober 2014, 16:37

Die Katze kommt immer weiter aus dem Sack
Auf einigen Websites, darunter auch auf der ORF-Religion-HP, wird eine Aussendung der Pfarrer-Initiativen von Österreich, Deutschland und der Schweiz veröffentlicht in der von der am 5. Oktober in Rom beginnenden Bischofssynode gefordert wird den Kommunionempfang „für nicht kirchlich verheiratete Partner, für geschiedene Wiederverheiratete und homosexuelle Paare“ zu ermöglichen, den der Mensch als Person müsse der Ausgangspunkt aller Synodenüberlegungen sein,

Außerdem wird gefordert, dass in die synodalen Beratungen das Leben und die Erfahrungen aller Ehepaare, Familien und Beziehungen unbedingt anzuerkennen und wertzuschätzen sei. Zusätzlich wird eine Aufwertung der persönlichen Gewissensentscheidung verlangt sowie als grundlegende Inspirationsquelle für die Kirchenlehre die Verankerung des Glaubenssinns des Volkes Gottes (sensus fidelium), wobei letzterer ihren Ausdruck in den Stellungnahmen der Ortskirchen und Pfarrgemeinden zum vatikanischen Fragebogen finde, so die Pfarrer-Initiativen.

Kommentar
Wie schön, dass die Pfarrerinitiative nicht noch eine stärkere Protestantierung der Hl. Mutter Kirche Jesu fordert (Ironie aus), denn diese Forderungen stehen nicht nur gegen die Lehre der Kirche, die auf der Lehre Jesu basiert sondern sie stehen direkt auch gegen die Aussagen Jesu und damit beweisen diese Forderer von Reformen, dass sie direkt gegen Jesu, den Messias und Gottes Sohn gerichtet sind, denn seine Aussagen, die die Evangelisten aufgeschrieben haben sind eindeutig. Jesus hat vollkommen klar gesagt: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben, sondern um zu erfüllen.“ (Mt 5,17 – Antithese zur Bergpredigt). Damit gilt noch immer Lev 18,22 wo Gott feststellt, dass ihm Homo-Aktivitäten ein Gräuel sind, daher also verboten sind. Ebenso ist in den Antithesen zur Bergpredigt die Feststellung Jesu vorhanden, dass wer aus der Ehe entlassen ist bei einer Wiederverheiratung Ehebruch begeht (Mt 5,31-32). Und das 6. Gebot Gottes lautet: „Du sollst nicht ehebrechen!“ Aber derartige Feststellungen Jesu und Seine Lehre sind ja für diese Ketzer in ihrem Hochmut jederzeit veränderbar, denn sie sind ja gescheiter als der Sohn Gottes und ihm gleichwertig. Demut vor der Lehre Jesu und vor Gott ist ja nicht vorhanden, denn dann würden sie anders handeln. Wenn diese Ketzer einen redlichen Charakter hätten, wären sie längst aus der Kirche gegangen, aber die monatliche Pfründe, die sie kassieren ohne ihren vorgesehenen Aufgaben voll nachzukommen ist ihnen wichtiger,, denn zwei Herren kann man nicht dienen (Mt 6,24, Lk 16,13). Diese Initiativler dienen also einerseits dem Mammon und andererseits auch dem Teufel, der immer gegen die Lehre der Kirche auftritt und den Menschen mit seinen Lügen verführen will. Karl Rahner hat vor seinem Tod 1984 in einem Interview festgestellt, „wer nicht mit dem einverstanden ist, was zur katholischen Kirche gehört sollte den redlichen Charakter haben die Kirche, die nicht m ehr die seine ist zu verlassen und diese nicht zu unterwandern.“ Und zur Kirche gehören Bibel, Lehre und Tradition. Dass sie außerdem ihr Weihegelöbnis, indem sie die Lehre der Kirche zu vertreten gelobten, brechen, das sie stellvertretend dem Bischof für Gott gegeben haben sei nur am Rande erwähnt, aber zeigt den geistigen und charakterlichen Zustand dieser Personen.

Dass zwar der Mensch und vor allen sein Seelenheil für das Ewige Leben bei Gott wichtig ist, war immer ein Grundsatz der Hl. Mutter Kirche und ihr Ziel. Aber dieses Seelenheil bedarf der Einhaltung von Gottes Geboten und Anweisungen und nicht der eigenen Anpassungen, denn Jesus hat eindeutig gesagt: „Geht durch das enge Tor. Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit und viele gehen auf ihm.“ (Mt 7,13 – ebenfalls eine Antithese der Bergpredigt)
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27

Freitag, 26. Juni 2015, 17:16

Kardinal Kasper fordert „realistische Theologie der Ehe“
Eine „realistische Theologie der Ehe" müsse das Scheitern ebenso wie die Möglichkeit der Vergebung bedenken“, schreibt er in einem Aufsatz in der Zeitschrift „Stimmen der Zeit“. Kasper sprach sich in dem am Donnerstag vorab veröffentlichten Artikel erneut für eine Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion in bestimmten Einzelfällen ausgesprochen
Der Link dazu
http://religion.orf.at/stories/2718221/
Kommentar
Wann wird es wirklich realistisch und die Lehre der Kirche, die auf den Aussagen Jesu in den Antithesen zur Bergpredigt beruhen (Mt 5,27-32) wird von dem Kardinal Kasper(le) akzeptiert. Früher, vor dem 2. Vaticanum wurde so ein Amtsträger, der gegen die Lehre der Kirche auftrat, ohne Wenn und Aber suspendiert. Aber dem derzeitigen Papst ist die Ökosoziologie wichtiger als die Reinheit der überlieferten Lehre, die eindeutig auf der Offenbarung beruht. .
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28

Samstag, 27. Juni 2015, 17:34

Homo-Ehe in USA
Wie in den Nachrichtenportalen zu lesen ist, wurde vom USA- Höchstgericht die Homo-Ehe als rechtsverbindlich für alle Bundesstaaten festgestellt. Diese dekadente Nation, die glaubt, dass sie der „Weltpolizist_“ ist und ihr „american way of life“ sei das non-plus-ultra ist aber in Wirklichkeit das Land mit dem Weltursprung der Dekadenz, die die Welt in das Reich des Teufels hinab zieht. Wenn man die Weltgeschichte seit 1917 betrachtet, dem Jahr in dieses Land im 1. Weltkrieg auf die Bühne auftrat, begann die „Scheiße“ in der Politik, denn der Hochmut dieser Politiker ist überwiegend der Ursprung für alle entstehenden Probleme der Welt. Schon durch den Frieden 1918 wurde faktisch Hitler und das Naziregime herangezüchtet, und das setzt sich über den 2. Weltkrieg, wenn man die historische Literatur über die Opposition und den Widerstand gegen Hitler usw. liest, bis zum heutigen Tag fort. Die Taliban wurden groß durch die Waffenlieferungen der USA an diese, dem „Arabischen Frühling“ und die derzeitigen Probleme im Irak und Syrien, die durch die „Demokratiebemühungen der USA“ in das Chaos gelangten. Das einzige was dieses Land versteht ist „make money“ und „business“ sonst gar nicht. Auch die Homo-Bewegung hat dort ihren Ursprung, die mit ‚Gewalt vom Psychologenkongress (ca. 1970) die Streichung der Homosexualität als Krankheit erzwang. Wenn man in Internet-Diskussionsportalen die Beiträge der Homos liest, weiß man spätestens beim 2. Mal meist schon beim 1., Beitrag, dass es ein Homo ist, der schreibt, auch wenn er sich nicht „outet“. Denn deren Komplexbehaftung ihrer Psyche ist für erfahrene Menschenkenner und für jeden der psychologische Erfahrung hat in den Beiträgen unübersehbar. Über dieses Land wäre von allen katholischen Bischöfen der große Exorzismus zu beten, dass es gereinigt wird. Apage satanas.
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29

Freitag, 17. Juni 2016, 18:04

Papst stuft einen Großteil der sakramentalen Ehen als ungültig ein!
Franziskus sagte in spontaner Antwort: Die Ehepaare würden zwar sagen, „‚Ja, für den Rest unseres Lebens‘, aber sie wissen nicht, was sie sagen“
Kommentar
Wenn ich den obigen Satz vom Papst lese, dann frage ich mich, ob er als Papst überhaupt weiß welchen Nonsens er ausspricht. Jedes Brautpaar unterschreibt beim letzten „Brautgespräch“ von der Hochzeit das Trauungsprotokoll vor dem Priester oder Diakon, der dieses Gespräch führte und auch im Gespräch darüber aufklärt und in dem auch auf die Unauflöslichkeit der Ehe sowie alle relevanten Punkte einer christlichen Ehe hingewiesen wird. In meiner mehr als zehnjährigen Praxis in diesem Bereich habe ich rd. 100 derartige Braut-Gespräche geführt.
Ein Mitbruder, der Richter bei einem diözesanen Ehegericht ist, hat mir im Gespräch bestätigt, dass, wenn man genau sucht, immer irgendetwas zu finden ist, dass eine Annullierung zulassen wird und sei es einen „psychischen“ Grund, der „gefunden“ wird, also in Wirklichkeit konstruiert für das Verfahren wird. Außerdem hat ein Mitbruder und Ordensgeistlicher im Norden Deutschland festgestellt, dass er ähnliche Erfahrungen hätte. Nachdem ich in meiner Praxis 3 Annullierungsverfahren begleitet habe, eines nach 2 Jahre Ehe, eines nach 30 Jahren Ehe und ein weiteres nach 40 Jahren Ehe, war ich bei einem Verfahren im Nebenzimmer auch bei einem sogenannten „Psychologengespräch“ für eine Annullierung dabei, Dauer des Gespräches 15 Minuten – nochmals wörtlich fünfzehn Minuten. Jeder, der nur etwas von Psychologie etwas weiß, für den ist klar, dass in 15 Minuten kein richtiges psychologisches Gespräch geführt werden kann, geschweige denn ein fundiertes „Gutachten“ hergestellt werden kann, das im Ehegerichtverfahren verwendbar ist. Nur eines dieser 3 Verfahren war eindeutig annullierbar, denn da wurden vor der Eheschließung vor mehreren Zeugen festgestellt, dass eine Scheidung vorgesehen wird, wenn es nicht „funktioniert“ – also eindeutig mangelnder Ehewillen. In einem anderen Fall waren die Partner 10 Jahre standesamtlich verheiratet, die angeblich sehr gläubige Frau und ständige Kirchengängerin drängt auf die kirchliche Hochzeit , ließ sich nach 20 Jahren wegen eines Ehebruchs scheiden und gab bei der Annullierung an, dass sie sich nicht bewusst war, was die kirchliche Ehe bedeutet. Nur der Freund, mit dem sie den Ehebruch begangen hatte und wegen dem sie die Annullierung mit verschiedenen Lügen im Verfahren anstrebte, ließ sie dann „angelehnt“ und verabschiedete sich von ihr wie sie ihm kein Geld mehr „zustecken“ konnte.. Ich frage mich wirklich, glauben jene, die derartige Verfahren betreiben und mit solchen Lügen „operieren“, dass eine normale Beichte genügt um damit befreit zu sein und glauben die Richter in den Ehegerichten, dass ihnen die Unterstützung derartige „offensichtlichen“ Lügen einmal vor Gott Verzeihung finden werden, wo doch die Aussagen Jesu zur Scheidung bzw. Trennung eindeutig sind.

Ich kann nur feststellen, dass in den letzten 20 Jahren nicht nur liturgischen Missbräuche erfolgten sondern auch die Sakramente, die doch die Perlen Jesus, des Glaubens und der Kirche sind, den „Schweinen“ vorgeworfen werden. .
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